Zehn Folgen aus Deutschlands Finanz-Podcasts vom 20. und 21. Oktober 2026 drehen sich vor allem um eine Frage: Zahlen sich die milliardenschweren KI-Investitionen aus? Während Tech-Investor Thomas Rappold weiter auf Alphabet und Apple setzt, warnt UniCredit-Volkswirt Andreas Rees vor spekulativer Übertreibung an den Aktienmärkten. Beim Industriekonzern ABB widersprechen sich die Podcasts offen.
Auf einen Blick: Empfehlungen und Warnungen
| Asset | Einschätzung | Podcast | Sprecher |
|---|---|---|---|
| Human Intelligence Fund | Kaufen | Asset Class | Volker Schilling |
| US-Standardwerte-ETF (S&P 500) | Kaufen | Asset Class | Volker Schilling |
| Japanische Nebenwerte (aktive Fonds) | Kaufen | Asset Class | Volker Schilling |
| Small Caps und Emerging Markets (aktive Fonds) | Kaufen | Asset Class | Volker Schilling |
| MSCI World ETF | Kaufen | Finanzen ganz einfach | Saidi Sulilatu |
| Geldmarkt-ETF | Kaufen | Finanzen ganz einfach | Saidi Sulilatu |
| Immobilie | Kaufen | Finanzen ganz einfach | Emil |
| Festgeld | Kaufen | Finanzen ganz einfach | Emil |
| Alphabet GOOGL | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Thomas Rappold |
| Apple AAPL | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Thomas Rappold |
| ASML ASML | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Thomas Rappold |
| SAP SAP | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Thomas Rappold |
| Amazon AMZN | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Thomas Rappold |
| SpaceX | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Thomas Rappold |
| Adobe ADBE | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Thomas Rappold |
| Intuit INTU | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Thomas Rappold |
| CrowdStrike CRWD | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Thomas Rappold |
| Aktive ETFs | Meiden | Asset Class | Volker Schilling |
| Schweizer Franken CHF | Meiden | Finanzen ganz einfach | Saidi Sulilatu |
| Bausparvertrag | Meiden | Finanzen ganz einfach | Saidi Sulilatu |
| CoreWeave CRWV | Meiden | Deffner & Zschäpitz | Thomas Rappold |
| SK Hynix | Meiden | Deffner & Zschäpitz | Thomas Rappold |
| IonQ IONQ | Meiden | Deffner & Zschäpitz | Thomas Rappold |
| Zukunftsfonds | Kaufen (Tendenz) | Asset Class | Volker Schilling |
| Bitcoin BTC | Kaufen (Tendenz) | Asset Class | Volker Schilling |
| Ethereum ETH | Kaufen (Tendenz) | Asset Class | Volker Schilling |
| Gold | Kaufen (Tendenz) | Asset Class | Volker Schilling |
| Value-Aktien | Kaufen (Tendenz) | Asset Class | Volker Schilling |
| ABB ABBN | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Halliburton HAL | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Alphabet (Google) GOOGL | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Rohöl (Brent/WTI) | Kaufen (Tendenz) | echtgeld.tv | Dr. Andreas Rees |
| Erdgas | Kaufen (Tendenz) | echtgeld.tv | Dr. Andreas Rees |
| Siemens SIE | Kaufen (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Thomas Rappold |
| Nvidia NVDA | Kaufen (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Thomas Rappold |
| IBM IBM | Kaufen (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Thomas Rappold |
| Nvidia NVDA | Kaufen (Tendenz) | Doppelgänger Tech Talk | Philipp Klöckner |
| Deutsche Telekom DTE | Kaufen (Tendenz) | Doppelgänger Tech Talk | Philipp Klöckner |
| AcadeMedia | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Timan |
| Evolution | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Christoph Damm |
| Hexau | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Christoph Damm |
| MSCI World Momentum Index | Kaufen (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| US-Small-Caps | Kaufen (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| Ossiam Shiller Barclays CAPE US Sector Value ETF | Kaufen (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| Tonies TNIE | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Philipp Vetter |
| Siemens SIE | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Lea Oetchen |
| ABB ABB | Verkaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Stefan Rexius |
| Palantir PLTR | Verkaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Thomas Jahn |
| Staatsanleihen langes Ende (Bunds/US-Treasuries) | Verkaufen (Tendenz) | echtgeld.tv | Dr. Andreas Rees |
| Anthropic | Meiden (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Thomas Rappold |
| Meta META | Meiden (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Thomas Rappold |
| SynBiotic SE | Meiden (Tendenz) | Doppelgänger Tech Talk | Philipp Klöckner |
| MSCI World Minimum Volatility ETF | Meiden (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
Alle Folgen und Empfehlungen der letzten Tage findest du in unserem Podcast-Radar.
Was die Podcasts heute bewegt
Ein roter Faden ist die Skepsis gegenüber der Bewertung von KI-Infrastruktur: Rappold rät von Neo-Clouds wie CoreWeave und Speicherherstellern wie SK Hynix ab, Rees sieht keine Technologieblase, aber eine spekulative Übertreibung an den Märkten, und Koch verweist auf Warnungen zu Hyperscaler-Schulden. Bei ABB gehen die Meinungen auseinander: Koch hält die Auftragseingänge für ein Rebound-Argument, der Marktbericht bei Handelsblatt Today nennt die Aktie trotz 40 Prozent mehr Aufträgen hoch bewertet und anfällig. Mehrere Folgen behandeln Zins- und Rohstoffrisiken: Rees erwartet im Dezember je eine weitere Zinserhöhung von Fed und EZB und sieht bei Erdgas das größte Risiko. Alphabet taucht in drei Folgen als positiver Einzelwert auf, Palantir dagegen als möglicher Verlierer europäischer Konkurrenz.
Asset Class: Copycat-Fonds & Indexschmuser: Die Wahrheit über aktives Management | Asset Class #86
Fondsmanager Volker Schilling (Greif Capital) hält aktives Management vor allem in ineffizienten Segmenten für lohnend, etwa bei japanischen Nebenwerten, Small Caps und Emerging Markets. Für US-Standardwerte würde er dagegen eher einen Index-ETF nehmen. Aktive ETFs nennt er eine Mogelpackung; seinen eigenen Human Intelligence Fund verteidigt er trotz 2,39 Prozent laufender Kosten mit Verweis auf eine Outperformance gegenüber dem MSCI World über fünf Jahre.
Empfohlen
Schilling hält seinen Fonds trotz hoher Kosten für überlegen, weil er die besten Ideen von 190 ausgewerteten Fondsmanagern in 32 Titeln bündelt.
Zitat & Begründung
„Und das Schöne ist, dass wir trotz dieser Kosten den MSCI World in den letzten 5 Jahren über 50 Prozent outperformt haben.“
- Der Fonds hat den MSCI World in fünf Jahren nach Kosten um über 50 Prozent geschlagen.
- Konzept: die stärksten Übergewichte der besten aktiven Manager werden kopiert und gescort.
- Die hohe TER von 2,39 Prozent sei durch Umschlagshäufigkeit und Ertrag gerechtfertigt.
In sehr effizienten Märkten wie US-Standardwerten würde Schilling eher einen Index-ETF nehmen, weil aktive Manager den S&P 500 kaum schlagen.
Zitat & Begründung
„Es gibt Märkte, da würd ich immer zu einem ETF greifen und es gibt Märkte, da würd ich tatsächlich lieber einen aktiven Fondsmanager wählen.“
- In effizienten, transparenten Peergroups schaffen nur rund 20 Prozent der Aktiven Mehrwert.
- Der S&P 500 sei für aktive Manager besonders schwer zu schlagen.
- Deshalb sei dort ein ETF die naheliegende Wahl.
Bei japanischen Nebenwerten hält Schilling einen aktiven Fonds für lohnender als einen Index, weil dort laut Studie 80 Prozent der Manager Mehrwert erzielen.
Zitat & Begründung
„Da schaffen es 80 Prozent wirklich der Aktiven, einen Mehrwert zu erzielen gegenüber dem Index. Und da ist es viel, viel lohnender, einen aktiven Fondsmanager zu wählen, als einen Index zu wählen.“
- In dieser Peergroup dreht sich das Verhältnis zugunsten der Aktiven.
- Der Markt gilt als weniger effizient und weniger stark abgedeckt.
- Ein Index würde diesen Bewertungsspielraum nicht nutzen.
In weniger gecoverten, ineffizienten Segmenten wie Small Caps, Emerging und Frontier Markets lohnt sich laut Schilling aktives Management besonders.
Zitat & Begründung
„in den Bereichen, wo wir eher Ineffizienzen sehen, Small Caps, Emerging Markets, Frontier Markets, Märkte, die nicht so gecovert sind von vielen Analysten, dass da sich aktives Management lohnt“
- Die Studie über 16 Jahre zeige dort die größten Ineffizienzen.
- Wenige Analysten deckten diese Märkte ab, gezielte Unternehmensauswahl zahle sich aus.
- In hoch effizienten Märkten sei ein Mehrwert dagegen kaum möglich.
Schilling verteidigt den defensiven Mischfonds mit tiefer Volatilität, begrenztem Verlust in der Coronakrise und gut 7 Prozent Rendite auf zwölf Monate.
Zitat & Begründung
„Erstens, wir haben auf 12 Monate 7 Prozent so was Rendite nach diesen Kosten.“
- Der Fonds habe auf zwölf Monate rund 7 Prozent nach Kosten erzielt.
- Die Volatilität sei die geringste unter vergleichbaren defensiven Mischfonds.
- Die hohe Kassenquote sei Teil des Risikokonzepts und werde derzeit mit bis zu 3 Prozent verzinst.
Der Zukunftsfonds hält Bitcoin als kleinen Baustein der Multi-Asset-Streuung; eine eigene Kursprognose nennt Schilling dazu nicht.
Zitat & Begründung
„Wir sind auch in Bitcoin investiert.“
- Der Fonds investiert nach eigenen Angaben in Kryptowährungen.
- Sie dienen der breiten Diversifikation des Multi-Asset-Portfolios.
- Eine Bewertung oder Kurserwartung zum Bitcoin äußert er nicht.
Neben Bitcoin hält der Zukunftsfonds auch Ethereum als Teil der Krypto-Beimischung im breit gestreuten Mischfonds.
Zitat & Begründung
„Wir sind auch in Ethereum investiert, also in Kryptowährungen.“
- Der Fonds ist nach Angaben des Managers in Kryptowährungen investiert.
- Ethereum wird ausdrücklich als zweite Position genannt.
- Eine eigenständige Einschätzung zur Kursentwicklung fehlt.
Gold ist nach Angaben Schillings im Zukunftsfonds als Baustein der Multi-Asset-Streuung enthalten, ohne dass er eine Kursprognose abgibt.
Zitat & Begründung
„Wir sind in Gold investiert.“
- Der Fonds investiert in Gold.
- Physische Rohstoffe insgesamt sind ihm zufolge nicht erlaubt.
- Stattdessen setzt der Fonds zusätzlich stark auf Minenaktien.
Schilling sieht wieder Bewegung in Value-Sektoren wie Konsum, Health Care und Luxus und hält einen genaueren Blick darauf für angebracht.
Zitat & Begründung
„dass die Aktien, die ungeliebt waren in den letzten Jahren, die diesen Value ja beinhalten, dass wir da mal wieder genauer hinschauen sollten.“
- Die beobachteten Fondsmanager verschieben Gewichte in Richtung Value-Sektoren.
- Stilwechsel vieler Value-Manager könnten ein Signal für eine Trendwende sein.
- Er will diese Segmente daher wieder genauer prüfen.
Abgeraten
Schilling hält aktive ETFs für eine Mogelpackung: nahe am Index, teurer als ETFs und wegen hoher Umschichtungen mit Spread-Nachteilen für Anleger.
Zitat & Begründung
„Ich würde sagen, das ist das Schlechteste aus beiden Welten, das man da kombiniert hat.“
- Viele aktive ETFs arbeiteten nahe am Index, verlangten aber höhere Gebühren.
- Er erwartet ähnliche Quoten ohne Mehrwert wie bei aktiven Fonds.
- Hohe Umschlagshäufigkeit zwinge Marketmaker zu breiteren Spannen.
Wall Street mit Markus Koch: Wall Street drängt Bären zurück
Markus Koch berichtet von guten Quartalszahlen unter anderem von GM, GE Aerospace und Raytheon, auf die die Aktien dennoch mit Abschlägen reagierten – für ihn ein Zeichen eingetrübter Stimmung. Im Tech-Sektor nennt er mehrere Belastungsfaktoren, darunter eine Gartner-Studie zur Neo-Cloud-Wirtschaftlichkeit und halbierte Tokenpreise bei Anthropic. Positive Akzente setzt er nur vereinzelt, etwa bei ABB wegen starker Auftragseingänge und bei Google wegen des Waymo-Ausbaus.
Empfohlen
Koch hält die fundamentalen Zahlen für weiterhin gut und fragt, ob die Aktien angesichts der starken Auftragseingänge nicht deutlich rebounden müssten.
Zitat & Begründung
„Nun, die Zahlen haben im Prinzip immer signalisiert, es sieht doch immer noch ganz gut aus. Schauen wir die Auftragseingänge an, ob diese Aktien dann nicht besonders bouncen.“
- ABB lieferte gute Zahlen und Auftragseingänge plus 40 Prozent bei erwarteten plus 30 Prozent.
- Die Aktie gab in Europa dennoch nach.
- Koch folgert, dass die Aktien bei anhaltend guten Auftragseingängen bouncen könnten.
Nach der deutlichen Anhebung der Margenaussichten für 2027 sieht Koch Halliburton als Profiteur der Zahlen.
Zitat & Begründung
„Da wurden die Aussichten für 20 27 vor allen Dingen bei der Margenseite deutlich angehoben. Der Wert kann hier also profitieren.“
- Halliburton legte über 4 Prozent zu.
- Die Aussichten für 2027 wurden vor allem auf der Margenseite deutlich angehoben.
- Koch schließt daraus, dass der Wert profitieren kann.
Der rasche Ausbau der Waymo-Flotte spricht aus Kochs Sicht für Google.
Zitat & Begründung
„Zum Jahresende sollen schon 8000 sein und Ende kommenden Jahres schon 20000 … spricht also durchaus auch für Google.“
- Waymo betreibt aktuell 4000 Autos, Ende 2027 sollen es 20000 sein.
- Das Wachstum der Robotaxi-Flotte wertet Koch positiv.
- Er folgert, das spreche durchaus für Google.
Handelsblatt Today: Celonis will das deutsche Palantir werden | Merz buhlt um Investoren: Chance für den Standort Deutschland?
DAX und Euro Stoxx 50 geben rund ein Prozent nach, belastet von KI-Zweifeln und einem Brent-Preis über 111 Dollar. ABB verfehlt trotz 40 Prozent mehr Aufträgen die Gewinnerwartungen; Stefan Rexius hält die Aktie für hoch bewertet und anfällig für Rücksetzer. Thomas Jahn sieht im Münchner Process-Mining-Anbieter Celonis langfristig ein Risiko für Palantir im Behördenmarkt, hält einen Celonis-Erfolg aber für offen.
Abgeraten
Trotz des Auftragsbooms durch KI-Rechenzentren sei die ABB-Aktie hoch bewertet und dadurch anfällig für Rücksetzer, so der Marktbericht.
Zitat & Begründung
„gleichzeitig eben die Aktie auch schon sehr hoch bewertet ist und dadurch anfällig für Rücksetzer“
- ABB meldet 40 Prozent mehr Aufträge, verfehlt aber die Gewinnerwartungen der Analysten.
- Die Aktie ist bereits hoch bewertet und reagiert deshalb empfindlich auf Enttäuschungen.
- Daraus folgt eine erhöhte Anfälligkeit für Kursrücksetzer.
Celonis und andere europäische Anbieter könnten Palantir im Behördenmarkt Anteile abnehmen; nach den US-Midterms droht zudem eine Abflachung des US-Regierungsgeschäfts.
Zitat & Begründung
„Und ja, wenn sich die politische Entwicklung so weiterläuft, könnte sein, dass das Geschäft sich abflacht.“
- Palantirs Software gilt als erprobt, das Image in Deutschland ist aber belastet.
- Celonis könnte mit einer übertragbaren Plattform zum ernsthaften Wettbewerber werden.
- Nach den Midterms könnten blockierte Gesetzesvorhaben das stark gewachsene US-Geschäft bremsen.
Finanzen ganz einfach: Haus oder ETF-Rendite? (#321)
Saidi Sulilatu (Finanztip) rät beim Dilemma Hauskauf versus Depot, die Aktienquote nicht vorschnell aufzugeben, und empfiehlt 60 bis 80 Prozent in Aktien-ETFs bei langfristig erwarteten rund 6 Prozent Rendite. Für die Nummer-sicher-Variante soll das Geld höchstens drei Jahre in einem Geldmarkt-ETF oder auf Tagesgeld liegen. Co-Moderator Emil würde wegen eines Familienzuschusses von 100.000 Euro dennoch kaufen; vom Notgroschen in Schweizer Franken rät Saidi klar ab.
Empfohlen
Wer auf den Kauf verzichtet oder wenig Eigenkapital einsetzt, soll 60 bis 80 Prozent in Aktien-ETFs halten – langfristig erwartet Saidi rund 6 Prozent Aktienrendite.
Zitat & Begründung
„dann würde ich mehr als, was sind das, 40, 45 Prozent in ETFs investieren, eher Richtung 60, 70, vielleicht sogar 80 Prozent“
- Bleibt die Familie zur Miete, ist der Aktien-ETF die renditestärkere Option.
- Saidi würde die Quote dann auf 60 bis 80 Prozent aufstocken statt bei 40 bis 45 Prozent zu bleiben.
- Begründung: langfristig typischerweise rund 6 Prozent Rendite am Aktienmarkt.
In der Nummer-sicher-Variante rät Saidi, alle ETF-Anteile sofort zu verkaufen und das Geld für maximal drei Jahre in einen Geldmarkt-ETF oder auf Tagesgeld zu legen.
Zitat & Begründung
„Ich nehme das weg und verkaufe alles und leg jetzt zum Beispiel maximal 3 Jahre das ein Geldmarkt ETF“
- So nehme man das Risiko eines Kursrückgangs vor dem Immobilienkauf komplett raus.
- Das Geld muss jederzeit verfügbar sein, deshalb Geldmarkt-ETF oder Tagesgeld statt Festgeld.
- Nach dem Zeitlimit von etwa drei Jahren soll das Geld zurück in ETFs.
Emil würde in diesem Szenario auf jeden Fall kaufen, weil bei einem Verzicht die 100.000 Euro Familienzuschuss als Opportunitätskosten verloren gehen.
Zitat & Begründung
„Ich würde in diesem Szenario auf jeden Fall kaufen. Wenn Du nämlich nicht kaufst, hast Du die Opportunitätskosten der nicht geschenkten 100000 Euro.“
- Der Kauf löst die zugesagte Familienunterstützung von 100.000 Euro aus.
- Ohne Kauf entgehen diese Mittel und die darauf mögliche Rendite.
- Saidi stimmt zu: wenn das die Bedingung ist, will er die 100.000 Euro mitnehmen.
Emil hält Festgeld für die geschicktere Wahl, wenn in fünf bis sieben Jahren eine Immobilie gekauft werden soll; langfristig bleibe der Aktien-ETF.
Zitat & Begründung
„dann ist Festgeld wahrscheinlich die geschicktere Wahl und sonst langfristig“
- Bei geplantem Immobilienkauf in fünf bis sieben Jahren sei Festgeld passender.
- Saidi nennt diesen Zeitraum schwierig, sieht den Bausparer nur bei nahem Kauf als interessant.
- Für Anlagen ab 15 Jahren gilt weiter die ETF-Empfehlung.
Abgeraten
Saidi rät klar davon ab, den Notgroschen in Schweizer Franken zu halten, weil der Sicherheitsbaustein keine Wechselkursrisiken enthalten soll.
Zitat & Begründung
„Nein, würd ich auf gar keinen Fall machen. Muss man ganz klar ganz klar sagen.“
- Der Notgroschen gehört in eine sichere Anlage ohne Währungsschwankungen.
- Währungsspekulation sei ein separates Thema und dafür ungeeignet.
- Sein Rat: sicheres Tagesgeldkonto in Euro.
Saidi rät in aller Regel zum Verkauf des Bausparvertrags, weil dieser als reine Geldanlage keine wettbewerbsfähigen Zinsen bringt und nur als Kreditoption taugt.
Zitat & Begründung
„Wenn Du es hauptsächlich als Geldanlage siehst, Bausparer ist keine Geldanlage.“
- Sinnvoll nur, wenn in wenigen Jahren ein günstiger Bauspardarlehen genutzt wird.
- Als Geldanlage zahlt praktisch kein Bausparer kompetitive Zinsen.
- Deshalb in aller Regel auflösen und das Geld anders anlegen.
echtgeld.tv: egtv #489 – 1.000 Milliarden für KI: Warum die Zinsen nicht sinken | Q4-Ausblick mit Dr. Andreas Rees
UniCredit-Chefvolkswirt Andreas Rees hält einen kräftigen Ölpreisrückgang für unwahrscheinlich und warnt bei Erdgas vor deutlich steigenden Preisen, falls ein harter Winter mit anziehender Industrienachfrage zusammenkommt. Langlaufende Staatsanleihen sieht er nicht als Kauf, weil Staatsverschuldung und der Kapitalbedarf der Hyperscaler die Renditen hoch halten dürften. Im Dezember erwartet er je eine weitere Zinserhöhung von Fed und EZB.
Empfohlen
Rees hält einen starken Rückgang des Ölpreises auf Vorkriegsniveaus für sehr unwahrscheinlich, da im Nahen Osten weiter rund 5 Millionen Barrel pro Tag fehlen und die Lager bei Raffinerieprodukten dünn sind.
Zitat & Begründung
„dass der Ölpreis stark sinken könnte, also wirklich richtig stark, dass wir auf die Niveaus wieder zurückkommen, wie wir das vorm Krieg erlebt haben. Also das halte ich doch für sehr unwahrscheinlich“
- Im Nahen Osten fehlen weiterhin rund 5 Millionen Barrel Rohöl pro Tag, Pipeline-Reparaturen sind fragil.
- Andere Förderländer wie Russland und die USA können den Ausfall laut Rees nicht ausgleichen.
- Deshalb sei ein Rückfall auf das Vorkriegsniveau beim Ölpreis sehr unwahrscheinlich.
Rees sieht bei Gas das größte Risiko für negative Überraschungen: Die deutschen Speicher liegen rund 30 Prozentpunkte unter dem üblichen Stand, ein harter Winter könnte die Preise deutlich treiben.
Zitat & Begründung
„Also da könnten wir echt ein richtiges Problem laufen und dann würden auch die Gaspreise noch mal deutlich deutlich steigen.“
- Die Gasspeicherstände liegen etwa 30 Prozentpunkte unter dem historischen Durchschnitt.
- Ein sehr harter Winter und eine anziehende industrielle Gasnachfrage könnten zusammenkommen.
- In diesem Szenario würden die Gaspreise noch einmal deutlich steigen.
Abgeraten
Rees rechnet nicht mit deutlich fallenden Renditen am langen Ende, sondern mit hohen oder weiter steigenden Zinsen, weil Staatsverschuldung und Hyperscaler-Finanzierungsbedarf um dieselben Anleger konkurrieren.
Zitat & Begründung
„ich sehe jetzt nicht, dass die Renditen wirklich deutlich nach unten gehen auf Sicht der nächsten Monate, eher hoch bleiben, möglicherweise sogar vielleicht weiter an ansteigen.“
- Steigende Staatsverschuldung und rund 1.000 Milliarden Dollar Kapitalbedarf der Hyperscaler treffen auf dieselben Kapitalgeber.
- Die Inflation bleibt durch Energie-, Import- und Produzentenpreise sowie Löhne unter Druck.
- Daher erwartet Rees am langen Ende eher hohe oder weiter steigende Renditen, also keine Kursgewinne bei langlaufenden Anleihen.
Deffner & Zschäpitz: KI: Boom oder Blase? Tech-Investor Thomas Rappold über das Tech-Beben an den Börsen
Tech-Investor Thomas Rappold nennt Alphabet den stärksten Wert unter den Magnificent 7 und hat in der Schwächephase siebenstellig zugekauft; Apple und ASML zählt er zu seinen größten Positionen. Von Neo-Clouds wie CoreWeave und Speicherherstellern wie SK Hynix rät er ausdrücklich ab. Die angepeilte Bewertung von Anthropic mit 2 Billionen Dollar hält er für deutlich zu hoch, langfristig würde er SpaceX bevorzugen.
Empfohlen
Alphabet sei unter den Magnificent 7 der stärkste Wert – Full-Stack von Chips über Cloud bis zu Milliarden-Apps, günstig bewertet; er kauft in Schwächephasen weiter zu.
Zitat & Begründung
„ich kaufe immer wieder wie in der Schwächephase, wie vor 2 Jahren habe ich massiv zugekauft und zwar siebenstellig“
- Alphabet sei vom Unterseekabel über eigene Chips und Rechenzentren bis Gmail und YouTube voll integriert.
- Auf Kurs-Gewinn- und Kurs-Cashflow-Basis sei der Wert der günstigste der Magnificent 7.
- Er hat in der Schwächephase siebenstellig zugekauft und will die Position 5 bis 10 Jahre halten.
Apple setze KI am Endgerät um und verkaufe dadurch mehr Hardware; die Aktie gehört zu seinen größten Positionen, den neuen Hardware-CEO hält er für stark.
Zitat & Begründung
„Also das sind bei mir die 2 größten Positionen. Ich habe beide im Depot in herausragender Weise, also gehören zu den Top 5 Werten bei mir im Depot“
- Apple kaufe Sprachmodelle bei Alphabet ein, statt hohe Trainingskosten selbst zu tragen.
- Eigene, auf Edge-KI optimierte Prozessoren dürften den Geräteabsatz befeuern.
- Apple gehört bei ihm zu den Top-5-Positionen im Depot.
ASML sei weltweit dominierender Anbieter von Belichtungsmaschinen mit dauerhaft hoher Marge; er ist seit 30 Jahren investiert und sieht die Chipnachfrage weiter hoch.
Zitat & Begründung
„Bei ASML bin ich seit 30 Jahren dabei, seit die von Philips worden sind, bin ich da sehr früh eingestiegen“
- ASML habe als dominierender Anbieter dauerhaft hohe Margen, anders als Speicherhersteller.
- Selbst eine Bereinigung bei Neo-Clouds senke die Nachfrage nach ASML-Maschinen nicht.
- Er ist seit dem Spin-off von Philips vor rund 30 Jahren investiert.
SAP sei dauerhafter KI-Profiteur, weil es sich intern verschlanken und Kosten senken kann; bei Rücksetzern in den 170er-Bereich würde er nachkaufen.
Zitat & Begründung
„Wenn's ein bisschen runterkommt, dann hundertsiebziger Bereich oder noch günstiger, da muss man halt bereit sein und die Hand aufhalten, ja“
- SAP sei bei einem Großteil der Weltkonzerne installiert, das mache die Software schwer angreifbar.
- KI helfe SAP intern, effizienter und profitabler zu werden.
- Er hat im Tief im Eigenhandel gekauft und würde bei weiteren Rücksetzern die Hand aufhalten.
Amazon sei das digitale Gegenstück zu Berkshire und ein nicht aufhaltbarer 'Bulldozer'; er hält die Aktie im Depot und in eigenen Indizes, aber schwächer gewichtet als Alphabet.
Zitat & Begründung
„Ich habe es auch privat im Depot nicht so stark gewichtet wie eine wie eine Alphabec, weil sie quasi dieses Kaufhausgeschäft sag ich immer da mit sich rumschleppen“
- Amazon investiere den Cashflow aus dem Handel in Cloud, eigene Chips, Werbung und Satelliten.
- Das E-Commerce-Geschäft bremse seine Begeisterung, liefere aber den Cashflow.
- Deshalb sei Amazon im Depot und in seinen Indizes, aber geringer gewichtet als Alphabet.
Langfristig würde er SpaceX kaufen, weil er dort – anders als bei Anthropic oder OpenAI – für sein Geld etwas Handfestes bekomme; Tesla sei weniger attraktiv.
Zitat & Begründung
„dann würde ich Space X kaufen, weil ich dafür sozusagen was Handfestes für mein Geld bekomme“
- SpaceX biete mit Raketen, laufender Produktion und Starlink greifbare Substanz.
- Mittelfristig erwartet er eine Verschmelzung mit Tesla zu einem Mobilitäts-KI-Konzern.
- Beim IPO hielt er SpaceX für zu teuer, inzwischen sei die Bewertung fairer.
Bei Adobe kann er sich weitere Investments vorstellen, weil das Sentiment sehr schlecht und viel Negatives eingepreist sei, obwohl das Geschäft profitabel bleibe.
Zitat & Begründung
„Ich kann mir durchaus bei Adobe und bei Intui weitere Investments vorstellen, eben weil Sentiment so grottenschlecht ist dann, ja“
- Adobe sei sehr günstig bewertet, das KGV liege inzwischen um 10.
- Das Geschäft sei weiterhin profitabel, das Sentiment aber grottenschlecht.
- Deshalb könne er sich weitere Investments vorstellen.
Bei Intuit hat er bereits mehrfach zugegriffen und kann sich wegen des schlechten Sentiments weitere Investments vorstellen.
Zitat & Begründung
„Ich bin so 1, der bei Intui da auch die quasi da dran ist und die Handschuhe ein paarmal aufgehalten hat dann“
- Steuersoftware sei ein 'Make or Break'-Geschäft.
- Das Sentiment sei sehr schlecht, obwohl das Geschäft gut laufe.
- Er habe die Hand schon mehrfach aufgehalten und könne sich weitere Käufe vorstellen.
CrowdStrike hält er technologisch für die stärkste Cybersecurity-Aktie; im Frühjahr hat er im Einzelwert zugekauft, als sie günstig war.
Zitat & Begründung
„außer dieses Frühjahr bei Crowdstring, wo sie sagen, habe ich selber Einzelwert investiert, wo sie so günstig waren dann“
- Cybersecurity-Aktien schwankten nach Quartalszahlen um 15 bis 20 Prozent.
- Deshalb rät er eher zu einem Index als zu Einzelwerten.
- Bei CrowdStrike hat er im Frühjahr selbst im Einzelwert investiert.
Siemens sei über seine SIMATIC-Steuerungselektronik und die Industrie-4.0-Fabrik in Erlangen einer der Profiteure der industriellen KI in Deutschland.
Zitat & Begründung
„und damit ist Siemens per se 1 der Profiteure eben“
- Jedes zweite in Maschinen verbaute Steuerungselement komme von Siemens.
- Damit seien die Datenzugänge für industrielle KI bereits gelegt.
- Siemens gehe das Thema offensiv an und arbeite mit führenden KI-Laboren zusammen.
Nvidia sei nicht zu teuer und wandle sich zum Full-Stack-Anbieter; bei einem Rücksetzer würde er zugreifen.
Zitat & Begründung
„die Aktie ist nicht zu teuer, würde ich mal sagen dann. Also wie gesagt, wenn wenn die zurückkommt oder so, da wird's mich dann auch dann im Finger jucken“
- Nvidia verlange das Drei- bis Vierfache der Google-Chipkosten und fahre rund 80 Prozent Marge.
- Mit Beteiligungen und Cloud-Plänen werde Nvidia zum Komplettanbieter.
- Die Bewertung sei nicht zu hoch, bei Rücksetzern jucke es ihn in den Fingern.
IBM sei im Quantencomputing die Nummer 1 bei Entwicklungsumgebungen und Community; er wünscht dem Unternehmen, dass es diesmal davon profitiert.
Zitat & Begründung
„IBM muss man sagen, ist auf dem Gebiet wirklich die Nummer 1 dann auch, was Entwicklungsumgebungen und Community und so weiter betrifft“
- IBM und Google seien bei Quantencomputing unter den Großkonzernen führend.
- IBM sei bei Entwicklungsumgebungen und Community die Nummer 1.
- Er hofft, dass sich das diesmal auch in der Bewertung zeigt.
Abgeraten
Von Neo-Cloud-Anbietern wie CoreWeave rät er ausdrücklich ab – das Geschäftsmodell sei nicht einzigartig, hoch verschuldet und ohne echte Kundenbindung.
Zitat & Begründung
„Ich würde die Finger davon lassen“
- Neo-Clouds stellten nur Hallen mit gekauften Nvidia-Rechnern hin, das sei kein Burggraben.
- Die Hebelwirkung über Kredite hält er für gefährlich.
- Er habe in keinem Portfolio einen Neo-Cloud-Anbieter und würde die Finger davon lassen.
Speicherhersteller wie SK Hynix hält er wegen zyklischer, nicht nachhaltiger Margen für kein Langfristinvestment – er lässt die Finger davon.
Zitat & Begründung
„Ich persönlich bin auch nicht zwingender Freund von Speicherherstellern, weil die Marge eben immer nur temporär“
- Speicherchips seien ein Low-Margin-Geschäft mit sägezahnartigen Ergebnissen.
- Die zuletzt hohen Margen seien nicht nachhaltig.
- Deshalb lasse er die Finger von solchen Unternehmen.
Vom Kauf einzelner Quantencomputing-Pure-Plays wie IonQ oder Rigetti rät er ab – Privatanleger überschätzten sich dabei; besser sei ein Index.
Zitat & Begründung
„wenn jetzt ein Einzelanleger da in son Einzelwert in einen Pure Play reingeht, dann muss ich sagen, da überschätzt er sich“
- Er selbst könne nicht sagen, ob IonQ oder Rigetti morgen besser abliefert.
- Einzelne Pure Plays seien für Anleger zu riskant.
- Mit einem breiten Quantencomputing-Index sei man besser geschützt.
Anthropic sei bei angepeilten 2 Billionen Dollar deutlich überbewertet; ein fairer Wert liege eher bei 700 bis 800 Milliarden.
Zitat & Begründung
„warum soll ich dann diese hohe Bewertung für diese Unternehmen bezahlen?“
- Offene Modelle seien nur drei bis vier Monate hinter den besten kommerziellen Modellen.
- Der Token-Verbrauch verschiebe sich zu offenen Modellen, Großkunden hätten ihren Konsum halbiert.
- Deshalb sei die Bewertung von 2 Billionen nicht zu rechtfertigen.
Meta hält er nicht im Depot, weil er die Produkte ablehnt; der Aktie gegenüber sei er neutral.
Zitat & Begründung
„Insofern, die Meta ist bei mir nicht im Depot. Ich bin da neutral, aber du hast recht“
- Mit WhatsApp, Instagram und Facebook könne er sich nicht identifizieren.
- Produktidentifikation sei für ihn Voraussetzung für einen Kauf.
- Meta sei daher nicht in seinem Depot, er sei neutral.
Doppelgänger Tech Talk: Aufmerksamkeits-Bottleneck | Den Dealer nach Regeln fragen | Woher nimmt KI Bestechungsgeld? #607
Philipp Klöckner hält Nvidias Open-Source-Strategie mit dem Modell Nemotron für eigennützig, aber sinnvoll, weil sie die Chipnachfrage stützt. Zusätzliche Erlöschancen sieht er bei europäischen Telekomkonzernen wie der Deutschen Telekom durch ein eigenes Satelliten-Direct-to-Cell-Angebot. Die SynBiotic SE nähert sich nach dem Insolvenzantrag aus seiner Sicht dem Kursnullpunkt; klare Kauf- oder Verkaufsempfehlungen enthält die Folge nicht.
Empfohlen
Nvidias eigenes Open-Source-Modell Nemotron sei keine Wohltat, sondern sichere die Chipnachfrage – für Klöckner eine sinnvolle, dem Geschäft zuträgliche Strategie.
Zitat & Begründung
„Und gleichzeitig ist es aber keine Charity von NVIDIA, das zu tun, sondern es ist, wie gesagt, es befeuert weiter die Chipnachfrage.“
- Nemotron lässt sich selbst hosten und läuft auf Nvidia-Chips.
- So entsteht eine westliche Alternative zu chinesischen Modellen.
- Dadurch wächst die Chipnachfrage – die Strategie macht für Nvidia Sinn.
Ein europäisches Satelliten-Direct-to-Cell-Angebot sei superattraktiv und eine der wenigen zusätzlichen Einnahmequellen für Telekomkonzerne in einem margenschwachen Markt.
Zitat & Begründung
„Das wär natürlich superattraktiv. Also eine der wenigen Möglichkeiten, mal wieder zusätzliches Geld zu verdienen für Telekommunikationsunternehmen.“
- Das Telko-Geschäft sei eine Abwärtsspirale bei den Preisen.
- Satellitenempfang auf dem Land wäre eine zusätzliche Leistung.
- Die Investitionen seien überschaubar, der Schritt mache Sinn.
Abgeraten
Nach dem Insolvenzantrag hält Klöckner einen Kursverfall Richtung null für statistisch wahrscheinlich; Social Chain als Altgesellschafter und die Angermeier-Beteiligung seien kein Qualitätsmerkmal.
Zitat & Begründung
„Rein statistisch ergibt sich da eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass der Kurs Richtung, also sich asymptotisch der 0 an annähert über die Zeit.“
- Symbiotic SE muss ein Insolvenzverfahren eröffnen.
- Klöckner verweist auf Social Chain als früheren Anteilseigner und Angermeier.
- Statistisch nähere sich der Kurs asymptotisch der Null.
OHNE AKTIEN WIRD SCHWER: Zahlen von SpaceX und Netflix. Salesforce kauft Braze. ABB & GM enttäuschen. Hasbro & 3M überzeugen.
Die Folge ist überwiegend ein Nachrichtenüberblick zu Zahlen und Kursreaktionen von ABB, General Motors, 3M, Hasbro, Netflix und SpaceX sowie zum Salesforce-Zukauf von Braze, ohne eigene Bewertung. Eigene Einschätzungen fallen nur zu schwedischen Werten: AcadeMedia gilt wegen der Regierungsbildung als positives Signal, Evolution und Hexau werden als profitabel, aber mit Rechts- und Lizenzrisiken behaftet und deshalb niedrig bewertet vorgestellt.
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Die Regierungsbildung in Schweden dürfte ein Verbot von Gewinnausschüttungen in Schulen verhindern; der Sprecher sieht darin positive Entwicklungen und beschreibt den Kauf als Wette auf eine harte Zentrumspartei.
Zitat & Begründung
„Wer hier kauft, wettet also darauf, dass die Zentrumspartei hart bleibt oder dass Arcade Media schneller aus Schweden rauswächst, als die Politik nachzieht.“
- Sozialdemokraten fordern seit 2021 ein Verbot von Gewinnausschüttungen in Schulen und Kitas.
- Die Zentrumspartei, die das bisher verhindert hat, führt jetzt die Regierungsbildung an.
- Der Sprecher wertet das als positiv für AcadeMedia und beschreibt den Kauf als Wette darauf.
Fast 60 Prozent EBIT-Marge, laufendes Rückkaufprogramm und nur rund zwölffaches Gewinn-KGV – dem stehen aber Rechtsrisiken aus nicht lizenzierten Märkten gegenüber.
Zitat & Begründung
„Bewertet ist die Aktie jetzt nur noch mit dem Zwölffachen vom erwarteten Gewinn, darin schwingen eben diese Rechtsrisiken mittlerweile mit.“
- Das Wachstum ist vorbei, in Asien läuft es schlecht, der Umsatz stagniert.
- Die Bewertung liegt beim Zwölffachen des erwarteten Gewinns, weil Rechtsrisiken eingepreist sind.
- Der Sprecher nennt Evolution als weniger spekulative Alternative für Freunde der Branche.
Über 80 Prozent bereinigte EBIT-Marge, siebenfaches Gewinn-KGV und mindestens 75 Prozent Ausschüttung – aber nur noch 10 Prozent Umsatzwachstum und Lizenzrisiken.
Zitat & Begründung
„Wer die Branche mag und es sogar noch spekulativer will, kann sich mal Hexau auch aus Schweden anschauen.“
- Die Marge liegt mit über 80 Prozent über der von Evolution, das KGV beim Siebenfachen.
- Im dritten Quartal wuchs der Umsatz nur noch 10 Prozent, die Aktie fiel fast 30 Prozent.
- Der Sprecher verweist zugleich auf Spiele bei Casinos ohne schwedische Lizenz als Risiko.
Leben mit Aktien: Was Anleger von Nobelpreisträgern lernen können – 8 wichtige Lektionen
Christian W. Röhl und Horst von Buttlar leiten aus den Arbeiten von Nobelpreisträgern acht Anlegerregeln ab. Röhl hält Minimum-Volatility-ETFs für enttäuschend, sieht bei US-Small-Caps trotz langjähriger Underperformance valide Argumente und bezeichnet Momentumstrategien als eigenständigen Renditetreiber. Den Shiller-CAPE-Sektor-ETF von Ossiam nennt er bestenfalls eine Beimischung für Tech-Skeptiker; konkrete Einzelaktienempfehlungen geben beide nicht.
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Röhl hält Momentumstrategien für funktionsfähig: Wer systematisch die stärksten Aktien kauft und hält, erzielt langfristig eine Überrendite gegenüber dem Gesamtmarkt.
Zitat & Begründung
„dann funktioniert es, denn Momentumstrategien und da sind wir wieder bei einem der Renditefaktoren, die haben eben eine langfristige Überrendite“
- Momentum sei ein eigenständiger Renditefaktor mit langfristiger Überrendite.
- Seit 2015 steht der Momentum-Index bei plus 370 Prozent, der MSCI World bei plus 270 Prozent.
- Faktormodell und Momentumstrategien widersprechen sich nicht, sondern ergänzen sich.
Röhl sieht trotz jahrelanger Underperformance valide Argumente für US-Small-Caps: niedrige Bewertungen, breite Diversifikation und keine Technologie-Dominanz.
Zitat & Begründung
„Nichtsdestotrotz gibt es natürlich sehr valide Argumente für Small Caps, beispielsweise die niedrigen Bewertungen oder auch die komplett andere Sektor- und Aktienstruktur.“
- Seit 2014 laufen US-Small-Caps schlechter als Large und Mid Caps, in Europa seit 2021.
- Faktorthemen können sehr lange laufen, die Prämie fließt nicht konstant.
- Niedrige Bewertungen, andere Sektorstruktur und keine Einzelwertklumpen sprechen für Small Caps.
Röhl sieht den ETF bestenfalls als Beimischung für Tech-Skeptiker, bezweifelt aber, dass die vermeintlich günstigen Sektoren bei einem Tech-Einbruch positive Renditen liefern.
Zitat & Begründung
„Ist eine Beimischung für Tech- und Finanzskeptiker vielleicht“
- Der ETF investiert nur in die vier nach Shiller-KGV günstigsten US-Sektoren.
- Zuletzt plus 3 Prozent, der S&P 500 dagegen plus 25 Prozent seit 2025.
- Bei einem Tech-Einbruch hätte die Gesamtwirtschaft größere Probleme; geringere Verluste seien nicht garantiert.
Abgeraten
Röhl hält Minimum-Volatility-ETFs für enttäuschend: Der Auswahlmechanismus sei intransparent, habe zuletzt nicht die Gewinner getroffen, und der Puffer in Schwächephasen sei fraglich.
Zitat & Begründung
„diese Minimum Volatility ETFs, die allerdings zuletzt wirklich enttäuschend gelaufen sind“
- Seit 2020 nur rund 50 Prozent Plus, während der MSCI World mehr als 125 Prozent zulegte.
- Die Auswahl per Simulation sei wenig transparent und allokiere derzeit nicht die Gewinner.
- Der Vorteil geringerer Verluste werde in der anschließenden Erholung oft wieder abgegeben.
Alles auf Aktien: Die Stunde der KI-Wahrheit und raketenhafte SpaceX-Zahlen
Die Moderatoren halten die Tonies-Aktie bei mehr als 20 Prozent jährlichem Wachstum und einer Bewertung vom Doppelten des erwarteten Umsatzes für nicht überzogen, warnen aber, dass ein Kauf nahe Rekordhoch eine Wette auf Weihnachtsgeschäft und US-Markt sei. Zentrale Frage ist, ob die Quartalszahlen von Meta, Microsoft, Amazon und Alphabet belegen, dass sich die KI-Investitionen auszahlen; zitierte Experten raten zu mehr Vorsicht und Diversifikation.
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Bei über 20 Prozent jährlichem Wachstum sei die Bewertung vom Doppelten des erwarteten Umsatzes nicht überzogen; ein Kauf nahe Rekordhoch sei aber eine Wette auf Weihnachten und die USA.
Zitat & Begründung
„Für ein Unternehmen, das zuletzt mehr als 20 Prozent im Jahr gewachsen ist, wirkt das jetzt nicht unbedingt überzogen.“
- Bewertung: rund 1,5 Mrd. Euro, etwa das Doppelte des erwarteten Jahresumsatzes.
- Bei über 20 Prozent jährlichem Wachstum wirkt das nicht überzogen.
- Ein Kauf nahe Rekordhoch ist aber eine Wette auf Weihnachtsgeschäft und US-Markt.
KI ziehe in die Fabrikhallen ein und könne langfristig neue Gewinner hervorbringen, darunter europäische Industrie- und Automatisierungskonzerne wie Siemens.
Zitat & Begründung
„Nicht nur die klassischen KI Aktien wie NVIDIA, Microsoft, Amazon Alphabet und Meta, sondern auch europäische Industrie- und Automatisierungskonzerne wie Siemens.“
- KI verlässt die Rechenzentren und zieht in die Fabrikhallen ein.
- Das könnte langfristig neue Gewinner hervorbringen.
- Genannt werden europäische Industrie- und Automatisierungskonzerne wie Siemens.
Fazit
Die Podcasts liefern kein einheitliches Bild: Beim KI-Boom reicht die Spanne von Rappolds Zukäufen bis zu Rees' Warnung vor spekulativer Übertreibung. Bei ABB stehen sich Auftragsboom und Bewertungsrisiko direkt gegenüber – wer nur eine der beiden Folgen hört, bekommt ein verzerrtes Bild. Auffällig ist, dass mehrere Sprecher eigene Produkte oder Depots verteidigen, etwa Schilling seinen Fonds. All das sind Meinungen der Podcast-Sprecher, keine Tatsachen und keine Anlageempfehlung.
Selbst investieren
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Hinweis: Dieser Artikel fasst automatisiert ausgewertete Aussagen aus Podcast-Folgen zusammen und kann Fehler enthalten. Er gibt die Meinungen der Podcast-Sprecher wieder, nicht die von Block-Builders.de, und ist keine Anlageberatung. Alle Zitate mit Zeitmarke findest du im Podcast-Radar.