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Seit dem 1. Juli 2026 dürfen Krypto-Dienstleister in der EU nur noch mit einer Zulassung nach der MiCA-Verordnung arbeiten – Binance nimmt seither keine EU-Neukunden mehr an, Bitget schon seit Januar 2026 keine aus Deutschland. Wir haben acht Anbieter mit Zulassung für Deutschland anhand ihrer veröffentlichten Gebühren, Lizenzen und Einschränkungen verglichen: Bei einem Bitcoin-Kauf über 500 Euro reichen die ausgewiesenen Gebühren von 0,50 Euro bis rund 7,50 Euro.
Zuletzt aktualisiert: 1. Oktober 2026 · Redaktion Block-Builders · Alle Anbieterangaben aus unserer Faktenbasis, geprüft am 1. Oktober 2026
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Die Tabelle zeigt für jeden Anbieter die Gesellschaft, die deutsche Kunden bedient, die Lizenz, die Gebühr in der Einstiegsstufe, die Einzahlungskosten und ob du Coins auf eine eigene Wallet senden kannst. Wo ein Anbieter keinen festen Satz veröffentlicht, steht das dabei.
| Anbieter | Gesellschaft & Lizenz | Gebühr | Einzahlung | Auf eigene Wallet | |
|---|---|---|---|---|---|
| Kraken | Payward Europe Solutions Ltd. (Irland)MiCA-Lizenz (Irland) | 0,40 % / 0,80 %Maker/Taker bei Kraken Pro, Einstiegsstufe. Sofortkauf in der App: 1 % plus Spread. | SEPA kostenlos; Debitkarte 3,75 % + 0,25 € | ja | Zu Kraken →Anzeige |
| Bitpanda | Bitpanda Asset Management GmbH (Berlin)MiCA-Lizenz (BaFin) | 0,25 %Maker/Taker bei Bitpanda Fusion. Sofortkauf: Aufschlag 0,99 % (Bitcoin) bis 2,49 %, im Kaufdialog ausgewiesen. | SEPA kostenlos; PayPal 1,49 % | ja | Zu Bitpanda →Anzeige |
| Coinbase | Coinbase Luxembourg S.A.MiCA-Lizenz (Luxemburg) | 0,25 % / 0,50 %Maker/Taker bei Coinbase Advanced, Einstiegsstufe seit 16.09.2026. Einfacher Kauf in der App: Gebühr plus Spread, erst in der Ordervorschau ausgewiesen (laut Testberichten rund 1,49 % plus ca. 1 % Spread). | in der Ordervorschau angezeigt | ja | Zu Coinbase →Anzeige |
| Bybit EU | Bybit EU GmbH (Wien)MiCA-Lizenz (Österreich) | 0,25 %Maker und Taker gleich, Einstiegsstufe, seit 05.10.2026 (vorher 0,15 % / 0,25 % bei Euro-Paaren). Keine Futures in Deutschland. | SEPA kostenlos; Karte 1,10 % | ja | Zu Bybit EU → |
| Bitvavo | Bitvavo B.V. (Amsterdam)MiCA-Lizenz (Niederlande) | bis 0,25 % (Taker)Einstiegsstufe; Maker-Gebühr nicht belegt. | – | ja | Zu Bitvavo → |
| OKX | OKX Europe Limited (Malta)MiCA-Lizenz (Malta) | 0,08 % / 0,10 %Maker/Taker, Einstiegsstufe. | – | ja | Zu OKX → |
| Trade Republic | Trade Republic Bank GmbH (Berlin)MiCA-Lizenz (BaFin) | 1 € pro Kauf + SpreadSparplan ohne Pauschale; Spread nicht veröffentlicht. | – | ja, seit November 2025 | Zu Trade Republic → |
| BISON | EUWAX AG / Boerse Stuttgart Digital Custody (Stuttgart)MiCA-Lizenz (BaFin) | Spread ca. 1,25–1,75 %Keine Ordergebühr; Spread schwankt. | SEPA kostenlos; Karte 2,49 % | ja | Zu BISON → |
Angaben laut Anbieter, geprüft am 01.10.2026. Gebühren können sich ändern, maßgeblich ist der Anbieter. Gebührenquellen: Kraken, Bitpanda, Coinbase, Bybit EU, Bitvavo, OKX, Trade Republic, BISON. Lizenzen: MiCA-Register der ESMA. Daten aus unserer Faktenbasis.
Wichtig beim Lesen: Die Anbieter rechnen nach zwei Modellen ab. Börsen mit Orderbuch (Kraken Pro, Bitpanda Fusion, Bybit EU, Bitvavo, OKX, Coinbase Advanced) nennen Maker- und Taker-Gebühren in Prozent; als Maker stellst du eine Limit-Order ins Buch, als Taker nimmst du ein vorhandenes Angebot sofort an. Broker und Sofortkauf (Bitpanda, Trade Republic, Bison, der einfache Kauf bei Kraken und Coinbase) bauen ihre Kosten ganz oder teilweise in den Kurs ein – den sogenannten Spread, also den Abstand zwischen Marktkurs und deinem Kaufkurs.
Für Coinbase Advanced nennt Coinbase die Einstiegsstufe inzwischen selbst: 0,25 % Maker und 0,50 % Taker (Coinbase-Mitteilung vom 16. September 2026); die weiteren Stufen sieht man nur im eingeloggten Konto. Für den Sofortkauf veröffentlicht Coinbase keinen festen Satz – diesen Wert haben wir aus Testberichten übernommen und so gekennzeichnet. Bei Bitvavo ist nur der Taker-Satz offiziell belegt.
Um die Modelle vergleichbar zu machen, haben wir die Gebühr für einen Bitcoin-Kauf über 500 Euro berechnet – mit den veröffentlichten Sätzen der Einstiegsstufe und bei Börsen mit Orderbuch als Market-Order (Taker). Das ist eine eigene Rechnung, kein durchgeführter Kauf.
| Anbieter und Weg | Rechnung | Gebühr | Nicht enthalten |
|---|---|---|---|
| OKX, Spot (Taker) | 500 € × 0,10 % | 0,50 € | Ein-/Auszahlungskosten nicht belegt |
| Bybit EU, Spot (Taker) | 500 € × 0,25 % | 1,25 € | – |
| Bitvavo, Spot (Taker, höchstens) | 500 € × 0,25 % | 1,25 € | – |
| Bitpanda Fusion | 500 € × 0,25 % | 1,25 € | – |
| Trade Republic | 1 € pauschal | 1,00 € | Spread (nicht veröffentlicht) |
| Kraken Pro (Taker) | 500 € × 0,80 % | 4,00 € | – |
| Bitpanda, Sofortkauf | 500 € × 0,99 % | 4,95 € | Aufschlag ist im Kurs enthalten |
| Kraken, Sofortkauf | 500 € × 1 % | 5,00 € | Spread (nicht beziffert) |
| Bison | 500 € × ca. 1,25 % (Spread) | ca. 6,25 € | schwankt mit Markt und Ordergröße |
| Coinbase, Sofortkauf (laut Testberichten) | 500 € × ca. 1,49 % | ca. 7,45 € | Spread, laut Testberichten ca. 1 % |
Eigene Rechnung mit den Sätzen aus der Tabelle oben (Stand 1. Oktober 2026). Bei Börsen mit Orderbuch kommt ein kleiner Kursabstand im Orderbuch hinzu, bei liquiden Paaren wie BTC/EUR meist gering. Eine Limit-Order (Maker) ist bei Kraken Pro, OKX und bis 5. Oktober 2026 bei Bybit EU günstiger. Scalable Capital: 0,99 € + 0,99 % Aufschlag = 5,94 € im FREE-Modell, dazu laufende ETP-Kosten.
Die Unterschiede klingen klein, summieren sich aber. Wer zehnmal im Jahr 500 Euro kauft und später verkauft, zahlt bei 0,25 Prozent rund 25 Euro (20 × 1,25 €), bei 1,49 Prozent plus Spread eher 150 Euro und mehr. Für einen einmaligen Kauf ist der Unterschied dagegen oft kleiner als die Kursbewegung eines einzigen Tages.
Wer zum ersten Mal Bitcoin kauft, braucht vor allem eine verständliche App, eine deutsche Aufsicht und kostenlose SEPA-Einzahlung. Das bieten Bitpanda (Anzeige), Bison und Trade Republic – alle drei mit MiCA-Zulassung der BaFin. Der Preis dafür ist der Aufschlag im Kurs: 0,99 Prozent bei Bitcoin auf Bitpanda, im Schnitt 1,25 Prozent bei Bison, bei Trade Republic 1 Euro plus einem Spread, den der Anbieter nicht veröffentlicht.
Sparpläne sind bei allen drei möglich. Bei Trade Republic fällt im Sparplan die 1-Euro-Pauschale weg, bei Bitpanda zahlst du pro Ausführung den normalen Aufschlag. Wer später mehr investiert, kann bei Bitpanda ins günstigere Fusion wechseln.
Für aktive Käufer zählen die Orderbuch-Gebühren. OKX Europe veröffentlicht 0,08 Prozent (Maker) und 0,10 Prozent (Taker), hat aber eine bewegte Vorgeschichte mit Behörden, darunter ein Schuldbekenntnis einer OKX-Gesellschaft in den USA 2025; das ordnen wir im OKX-Test ein. Bybit EU verlangt als Taker 0,25 Prozent und stellt ab dem 5. Oktober 2026 auf einen einheitlichen Satz von 0,25 Prozent um; Futures gibt es dort für deutsche Kunden nicht (Bybit-Anleitung).
Bitvavo aus Amsterdam nennt höchstens 0,25 Prozent und kostenlose Euro-Auszahlungen, Bitpanda Fusion 0,25 Prozent in der Einstiegsstufe. Kraken Pro (Anzeige) ist mit 0,40 / 0,80 Prozent teurer, punktet aber mit großer Auswahl (für Deutschland laut Kraken-Schnittstelle 1.290 Handelspaare), kostenloser SEPA-Echtzeit-Einzahlung und Staking.
Wer Krypto als Beimischung zum Depot will, kann bei Trade Republic, Bitpanda und Bison Coins und Wertpapiere in einer App halten. Bei Trade Republic lassen sich seit November 2025 rund 50 Kryptowährungen auch an externe Wallets senden; Trade Republic ist dabei selbst dein Handelspartner, ein Orderbuch gibt es nicht.
Scalable Capital ist ein Sonderfall: Du kaufst dort keine Coins, sondern börsengehandelte Wertpapiere (ETPs), die Kryptowerte abbilden. Das kostet 0,99 Euro pro Order plus 0,99 Prozent Aufschlag im FREE-Modell und laufende Produktkosten. Dafür liegen die Papiere im Depot – mit Emittentenrisiko und ohne Möglichkeit, Coins abzuziehen.
Solange deine Coins auf einer Börse liegen, hängst du von deren Sicherheit und Zahlungsfähigkeit ab. Bei Kraken, Bitpanda, Coinbase, Bybit EU, Bitvavo, OKX, Trade Republic und Bison kannst du laut Faktenbasis Coins an eine eigene Adresse senden; die Gebühr dafür unterscheidet sich je Coin und Netzwerk. Für größere Beträge empfehlen wir eine Hardware-Wallet, etwa von Ledger (Anzeige); Alternativen vergleichen wir im Hardware-Wallet-Vergleich.
Drei regulierte Partner, drei Stärken: Kraken für große Auswahl und kostenlose SEPA-Echtzeit-Einzahlung, Bitpanda für den Einstieg mit BaFin-Zulassung, Coinbase für eine einfache App. Vergleiche vor dem ersten Kauf die Gebühr im Bestätigungsdialog.
Zu Kraken →
Zu Bitpanda →
Zu Coinbase →
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Die folgende Übersicht stammt direkt aus unserer Faktenbasis und umfasst auch Anbieter, die wir nicht empfehlen. Sie zeigt, welche Gesellschaft deutsche Kunden bedient, wer sie beaufsichtigt, ob Neukunden aus Deutschland angenommen werden und welche Einschränkungen gelten.
| Anbieter | Gesellschaft für deutsche Kunden | Lizenz | Neukunden aus DE | Produkte in DE | Einschränkungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Kraken | Payward Europe Solutions Ltd. (Irland)Central Bank of Ireland (CBI) | MiCA-Lizenz (Irland) | ja | Spot (Kraken Pro), Sofortkauf/-verkauf, Sparplan (wiederkehrende Käufe), Staking | Nicht alle Handelspaare für Deutschland freigegeben (u. a. USDT-Paare); nach Käufen per PayPal oder Karte 72 Stunden Auszahlungssperre |
| Bitpanda | Bitpanda Asset Management GmbH (Berlin)BaFin (Bitpanda Asset Management GmbH); Bitpanda GmbH: FMA Österreich | MiCA-Lizenz (BaFin) | ja | Krypto-Kauf/-Verkauf (Broker), Bitpanda Fusion (Orderbuch-Handel), Sparplan, Staking, Margin-Trading Krypto (bis 10x), Aktien/ETFs, Edelmetalle | Steuerreport nur für Österreich, für Deutschland nur Datenexport; einige ältere Assets nur noch verkaufbar; Margin-Trading in Fusion noch nicht verfügbar |
| Coinbase | Coinbase Luxembourg S.A.CSSF Luxemburg | MiCA-Lizenz (Luxemburg) | ja | Spot (einfacher Kauf), Coinbase Advanced (Orderbuch), Staking | Advanced-Gebühren nur im eingeloggten Konto sichtbar; einfache Limit-Order kostet zusätzlich 1 % |
| Bybit EU | Bybit EU GmbH (Wien)FMA Österreich | MiCA-Lizenz (Österreich) | ja | Spot, Spot-Margin, Convert, Kartenkauf, Earn (fest/flexibel), Trading-Bots (Spot Grid, DCA), Launchpool, Bybit Card (ab erweiterter Verifizierung), Bybit Pay | Keine Futures/Perpetuals; Zen.com und BLIK nicht verfügbar |
| Bitvavo | Bitvavo B.V. (Amsterdam)AFM Niederlande | MiCA-Lizenz (Niederlande) | ja | Spot (Orderbuch), Convert, Sparplan (Recurring Buy), Staking (flexibel, fest, Auto Earn) | Euro-Auszahlung nur auf verknüpfte Bankkonten |
| OKX | OKX Europe Limited (Malta)MFSA Malta | MiCA-Lizenz (Malta) | ja | Spot, Convert, Earn, Trading-Bots | Verfügbarkeit von Futures für deutsche Privatkunden nicht belegt |
| Trade Republic | Trade Republic Bank GmbH (Berlin)BaFin und Deutsche Bundesbank (Vollbank) | MiCA-Lizenz (BaFin) | ja | Kauf/Verkauf von rund 50 Kryptowährungen, Sparplan, Staking (u. a. ETH, SOL), Krypto-Transfers an/von externe Wallets, Krypto-Zahlung mit der Trade Republic Karte | Kein Orderbuch, Ausführung mit Spread (nicht veröffentlicht); gestakte Coins sind gebunden und nicht verkaufbar |
| Scalable Capital | Scalable Capital Bank GmbH (München)BaFin | BaFin-Bank; Krypto nur als ETP | ja | Krypto-ETPs (32 Kryptowährungen), Sparplan ab 1 EUR, Staking-ETPs | Keine echten Coins, nur ETPs (Emittentenrisiko, laufende Produktkosten); Handel nur zu Börsenzeiten |
| BISON | EUWAX AG / Boerse Stuttgart Digital Custody (Stuttgart)BaFin | MiCA-Lizenz (BaFin) | ja | Spot (Kauf/Verkauf, Limit-/Stop-Orders), Sparplan, Staking (ETH, SOL), Aktien/ETFs | Staking-Angebot laut BISON nicht MiCA-reguliert; Euro-Konto über Solaris SE und Deutsche Bank |
| Binance | keine EU-Gesellschaft mit Lizenzkeine EU-Aufsicht nach MiCA (BaFin-Antrag 2023 zurückgezogen) | keine EU-Lizenz | nein | Seit 01.07.2026 keine Neukunden in der EU, Bestandskunden eingeschränkt | |
| Bitfinex | iFinex Inc. (Britische Jungferninseln)keine EU-Aufsicht | keine EU-Lizenz | nein | Keine MiCA-Zulassung; seit 19.12.2024 keine EU-Neukunden über Empfehlungscodes | |
| KuCoin | KuCoin EU Exchange GmbH (Wien)FMA Österreich | MiCA-Lizenz, Betrieb laut FMA noch untersagt | nein | FMA untersagt die Aufnahme des Geschäftsbetriebs (Stand 18.05.2026) | |
| Bitget | keine EU-Gesellschaft mit Lizenzkeine EU-Aufsicht | keine EU-Lizenz | nein | nur Bestandskunden (vor 16.01.2026 registriert): Spot, Futures, Copy Trading, Bots, Earn | Keine Neukunden aus Deutschland seit 16.01.2026; Hack am 24.09.2026, Auszahlungen schrittweise wieder freigegeben |
| MEXC | keine EU-Gesellschaft mit Lizenzkeine EU-Aufsicht; BaFin-Warnung vom 17.10.2023 (Finanzdienstleistungen ohne Erlaubnis) | keine EU-Lizenz | ja | Spot, Futures | BaFin-Warnung vom 17.10.2023; bietet deutschen Kunden Dienste ohne EU-Zulassung an |
Angaben laut Anbieter, geprüft am 01.10.2026. Gebühren können sich ändern, maßgeblich ist der Anbieter. Gebührenquellen: Kraken, Bitpanda, Coinbase, Bybit EU, Bitvavo, OKX, Trade Republic, Scalable Capital, BISON, Bitfinex, Bitget, MEXC. Lizenzen: MiCA-Register der ESMA. Daten aus unserer Faktenbasis.
Grundlage für die Lizenzangaben ist das Interimsregister der EU-Wertpapieraufsicht ESMA (am 1. Oktober 2026 mit 364 Einträgen). Für Binance, Bitfinex, Bitget und MEXC fanden wir dort keinen Eintrag.
Drei bekannte Namen fehlen in unserem Vergleich, weil du dort derzeit kein neues Konto eröffnen kannst oder der Betrieb in der EU untersagt ist:
Ohne EU-Lizenz: Bitfinex und MEXC. Die Bitfinex-Betreiberin iFinex sitzt auf den Britischen Jungferninseln und steht nicht im ESMA-Register; ob Bitfinex deutsche Neukunden annimmt, ist offiziell nicht belegt (Bitfinex-Test). Vor MEXC hat die BaFin am 17. Oktober 2023 gewarnt, weil die Börse Finanzdienstleistungen ohne Erlaubnis anbiete (MEXC-Seite).
Was das für dich heißt: Ohne EU-Zulassung fehlt dir bei Problemen eine zuständige Aufsicht in der EU, und die Pflichten zur getrennten Verwahrung von Kundenvermögen nach MiCA gelten nicht. Wenn du dort noch Guthaben hast, zieh es auf eine eigene Wallet oder zu einem zugelassenen Anbieter ab.
Die folgenden Zahlen sind Erfahrungen Dritter, keine eigenen Tests. Auf Trustpilot schreiben eher Kunden mit Problemen, App-Stores fragen zufriedene Nutzer direkt in der App – keine der Noten ist ein Qualitätsurteil.
| Anbieter | Trustpilot | Bewertungen | Stand |
|---|---|---|---|
| Bitpanda | 4,1 von 5 | rund 15.800 | 1.10.2026 |
| Coinbase | 4,0 von 5 | rund 23.200 | 1.10.2026 |
| Kraken | 3,2 von 5 | rund 9.000 | 1.10.2026 |
| OKX | 2,4 von 5 | rund 1.800 | 1.10.2026 |
| Bybit EU (bybit.eu) | 1,4 von 5 | 395 | 1.10.2026 |
Methode: Gesamtnote und Anzahl der Bewertungen auf den Trustpilot-Profilen der Anbieter, abgerufen am 1. Oktober 2026; die Profile gelten meist für die ganze Marke, nicht nur die EU-Gesellschaft. Für die Einzeltests haben wir zusätzlich jeweils eine Auswahl der neuesten Bewertungen gelesen, bei Kraken etwa die 21 Bewertungen der ersten Profilseite – keine systematische Auswertung, nicht repräsentativ. Bitvavo, Trade Republic und Bison haben wir für diese Fassung nicht ausgewertet.
In den gelesenen Bewertungen tauchen bei allen Börsen dieselben Muster auf: Lob für einfache Apps und schnelle Käufe, Kritik an gesperrten Konten nach Geldwäsche-Prüfungen und an schwer erreichbarem Support. Bei Kraken betrafen 15 von 21 gelesenen Bewertungen gesperrte Konten oder zurückgehaltene Einzahlungen. Ob das bei einer Börse häufiger vorkommt als bei anderen, lässt sich aus diesen Stichproben nicht ableiten. Details stehen in den Einzeltests zu Kraken, Bitpanda und Coinbase.
Wir haben keinen der Anbieter mit eigenem Geld getestet und vergeben weder Sterne noch einen „Testsieger“. Grundlage sind öffentlich prüfbare Daten, die wir in einer Faktenbasis sammeln und aus der alle Tabellen auf dieser Seite erzeugt werden.
Eine einzige Gesamtnote würde verschleiern, dass ein Sparplan-Anleger andere Prioritäten hat als ein aktiver Trader. Deshalb gewichten wir je nach Bedarf unterschiedlich:
| Kriterium | Einsteiger in Euro | Günstiger Handel | Broker-App | Selbstverwahrung |
|---|---|---|---|---|
| Zulassung für Deutschland | Ausschlusskriterium für alle | |||
| Kosten | mittel | hoch | mittel | gering |
| Sicherheit und Historie | hoch | hoch | hoch | mittel |
| Produkte und Auszahlung | gering | mittel | hoch | hoch |
| Transparenz | hoch | mittel | mittel | mittel |
Geprüft am 1. Oktober 2026. Die Faktenbasis prüfen wir mindestens quartalsweise, bei angekündigten Änderungen früher – etwa Bybit EU nach der Gebührenumstellung am 5. Oktober 2026 und Coinbase bis Mitte Oktober 2026, weil die Advanced-Gebühren nur im Konto sichtbar sind.
Untersucht haben wir Kraken, Bitpanda, Coinbase, Bybit EU, Bitvavo, OKX, Trade Republic, Bison und Scalable Capital sowie zur Einordnung Binance, Bitfinex, Bitget, KuCoin und MEXC. Nicht untersucht haben wir unter anderem Bitstamp, Crypto.com, Gemini, Revolut, Krypto-Angebote von Banken und Sparkassen sowie dezentrale Börsen. Der Grund: Für diese Anbieter haben wir die Gebühren und Lizenzen noch nicht in unserer Faktenbasis geprüft, und ungeprüfte Zahlen veröffentlichen wir nicht.
Interessenkonflikt: Mit Kraken, Bitpanda, Coinbase und Ledger haben wir Partnerprogramme; Käufe über diese Links bringen uns ggf. eine Provision. Auf die Daten in den Tabellen hat das keinen Einfluss – Kraken ist im Orderbuch nachweislich teurer als mehrere Anbieter ohne Partnerschaft, und das steht hier auch so. Mehr in unseren redaktionellen Richtlinien.
Die stärkste Gegenposition: Erfahrene Trader argumentieren, dass internationale Börsen ohne EU-Lizenz mehr Coins, Derivate und tiefere Orderbücher bieten und eine Lizenz Hacks nicht verhindert. Das stimmt teilweise – auch lizenzierte Börsen können gehackt werden. Der Unterschied liegt aber dort, wo es im Ernstfall zählt: bei der getrennten Verwahrung, einer zuständigen Aufsicht und der Frage, ob du dein Konto in Deutschland überhaupt legal weiter nutzen kannst.
Unter den hier verglichenen Anbietern mit Zulassung für Deutschland veröffentlicht OKX die niedrigsten Spot-Gebühren: 0,08 Prozent als Maker, 0,10 Prozent als Taker in der Einstiegsstufe. Bybit EU, Bitvavo und Bitpanda Fusion liegen bei bis zu 0,25 Prozent. Die Ein- und Auszahlungskosten von OKX konnten wir allerdings nicht belegen.
Für 500 Euro nach unserer Rechnung zwischen 0,50 Euro (OKX, Taker) und rund 7,45 Euro plus Spread (Coinbase-Sofortkauf laut Testberichten). Bei Bitpanda zahlst du im Sofortkauf 4,95 Euro, in Fusion 1,25 Euro; bei Kraken Pro als Taker 4,00 Euro.
Unter den hier verglichenen Anbietern haben wir für deutsche Privatkunden keine Futures offiziell belegt gefunden. Bybit EU bietet ausdrücklich keine Futures an, bei Kraken und OKX ist die Verfügbarkeit für Deutschland nicht geprüft. Bitpanda bietet Margin-Handel mit bis zu zehnfachem Hebel. Futures-Angebote von Anbietern ohne EU-Lizenz meiden wir; zu dezentralen Börsen siehe unseren Hyperliquid-Test. Hebelprodukte können deinen Einsatz schnell vollständig vernichten.
Kommt auf den Grund an. Wer Coinbase wegen der Kosten verlassen will, findet bei Bitpanda Fusion, Bybit EU, Bitvavo oder OKX niedrigere veröffentlichte Orderbuch-Gebühren. Wer eine deutsche Aufsicht möchte, ist bei Bitpanda, Bison oder Trade Republic richtig. Kraken veröffentlicht seine Gebühren vollständig und hat für Deutschland laut eigener Schnittstelle 1.290 Handelspaare freigegeben.
Ein neues Konto kannst du laut CoinDesk seit Ende Juni 2026 nicht mehr eröffnen, Bestandskunden werden eingeschränkt. Binance hat keine MiCA-Lizenz. Die globalen Gebühren von 0,10 Prozent sind für dich deshalb kaum noch relevant.
Weil wir ihre Gebühren und Lizenzen noch nicht in unserer Faktenbasis geprüft haben. Wir nehmen Anbieter erst auf, wenn wir Gesellschaft, Lizenz und Gebühren aus Primärquellen belegen können. Prüf bis dahin selbst im ESMA-Register, ob ein Anbieter für Deutschland zugelassen ist.
Eine sichere Börse gibt es nicht, nur unterschiedliche Risiken. Für Kraken und Bitpanda haben wir keinen Hack mit Kundenverlusten gefunden; Bybit verlor 2025 rund 1,5 Mrd. US-Dollar, Bitget wurde im September 2026 gehackt. Am sichersten sind Coins auf einer eigenen Hardware-Wallet, deren Wiederherstellungsphrase nur du kennst.
In Deutschland sind Gewinne aus Coins, die du länger als ein Jahr hältst, steuerfrei. Darunter sind sie steuerpflichtig, wenn alle privaten Veräußerungsgewinne im Jahr die Freigrenze überschreiten. Krypto-ETPs bei Brokern wie Scalable Capital werden wie Wertpapiere besteuert.
Mit MiCA ist die Frage „darf der Anbieter das überhaupt?“ für die meisten großen Namen beantwortet – Binance, Bitget und KuCoin fallen für neue Kunden aus Deutschland weg. Unter den verbliebenen Anbietern entscheidet vor allem der Kaufweg über die Kosten: Wer im Sofortkauf oder per Karte kauft, zahlt ein Vielfaches des Orderbuch-Preises. Der günstigste Anbieter ist nicht automatisch der passende, wenn er Gebühren nur im Konto zeigt oder eine Vorgeschichte mit Behörden hat. Prüf vor dem ersten Kauf den Endbetrag und lass größere Bestände nicht auf der Börse liegen.
Du willst bei einer regulierten Börse starten? Eröffne ein Konto, zahl per SEPA einen kleinen Betrag ein und vergleiche die Kosten im Sofortkauf mit dem Orderbuch.
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Risikohinweis: Kryptowährungen sind hochspekulativ. Kurse können innerhalb kurzer Zeit stark fallen, ein Totalverlust ist möglich. Hebelprodukte verstärken Verluste. Dieser Vergleich ist keine Anlageberatung und keine Kaufempfehlung. Investiere nur Geld, dessen Verlust du verkraften kannst.
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