In sieben Folgen aus den vergangenen 24 Stunden haben sich Deutschlands Finanzpodcasts vor allem mit KI-Werten, Welt-ETFs und der Frage beschäftigt, ob dem Markt im vierten Quartal eine Rallye oder ein Rückschlag bevorsteht. Die wichtigste Erkenntnis: Beim Welt-ETF sind sich mehrere Sprecher einig, bei KI-Einzelwerten wie Anthropic, AMD und Booking gehen die Meinungen auseinander.
Auf einen Blick: Empfehlungen und Warnungen
| Asset | Einschätzung | Podcast | Sprecher |
|---|---|---|---|
| Schwellenländer-Aktien (MSCI Emerging Markets) | Kaufen | Asset Class | Martin Lück |
| US-Aktien (S&P 500) | Kaufen | Asset Class | Martin Lück |
| Europäische Verteidigungsindustrie | Kaufen | Asset Class | Martin Lück |
| Gesundheits-/Pharmasektor | Kaufen | Asset Class | Martin Lück |
| Nachhaltige Energie | Kaufen | Asset Class | Martin Lück |
| Emerging-Markets-Anleihen (Lokalwährung) | Kaufen | Asset Class | Martin Lück |
| Private Markets / Private Credit / Private Equity | Kaufen | Asset Class | Martin Lück |
| Infrastruktur-Investments | Kaufen | Asset Class | Martin Lück |
| Redcare Pharmacy RDC | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| Vanguard FTSE Global All Cap | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Holger Zschäpitz |
| Booking Holdings BKNG | Kaufen | Doppelgänger Tech Talk | Philipp Klöckner |
| NOX | Kaufen | Doppelgänger Tech Talk | Philipp Klöckner |
| Welt-ETF | Kaufen | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| Vanguard FTSE Global All Cap | Kaufen | Alles auf Aktien | Holger Zschäpitz |
| Shein | Verkaufen | Doppelgänger Tech Talk | Philipp Klöckner |
| Präventionstechnik gegen Extremwetter | Kaufen (Tendenz) | Asset Class | Martin Lück |
| Gold | Kaufen (Tendenz) | Asset Class | Martin Lück |
| Krypto | Kaufen (Tendenz) | Asset Class | Martin Lück |
| Anthropic | Kaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Stefan Scheuer |
| AMD AMD | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Micron MU | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| MongoDB MDB | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| S&P 500 | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Nike NKE | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| CARMAX KMX | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| AutoZone AZO | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| AutoNation AN | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| US-Staatsanleihen (10-jährig) | Kaufen (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Holger Zschäpitz |
| Bundesanleihen (10-jährig) | Kaufen (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| S&P 500 | Kaufen (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Holger Zschäpitz |
| DAX | Kaufen (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Holger Zschäpitz |
| Airbnb ABNB | Kaufen (Tendenz) | Doppelgänger Tech Talk | Philipp Klöckner |
| Brookfield BN | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Simon |
| Aritzia | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
| AMD AMD | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
| Bayer BAYN | Kaufen (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| SPDR MSCI ACWI IMI ETF | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Holger Zschäpitz |
| Öl (Brent) | Verkaufen (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| Oura | Verkaufen (Tendenz) | Doppelgänger Tech Talk | Philipp Klöckner |
| MSCI World/ACWI ETF | Meiden (Tendenz) | Asset Class | Martin Lück |
| US-Staatsanleihen | Meiden (Tendenz) | Asset Class | Martin Lück |
| Vonovia VNA | Meiden (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Holger Zschäpitz |
Alle Folgen und Empfehlungen der letzten Tage findest du in unserem Podcast-Radar.
Was die Podcasts heute bewegt
Ein roter Faden zieht sich durch fast alle Folgen: Der breit gestreute Welt-ETF gilt mehreren Sprechern als solide Basis. Holger Zschäpitz nennt den Vanguard FTSE Global All Cap in zwei verschiedenen Podcasts ein "No-Brainer"-Produkt, Christian W. Röhl empfiehlt im Altersvorsorgedepot ebenfalls einen Welt-ETF. Widersprüche gibt es beim Thema USA: Martin Lück hält den MSCI World wegen des hohen US- und Tech-Anteils nur für ein Teilinvestment und rät, Europa und Schwellenländer beizumischen. Bei KI-Einzelwerten dominiert Selektivität: Markus Koch sieht AMD gegenüber Nvidia im Vorteil, Philipp Klöckner hält Booking nach einem Kursrückgang von 20 Prozent für einen klaren Kauf, während er Shein und den Smartring-Anbieter Oura negativ bewertet. Beim Thema Anthropic gehen die Einschätzungen auseinander: Stefan Scheuer hält den Milliardenverlust im IPO-Prospekt für weniger dramatisch als es scheint, ohne klare Empfehlung zu geben.
Asset Class: Trump, Schulden, China: Bricht die Dollar-Dominanz? | Asset Class #83
Martin Lück sieht die US-geführte Ordnung und die Dollar-Dominanz erodieren. Den MSCI World und ACWI hält er wegen der US- und Tech-Klumpen nur für ein Teilinvestment und rät, Europa sowie Schwellenländer beizumischen. Als Chancen nennt er europäische Verteidigungs-, Pharma- und nachhaltige Energieaktien sowie Emerging-Markets-Anleihen in Lokalwährung, Private Markets und Infrastruktur. Von US-Staatsanleihen rät er angesichts steigender Schuldenrisiken eher ab. Gold sei langfristig von der Zentralbanknachfrage gestützt, kurzfristig aber unsicher.
Empfohlen
Schwellenländer, vor allem Korea, Taiwan und China, sollten für Technologie-Exposure im Aktienportfolio beigemischt werden.
Zitat & Begründung
„Man guckt nach Korea, man guckt nach Taiwan, man guckt auch nach China und investiert dort.“
- Schwellenländer sind für Technologie-Exposure nötig.
- Korea, Taiwan und China werden ausdrücklich genannt.
- Er will sie im Portfolio dabeihaben.
Amerika bleibt für Lück ein Kernmarkt; man soll aus den USA heraus diversifizieren, aber US-Aktien nicht pauschal verkaufen.
Zitat & Begründung
„Natürlich nach wie vor Amerika. Wir müssen aus Amerika heraus diversifizieren, das heißt aber nicht, dass wir Amerika im Bausch und Bogen verkaufen.“
- Amerika bleibt nach wie vor ein wichtiger Aktienmarkt.
- Diversifikation ja, aber kein Bausch-und-Bogen-Verkauf.
- US-Aktien bleiben im Portfolio.
Europa muss verteidigungsfähig werden; Lück nennt die Verteidigungsindustrie als kompetitiven und vielversprechenden europäischen Sektor.
Zitat & Begründung
„Ein Bereich, wo Europa kompetitiv ist, auch was die was die technologische Entwicklung angeht, ist zum Beispiel Verteidigungsindustrie“
- Europa muss militärisch aufrüsten.
- Aufbau dauert Jahre bis Jahrzehnte.
- Der Sektor bleibt daher aussichtsreich.
Bio Science, Pharmaindustrie und Gesundheit insgesamt zählt Lück zu den europäischen Bereichen, die zukunftsweisend und vielversprechend sind.
Zitat & Begründung
„Zweiter ist der Bereich der ganzen Bio Science und und und Pharmaindustrie“
- Europa ist in Bio Science und Pharma kompetitiv.
- Lück nennt den Gesundheitssektor als vielversprechend.
- Chance für europäische Aktien.
Nachhaltige Energie ist für Lück ein drittes europäisches Zukunftsfeld, in dem Europa technologisch mithalten kann.
Zitat & Begründung
„Das 3. Beispiel, was ich machen würde, wäre eben auch nachhaltige Energie.“
- Nachhaltige Energie wird als drittes Beispiel genannt.
- Europa kann hier kompetitiv sein.
- Der Sektor gilt als vielversprechend.
Lück bevorzugt EM-Anleihen, weil viele Schwellenländer deutlich niedriger verschuldet sind als der Westen, am besten in lokaler Währung.
Zitat & Begründung
„durchaus auch in Emerging Markets Anleihen zu investieren.“
- Schwellenländer sind oft deutlich niedriger verschuldet.
- Dort gibt es attraktive Renditen bei geringerem Schuldenstand.
- Lokalwährung erscheint ihm im gegenwärtigen Umfeld vorzugswürdig.
Lück empfiehlt, über 60/40 hinauszudenken und weniger liquide Anlageklassen wie Private Markets, Private Credit und Private Equity einzubeziehen.
Zitat & Begründung
„weniger liquide Anlageklassen, wie zum Beispiel die private Markets, private Credit, private Equity.“
- 60/40 reicht in unsicherer Welt nicht aus.
- Private Markets/Credit/Equity breitern das Portfolio auf.
- Gerade für Altersvorsorge interessant.
Infrastruktur werde an allen Ecken gebraucht; Lück erwartet Finanzierungsmodelle, an denen sich auch Privatanleger beteiligen können.
Zitat & Begründung
„Investitionen in Infrastruktur, die werden an allen Ecken und Enden gebraucht.“
- Infrastruktur wird überall gebraucht.
- Es entstehen Finanzierungsmodelle auch für Privatanleger.
- Langfristige, staatlich oder halbstaatlich gestützte Erträge.
Lück sieht Präventionstechnik gegen Extremwetter als mögliches europäisches Zukunftsfeld, weil Europa dicht besiedelt ist und Extremwetter zunehmen dürfte.
Zitat & Begründung
„Präventionstechnik dafür zu entwickeln. Könnte auch eine 1 Branche sein, in der sich Europa, weil wir einfach son dicht besiedelter Kontinent sind, hervortun könnte.“
- Extremwetterereignisse dürften zunehmen.
- Europa ist dicht besiedelt.
- Präventionstechnik könnte eine Branche mit europäischer Stärke sein.
Gold profitiert langfristig von Zentralbankkäufen als Reserveersatz, kurzfristig ist Lück nach der Überhitzung und Dollarstärke aber unsicher.
Zitat & Begründung
„Das ist übrigens auch 1 der wesentlichen Gründe gewesen, warum der Goldpreis im Jahr 20 25 65 Prozent gestiegen ist“
- Zentralbanken ersetzten Dollar-Anleihen durch Gold.
- Mehr Nachfrage als Angebot trieb den Preis.
- Kurzfristig überhitzt und dollarabhängig.
Krypto nennt Lück als mögliche hochspekulative Beimischung in einer taktisch aktiveren Allokation, nicht als Basisinvestment.
Zitat & Begründung
„Da kann es auch mal sein, dass man sehr sehr hochspekulative Elemente ganz bewusst mit einmischt, zum Beispiel eben Hedgefonds Strategien oder auch Krypto“
- Taktische Allokation gewinnt in unsicheren Zeiten an Bedeutung.
- Hochspekulative Elemente können bewusst beigemischt werden.
- Krypto nur als taktische Beimischung, nicht als Basis.
Abgeraten
Der globale Welt-ETF hat für Lück zu viel USA- und Tech-Gewicht; er hält ihn nur als Teil des Aktienportfolios und mischt Europa sowie Schwellenländer bei.
Zitat & Begründung
„nein, der MSCI World oder All Country oder was auch immer, ist nur ein Teil meines Aktienportfolios“
- Weltindex hat zu hohes US- und Tech-Gewicht.
- Er sieht darin ein Klumpenrisiko.
- Deshalb nur als Teil des Aktienportfolios, nicht als Alleininvestment.
Lück sieht bei hoch verschuldeten Staatsanleihen steigende Risikoprämien; Anleger fragen sich zunehmend, ob sie ihr Geld zurückbekommen.
Zitat & Begründung
„je höher die Schuldenlast steigt, desto sehr desto mehr schaue ich als Anlagegläubiger drauf, so, oh, will ich dem noch mein Geld leihen?“
- Steigende Schulden treiben die Risikoprämie.
- Anleger prüfen die Rückzahlungsfähigkeit kritischer.
- Hochverschuldete Staatsanleihen eher meiden.
Handelsblatt Today: Anthropic-Börsenprospekt geleakt: Rekord-IPO trotz Milliardenverlust? | EU-Haushalt: Deutschland droht mit Blockade
Tech-Journalist Stefan Scheuer ordnet den geleakten Anthropic-Börsenprospekt ein. Den Nettoverlust von 42 Mrd. US-Dollar hält er für weniger dramatisch als es scheint, weil 34 Mrd. auf Sonderbuchungen ohne Geldabfluss entfallen. Die operativen 8,1 Mrd. US-Dollar Verlust und 518 Mrd. US-Dollar Verpflichtungen für Cloud, Chips und Rechenzentren nennt er schwer fassbar, aber langfristig angelegt. Eine klare Kauf- oder Verkaufsempfehlung gibt er nicht. Marktbeobachter Andreas Neuhaus sieht Anleger bei KI-Werten weiter selektiv; der DAX bewegt sich seit Tagen seitwärts zwischen 25.300 und 26.000 Punkten.
Empfohlen
Scheuer hält den Milliardenverlust im IPO-Prospekt für weniger dramatisch als es scheint und sieht die Verflechtung mit Amazon und Google nicht als unmittelbaren Nachteil – ohne klare Kaufempfehlung.
Zitat & Begründung
„Allerdings, wenn man sich die Details weiter anschaut, so wie sie Reuters und auch die Financial Times wiedergegeben haben, dann ist diese Zahl weniger dramatisch, als sie auf den ersten Blick scheint.“
- Der Nettoverlust von 42 Mrd. Dollar enthält rund 34 Mrd. Sonderbuchungen, dafür sei kein Geld abgeflossen.
- Operativ bleiben 8,1 Mrd. Verlust bei 4,6 Mrd. Umsatz; die 518 Mrd. sind langfristige Verpflichtungen, keine Sofortzahlung.
- Die Abhängigkeit von Amazon und Google sei Verflechtung, kein einseitiges Abhängigkeitsverhältnis – Bewertung, aber keine Handlungsempfehlung.
Wall Street mit Markus Koch: OpenAI-Entwicklertag im Fokus. Oura verschiebt Börsengang.
Markus Koch sieht AMD nach der Übernahme von World Labs vorteilhaft gegenüber Nvidia positioniert und die Aktie an Stärke gewinnen. Bei Micron hält er das Setup vor den Quartalszahlen für konstruktiv und ist optimistisch für Umsatz und Marge. Für MongoDB sieht er im Analystentag eine Chance auf eine Gegenbewegung nach dem CEO-Abgang. Das Basisszenario der Citigroup für den S&P 500 mit 8100 Punkten zum Jahresende bewertet er als "gar nicht so schlecht". Bei Nike sieht er die sehr niedrige Messlatte als einzigen Faktor, der der Aktie in die Karten spielt.
Empfohlen
Sieht AMD durch die Übernahme von World Labs vorteilhaft gegenüber Nvidia positioniert und die Aktie an Stärke gewinnen.
Zitat & Begründung
„man positioniert sich vorteilhaft gegenüber NVIDIA. Das muss man auch sagen, dass AMD hier Stück weit an Stärke gewinnt.“
- AMD kauft World Labs für 8,2 Mrd. Dollar in Aktien.
- Koch: AMD positioniert sich vorteilhaft gegenüber Nvidia.
- Die Aktie gewinnt Stück weit an Stärke.
Hält das Setup vor den Quartalszahlen für konstruktiv und ist optimistisch für Umsatz und Marge.
Zitat & Begründung
„Das Set-up sei konstruktiv in die Zahlen hineingehend. Micron Dürft sei gut positioniert, auch für das 4. Quartal Umsatz, Bruttomargen und Ergebnisse über den Konsensschätzungen zu melden.“
- JP Morgan: Übergewicht, Kursziel 1540 Dollar.
- Koch: Setup konstruktiv in die Zahlen hineingehend.
- Micron dürfte gut positioniert sein, Ergebnisse über Konsens.
Sieht im Analystentag eine Gelegenheit für eine Gegenbewegung nach dem CEO-Abgang.
Zitat & Begründung
„Vielleicht ist dieser Analystentag also eine Gelegenheit für eine Gegenbewegung bei den von MongoDB.“
- CEO von MongoDB wechselt zu Meta, Aktie fiel stark.
- Analystentag könnte Gegenbewegung auslösen.
- Koch: 'Vielleicht ist dieser Analystentag eine Gelegenheit für eine Gegenbewegung'.
Bewertet das Basisszenario der Citigroup für den S&P 500 mit 8100 Punkten zum Jahresende als 'gar nicht so schlecht'.
Zitat & Begründung
„Wenn wir jetzt das Basisszenario sehen, achttausendeinhundert gar nicht so schlecht.“
- Citigroup nennt Basisszenario 8100 Punkte, Bull 8300, Bear 6800.
- Koch findet 8100 'gar nicht so schlecht'.
- Implizit positive Erwartung für den Index.
Sieht die sehr niedrige Messlatte als einzigen Faktor, der Nike in die Karten spielt.
Zitat & Begründung
„die Messlatte hängt sehr, sehr niedrig. Das ist der einzige Punkt, der Nike letztendlich in die Karten spielt.“
- RBC senkt Kursziel auf 40 Dollar, Einstufung Halten.
- Koch: Messlatte hängt sehr niedrig.
- Das spielt Nike in die Karten.
Erwartet durch die guten CARMAX-Zahlen Rückenwind für den Konsumgütersektor.
Zitat & Begründung
„CARMAX könnte im Konsumgütersektor für ein bisschen Rückenwind sorgen, auch für OttoZone, Autonation.“
- CARMAX meldet starke Zahlen, Umsatz +20%.
- Koch: könnte für Rückenwind im Konsumgütersektor sorgen.
- Auch AutoZone und AutoNation könnten profitieren.
Könnte vom Rückenwind durch CARMAX' starke Zahlen profitieren.
Zitat & Begründung
„auch für OttoZone, Autonation.“
- CARMAX meldet starke Zahlen.
- Koch nennt AutoZone als möglichen Profiteur.
- Positive Erwartung für die Aktie.
Könnte vom Rückenwind durch CARMAX' starke Zahlen profitieren.
Zitat & Begründung
„auch für OttoZone, Autonation.“
- CARMAX meldet starke Zahlen.
- Koch nennt AutoNation als möglichen Profiteur.
- Positive Erwartung für die Aktie.
Deffner & Zschäpitz: Börsenhölle oder Jahresendrallye? Die große Q4-Prognose
Dietmar Deffner hält Redcare Pharmacy und sieht im E-Rezept-Geschäft eine große Chance für die Online-Apotheke, weil wiederkehrende Umsätze mit chronisch Kranken möglich seien. Holger Zschäpitz bezeichnet den Vanguard FTSE Global All Cap wegen der niedrigen Kosten von 7 Basispunkten als No-Brainer-Produkt. Für das vierte Quartal erwartet Zschäpitz beim S&P 500 ein Plus von 4,2 Prozent und verweist auf die historisch positive Midterm-Seasonalität; am DAX-Kursziel hält er fest. Deffner erwartet bei einer Einigung im Iran-Konflikt einen massiven Rückgang des Ölpreises. Von Vonovia zeigt sich Zschäpitz weiterhin nicht überzeugt.
Empfohlen
Deffner sieht im E-Rezept-Geschäft eine große Chance für Redcare, weil wiederkehrende Umsätze mit chronisch Kranken möglich sind; er hält die Aktie im Depot.
Zitat & Begründung
„Also das ist schon eine ganz, ganz große Chance für einen Online Apotheke.“
- E-Rezept wird immer besser angenommen und treibt das RX-Geschäft.
- Redcare hebt die Jahresprognose zum zweiten Mal an.
- Deffner hat die Aktie im Depot und sieht die Chance bestätigt.
Zschäpitz hält den Vanguard FTSE Global All Cap wegen der weltweiten Streuung und der niedrigen Kosten von 7 Basispunkten für ein No-Brainer-Produkt.
Zitat & Begründung
„Ich sag so, Leute, das ist son No Brainer Produkt. Da kriegt man die ganze Welt mit 7 Basispunkten.“
- Der Fonds bietet die ganze Welt mit 7 Basispunkten Kosten.
- Zschäpitz nennt ihn ein No-Brainer-Produkt.
- Er sieht darin eine einfache Lösung für Anleger.
Zschäpitz sieht die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe auf hohem Niveau und erwartet bei einem Rückgang einen asymmetrischen Gewinn.
Zitat & Begründung
„und es ist meines Erachtens schon ein relativ sehr hohes Niveau und da wird sicherlich auch mal wieder runtergehen.“
- Bei einem Prozentpunkt Renditerückgang winkt ein Kursplus von 12,7 Prozent.
- Bei einem weiteren Anstieg wäre der Verlust nur 1,6 Prozent.
- Zschäpitz hält das Renditeniveau für ausgereizt.
Deffner ist überzeugt, dass die Rendite der Bundesanleihe unter 3 Prozent fällt, wenn der Ölpreis auf 70 Dollar zurückgeht.
Zitat & Begründung
„Bin ich fest davon überzeugt, dass wir unter 3 Prozent wieder gehen, wenn der Ölpreis wieder zurückkommt auf 70 Dollar, ja?“
- Der Ölpreis ist der entscheidende Treiber der Anleiherenditen.
- Bei fallendem Ölpreis sinkt die Inflation und die Rendite.
- Deffner sieht die Bundesanleihe dann unter 3 Prozent.
Zschäpitz erwartet für den S&P 500 im vierten Quartal ein Plus von 4,2 Prozent und verweist auf die positive Midterm-Seasonalität.
Zitat & Begründung
„mein Kursziel für s und p 500 wär Das wären 4.2 Prozent.“
- Die Midterm-Seasonalität war historisch in 89,5 Prozent der Jahre positiv.
- Zschäpitz erwartet ein positives viertes Quartal.
- Sein Kursziel für den S&P 500 liegt bei plus 4,2 Prozent.
Zschäpitz hält an seinem Jahresendkursziel für den DAX fest und erwartet, dass der Index nach einer möglichen Welle noch zulegt.
Zitat & Begründung
„beim DAX hatte ich ja ein Jahresanfangskursziel und ich glaube, ich weiß gar nicht, wo es stand, aber ich würd sagen, da kommen wir auch hin.“
- Der DAX steht seit Jahresanfang nahezu unverändert.
- Zschäpitz hält an seinem Kursziel fest.
- Bei einer einsetzenden Welle sieht er weiteres Potenzial.
Abgeraten
Deffner erwartet bei einer Einigung im Iran-Konflikt und Öffnung der Straße von Hormus einen massiven Rückgang des Ölpreises.
Zitat & Begründung
„dann würde natürlich der Ölpreis erst mal richtig richtig runterfallen.“
- Im Falle einer Einigung würde der Ölpreis stark fallen.
- Deffner rechnet mit einer Rückkehr in Richtung 70 Dollar.
- Der Ölpreis ist der entscheidende Treiber für Anleiherenditen.
Zschäpitz betont, kein Vonovia-Freund zu sein, und bezweifelt, dass Enteignung das Wohnungsproblem löst.
Zitat & Begründung
„Ich bin auch kein Vonovia Freund“
- Zschäpitz ist kein Vonovia-Freund.
- Er sieht die Enteignungsdiskussion kritisch.
- Eine klare Handlungsempfehlung gibt er nicht.
Doppelgänger Tech Talk: Taxi, Nachtzug & Kaffee-Gate | Anthropics S1 geleakt | Haftungsfrage statt Marketing mit der Apokalypse #601
Philipp Klöckner hält Booking nach dem 20-prozentigen Kursrückgang für einen klaren Kauf ("No Brainer"), weil die Plattform das Hotel-Inventar halte und Suchkosten notfalls an KI-Agenten statt an Google zahlen könne. Airbnb sieht er als schwächere Nachkaufmöglichkeit, teurer bewertet und regulatorisch kompliziert. Shein bewertet er klar negativ: kaum Wachstum, stark steigende Fulfillment-Kosten und fallende Marge, er erwartet weitere Kursverluste und eine Bewertung unter 10 Mrd. US-Dollar. Vom IPO des Smartring-Anbieters Oura ist er nicht überzeugt und rechnet mit einem Kurs unter dem Ausgabepreis. Zudem berichtet er von einer eigenen Investition in den Nachtzug-Anbieter NOX.
Empfohlen
Klöckner hält Booking nach 20 Prozent Kursrückgang für einen klaren Kauf ("No Brainer"): Die Plattform habe das Hotel-Inventar, Suchkosten könne sie notfalls an KI-Agenten statt an Google zahlen.
Zitat & Begründung
„Ich hab da drunter kommentiert. Also ich glaub, Booking mit 20 Prozent Discount zu kaufen, ist ein No Brainer.“
- Laut Klöckner sind die Kurse der großen Travel-Plattformen wegen des Agentic-Hypes rund 20 Prozent gefallen.
- Booking besitze die Supply-Deals mit jedem Hotel der Welt und sei es gewohnt, rund 50 Prozent des Umsatzes für Traffic auszugeben.
- Ob diese Kosten an Google, ChatGPT oder Meta gehen, sei egal – deshalb sei der Discount ein No-Brainer-Kauf.
Klöckner hat aus eigener Überzeugung in den Betreiber des neuen Nachtzugs investiert und sieht darin eine günstige Alternative zu Flug plus Hotel.
Zitat & Begründung
„Apropos Werbung Werbung für die Bahn. Hab ich dir erzählt, dass ich in den Nachtzug investiert hab?“
- Klöckner gibt an, in den Nachtzug-Anbieter investiert zu haben.
- Er argumentiert, die Fahrt ersetzt Transport und Hotel und koste rund ein Fünftel eines Hotelzimmers.
- Er empfiehlt die Verbindung als Alternative zu Flug und Taxi.
Airbnb sieht Klöckner nach dem Kursrückgang ebenfalls als mögliche Nachkaufmöglichkeit, aber der Fall sei weniger klar: teurer bewertet und regulatorisch kompliziert.
Zitat & Begründung
„Also ich glaub, das ist eher eine Nachkaufmöglichkeit für Airbnb vielleicht auch, aber Booking ist, glaub ich, der klarere Fall.“
- Klöckner nennt Airbnb als mögliche Nachkaufmöglichkeit nach dem Kursrückgang.
- Er hält den Fall aber für weniger klar als Booking.
- Grund: Airbnb ist teurer bewertet und regulatorisch komplizierter.
Abgeraten
Klöckner erwartet, dass Shein weiter verliert und bald unter 10 Milliarden Dollar wert ist: kaum Wachstum, stark steigende Fulfillment-Kosten und fallende operative Marge.
Zitat & Begründung
„Ich glaube, Shiein wird weiter negativ performen, ehrlich gesagt und unter 10000000000 wert sein bald. Bin ich mir relativ sicher, ehrlich gesagt.“
- Shein wächst laut Klöckner nur noch rund ein Prozent pro Quartal, während die Fulfillment-Kosten um 18 Prozent stiegen.
- Die operative Marge fiel von 2,9 auf 2 Prozent, Zoll- und Steuerregimes dürften weiter belasten.
- Er bleibt bei seiner Prognose, dass Shein in die Verlustzone rutscht oder nicht mehr wächst – und erwartet eine Bewertung unter 10 Milliarden Dollar.
Klöckner nutzt den Smartring selbst, ist vor dem IPO aber nicht bullish: Die Bewertung sei sportlich, er rechnet mit einem Kurs unter dem Ausgabepreis.
Zitat & Begründung
„Ich bin nicht bullish für Aura. Also ich nutz das Produkt selber. Ich find die Bewertung aber sehr sportlich.“
- Klöckner sagt, er sei vor dem IPO nicht bullish für den Anbieter des Tracking-Rings.
- Er hält die Bewertung für sportlich und das Momentum für nachlassend.
- Er könnte sich vorstellen, dass die Aktie unter dem IPO-Preis notiert.
OHNE AKTIEN WIRD SCHWER: Brookfield: 50% unterbewertet? Aritzia: 570% mit Mode. Anthropic-Risiken. Oura cancelt IPO.
Simon hält Brookfield selbst nach konservativen Annahmen für deutlich unterbewertet: rund 120 Mrd. US-Dollar Nettovermögen gegen 80 Mrd. US-Dollar Börsenwert. Wegen verbundener Geschäfte und kleiner Aktienrückkäufe bleibt er dennoch skeptisch. Noah Leidinger bezeichnet Aritzia als stark wachsende kanadische Modeaktie mit klarer Upside über Ladenexpansion und Online, warnt aber vor der relativ teuren Bewertung mit dem 23-fachen Gewinn und dem hohen Trendrisiko. Den AMD-Zukauf von World Labs für 8 Mrd. US-Dollar hält er gemessen an der Marktkapitalisierung für nicht abwegig. Negativ fallen Oura (IPO verschoben) und FICO (30 Prozent Kursverlust nach einer Entscheidung zum Score-Wettbewerb) auf.
Empfohlen
Selbst mit sehr konservativen Annahmen liegt der faire Wert rund 30 % über dem Börsenwert; Simon bleibt wegen verbundener Geschäfte und kleiner Rückkäufe dennoch vorsichtig.
Zitat & Begründung
„selbst dann würden unter 120000000000 Dollar rauskommen und der aktuelle Börsenwert liegt da 30 Prozent drunter“
- Die Aktie fiel in sechs Wochen rund 20 % auf 80 Mrd. Dollar Börsenwert.
- Selbst mit dem Zehnfachen vom Gewinn und ohne Carry kommt Simon auf 120 Mrd. Dollar Nettovermögen.
- Kritisch sind die starke Verflechtung der Töchter und die geringen Aktienrückkäufe.
Noah sieht klare Upside durch Ladenexpansion und Onlinewachstum, warnt aber vor relativ teurer Bewertung und schnellen Modetrends als High-Risk-Investment.
Zitat & Begründung
„Zumindest ist die Upside aber relativ klar. Alleine über die Ladenexpansion gibt's jedes Jahr die 10 Prozent Umsatzwachstum.“
- Aritzia wächst stark und setzt auf Style-Berater statt normaler Verkäuferinnen.
- Expansion und Online sollen jährlich rund 10 % Umsatzwachstum bringen.
- Das 23-fache vom erwarteten Gewinn ist für den Modebereich relativ teuer.
Die 8-Milliarden-Übernahme von World Labs entspricht weniger als einem Prozent von AMDs Börsenwert und ist laut Noah daher nicht abwegig.
Zitat & Begründung
„Und wenn man die 8000000000 mal ins Verhältnis zum AMD Börsenwert setzt von 1000 Milliarden, dann sind das weniger als ein Prozent.“
- AMD kauft das KI-Start-up World Labs für 8 Mrd. Dollar.
- Das sind weniger als 1 % von AMDs rund 1000 Mrd. Dollar Börsenwert.
- Der Preis erscheint Noah gemessen an dieser Relation plausibel.
Leben mit Aktien: 100 Jahre deutsche Aktiengeschichte: Das große Jubiläums-Spezial
Christian W. Röhl rät Anlegern, im Altersvorsorgedepot einen Welt-ETF zu nutzen und breit diversifiziert an der Wirtschaft beteiligt zu sein. Bei Bayer sieht er nach den zuletzt schwachen Jahren möglicherweise wieder Aufschwung, ohne klare Kaufempfehlung. Die Jubiläumsfolge erzählt ansonsten vor allem deutsche Aktiengeschichte von den Goldenen Zwanzigern über die Volksaktien bis zur Deutschland AG. Röhl warnt vor Kreditkäufen, Klumpenrisiken und kurzfristigem Zocken.
Empfohlen
Rät den meisten, im Altersvorsorgedepot einen Welt-ETF zu halten und breit diversifiziert an der Wirtschaft beteiligt zu sein.
Zitat & Begründung
„andere können ja dann irgendwie ein Altersvorsorgedepot aufmachen, Welt ETF reinpacken und einfach breit diversifiziert an der Wirtschaft beteiligt sein.“
- Aktientipps unter Freunden seien schädlich; Fehler solle man mit eigenem Geld machen.
- Stattdessen sei ein Altersvorsorgedepot mit Welt-ETF die beste breite Lösung.
- Das senkt Einzelwertrisiken und passt für die meisten Anleger.
Sieht für die Bayer-Aktie nach den zuletzt wenig rühmlichen Jahren möglicherweise wieder Aufwärtspotenzial, ohne klare Empfehlung.
Zitat & Begründung
„heute will das keiner mehr so ganz zugeben, weil die letzten Jahre waren nicht so rühmlich, aber vielleicht kommt jetzt wieder der Aufschwung in der in der Bayer Aktie.“
- Bayer habe in den letzten Jahren enttäuscht.
- Der Sprecher hält einen erneuten Aufschwung für möglich.
- Eine konkrete Kaufaussage bleibt aus.
Alles auf Aktien: Trumps Superintelligenz-Spektakel und Hall of Fame der Welt-ETFs
Holger Zschäpitz hält den Vanguard FTSE Global All Cap für den "perfekten Welt-ETF", weil er mit über 10.000 Aktien 98 bis 99 Prozent des Weltmarkts abdeckt und mit 0,07 Prozent extrem günstig ist. Philipp Vetter ergänzt, wer anlege, müsse Rückschläge aushalten; die Alternative sei ein global breitstreuender ETF wie der Global All Cap. Die Allianz-Studie zeigt, dass deutsche Sparer zu wenig in Wertpapiere investieren und ihr Geld zu selten arbeiten lassen. Konkrete Kauf- oder Verkaufsempfehlungen zu Einzelaktien gab es in der Folge nicht.
Empfohlen
Holger Zschäpitz hält den Vanguard FTSE Global All Cap für den perfekten Welt-ETF: über 10.000 Aktien, 98–99 % Marktabdeckung, nur 0,07 % Kosten.
Zitat & Begründung
„Für mich eigentlich so, ja, der perfekte Welt ETF.“
- Der ETF deckt mit über 10.000 Aktien 98–99 % des investierbaren Weltaktienmarkts ab.
- Die Kosten liegen bei nur 0,07 % pro Jahr, also 7 Euro bei 10.000 Euro Anlage.
- Deshalb sei er für Holger Zschäpitz der perfekte Welt-ETF.
Holger Zschäpitz nennt den SPDR MSCI ACWI IMI den Veteran und lange die erste Adresse für maximale Breite, weist aber auf die höheren Kosten von 0,17 % hin.
Zitat & Begründung
„der Veteran lange die 1. Adresse für maximale Breite, der Spider MSCI ACWI Immi“
- Der ETF gilt als Veteran unter den Welt-ETFs mit maximaler Breite.
- Er umfasst rund 6.000 Unternehmen und deckt 99 % des Marktes ab.
- Mit 0,17 % ist er aber mehr als doppelt so teuer wie der Vanguard.
Fazit
Die Podcasts zeigen ein uneinheitliches Bild: Beim Welt-ETF herrscht breite Zustimmung, bei KI-Einzelwerten und der US-Gewichtung gehen die Meinungen auseinander. Wer den Empfehlungen folgt, sollte beachten, dass es sich um Meinungen der Sprecher handelt, nicht um Tatsachen. Kursentwicklungen seit einer Empfehlung sind Momentaufnahmen und belegen keine Treffsicherheit. Besonders aufpassen sollten Anleger bei Themen, die in mehreren Folgen widersprüchlich behandelt werden, etwa US-Staatsanleihen und die Bewertung von KI-Unternehmen.
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