Ethereum: Sophon gibt auf, JPMorgan Bitcoin Prognose — Block-Builders Briefing

Ethereum: Sophon gibt auf, JPMorgan Bitcoin Prognose — Block-Builders Briefing

Bitcoin und Ethereum leicht im Aufwind. JPMorgan überrascht mit seiner ersten langfristigen BTC Prognose. Bei ETH streicht mit Sophon (SOPH) der nächste Layer-2 die Segel und bestätigt einen Trend. Das Block-Builders Briefing.

BITCOIN

Bitcoin notiert am Mittwochmorgen bei knapp 83.000 Dollar, ein Prozent Tagesplus. Die Bitcoin ETFs meldeten vom Börsendienstag 23 Millionen US-Dollar Kapitalzufluss.

Nach Börsenwert ist JPMorgan die größte Bank der Welt. In Sache Bitcoin positionierte sich JPMorgan durch CEO James Dimon lange Zeit skeptisch bis ablehnend, von „Betrug“ bis „Tulpenmanie“ reichten seine Kommentare zu BTC. Umso überraschender kommt es nun, dass im jährlichen JPMorgan Report zu langfristigen Markterwartungen erstmals Bitcoin aufgeführt wird und die Krypto-Leitwährung dort mit prognostizierten 10 Prozent Jahresrendite hervorragend abschneidet. Für Gold sieht JPMorgan beispielsweise nur 5,5 Prozent als realistisch. Doch einen großen Haken gibt es. JPMorgan erwartet für Bitcoin weiterhin extrem hohe Volatilität von 55 Prozent und belässt BTC deshalb vorerst in der Kategorie Nebenwerte. „Erst ignorieren sie Dich, dann lachen sie über Dich, dann bekämpfen sie Dich, dann fügen sie Dich ihrem Report hinzu und prognostizieren, dass Du die beste Anlageklasse des nächsten Jahrzehnts wird“, kommentiert Bitwise Schwergewicht Matt Hougan  den Sinneswandel von JPMorgan zu Bitcoin.   

ETHEREUM

Ethereum steht am Mittwochmorgen bei deutlich über 2.400 Dollar, 1 Prozent Tagesplus. Die Ethereum ETFs verzeichneten am Börsendienstag 26 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss.

Mit Sophon gibt der nächste Ethereum Layer-2 auf, Stichtag für die Abschaltung der Infrastruktur ist der 25. November. SOPH notiert aktuell 98 Prozent entfernt von seinem Allzeithoch aus 2025, das Projekt mit Ambitionen einer Neobank fand nur anfangs größeres Interesse. Spannend auch: Spezialistin Stay Muur zählt mittlerweile 82 Krypto-Protokolle wie Sophon, die in diesem Jahr die Segel streichen mussten, „sowas habe ich zuvor noch nie gesehen“. DeFiLlama hatte schon Mitte August 100 Krypto-Protokolle ausgemacht, die in 2026 ihre Ende verkündeten. Dort wurde als Hauptgründe fehlende Gewinnaussichten und Märkte genannt. Ein Gutteil der Schließungen wie etwa auch von Blast betreffen Layer-2 bei Ethereum. ETH Mastermind Vitalik Buterin hatte zu Jahresanfang allgemein zu diesen Layer-2 gesagt, sie machen „keinen Sinn mehr“.  

ALTCOINS

Gewinner des Tages ist Pyth Network mit 12 Prozent Plus. Das Projekt steht als Orakel-Dienst in Konkurrenz zu Marktführer Chainlink (LINK), Pyth Network hat zuletzt durch ein Rückkaufprogramm für PYTH ein gewisse Dynamik wiedergefunden.

Verlierer des Tages ist Morpho mit 7 Prozent Minus. Das Projekt organisiert Krypto-Kredite, Morpho scheint unter allgemeiner Schwäche des DeFi-Sektors zu leiden.

Das Krypto-Stimmungsbarometer rückt in der Zone „Neutral“ leicht vor. Eine bisher starke Woche der Bitcoin ETFs deutet gestiegenes Interesse an BTC als „Inflationsschutz“ an, die Krypto-Leitwährung zieht den Gesamtmarkt mit sich. 

AUS DER KRYPTOINDUSTRIE

Im August hatte die US-Börsenaufsicht SEC „grünes Licht“ für tokenisierte Aktien gegeben. Diese Sparte soll durch eine Kooperation des führenden Börsenbetreibers Intercontinental Exchange (ICE) und der Kryptobörse OKX einen prominenten Marktplatz bekommen. Doch nicht alle sind begeistert. Vor wenigen Tagen blockierten die ersten neun Aktienunternehmen ihre Präsenz bei OKXICE, nun kommen mit Microsoft, Alphabet (Google) und Goldman Sachs erstmals echte Schwergewichte hinzu. In einer OKX Mitteilung findet sich auch McDonalds mit einem Stoppschild für tokenisierte Aktien, dazu Broadcom, Caterpillar und andere. Die SEC hatte börsennotierte Unternehmen ein solches Recht eingeräumt. Sie müssen keine Gründe nennen. OKXICE ziegt sich wenig überrascht von dem Aderlass prominenter Namen, „bei einem solch dramatischen und revolutionären Wandel wollen viele Unternehmen zunächst warten und beobachten“. Auf weniger regulierten Kryptobörsen aber bleiben (vorerst) auch solche tokenisierte Aktien handelbar, bei denen die Unternehmen dahinter eigentlich nicht dabei sein wollen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*