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SafeMoon (SFM): Ex-Chef zu mehr als acht Jahren Haft verurteilt, Firma insolvent

Ein Bundesgericht in Brooklyn hat den früheren SafeMoon-Chef Braden John Karony am 10. Februar 2026 zu 100 Monaten Haft verurteilt, nachdem ihn eine Jury im Mai 2025 des Wertpapierbetrugs, Überweisungsbetrugs und der Geldwäsche für schuldig befunden hatte. Für Inhaber heißt das: Die US-Gesellschaft ist seit Dezember 2023 in Liquidation, der Token wird nur noch mit wenigen Hundert US-Dollar Tagesvolumen gehandelt.

Zuletzt aktualisiert: 1. Oktober 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut Anklage zweigten führende SafeMoon-Manager Token aus Liquiditätspools ab, die angeblich gesperrt waren, und kauften davon unter anderem einen Porsche und Immobilien.
  • Karony wurde verurteilt, Mitangeklagter Thomas Smith bekannte sich schuldig, Kyle Nagy ist laut The Block weiter flüchtig (Stand Februar 2026).
  • SafeMoon US LLC beantragte am 14. Dezember 2023 Insolvenz nach Chapter 7, also eine Liquidation.
  • Größtes Risiko: SFM liegt 99,97 Prozent unter dem Rekord, wer den Token heute betreut, ist nicht belegt.

SafeMoon warb mit Belohnungen fürs Halten und „gesperrter“ Liquidität

SafeMoon startete im März 2021 auf der BNB Chain. Auf jede Transaktion fiel eine Abgabe von 10 Prozent an. Laut Staatsanwaltschaft sollte die Hälfte davon in Liquiditätspools fließen, damit sie nicht den Entwicklern zugutekommt, berichtet The Block. Liquidität bezeichnet dabei den Topf, aus dem Käufe und Verkäufe bedient werden.

Der Token erreichte laut Anklage eine Marktkapitalisierung von mehr als 9 Mrd. US-Dollar und mehr als zwei Millionen Inhaber. Getragen wurde der Anstieg vor allem von Werbung in sozialen Netzwerken.

Die Ermittler werfen den Managern vor, die Pools selbst geplündert zu haben

Am 1. November 2023 klagten US-Staatsanwaltschaft und Börsenaufsicht SEC drei Führungskräfte an: CEO Braden John Karony, Thomas Smith und Kyle Nagy. Laut Anklage hatten sie weiter Zugriff auf die angeblich gesperrten Pools und leiteten Token im Wert von Millionen US-Dollar ab. Die SEC erhob zusätzlich Klage wegen Betrugs und nicht registrierter Wertpapierangebote; das war zunächst ein Vorwurf, kein Urteil.

Bereits im März 2023 war ein Liquiditätspaar von SafeMoon bei einem Angriff um rund 8,9 Mio. US-Dollar erleichtert worden, wie The Block berichtete.

Das Strafverfahren endete mit Schuldspruch und Haftstrafe

Eine Jury am Bundesgericht für den östlichen Bezirk von New York (Brooklyn) sprach Karony am 21. Mai 2025 in drei Punkten schuldig: Verschwörung zu Wertpapierbetrug, zu Überweisungsbetrug und zur Geldwäsche. Möglich waren bis zu 45 Jahre Haft, so The Block. Karony hatte auf X wiederholt erklärt, er sei unschuldig.

Am 10. Februar 2026 folgte das Urteil: 100 Monate Haft, also gut acht Jahre. Karony muss laut The Block rund 7,5 Mio. US-Dollar und zwei Wohnimmobilien abgeben. Thomas Smith hatte sich im Februar 2025 schuldig bekannt und wartete damals auf sein Strafmaß, Kyle Nagy war weiter auf freiem Fuß.

Datum Ereignis Quelle
März 2021 Start von SafeMoon auf der BNB Chain The Block
05.01.2022 Rekordhoch des heutigen SFM bei 0,00338 US-Dollar CoinGecko
28.03.2023 Angriff auf ein SafeMoon-Liquiditätspaar, rund 8,9 Mio. US-Dollar The Block
01.11.2023 Anklage gegen Karony, Smith und Nagy; Karony und Smith festgenommen; SEC-Klage The Block
14.12.2023 SafeMoon US LLC beantragt Liquidation nach Chapter 7 in Utah The Block
Februar 2025 Thomas Smith bekennt sich schuldig The Block
April 2025 SFM wechselt laut CoinGecko auf einen neuen Vertrag auf Solana CoinGecko
21.05.2025 Jury spricht Karony in allen drei Punkten schuldig The Block
10.02.2026 Urteil gegen Karony: 100 Monate Haft The Block

SFM existiert weiter, aber fast ohne Handel

Laut CoinGecko ist SFM seit April 2025 ein Token auf der Solana-Blockchain. Am 1. Oktober 2026 kostete er rund 0,00000105 US-Dollar, 99,97 Prozent unter dem Rekordhoch. Die Marktkapitalisierung lag bei etwa 0,64 Mio. US-Dollar, das Handelsvolumen bei rund 850 US-Dollar in 24 Stunden, fast ausschließlich auf der dezentralen Börse Raydium.

Wer hinter dem Token-Umzug steht, konnten wir nicht klären. Die Domain safemoon.com leitete am 1. Oktober 2026 auf eine Verkaufsseite des Domain-Händlers GoDaddy weiter. CoinGecko weist bei SFM ausdrücklich auf Liquiditätsrisiken hin.

Was das für dich heißt, wenn du noch SFM hältst

Was man daraus lernen kann: „Gesperrte Liquidität“ ist nur so viel wert wie ihr Nachweis

SafeMoon versprach, die Liquidität sei gesperrt. Laut Anklage hatten die Manager trotzdem Zugriff. Solche Aussagen lassen sich nur glauben, wenn sie auf der Blockchain überprüfbar sind, etwa über einen öffentlich einsehbaren Sperrvertrag mit festem Ablaufdatum.

Ein zweites Warnsignal waren Belohnungen fürs bloße Halten, die aus Gebühren neuer Käufer bezahlt wurden. Solche Modelle funktionieren nur, solange neues Geld nachkommt. Weitere Beispiele für zweifelhafte Angebote findest du in unseren Warnungen etwa zu Bitcoin Prime.

Unsere Einschätzung: Ein abgeschlossener Betrugsfall mit einem Token ohne Fundament

Was die Gegenseite anführen kann

  • Der Token existiert weiter und ist auf Solana handelbar.
  • Mit dem Urteil und der Vermögensabgabe ist ein Teil der Verantwortung juristisch geklärt.

Was dagegen spricht

  • Das Unternehmen ist in Liquidation, der frühere Chef verurteilt.
  • Das Handelsvolumen ist so klein, dass ein Verkauf nennenswerter Mengen kaum möglich ist.
  • Wer den Token heute verwaltet, ist nicht belegt.

Worauf du achten solltest

  • Mitteilungen aus dem Insolvenzverfahren und der US-Staatsanwaltschaft zu möglichen Entschädigungen.
  • Ob Kyle Nagy gefasst wird und ob weitere Vermögenswerte eingezogen werden.

Häufige Fragen zu SafeMoon (SFM)

Ist SafeMoon Betrug?

Ein US-Gericht hat den früheren Chef Braden John Karony wegen Wertpapierbetrugs, Überweisungsbetrugs und Geldwäsche verurteilt. Die Vorwürfe gegen Kyle Nagy sind nicht verhandelt, er ist laut The Block flüchtig.

Wie hoch ist die Strafe für Karony?

100 Monate Haft, verhängt am 10. Februar 2026, dazu die Abgabe von rund 7,5 Mio. US-Dollar und zwei Wohnimmobilien.

Kann ich SafeMoon noch verkaufen?

Technisch ja, laut CoinGecko vor allem auf der dezentralen Börse Raydium auf Solana. Das Volumen liegt aber bei rund 850 US-Dollar pro Tag, größere Verkäufe drücken den Kurs stark.

Bekomme ich als Anleger Geld zurück?

Das ist offen. Belege für eine Entschädigung von Token-Inhabern haben wir nicht gefunden.

Fazit: Der Fall ist entschieden, der Token ist ein Rest

SafeMoon hat mit gesperrter Liquidität geworben, die laut Anklage nicht gesperrt war, und der frühere Chef sitzt dafür in Haft. Der heutige SFM-Token hat kaum Handel, keine erkennbare Firma und keine belegten Verantwortlichen. Hoffnung auf eine Erholung ist hier keine Strategie. Wer noch SFM hält, sollte eher auf Nachrichten aus dem Insolvenzverfahren achten als auf den Kurs.

Quellen

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