Die deutsche WEG Bank wird Schritt für Schritt von Kryptofirmen übernommen

Die auf die Immobilienbranche spezialisierte deutsche WEG Bank hat mit TokenPay, Lisk und der Litecoin Stiftung bereits Anteilseigner und Partner aus der Kryptoszene. Nun ist mit Nimiq, einer auf Blockhain spezialisierten Firma samt zugehöriger Kryptowährung, ein weiterer solcher Anteilseigner dazugekommen.

Selbst US-amerikanische Fachmedien beobachten mit Interesse, wie sich im fernen Deutschland ein spannender Investitionsprozess bei der kleinen WEG Bank abspielt. Fast 30 Prozent der WEG Bank sind mittlerweile im Besitz von Anlegern aus der Kryptoszene, namentlich TokenPay, der Litecoin Foundation und seit neustem auch Nimiq. „Mit Nimiq haben wir nicht nur einen Team, das Lösungen schafft, um Kryptowährungen an Zahlungsinterfaces anzubinden, sondern auch einen innovativen und starken Partner“, wurde der CEO der WEG Bank, Matthias von Hauff, zitiert. Mittelfristig soll die WEG Bank fast komplett von Unternehmen übernommen werden, die aus der Kryptoszene stammen. Sie müssen aber noch die Genehmigung abwarten, als ausländische Investoren mehr Anteile als jeweils 9,9 Prozent zu kaufen. Offen blieb, ob man dies durch mehrere kleine Anleger umgehen möchte.

Was haben Kryptofirmen mit der WEG Bank vor?

Aus den vorliegenden Informationen wird klar, dass es sich bei der geplanten Übernahme der WEG Bank um eine freundliche Übernahme handelt. Anscheinend will man seine Bestandskunden gar nicht direkt mit Kryptowährungen in Berührung bringen, sondern diese zunächst nur für interne Abrechnungsprozesse zu nutzen. Dadurch könnten sich aber neue Kundenkreise erschließen. Logisch wären zudem Blockchain-Anwendungen für Immobilienverwalter, etwa zur automatischen und transparenten Abrechnung von Nebenkosten und mithilfe des Internets der Dinge (IoT). Nicht nur in Taipeh werden Blockchains getestet, um durch Blockchains beispielsweise Energiekosten, Arbeitsprozesse und Abfallmanagement in Smart Cities und Smart Homes zu optimieren.

Zweiter wichtiger Aspekt für die Investoren ist, ihre hauptsächlich durch ICOs eingenommen Gelder divers anzulegen. Mit der klassischen WEG Bank in Deutschland hat sich eine solche Möglichkeit eröffnet. Gerade TokenPay macht mit der Strategie breitgestreuten Investments Ernst und hat sogar Geld in Dessous gesteckt. Eine klassische deutsche Bank als Leuchtturm-Projekt für die Einbindung von Blockchains und Kryptowährungen klingt zumindest gut für TokenPay, Litecoin, Nimiq und Co. Bemerkenswert ist zudem, wie sich hier mehrere Kryptounternehmen zusammentun, die sonst zumindest teilweise in Konkurrenz stehen.

Wird die WEG Bank für mich als Anleger interessant?

„Immer einen Schritt voraus“ wirbt die WEG Bank in ihrer Selbstbeschreibung. Sie bleibt aber für den Moment weit davon entfernt, für private Anleger ein Dienstleister in Sachen Kryptowährungen zu werden. Deshalb ist sie für dich eher ein Beispiel und Hinweis, wie unterschiedlich mit ICO-Geldern umgegangen wird. Der Kurs des Litecoin etwa profitierte kurzfristig von dem Investment. Das Interesse an dem Transformation-Prozess der WEG-Bank dürfte hoch bleiben, aber für deine Anlage-Strategie nur indirekt eine Rolle spielen.


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