Der stagnierende BTC Preis ruft Bitcoin Prognosen auf den Plan. Bei Ethereum versucht die zk.money Wallet für anonyme Transaktionen ein Comeback. Auch Robinhood hat News. Das Block-Builders Briefing.
BITCOIN
Seit Montag pendelt die Bitcoin Preiskurve zwischen 83.000 und 84.000 Dollar, daran hat sich auch am Mittwochmorgen nichts geändert. Die Bitcoin ETFs meldeten vom Börsendienstag 66 Millionen US-Dollar Kapitalzufluss.
Die relative Ruhe an den Bitcoin Märkten scheint Prognosen zu provozieren. Krypto-Veteran Peter Brandt beispielsweise sieht den BTC Bärenmarkt beendet und ruft ein Preisziel von mindestens 300.000 Dollar bis Ende 2029 aus. Brandt äußerte sich in dem Video Format „Trade Secrets“. Er wurde bekannt durch seine wiederholt zutreffenden BTC Vorhersagen in den 2010er Jahren, mittlerweile ist Brandt selbst 80 Jahre alt. Seinen Auftritt bei „Trade Secrets“ nutzt er auch für einen Seitenhieb Richtung XRP, der Ripple Altcoin sei ein „Coin für Dumme“ und werde nicht wie konzipiert als Zahlungsmittel genutzt, sondern als Spekulationsobjekt. Die Analysten von CryptoQuant erwarten in ihrem jüngsten Wochenbericht ein Abkühlen der Bitcoin Märkte. Die Stützmarke von 80.000 Dollar sei zu beobachten, weil Bitcoin Trader derzeit Gewinne realisieren, schreibt CryptoQuant. Der Blick in die Glaskugel hält also wieder einmal für jede Stimmung etwas bereit.
ETHEREUM
Ethereum notiert am Mittwochmorgen bei rund 2.650 Dollar seitwärts. Die Ethereum ETFs verzeichneten am Börsendienstag 3 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss, erster Minus-Tag seit Mitte des Monats.
Im Ethereum Ökosystem schlägt die Rückkehr von zk.money Wellen. Der Layer-2 Aztec macht den Restart der zk.money Wallet per X publik und erinnert an 2021, als das Projekt mit mehr als 75.000 Nutzern und 100 Millionen Dollar Volumen schon einmal boomte. Das Versprechen von zk.money lautet, im Ethereum Ökosystem Transaktionen anonym abzuwickeln. Man habe das Projekt in 2023 stoppen müssen, weil die notwendige Infrastruktur zum Wachstum fehlte, sagt Aztec Labs CEO Joe Andrews nun in einem Interview. Doch die Nachfrage nach vertraulichen Zahlungssystemen bestehe weiterhin. Die sind bei zk.money allerdings laut Dokumentation eng begrenzt. Einzelne Transaktionen sind mit einer Höchstgrenze von 2.500 Dollar gedeckelt und täglich will zk.money für alle Nutzer zusammen Einzahlungen auf 50.000 Dollar begrenzen. Akzeptiert werden die Stablecoins USDC (Circle) und USDT (Tether) in ihren Ethereum Versionen, die dann automatisch in den DAI Dollar umgetauscht werden. So wirkt zk-money bei seinem Comeback als ein System für Mikro-Payments und Notlösung für die Zeit, bis Ethereum selbst mit dem Hegota Upgrade in 2027 eine native Lösung einführen will, um ETH auch als Privacy Coin zu etablieren.
ALTCOINS
Gewinner des Tages ist Layer Zero (ZRO) mit 22 Prozent Plus. LayerZero war durch seine Verwicklung in den Kelp Hack tief gestürzt und versucht nun mit einer eigenen Kryptobörse namens ATLAS neue Aufgaben für ZRO.
Verlierer des Tages ist Lighter (LIT) mit 14 Prozent Minus. Vor einer Woche noch hatte LIT ein Allzeithoch geschrieben, jetzt erlebt Lighter als dezentralisierte Handelsplattform wieder den Alltag.
Das Krypto-Stimmungsbarometer stagniert in der Zone „Gier“, was angesichts der unendlich wirkenden Iran-Krise Widerstandskraft von Bitcoin und Co. symbolisiert.
AUS DER KRYPTOINDUSTRIE
Der Erfolg der Robinhhod Chain hat den US-Finanzdienstleister offenbar dazu ermutigt, dort gewonnene Erfahrungen in seine Banking App zu übertragen. Per Pressemitteilung kündigt Robinhood an, in den kommenden Monaten Features wie KI-Agenten, 24/7 Trading und Perps in seiner App freizuschalten. Dies sei „die ambitionierteste Angebotspalette für aktive Trader“, lobt sich Robinhood. Für einzelne KI-Funktionen sollen Monatsgebühren fällig werden. Doch während die Krypto-Märkte auf der Robinhood Chain niemals schlafen, kommen nun der Handel von Aktien und ETFs auch abends und an den Wochenenden in der gewöhnlichen App des Neobrokers an. Aufhorchen lässt, dass Robinhood die neuen Features zudem für US-Kunden plant. Hier dürfte die Zulassung von tokenisierten Wertpapieren durch die US-Börsenaufsicht SEC eine tragende Rolle spielen. Die Grenzen zwischen Krypto und Neobanken verwischen zunehmend, Robinhood schwimmt auf dieser Welle weit vorne mit.
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