In zwei am 19. Oktober 2026 veröffentlichten Folgen von „Alles auf Aktien“ und „OHNE AKTIEN WIRD SCHWER“ stehen zwei klare Einzelideen im Vordergrund: Bavarian Nordic und Kimberly-Clark. Beide Podcasts bleiben bei ihren übrigen Themen vorsichtig und sprechen keine breite Kaufempfehlung aus. Auffällig ist, dass beide Folgen die jüngste Chip-Schwäche an der Nasdaq erwähnen.
Auf einen Blick: Empfehlungen und Warnungen
| Asset | Einschätzung | Podcast | Sprecher |
|---|---|---|---|
| Bavarian Nordic BAVA | Kaufen | Alles auf Aktien | Philipp Vetter |
| Stellantis STLA | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Philipp Vetter |
| Greencore GNC | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Pascal |
| Kimberly-Clark KMB | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Christoph |
Alle Folgen und Empfehlungen der letzten Tage findest du in unserem Podcast-Radar.
Was die Podcasts heute bewegt
Ein gemeinsamer Nenner der beiden Folgen ist die Zurückhaltung: Keiner der Sprecher spricht eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aus, selbst dort, wo eine positive Einschätzung vorliegt. Beide Podcasts erwähnen die schwachen Chip-Werte und den Philadelphia Semiconductor Index mit acht Verlusttagen in Folge, was die Marktstimmung prägt. Bei den Einzelwerten überschneiden sich die Themen nicht: „Alles auf Aktien“ setzt auf Bavarian Nordic und den Kleinwagenmarkt, „OHNE AKTIEN WIRD SCHWER“ auf Greencore und Kimberly-Clark. Ein Widerspruch zwischen den Folgen besteht nicht, wohl aber eine unterschiedliche Risikoneigung: Bavarian Nordic wird ausdrücklich als schwankungsanfälliger Nischenwert bezeichnet, Kimberly-Clark dagegen als Dividendenwert mit fast 5 Prozent Rendite.
Alles auf Aktien: Der Kleinwagen-Kampf und Comeback einer dänischen Pharma-Aktie
Philipp Vetter stellt in „Alles auf Aktien“ den dänischen Impfstoffhersteller Bavarian Nordic als „Triple-A-Idee des Tages“ vor. Er begründet dies mit steigender Tollwutnachfrage in den USA und mehrfach angehobenen Prognosen, schränkt aber ein: Der Wert sei schwankungsanfällig und höchstens als kleine Depotbeimischung geeignet. Im Thema des Tages geht es um den Wettbewerb um günstige Elektro-Kleinwagen, an dem Volkswagen, Renault, Stellantis und Mercedes teilnehmen; eine klare Kaufempfehlung für einen Hersteller fällt nicht. Stellantis könne laut Vetter von Partnerschaften mit chinesischen Herstellern wie Leapmotor und Dongfeng profitieren.
Empfohlen
Bavarian Nordic profitiert von steigender Tollwutnachfrage und mehrfach angehobenen Prognosen, bleibt aber ein schwankungsanfälliger Nischenwert und ist höchstens als kleine Depotbeimischung geeignet.
Zitat & Begründung
„Deshalb schwankt die Aktie heftig und deshalb gehört sie höchstens als kleine Beimischung ins Depot.“
- Die Prognosen wurden 2026 bereits dreimal angehoben, die EBITDA-Marge soll 32 Prozent erreichen.
- In den USA treibt eine Tollwutwelle die Nachfrage; Bavarian Nordic ist einer von zwei zugelassenen Impfstoffanbietern.
- Wegen Abhängigkeit von Ausbrüchen, Staatsaufträgen und Reiselust rät der Sprecher nur zu einer kleinen Beimischung.
Partnerschaften mit chinesischen Herstellern wie Leapmotor und Dongfeng könnten Stellantis helfen, Werke auszulasten und im Kleinwagensegment zu profitieren.
Zitat & Begründung
„Das drängt Chinas Hersteller in Partnerschaften und davon könnte Stellantis wiederum profitieren.“
- Stellantis ist mit Citroën, Peugeot und Fiat traditionell stark im Kleinwagenmassenmarkt.
- Leapmotor baut seit dieser Woche im Stellantis-Werk Saragossa, Dongfeng soll das Werk auslasten.
- Davon könnte Stellantis profitieren, auch wenn das Segment hart umkämpft bleibt.
OHNE AKTIEN WIRD SCHWER: Tesla kann fliegen. Chip-Sellof. 700 Millionen Sandwiches & Kimberly-Clark
In „OHNE AKTIEN WIRD SCHWER“ überwiegen Marktnachrichten: schwache Chip-Werte, der Philadelphia Semiconductor Index mit acht Verlusttagen in Folge, die höchste EU-Inflation seit drei Jahren sowie Kursgewinner bei deutschen Autobauern und Nordex. Pascal hält den Sandwichhersteller Greencore für günstig bewertet – beim Sechsfachen des erwarteten operativen Gewinns –, warnt aber vor Kundenkonzentration und einem gescheiterten US-Zukauf. Christoph sieht die Übernahme von Kenvue durch Kimberly-Clark nur dann als lohnend, wenn das Management zwei Drittel der Einsparungen realisiert; für Dividendenfans sei die Aktie wegen fast 5 Prozent Rendite interessant. Tesla, Netflix und die Bitcoin-Holding Strategie werden nur im Rahmen von Nachrichten besprochen.
Empfohlen
Greencore sei mit dem Sechsfachen des erwarteten operativen Gewinns günstig bewertet, doch Kundenkonzentration und ein gescheiterter US-Zukauf blieben Risiken.
Zitat & Begründung
„Die aktuelle Bewertung entspricht nur dem Sechsfachen davon, aber ein Selbstläufer wird das nicht.“
- Rund 400 Mio. Euro operativer Gewinn 2029 würden nur das Sechsfache der aktuellen Bewertung bedeuten.
- Mehr als 70 Prozent des Umsatzes kommen von fünf Supermarktketten.
- Ein gescheiterter US-Zukauf 2016 zeigt, dass Zukäufe nicht automatisch aufgehen.
Der Kenvue-Zukauf könnte sich rechnen, wenn das Management zwei Drittel der Einsparungen liefert; für Dividendenfans sei die Aktie wegen fast 5 Prozent Rendite interessant.
Zitat & Begründung
„Für Dividendenfans ist Kimberly Clark übrigens besonders interessant. Die Dividende wurde 54 Jahre in Folge erhöht. Gerade gibt's fast 5 Prozent Rendite.“
- Der Aufpreis von rund 15 Mrd. Dollar könnte durch gut 20 Mrd. Dollar Mehrwert übertroffen werden.
- Dafür müssen etwa zwei Drittel der geplanten Einsparungen tatsächlich realisiert werden.
- Die Dividende wurde 54 Jahre erhöht und bringt derzeit fast 5 Prozent Rendite, muss aber auf mehr Aktien gezahlt werden.
Fazit
Beide Folgen liefern einzelne Ideen, aber keine breite Empfehlung – und beide Sprecher benennen die Risiken ausdrücklich. Wer die Aussagen als Grundlage nimmt, sollte beachten, dass Bavarian Nordic als Nischenwert stark schwanken kann und Kimberly-Clark von der Umsetzung der Kenvue-Einsparungen abhängt. Die Chip-Schwäche und die EU-Inflation tauchen in beiden Folgen als Belastung auf, ohne dass daraus eine klare Strategie folgt. Es handelt sich um die Meinungen der Podcast-Sprecher, nicht um Tatsachen oder Anlageempfehlungen.
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Hinweis: Dieser Artikel fasst automatisiert ausgewertete Aussagen aus Podcast-Folgen zusammen und kann Fehler enthalten. Er gibt die Meinungen der Podcast-Sprecher wieder, nicht die von Block-Builders.de, und ist keine Anlageberatung. Alle Zitate mit Zeitmarke findest du im Podcast-Radar.