In sechs Folgen großer Finanz-Podcasts geht es heute vor allem um den KI-Boom und seine Nebenwirkungen: ASML meldet volle Auftragsbücher bis 2030, während kreditabhängige KI-Firmen wie CoreWeave als riskant gelten. Daneben stehen Cybersecurity, der schwache Euro und die geplatzte KNDS-Börse im Mittelpunkt. Die wichtigste Erkenntnis: Einigkeit herrscht bei ASML und Cybersecurity, Widersprüche bei KI-Aktien und Gold.
Auf einen Blick: Empfehlungen und Warnungen
| Asset | Einschätzung | Podcast | Sprecher |
|---|---|---|---|
| US-Tech-Aktien | Kaufen | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| CoreWeave CRWV | Meiden | Alles auf Aktien | Holger Zschäpitz |
| Gold | Meiden | Finanzfluss Podcast | Laura |
| Währungsgesicherte ETFs | Meiden | Finanzfluss Podcast | Laura |
| Crowdstrike CRWD | Kaufen (Tendenz) | Money Train – DER AKTIONÄR | Sascha Röhrer |
| Palo Alto Networks PANW | Kaufen (Tendenz) | Money Train – DER AKTIONÄR | Sascha Röhrer |
| Nvidia NVDA | Kaufen (Tendenz) | Money Train – DER AKTIONÄR | Sascha Röhrer |
| Langlaufende US-Staatsanleihen | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| BlackRock BLK | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| ASML ASML | Kaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Joachim Hofer |
| Bending Spoons | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
| ASML ASML | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
| Amplifon AMP | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Christoph |
| Ripple (XRP) XRP | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
| Alphabet GOOGL | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Nando Sommerfeld |
| Lufthansa LHA | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Holger Zschäpitz |
| ASML ASML | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Holger Zschäpitz |
| MSCI World ETF | Kaufen (Tendenz) | Finanzfluss Podcast | Laura |
| Öl | Verkaufen (Tendenz) | Finanzfluss Podcast | Volkmar Bauer |
| Mangos ETF | Meiden (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
| Oracle ORCL | Meiden (Tendenz) | Alles auf Aktien | Nando Sommerfeld |
Alle Folgen und Empfehlungen der letzten Tage findest du in unserem Podcast-Radar.
Was die Podcasts heute bewegt
Mehrere Podcasts sehen ASML als zentrale KI-Aktie, warnen aber vor der hohen Bewertung und dem begrenzten Produktionswachstum. Bei Cybersecurity sind sich Money Train und Handelsblatt Today einig, dass KI-gestützte Angriffe das Thema befeuern. Widersprüche gibt es bei KI-Aktien: Während Wall Street mit Markus Koch Tech-Schwäche als Kaufgelegenheit sieht, rät Alles auf Aktien bei kreditabhängigen Firmen wie CoreWeave und Oracle zur Vorsicht. Beim schwachen Euro raten Finanzfluss und Wall Street mit Markus Koch von hektischen Umschichtungen ab, während Gold als Absicherung umstritten bleibt. Insgesamt dominieren KI-Infrastruktur, Bewertungsrisiken und Währungsfragen.
Money Train – DER AKTIONÄR: Robotik im KI-Wandel: Zwischen Potenzial und Praxis
Deep-Tech-Experte Sascha Röhrer sieht Cybersecurity als „Riesenthema“, weil KI-Agenten die Zeit von Angriff bis Lösung auf wenige Minuten verkürzen. Er nennt Crowdstrike und Palo Alto Networks als Anbieter, die sich damit stark beschäftigen, und zählt Nvidia zu den Profiteuren der humanoiden Robotik. Bei industrieller Robotik steht die KI-Nutzung in der Produktion laut Röhrer noch ganz am Anfang – in Deutschland setzten nur rund 4 Prozent der Industriebetriebe KI in der Produktion ein, 1,8 Prozent bei autonomen Maschinen. Die Bewertungen chinesischer Hersteller humanoider Roboter liegen bei bis zu dem 77-Fachen des Umsatzes, westliche Hersteller beim Vier- bis Siebenfachen; der Markt preise viel Zukunft ein, kurzfristige Korrekturen seien möglich.
Empfohlen
Röhrer hält Cybersecurity für ein Riesenthema, weil KI-Angriffe in Minuten abgewehrt werden müssen, und nennt Crowdstrike als früh aufgestellten Anbieter.
Zitat & Begründung
„Also Cybersecurity ist ein Riesenthema. Und das natürlich, was hast du für Unternehmen? Crowdstrike, du hast eine Palo Alto Networks zum Beispiel“
- KI-Agenten verkürzen die Zeit von Angriff bis Lösung auf wenige Minuten.
- Deshalb sei Cybersecurity ein Riesenthema.
- Crowdstrike habe früh KI-Prozesse implementiert und sichere Unternehmen gegen KI-Angriffe.
Neben Crowdstrike nennt Röhrer Palo Alto Networks als Unternehmen, das sich stark mit KI-gestützter Cybersecurity auseinandersetzt.
Zitat & Begründung
„Crowdstrike, du hast eine Palo Alto Networks zum Beispiel, welche sich auch damit sehr viel auseinandersetzt“
- KI-Angriffe erfordern sofortige Abwehr binnen Minuten.
- Cybersecurity sei ein Riesenthema.
- Palo Alto Networks beschäftige sich damit sehr stark.
In der Wertschöpfungskette der humanoiden Robotik zählt Röhrer Chip-Anbieter wie Nvidia zu den Profiteuren, weil deren Rechenleistung gebraucht wird.
Zitat & Begründung
„Dann hast du Compute mit NVIDIA, die ganzen Chiphersteller etc, die du ja für die huminoiden Roboter brauchst.“
- Verdient werde zunächst mit Rechenzentren und Strom – diese Aktien liefen gut.
- Danach folgten Compute und Chiphersteller wie Nvidia.
- Deren Chips seien für humanoide Roboter notwendig.
Wall Street mit Markus Koch: Inflation verschreckt Wall Street. Starke Ergebnisse ignoriert.
Markus Koch sieht im US-Tech-Sektor trotz schwacher Kursreaktionen auf gute Quartalszahlen eine Kaufgelegenheit und verweist auf starke Zahlen und Aussichten von ASML, Micron und Co. Bei lang laufenden US-Staatsanleihen hält er die Reaktion auf die heißeren Inflationsdaten für übertrieben und Renditen über 5 Prozent für nicht uninteressant – ausdrücklich als persönliche Meinung, nicht als Empfehlung. Bei BlackRock nennt er die vorgelegten Zahlen mehr als zufriedenstellend und erwartet eine Kurserholung. Die Bankenwerte Bank of America, JP Morgan und State Street verfehlten trotz teils solider Zahlen die Erwartungen und gerieten deutlich unter Druck.
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Koch bewertet die aktuelle Kursschwäche im Tech-Sektor als Kaufgelegenheit, weil die gemeldeten Zahlen und Aussichten weiter ausgesprochen stark seien.
Zitat & Begründung
„dann ist das, was wir jetzt sehen im Techsektor eigentlich eine Kaufgelegenheit, Denn die eigentlichen Zahlen sind nach wie vor ausgesprochen stark“
- ASML meldete laut Koch starke Zahlen und Aussichten, auch Südkoreas Exporte als Tech-Indikator blieben robust.
- Die korrigierenden Kurse stünden im Widerspruch zu den Fundamentaldaten.
- Deshalb sieht er das, was der Markt aktuell im Techsektor zeigt, als Kaufgelegenheit.
Koch hält die Reaktion des Anleihemarkts für übertrieben und die Renditen lang laufender US-Anleihen auf diesem Niveau für nicht uninteressant – ausdrücklich als persönliche Meinung, nicht als Empfehlung.
Zitat & Begründung
„ich bleib dabei, dass auf diesen Niveaus, das ist jetzt keine Empfehlung, das ist nur meine persönliche Meinung, lang laufende Renditen nicht uninteressant sind“
- Die Rendite der Zehnjährigen sprang nach den Inflationsdaten von 5,18 auf 5,32 Prozent.
- Wochenlang drehte sie bei 5,35 Prozent wieder nach unten.
- Koch hält die Reaktion für übertrieben und lang laufende Renditen auf diesen Niveaus für nicht uninteressant.
Koch nennt BlackRocks Zahlen mehr als zufriedenstellend und erwartet deshalb, dass sich der Kurs wieder erholen kann.
Zitat & Begründung
„aber nichtsdestotrotz sind diese Zahlen wirklich mehr als zufriedenstellend. Der Wert kann sich also erholen.“
- Der Ertrag pro Aktie stieg um 38 Prozent, die Umsätze übertrafen die Erwartungen.
- Das verwaltete Vermögen wuchs um 15 Prozent auf 15,5 Billionen Dollar.
- Koch: die Zahlen seien wirklich mehr als zufriedenstellend, der Wert könne sich erholen.
Handelsblatt Today: Panzerbauer KNDS soll reiner Staatskonzern werden | ASML warnt vor Lieferengpässen
Der Chipausrüster ASML hat starke Quartalszahlen vorgelegt (Umsatz plus rund 50 Prozent, Gewinn verdoppelt) und warnt wegen voller Auftragsbücher bis 2030 vor Lieferengpässen. Handelsblatt-Reporter Joachim Hofer hält die Technologie für einzigartig (Marktanteil rund 94 Prozent), verweist aber auf die hohe Bewertung und die KI-Sorgen der Anleger. Der geplante Börsengang des Panzerbauers KNDS ist laut Handelsblatt-Informationen gescheitert; stattdessen soll ein 50:50-Staatskonzern entstehen, weil das Marktumfeld für Rüstungsaktien derzeit schlecht ist. Die US-Inflationsrate stieg im September auf 3,7 Prozent, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte auf über 5,3 Prozent. Hofer erwartet, dass die am Donnerstag (15. Oktober) anstehenden TSMC-Zahlen die Chipaktien kaum beflügeln.
Empfohlen
Hofer sieht ASML wegen einzigartiger EUV-Technologie und voller Auftragsbücher bis 2030 stark, warnt aber vor der hohen Bewertung nach KGV und den KI-Sorgen.
Zitat & Begründung
„Die Technologie von ASML ist einzigartig. (…) ASML ist absolut einzigartig in dem, was sie tun.“
- Auftragsbücher reichen bis 2030, Umsatz plus rund 50 Prozent, Gewinn verdoppelt auf 5 Mrd. Euro.
- Die EUV-Technologie sei konkurrenzlos, der Marktanteil liege bei etwa 94 Prozent.
- Zugleich sei die Bewertung hoch und die Investoren fürchteten ein Ende des KI-Booms.
OHNE AKTIEN WIRD SCHWER: Berkshire Hathaway pusht Bending Spoons. ASML boomt, Tech leidet, Amplifon mit Turnaround?
Berkshire Hathaway hat laut dem Podcast erneut über 300 Mio. Dollar in Bending Spoons investiert und hält nun rund 4 % – für den Moderator ein Vertrauensbeweis, aber keine eigene Kaufempfehlung. ASML meldet extrem starke Nachfrage bis 2030, das Produktionswachstum bleibt aber bei rund 30 %, weshalb die Aktie nicht stärker steigt. Amplifon versucht mit der Übernahme von GN Hearing einen Turnaround und ist laut Christoph mit KGV 16 günstiger bewertet als Sonova und Demant. Kritisch sieht der Moderator den neuen Mangos-ETF, der über Swaps in nicht börsennotierte Firmen wie OpenAI investiert; den XRP-Börsengang von Evernorth bewertet er nur bedingt als Kurstreiber.
Empfohlen
Berkshires Einstieg mit rund 4 % Anteil ist für den Moderator ein Vertrauensbeweis; Bending Spoons lege Kapital in Nischen sehr effizient an.
Zitat & Begründung
„Und dass Berkshire da investiert, ist da einfach ein Vertrauensbeweis“
- Berkshire Hathaway kaufte Aktien direkt vom Unternehmen und hält nun rund 4 % an Bending Spoons.
- Das Modell – Firmen kaufen, Kosten senken, Produkt und Umsatz optimieren – habe bisher extrem gute Ergebnisse geliefert.
- Der Sprecher nennt das einen Vertrauensbeweis, spricht aber keine eigene Kaufempfehlung aus.
ASML werde für die KI-Welt immer wichtiger und erhalte Aufträge bis 2030, könne aber nur rund 30 % pro Jahr wachsen – höhere Bewertung daher fraglich.
Zitat & Begründung
„Die Gute ist, dass die mit Abstand wertvollste europäische Firma für die KI Welt immer wichtiger wird und auch immer mehr Aufträge kriegt.“
- ASML meldet extrem starke Nachfrage von Kunden wie TSMC oder Intel, Bestellungen reichen teils bis 2030.
- Der Produktionsausbau bleibt auf rund 30 % pro Jahr begrenzt, Preise sind der zweite Wachstumshebel.
- Aus Sicht der Investoren reicht das Wachstum deshalb womöglich nicht für eine höhere Bewertung.
Amplifon sei mit KGV 16 viel günstiger als Sonova und Demant und die Gründerfamilie halte rund 40 % – die GN-Übernahme birgt aber Risiken.
Zitat & Begründung
„Wer daran glaubt, kriegt die Aktie grad zum Sechzehnfachen vom erwarteten Gewinn und damit viel günstiger als Sonova und Demand mit KGVs von weit über 20.“
- Amplifon verkaufe nur Hörgeräte und verliere dadurch bei neuen Modellen der Konkurrenz Marktanteile und Innovationsmargen.
- Mit dem Kauf von GN Hearing will Amplifon selbst produzieren und profitabler werden, der Deal ist teuer und wegen Konkurrenzthemen riskant.
- Der Sprecher sieht die Bewertung als günstig, macht daraus aber keine klare Kaufempfehlung.
Der Börsengang von Evernorth mit 500 Mio. Dollar in XRP könnte Ripple langfristig antreiben, aber nur wenn der Coin selbst wieder zulegt.
Zitat & Begründung
„Für Ripple könnte das langfristig ein Kurstreiber sein, aber am Ende wird's auch nur ein Kurstreiber, wenn der Ripple Coin an sich wieder bisschen zulegt.“
- Evernorth geht an die Börse und hält 500 Mio. Dollar in Ripple Coins, ähnlich wie Strategy bei Bitcoin.
- Das könnte für Ripple langfristig ein Kurstreiber sein.
- Der Sprecher betont aber, dass das nur gilt, wenn der XRP-Kurs selbst steigt.
Abgeraten
Der Mangos-ETF investiert über Swaps auch in nicht börsennotierte Firmen wie OpenAI und Anthropic – der Moderator hält das für problematisch und für absurd zugelassen.
Zitat & Begründung
„Dass sowas von der Börsenaufsicht in den USA zugelassen wird, ist schon ein bisschen absurd“
- Der ETF soll in Meta, Nvidia, Google, SpaceX, OpenAI und Anthropic investieren, ist aber nur rund 75 Mio. Dollar groß.
- Private Anteile haben keine tagesaktuellen Preise und sind nicht jederzeit verkaufbar, was für einen ETF problematisch sei.
- Gelöst werde das über Swaps – dass die US-Aufsicht das zulässt, findet der Sprecher absurd.
Alles auf Aktien: Das große KI-“Huch” und die kleine deutsche Volksaktie
Der KI-Boom wird in der Folge vor allem am Anleihemarkt zum Risiko: Firmen, die am Tropf des nächsten Kredits hängen wie CoreWeave oder Oracle, sollte man laut Holger Zschäpitz meiden oder nur klein gewichten, während KI-Werte mit starker Bilanz wie Alphabet, Amazon oder Microsoft gehalten werden können. Als Triple-A-Idee stellen die Moderatoren die Lufthansa vor, die mit der TAP-Übernahme in Portugal ein Drehkreuz für Afrika und Südamerika gewinnt und den Sprung zurück in den DAX schaffen könnte, für Anleger aber vor allem eine Trading-Aktie sei. ASML wird trotz guter Zahlen und Bestellungen bis 2030 weiter als Jahrhundert-Aktie bezeichnet, fiel zuletzt aber mit dem gesamten Chip-Sektor.
Empfohlen
Alphabet, Amazon und Microsoft können gehalten werden, weil sie mit Werbung, Cloud und Software höhere Zinsen verkraften.
Zitat & Begründung
„anders ist das bei Alphabet, Amazon oder Microsoft, die verdienen ja mit Werbung, Cloud und Software genug, höhere Zinsen wegzustecken.“
- Steigende US-Zinsen verteuern das Kapital für den KI-Ausbau.
- Alphabet, Amazon und Microsoft verdienen mit Werbung, Cloud und Software genug, um das wegzustecken.
- Deshalb zählen sie zu den KI-Werten mit starker Bilanz, die man halten kann.
Die TAP-Übernahme bringt Lufthansa ein Drehkreuz für Afrika und Südamerika und könnte den Sprung zurück in den DAX schaffen; als Anlage eher zum Traden.
Zitat & Begründung
„vielleicht ist Tap ja jetzt tatsächlich das fehlende Puzzleteil, das dem Konzern eine neue Wachstumsstory gibt“
- Mit TAP gewinnt Lufthansa ein Drehkreuz in Lissabon und Zugang zu Wachstumsmärkten in Afrika und Lateinamerika.
- Der Börsenwert liegt nahe der Schwelle für eine Rückkehr in den DAX, aus dem die Airline seit 2020 draußen ist.
- Für Anleger sei die Aktie vor allem zum Traden geeignet, weil sie über Jahrzehnte kaum Geld verdient habe.
ASML wird trotz zuletzt guter Zahlen und Bestellungen bis 2030 weiter als Jahrhundert-Aktie bezeichnet, fiel aber mit dem Chip-Sektor.
Zitat & Begründung
„selbst ASML, die Jahrhundert Aktie wurde nicht verschont, sag mal, fällt.“
- ASML lieferte morgens gute Zahlen, Kunden bestellen Maschinen schon für 2029 und 2030.
- Die Aktie legte in Amsterdam zu, verlor in New York aber fast 4 Prozent.
- Die Moderatoren halten dennoch am Label Jahrhundert-Aktie fest.
Abgeraten
Kreditabhängige KI-Firmen wie CoreWeave sollte man meiden oder nur klein gewichten, weil ihr Wachstum am nächsten Kredit hängt.
Zitat & Begründung
„KI Werte mit starker Bilanz kann man halten. Firmen, die am Tropf des nächsten Kredits hängen, ja, sollte man meiden oder eben nur klein gewichten.“
- CoreWeave finanziert den Chip-Kauf über immer neue, teure Anleihen.
- Die Anleihe notiert nur noch bei gut 77 Prozent des Nennwerts, der Markt preist eine Ausfallwahrscheinlichkeit von 58 Prozent.
- Deshalb rät der Moderator, Firmen am Tropf des nächsten Kredits zu meiden.
Oracle gilt als am höchsten verschuldet unter den großen KI-Konzernen und hängt damit stark am Kapitalmarkt.
Zitat & Begründung
„Bei Corvief oder Oracle hängt halt viel mehr am nächsten Kredit und ja, fragt euch am besten bei jeder KI Aktie, wie viel Schulden hinter diesem Wachstum stecken.“
- Oracle gilt im Podcast als am höchsten verschuldet unter den großen KI-Konzernen.
- Die Anleihe bis 2066 notiert nur noch bei 80, die Rendite liegt bei 8,65 Prozent.
- Anleger sollten bei jeder KI-Aktie fragen, wie viel Schulden hinter dem Wachstum stecken.
Finanzfluss Podcast: Was ein SCHWACHER Euro für dich bedeutet! (#749)
Der Euro notiert unter 1,12 Dollar und hat seit Jahresbeginn rund 4,5 Prozent verloren. Devisenexperte Volkmar Bauer (Commerzbank) nennt den Iran-Konflikt mit hohen Öl- und Gaspreisen, den KI-Investmentboom in den USA und die französische Staatsverschuldung als Haupttreiber; er erwartet, dass der Ölpreis im kommenden Jahr fällt, weil mehr Öl an der Straße von Hormus vorbeigeleitet wird, und rechnet mit Entlastung für den Euro. Laura von Finanzfluss rät davon ab, Ersparnisse aus Angst in Gold oder Dollar umzuschichten oder hektisch auf währungsgesicherte ETFs zu wechseln. Langfristig breit gestreute Anleger müssten wegen der Euro-Schwäche nichts an ihrer Strategie ändern, da sich Währungsschwankungen über viele Jahre ausgleichen.
Empfohlen
Laura sieht keinen Grund, wegen der Euro-Schwäche die langfristige Strategie zu ändern, da sich Währungsschwankungen in breit gestreuten Depots langfristig ausgleichen.
Zitat & Begründung
„Über viele Jahre gleichen sich Währungsschwankungen bei einem breit gestreuten Depot ohnehin weitestgehend aus, also mach dir da mal keine Sorgen.“
- Ein MSCI-World-ETF steckt zu rund 70 Prozent in US-Unternehmen, deren Aktien in Dollar notieren.
- Der schwache Euro hebt den Euro-Wert des Depots zunächst nur per Umrechnungseffekt – erholt sich der Euro, schmilzt das Plus.
- Über viele Jahre glichen sich Währungsschwankungen aus, deshalb sei kein Umschichten nötig.
Abgeraten
Laura rät davon ab, Ersparnisse aus Angst vor dem schwachen Euro in Dollar oder Gold umzuschichten, weil das eine Wette auf den Wechselkurs sei.
Zitat & Begründung
„Schichte deine Ersparnisse jetzt auch nicht aus Angst in Dollar oder Gold Ein Fremdwährungskonto ist eine Wette auf einen Wechselkurs und das solltest Du besser sein lassen.“
- Ein Umschichten in Dollar oder Gold als Reaktion auf die Euro-Schwäche ist eine Wette auf einen einzelnen Wechselkurs.
- Ob der Euro bis Weihnachten auf 1,10 fällt oder auf 1,15 steigt, weiß niemand sicher, auch die Banken nicht.
- Deshalb sollten Sparer ihre Ersparnisse nicht aus Angst umschichten.
Laura rät davon ab, hektisch in währungsgesicherte ETFs zu wechseln, weil die Absicherung laufend kostet und beim Verkauf des alten ETFs Steuern anfallen können.
Zitat & Begründung
„Außerdem ist es nicht so ratsam, hektisch in einen währungsgesicherten ETF zu wechseln.“
- Die Währungsabsicherung kostet laufend ungefähr so viel wie der Zinsabstand zwischen USA und Europa.
- Beim Verkauf des bisherigen ETFs mit Gewinn können Steuern fällig werden.
- Bei breit gestreuten Depots glichen sich Währungsschwankungen über viele Jahre ohnehin weitgehend aus.
Bauer erwartet, dass der Ölpreis im kommenden Jahr zurückkommt, weil mehr Öl über Umwege an der Straße von Hormus vorbei auf den Markt gelangt.
Zitat & Begründung
„Dadurch kommt mehr Öl an den Markt und das sollte die Preise dann im kommenden Jahr drücken.“
- Der Iran-Konflikt und die gestiegenen Öl- und Gaspreise belasten die Eurozone als Energieimporteur.
- Zunehmende Workarounds leiten mehr Öl effizienter an der Straße von Hormus vorbei, das Angebot steigt.
- Dadurch sollte der Ölpreis im kommenden Jahr fallen und den Euro entlasten.
Fazit
Die Podcasts zeigen heute ein gespaltenes Bild: ASML und Cybersecurity gelten vielen als aussichtsreich, doch die Bewertungen und das begrenzte Produktionswachstum bleiben Risiken. Bei KI-Aktien raten einige zur Vorsicht vor kreditabhängigen Firmen, während andere die Kursschwäche als Kaufgelegenheit sehen. Beim schwachen Euro überwiegt die Empfehlung, die langfristige Strategie nicht hektisch zu ändern. Es handelt sich um die Meinungen der Podcast-Sprecher, nicht um Tatsachen oder eigene Empfehlungen.
Selbst investieren
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Hinweis: Dieser Artikel fasst automatisiert ausgewertete Aussagen aus Podcast-Folgen zusammen und kann Fehler enthalten. Er gibt die Meinungen der Podcast-Sprecher wieder, nicht die von Block-Builders.de, und ist keine Anlageberatung. Alle Zitate mit Zeitmarke findest du im Podcast-Radar.