Eine Quantum Allianz will helfen, den Gefahren von Quantencomputern für Bitcoin zu begegnen. Im Ethereum Sepolia Testnet hat sich Künstliche Intelligenz von OpenAI selbstständig gemacht. Das Block-Builders Briefing.
BITCOIN
Bitcoin notiert am Montagmorgen bei rund 82.500 Dollar, kaum Bewegung über das Wochenende. Die Bitcoin ETFs meldeten vom Börsenfreitag 82 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss und schlossen so die Gesamtwoche mit 229 Millionen Minus ab.
Neun Unternehmen und Organisationen aus der Kryptobranche wollen gemeinsam als Quantum Allianz Standards und Kriterien für die Risiken formulieren, welche Bitcoin und Co. durch Quantencomputer drohen. In einer Pressemitteilung werden die 30 Prozent aller Bitcoin hervorgehoben, die besonders anfällig für Angriffe durch Quantencomputer wären. Schon 2029 könnten solche Attacken Wirklichkeit werden, heißt es weiter. Unter den Gründungsmitglieder der Quanten Allianz finden sich die Midnight Stiftung, Quantus, Keystone, Hacken und weitere prominente Namen. Sie entsenden jeweils Vertreter aus der Führungsetage. Vier Arbeitsgruppen sind geplant, die Migration, Wallet Sicherheit, Post-Quantum und Cross-Chain Kompatibilität bearbeiten sollen. Die Quanten Allianz gibt sich auch offen für aufgeschlossen für Kooperationen mit ähnlichen Verbänden wie einem Konsortium aus Strategy, Coinbase und BlackRock. Neben Bitcoin ist Ethereum wiederholt genannt als wahrscheinlicher Angriffspunkt für Quantencomputer. Erst letzte Woche hatte die Kryptobörse Coinbase dringend auf Vorbereitung auf Quantencomputer gedrängt.
ETHEREUM
Bei der Ethereum Preiskruve hat sich über das Wochenende wenig getan, ETH steht am Montagmorgen bei knapp 2.500 Dollar. Die Ethereum ETFs verzeichneten am Börsenfreitag 70 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss, die Gesamtwoche schloss so mit Minus 320 Millionen.
Ethereum wartet auf das große Udpate Glamsterdam, welche derzeit im Testnet Sepolia ausprobiert wird. Und in diesem Testnet hat sich Künstliche Intelligenz (KI) von OpenAI selbständig gemacht. Ein OpenAI Report hält fest, dass die KI keine ausreichenden ETH Testnet Token hatte, um einen Prototyp für Krypto-Handel zu bauen. Daraufhin suchte die KI nach Ethereum Wallets mit Testnet Token und wurde bei Nummer 362 fündig, so OpenAi. Die Künstliche Intelligenz habe sich zwar noch gefragt, ob es „ethisch vertretbar“ sei, die Wallet zu plündern. Dann habe sie entschieden, die dortigen ETH Sepolia Token als „aufgegeben“ einzustufen und sich bedient. Nun sind Testnet Token in Dollar betrachtet wertlose. Doch die KI führte ihre Aktion schon im Juni durch, erst im September kamen die menschlichen Entwickler von OpenAI ihr auf die Schliche und der Report erschien erst jetzt. Nun will OpenAI seine KI mit weiteren Regeln einschränken, damit sich solche Vorfälle nicht wiederholen. Aber der Vorfall erinnert eindringlich an Risiken, welche nicht nur Ethereum durch KI ausgesetzt ist.
ALTCOINS
Gewinner des Tages ist Venice Token (VVV) mit 8 Prozent Tagesplus. Das Projekt organisiert anonyme Nutzung von KI, hier unser ausführliche Analyse zu Venice Token und VVV.
Verlierer des Tages ist ist Aerodrome Finance (AERO) mit 5 Prozent Tagesminus. Das Projekt ist ein Market Maker beim Ethereum Layer-2 Base mit eigenem Marktplatz, nun will Aerodrome im gesamten ETH Ökosystem tätig werden.
Das Krypto-Stimmungsbarometer verteidigt die Zone „Neutral“, offenbar hat man sich an hohe Ölpreise, Inflation und Iran-Krieg gewöhnt.
AUS DER KRYPTOINDUSTRIE
Die Deutsche Bank plant, ihren Verwahrservice für Kryptowährungen im kommenden Jahr auch in Asien anzubieten. Dies kündigte Gerald Podobnik aus der Führungsetage der Deutschen Bank an, berichtet Reuters. Schon im September hatte das Geldhaus in einer Pressemitteilung Verwahrungsdienste für Bitcoin, Ethereum und ausgewählte Stablecoins wie USDC, EURC und EURAU beworben, dort noch auf Europa beschränkt. Asien nehme an im Rahmen einer Wachstumsstrategie ins Auge, heißt es nun vonseiten der Deutschen Bank. Das Finanzsystem brauche neben den klassischen Services auch Angebote, welche Blockchain und Tokenisierung widerspiegeln. Bei Verwahrservices wie von der Deutschen Bank kümmert sich der Anbieter darum, Kryptowerte seiner Kunden sicher aufzubewahren und erhebt dafür Gebühren. Dies ist auch als Teil einer Angebotspalette zu betrachten, die Kryptohandel und tokenisierte Aktien beinhaltet. In diesen Feldern ist die Deutsche Bank dem Reuters Bericht zufolge noch in der Planungsphase.
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