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Bitget Test 2026: Keine Neukunden aus Deutschland, Hack über 380 Mio. US-Dollar

Bitget nimmt seit dem 16. Januar 2026 keine neuen Kunden aus Deutschland mehr an und besitzt keine MiCA-Lizenz für die EU. Am 24. September 2026 verlor die Börse bei einem Hackerangriff rund 388 Mio. US-Dollar – wer nach „Bitget Erfahrungen“ sucht oder dort noch Guthaben hat, sollte beides kennen.

Zuletzt aktualisiert: 1. Oktober 2026

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Das Wichtigste in Kürze

  • Kein Zugang für Neukunden: Seit 16. Januar 2026 kannst du dich aus Deutschland nicht mehr bei Bitget registrieren. Eine MiCA-Zulassung hat Bitget nicht, ein Antrag in Österreich läuft seit Juni 2026.
  • Größtes Risiko – Sicherheit: Beim Hack vom 24. September 2026 flossen rund 388 Mio. US-Dollar aus Hot und Warm Wallets ab. Auszahlungen waren tagelang gestoppt.
  • BaFin-Warnung: Die Finanzaufsicht hat schon im Januar 2024 öffentlich gemacht, dass der Betreiber ohne Erlaubnis Finanzdienstleistungen in Deutschland anbietet.
  • Gebühren niedrig: 0,1 Prozent im Spot-Handel, 0,02/0,06 Prozent bei Futures – das ändert nichts an den Zulassungs- und Sicherheitsproblemen.
  • Für Bestandskunden: Prüfe deine Auszahlungsmöglichkeiten und halte nicht mehr Guthaben auf der Börse als nötig.

Bitget ist für Anleger aus Deutschland faktisch geschlossen

Die wichtigste Antwort auf die Suchanfrage „Bitget Deutschland“ ist kurz: Eine neue Anmeldung ist nicht mehr möglich. Bitget hat in einer Mitteilung vom 16. Januar 2026 angekündigt, ab diesem Tag keine Konten für Personen aus Deutschland und Frankreich mehr zu eröffnen. Als Grund nennt die Börse die Anforderungen der EU-Verordnung MiCA.

MiCA (Markets in Crypto-Assets Regulation) ist das einheitliche EU-Regelwerk für Krypto-Dienstleister. Wer Krypto-Handel für EU-Kunden anbieten will, braucht eine Zulassung als CASP – „Crypto-Asset Service Provider“, also Krypto-Dienstleister. Diese Zulassung gilt dann per „Passporting“ in allen EU-Staaten.

Deutschland hat die Übergangsfrist für bereits tätige Anbieter mit dem Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG) auf das Jahresende 2025 verkürzt. EU-weit endete die Übergangszeit spätestens am 1. Juli 2026. Bitget stand zu keinem dieser Stichtage im ESMA-Register der zugelassenen Krypto-Dienstleister.

Der MiCA-Antrag in Österreich ist noch nicht entschieden

Die Tochter Bitget EU mit Sitz in Wien hat nach eigenen Angaben am 17. Juni 2026 bei der österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA eine MiCA-Zulassung beantragt. Geführt wird Bitget EU seit Januar 2026 von Oliver Stauber, der zuvor bei Bitpanda und KuCoin EU tätig war. Eine Genehmigung lag bis zum 1. Oktober 2026 nicht vor.

Ein Antrag ist keine Erlaubnis. Ob und wann die FMA zustimmt, ist offen. Selbst mit einer MiCA-Lizenz dürfte Bitget EU nur Krypto-Dienstleistungen anbieten – Futures mit hohem Hebel fallen unter das Wertpapierrecht (MiFID II) und bräuchten eine eigene Erlaubnis.

Datum Ereignis
29.01.2024 BaFin-Verbrauchermitteilung: Betreiber BG Limited bietet über bitget.com Finanzdienstleistungen ohne Erlaubnis an
31.12.2025 Ende der deutschen MiCA-Übergangsfrist für bestehende Anbieter (KMAG)
16.01.2026 Bitget stoppt Neuanmeldungen aus Deutschland und Frankreich
31.03.2026 Bitget stellt alle Dienste für Kunden in Frankreich ein
17.06.2026 Bitget EU beantragt MiCA-Zulassung bei der FMA in Österreich
01.07.2026 Ende der EU-weiten MiCA-Übergangsfrist, Bitget ohne Zulassung
24.09.2026 Hackerangriff, Schaden rund 388 Mio. US-Dollar

Die BaFin hat schon 2024 vor dem Betreiber gewarnt

Am 29. Januar 2024 veröffentlichte die BaFin eine Verbrauchermitteilung zu bitget.com. Danach bietet die Betreibergesellschaft BG Limited auf der Website Finanzdienstleistungen ohne die erforderliche Erlaubnis an und wird nicht von der BaFin beaufsichtigt. Solche Mitteilungen sind kein Urteil, aber ein deutliches Signal.

Deutschland ist kein Einzelfall. Die australische Aufsicht ASIC warnt vor Bitgets nicht lizenzierten Futures mit bis zu 125-fachem Hebel und verweist auf Maßnahmen von Behörden in Österreich, Frankreich, Spanien, Kanada (Alberta), Japan und Malaysia. Die philippinische Börsenaufsicht SEC führte Bitget im August 2025 laut CoinDesk unter den nicht registrierten Börsen.

Der Hack vom 24. September 2026 traf Hot und Warm Wallets

Am Abend des 24. September 2026 meldeten Blockchain-Analysten ungewöhnliche Abflüsse aus Bitget-Wallets. Bitget bestätigte kurz darauf unautorisierte Transfers aus mehreren Hot Wallets und teilweise aus Warm Wallets – also aus den Online-Wallets, über die eine Börse den laufenden Auszahlungsbetrieb abwickelt. CoinDesk berichtete zunächst von 351,6 Mio. US-Dollar.

In ihrem eigenen Vorfallbericht (Stand 30. September 2026) beziffert die Börse den Schaden auf rund 388 Mio. US-Dollar aus zwölf Wallet-Adressen. Damit ist es nach den uns vorliegenden Daten der größte Börsen-Hack des Jahres – grob ein Viertel des Bybit-Hacks vom Februar 2025, bei dem rund 1,5 Mrd. US-Dollar gestohlen wurden (388 ÷ 1.500 ≈ 26 Prozent). Die Schadenssumme ist eine Angabe von Bitget; unabhängig bestätigt ist bisher nur die erste Schätzung von CoinDesk.

Ursache war laut Bitget eine Lücke bei einem Drittanbieter

Nach Darstellung von Bitget hat der Angreifer vermutlich eine Schwachstelle in einem Sicherheitsprodukt eines Drittanbieters ausgenutzt und sich so interne Zugangsdaten mit hohen Rechten verschafft. Damit habe er gefälschte Auszahlungsbefehle abgesetzt. Die Sicherheitsfirmen Mandiant und SlowMist haben den Vorfall untersucht; Medienberichte bringen ihn mit der nordkoreanischen Lazarus-Gruppe in Verbindung, eine offizielle Zuordnung durch Behörden lag zum Redaktionsschluss nicht vor.

Bitget betont, die Cold Wallets (offline gelagerte Reserven) und die Kontostände der Kunden seien nicht betroffen. Den Schaden will die Börse aus ihrem Protection Fund decken. Für Hinweise, die zur Rückholung gestohlener Gelder führen, bietet sie 5 Prozent der eingefrorenen oder zurückgeholten Summe.

Datum Wiederaufnahme laut Bitget
24.09.2026 Auszahlungen gestoppt, Handel und Einzahlungen laufen weiter
28.09.2026 Bitcoin-Auszahlungen wieder möglich
29.09.2026 Ether-Auszahlungen wieder möglich
30.09.2026 USDT-Auszahlungen geplant
02.10.2026 Übrige Coins, Fiat-Dienste und P2P geplant

Der Protection Fund ist an den Bitcoin-Kurs gekoppelt

Bitget wirbt seit Jahren mit einem Schutzfonds für Kunden. Zum Zeitpunkt des Hacks bezifferte CEO Gracy Chen ihn auf über 464 Mio. US-Dollar. Der Fonds besteht nach Angaben der Börse überwiegend aus Bitcoin – sein Dollarwert schwankt also mit dem Kurs. Im August 2026 lag er laut einem Bitget-Bericht im Schnitt bei rund 382 Mio. US-Dollar.

Die Rechnung hängt davon ab, welchen Wert man ansetzt: Mit den von Gracy Chen genannten 464 Mio. US-Dollar blieben nach einem Schaden von 388 Mio. rund 76 Mio. übrig (464 − 388); mit dem August-Durchschnitt von 382 Mio. läge der Fonds rund 6 Mio. US-Dollar unter dem Schaden (382 − 388). Beide Ausgangswerte stammen von Bitget selbst. Wie viel nach der Entschädigung übrig bleibt und ob Bitget den Fonds wieder auffüllt, hat die Börse bis zum 1. Oktober 2026 nicht konkret beziffert. Ein freiwilliger Fonds ist zudem keine gesetzliche Einlagensicherung – einen Rechtsanspruch hast du daraus nicht.

Proof of Reserves stammt aus der Zeit vor dem Hack

Der letzte veröffentlichte Reservenachweis (Proof of Reserves) vom 17. September 2026 weist eine Deckungsquote von 135 Prozent für 19 Coins aus. Er wurde eine Woche vor dem Hack veröffentlicht. Solche Nachweise zeigen zudem nur die Vermögensseite – Verbindlichkeiten außerhalb der Kundenguthaben erfassen sie nicht. Ein neuer Bericht nach dem Vorfall lag zum Redaktionsschluss nicht vor.

Bitget fiel schon vor 2026 mit Vorfällen auf

Der Hack ist nicht der erste Anlass für Kritik. Im April 2025 kam es bei den VOXEL-Perpetual-Futures zu auffälligen Kursbewegungen. Bitget machte daraufhin laut The Block Trades rückgängig, sperrte Konten wegen Manipulationsverdacht und kündigte Entschädigungen an. Rückabwicklungen sind für Trader ein Risiko: Ein Gewinn ist erst sicher, wenn er ausgezahlt ist.

Auch die zugekaufte Wallet-Sparte hat eine Vorgeschichte. Die Software-Wallet BitKeep, heute Bitget Wallet, verlor 2022 bei einem Swap-Exploit und durch manipulierte App-Versionen mehrere Millionen US-Dollar. Bitget übernahm BitKeep im März 2023.

Erfahrungen von Nutzern: Was im Netz berichtet wird

Die folgenden Angaben sind Erfahrungen Dritter aus Bewertungsportalen und App-Stores, keine eigenen Tests.

Methode: Gesamtnoten und Bewertungsanzahl auf Trustpilot (globales Profil bitget.com), bei Google Play und im deutschen App Store, abgerufen am 1. Oktober 2026; zusätzlich haben wir eine Auswahl der jeweils neuesten Trustpilot-Rezensionen gelesen – keine systematische Auswertung, nicht repräsentativ. Reddit und Foren waren für unsere Recherche nicht abrufbar.

Plattform Bewertung Anzahl Stand
Trustpilot 1,7 von 5 1.695 (75 % mit einem Stern) 01.10.2026
Google Play (Deutschland) 4,5 von 5 rund 329.000 01.10.2026
Apple App Store (Deutschland) 4,5 von 5 rund 5.000 01.10.2026

Die Werte gehen weit auseinander, und das hat Gründe. App-Stores fragen Nutzer oft direkt in der App nach einer Bewertung – meist dann, wenn gerade alles funktioniert. Auf Trustpilot schreiben dagegen vor allem Menschen, die ein Problem haben. Bitget fordert dort laut Trustpilot nicht aktiv zu Bewertungen auf, antwortet aber auf den Großteil der negativen Einträge. Keine der beiden Zahlen ist repräsentativ.

In den von uns gelesenen Bewertungen (Auswahl, nicht repräsentativ) tauchen diese Muster wiederholt auf:

Vorsicht vor Phishing nach dem Hack: Nach großen Sicherheitsvorfällen verschicken Betrüger gefälschte E-Mails und SMS mit angeblichen „Entschädigungsformularen“ oder „Kontoverifizierungen“. Gib deine Zugangsdaten nie über Links aus Nachrichten ein, sondern rufe die Börse immer direkt auf. Bitget fragt nie nach deinem Passwort oder deinen 2FA-Codes.

Bestandskunden sollten ihr Guthaben jetzt prüfen

Für deutsche Bestandskunden hat Bitget bisher keine Kündigung angekündigt. Die Börse schreibt lediglich, sie werde vorab informieren, falls sich das Angebot ändert. In Frankreich lief genau das ab: erst der Neukundenstopp im Januar, dann die vollständige Einstellung aller Dienste zum 31. März 2026. Deutschland, Österreich und Frankreich stehen inzwischen als „Prohibited Countries“ in den Nutzungsbedingungen.

Wenn du noch ein Konto hast, sind diese Schritte sinnvoll:

  1. Auszahlungsstatus prüfen: Kontrolliere unter „Assets“, ob deine Coins wieder auszahlbar sind. Laut Bitget sollen ab dem 2. Oktober 2026 alle Coins und Fiat-Auszahlungen wieder laufen.
  2. Offene Hebelpositionen abbauen: Futures und Copy-Trading-Positionen sind bei einer kurzfristigen Einstellung des Angebots am schwierigsten abzuwickeln.
  3. Guthaben in eigene Verwahrung: Coins, die du langfristig hältst, gehören in eine eigene Wallet. Für größere Beträge bietet sich eine Hardware-Wallet an.
  4. Unterlagen sichern: Lade deine Transaktionshistorie herunter. Für die Steuererklärung brauchst du sie auch dann, wenn das Konto später geschlossen wird.
  5. Wechsel planen: Wenn du weiter handeln willst, eröffne ein Konto bei einer in der EU zugelassenen Börse und überweise erst nach erfolgreicher Verifizierung.

Die Gebühren sind niedrig, aber nicht das entscheidende Kriterium

„Bitget Gebühren“ gehört laut unseren Search-Console-Daten zu den Suchanfragen, über die Leser auf diese Seite kommen. Laut Gebühren-FAQ von Bitget (Stand August 2026) zahlst du im Standardtarif die folgenden Sätze. Mit steigendem Handelsvolumen oder BGB-Bestand sinken sie weiter.

Gebührenart Bitget (Standard) Einordnung
Spot Maker / Taker 0,10 % / 0,10 % Branchenüblich für große Offshore-Börsen
Spot mit BGB-Rabatt 0,08 % 20 % Rabatt, wenn Gebühren in BGB bezahlt werden
Futures Maker / Taker 0,02 % / 0,06 % Niedrig, dazu kommen Funding-Zahlungen
Krypto-Einzahlung kostenlos Netzwerkgebühr zahlt der Absender
Krypto-Auszahlung je nach Coin und Netzwerk wird vor der Bestätigung angezeigt
SEPA-Einzahlung (Euro) 0 Euro laut Bitget 1–3 Werktage; für deutsche Neukunden nicht mehr nutzbar

Der Kostenvorteil hängt vom Vergleichsanbieter ab. Unsere Beispielrechnung für einen Spot-Kauf über 500 Euro per Taker-Order (jeweils Einstiegsstufe laut Gebührenseite): Bitget 0,10 % × 500 € = 0,50 €, OKX Europe (MiCA-lizenziert) ebenfalls 0,10 % = 0,50 €, Bitpanda Fusion 0,25 % = 1,25 €, Kraken Pro 0,80 % = 4,00 €. Bei Sofortkäufen über einfache Kauf-Oberflächen liegen zugelassene Börsen deutlich höher. Bei Futures sind nicht die Handelsgebühren der größte Kostenblock, sondern Funding-Raten und Liquidationen – ein falsch gesetzter Hebel kostet mehr als jede Gebührenersparnis.

Der BGB-Rabatt hat einen Haken: Du musst dafür den börseneigenen Token halten. BGB stieg Ende 2024 nach einer Fusion mit dem Wallet-Token BWB und einer Vernichtung von 800 Mio. Token auf ein Hoch von rund 8,45 US-Dollar und fiel bis März 2025 auf rund 3,92 US-Dollar. Ein Börsen-Token ist direkt an das Schicksal der Börse gekoppelt – nach dem Hack gab BGB laut Marktdaten rund 3 Prozent nach.

Das Produktangebot richtet sich vor allem an Hebel-Trader

Bitget nennt über 1.300 handelbare Kryptowerte. Bekannt wurde die Börse aber vor allem mit Derivaten: Perpetual Futures – unbefristete Terminkontrakte – mit bis zu 125-fachem Hebel, dazu Copy Trading, bei dem du die Trades anderer Nutzer automatisch nachbildest.

Produkt Was es ist Worauf du achten musst
Spot-Handel Direkter Kauf und Verkauf von Coins Für deutsche Neukunden nicht mehr verfügbar
Futures (bis 125x) Wetten auf Kursbewegungen mit Hebel Schon 1 % Gegenbewegung kann bei 100x die Position liquidieren
Copy Trading Automatisches Nachbilden fremder Trades Vergangene Rendite der „Elite-Trader“ sagt nichts über künftige aus
Trading-Bots Automatische Strategien (Grid, Martingale) Verwaltete Futures-Martingale-Bots stellt Bitget am 12.10.2026 ein
Demo-Trading Üben mit virtuellem Guthaben Ohne Konto nicht nutzbar, also für Neukunden aus Deutschland entfallen
Earn / Launchpool Zinsprodukte und Token-Verteilungen Kein Einlagenschutz, Gegenparteirisiko bei der Börse

Copy Trading klingt nach einem einfachen Einstieg, verlagert nach unserer Einschätzung aber das Risiko nur. Die Rangliste der Signalgeber zeigt die Gewinner der Vergangenheit; wer mit hohem Hebel verliert, verschwindet aus der Liste. Wer Hebelprodukte trotzdem nutzen will, findet in unserem Bereich Top-Wallets öffentlich nachvollziehbare On-Chain-Positionen statt Ranglisten einer Börse – auch das ist keine Garantie.

Seit dem 1. September 2023 verlangt Bitget für alle Konten eine Identitätsprüfung (KYC). Ältere Anleitungen, nach denen du ohne Verifizierung bis zu 20 BTC pro Tag abheben kannst, sind überholt. Unverifizierte Altkonten dürfen nur noch auszahlen, Orders stornieren und Positionen schließen.

Du willst weiter Krypto handeln, aber bei einer zugelassenen Börse?

Kraken hält seit Juni 2025 eine MiCA-Lizenz der irischen Zentralbank und darf damit Kunden in ganz Deutschland bedienen. Bitpanda ist von der BaFin als Krypto-Dienstleister zugelassen.

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Diese zugelassenen Börsen sind die naheliegenden Alternativen

Wer von Bitget wechseln will, sollte vor allem auf eine gültige MiCA-Zulassung achten. Sie bedeutet nicht, dass eine Börse sicher vor Hacks ist. Sie verpflichtet den Anbieter aber zu getrennter Verwahrung von Kundengeldern, Eigenkapital, Beschwerdeverfahren und laufender Aufsicht – und du hast eine Behörde, an die du dich wenden kannst.

Börse Zulassung für Deutschland Stärken Schwächen
Kraken (Anzeige) MiCA, Zentralbank Irland (seit Juni 2025) Seit 2011 am Markt, große Auswahl, Pro-Oberfläche Sofortkauf in der App teurer als die Pro-Börse
Bitpanda (Anzeige) MiCA, BaFin (seit Januar 2025) Deutschsprachig, einfache Bedienung, auch Sparpläne Broker-Modell mit Aufschlag im Kaufpreis
Coinbase (Anzeige) MiCA, CSSF Luxemburg (seit Juni 2025) Börsennotiert in den USA, transparente Geschäftsberichte Einfacher Kauf mit hohen Spreads

Ausführliche Einzeltests findest du im Kraken-Test, im Bitpanda-Test und im Coinbase-Test. Alle Anbieter nebeneinander zeigt unser Krypto-Börsen-Vergleich. Andere Offshore-Börsen wie MEXC oder KuCoin stehen in Deutschland vor ähnlichen Zulassungsfragen wie Bitget.

Unsere Einschätzung

Was für Bitget spricht

Was gegen Bitget spricht

Worauf du achten solltest

Die stärkste Gegenposition: Bitget hat die Auszahlungen nach dem Hack laut eigenem Zeitplan binnen gut einer Woche schrittweise wieder aufgenommen, will den Schaden vollständig aus dem Protection Fund decken und wies kurz vor dem Hack eine Reservedeckung von 135 Prozent aus. Die App-Noten von 4,5 bei rund 329.000 Google-Play-Bewertungen sprechen für eine große, im Alltag zufriedene Nutzerbasis. Wir halten dagegen: Für Anleger aus Deutschland fehlt die Erlaubnis – daran ändert keine dieser Kennzahlen etwas.

Häufige Fragen zu Bitget

Ist Bitget seriös?

Bitget ist eine große, seit 2018 tätige Börse und kein Betrugsportal. Für Anleger aus Deutschland fehlt aber die entscheidende Grundlage: eine Erlaubnis. Die BaFin hat 2024 auf unerlaubte Geschäfte hingewiesen, eine MiCA-Lizenz gibt es nicht. Dazu kommen der Hack vom September 2026 und wiederholte Beschwerden über gesperrte Konten auf Trustpilot.

Ist Bitget in Deutschland legal?

Bitget darf in Deutschland keine Krypto-Dienstleistungen anbieten, weil es keine MiCA-Zulassung und keine BaFin-Erlaubnis hat. Folgerichtig nimmt Bitget seit dem 16. Januar 2026 keine deutschen Neukunden mehr an. Für dich als Nutzer ist ein bestehendes Konto nicht strafbar, du verlierst aber den Schutz durch eine EU-Aufsicht.

Kann ich mich noch bei Bitget anmelden?

Nein, nicht mit Wohnsitz in Deutschland. Eine Anmeldung mit falschen Angaben oder über VPN verstößt gegen die Nutzungsbedingungen und kann zur Sperrung des Kontos samt Guthaben führen. Nutze stattdessen eine zugelassene Börse.

Ist Bitget sicher?

Der Hack vom 24. September 2026 zeigt, dass auch große Börsen angreifbar sind: Rund 388 Mio. US-Dollar flossen ab, Auszahlungen waren tagelang gestoppt. Bitget gibt an, Kundenguthaben seien unberührt und der Schaden werde aus dem Protection Fund gedeckt. Grundsätzlich gilt: Was du nicht aktiv handelst, lagerst du besser in einer eigenen Wallet.

Wie hoch sind die Bitget Gebühren?

Im Spot-Handel 0,1 Prozent für Maker und Taker, mit BGB-Rabatt 0,08 Prozent. Bei Futures 0,02 Prozent (Maker) und 0,06 Prozent (Taker), dazu Funding-Zahlungen. Krypto-Einzahlungen sind kostenlos, Auszahlungen kosten je nach Netzwerk.

Wo hat Bitget seinen Sitz?

Bitget wurde 2018 in Singapur gegründet und ist inzwischen auf den Seychellen registriert. Die BaFin nennt als Betreiber von bitget.com die BG Limited. Die EU-Tochter Bitget EU sitzt in Wien. CEO der Gruppe ist Gracy Chen.

Wie sind die Erfahrungen mit Bitget-Auszahlungen?

Nach dem Hack stoppte Bitget alle Auszahlungen und nahm sie schrittweise wieder auf: Bitcoin ab 28. September, Ether ab 29. September, USDT ab 30. September, alle übrigen Coins und Fiat ab 2. Oktober 2026 (Plan). Unabhängig davon berichten mehrere Rezensenten auf Trustpilot von verzögerten Auszahlungen nach Futures-Gewinnen (Einzelberichte, nicht überprüfbar).

Gibt es bei Bitget Demo-Trading?

Ja, Bitget bietet ein Demo-Konto mit virtuellem Guthaben für Futures. Es setzt aber ein Bitget-Konto voraus und ist für Neukunden aus Deutschland deshalb nicht mehr zugänglich.

So haben wir bewertet

Wir haben Bitget nicht mit eigenem Geld getestet. Grundlage dieser Bewertung sind öffentliche Quellen mit Stand 1. Oktober 2026: die Gebühren- und Supportseiten von Bitget, der Vorfallbericht zum Hack, das ESMA-Register, Mitteilungen der BaFin und anderer Aufsichtsbehörden sowie Berichte von CoinDesk und The Block. Nutzerbeschwerden haben wir nur als Muster aus öffentlichen Bewertungsportalen berücksichtigt. Am stärksten gewichten wir Zulassung und Sicherheitshistorie, danach Kosten und Produktumfang. Mehr dazu in unseren redaktionellen Richtlinien.

Fazit: Bitget ist für Anleger aus Deutschland keine Option mehr

Bitget lockt mit niedrigen Gebühren und hohen Hebeln, hat aber weder eine EU-Zulassung noch Zugang für deutsche Neukunden. Der Hack über rund 388 Mio. US-Dollar zeigt, dass ein freiwilliger Schutzfonds keine Aufsicht ersetzt. Bestandskunden sollten die Wiederaufnahme der Auszahlungen ab dem 2. Oktober 2026 nutzen und Guthaben nicht länger als nötig auf der Börse lassen.

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Risikohinweis: Kryptowährungen sind hochspekulativ und können stark schwanken bis hin zum Totalverlust. Hebelprodukte wie Futures können innerhalb kurzer Zeit zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung und keine Kaufempfehlung. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 1. Oktober 2026; Gebühren und Zulassungen können sich jederzeit ändern. Bitget verlinken wir nur zur Information (bitget.com), wir erhalten dafür keine Provision.