Bitcoin und Ethereum positiv, SEC zur Krypto-Verwahrung — Block-Builders Briefing

Bitcoin und Ethereum positiv, SEC zur Krypto-Verwahrung — Block-Builders Briefing

Bitcoin und Ethereum machen Tagesplus, nachdem die Citibank Preisprognosen nach oben korrigiert. Zudem will die US-Börsenaufsicht SEC praxisnahe Regeln zur Verwahrung von Krypto. Das Block-Builders Briefing.

BITCOIN

Bitcoin steht am Freitagmorgen bei rund 86.000 Dollar, 2,5 Prozent Tagesplus. Die Bitcoin ETFs meldeten vom Börsendonnerstag 102 Millionen US-Dollar Kapitalzufluss.

Zwei Gründe nennen Beobachter für den aktuellen BTC Aufwärtstrend: Zum einen hat die Citibank ihre Zwölf-Monats-Prognose für Bitcoin von 82.000 auf 113.000 Dollar erhöht. Ein entsprechender Reuters Bericht zitiert übrigens für auch Ethereum ein neues Preisziel im Herbst 2027, statt bisher 2.240 traut Citi ETH jetzt 3.028 Dollar zu. Ein Argument für die kräftige Korrektur der Citi Vorhersage ist ironischerweise das Scheitern der Clarity Krypto Gesetze im US-Senat. Denn seitdem hat die US-Börsenaufsicht SEC die Initiative übernommen, welche auf politische Mehrheiten keine Rücksichten nehmen muss. Vor zwei Wochen machte die mächtige Behörde den Weg frei für tokenisierte Aktien. Jetzt legt die SEC nach mit einem weitreichenden Vorschlag zur Verwahrung von Kryptowerten wie Bitcoin. SEC Chef Paul Atkins kündigt an, Beratern und Fonds im Kundenauftrag die Selbstverwahrung von Bitcoin und Co. zu erlauben, was Investments erleichtern dürfte. Bloomberg Experte James Seyffart kommentiert: „Wer braucht noch Clarity?“ – tatsächlich zieht die SEC jetzt das Tempo deutlich an, um den legalen Umgang mit Bitcoin und anderen Kryptowerten praxisnah zu erleichtern. 

ETHEREUM

Ethereum notiert am Freitagmorgen bei gut 2.700 Dollar gehandelt, 1 Prozent Tagesplus. Die Ethereum ETFs verzeichneten am Börsendonnerstag 55 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss.

Nächster Millionen-Hack im Ethereum Umfeld: NEAR musste einen „Sicherheitsvorfall“ eingestehen, bei dem 3,8 Millionen Dollar in Krypto abflossen. NEAR organisiert Brücken zwischen Blockchains, dort soll sich ein folgenschwerer Fehler in einen Smart Contract eingeschlichen haben. Das Projekt verspricht, betroffene Kunden vollständig zu entschädigen. Ein Blick auf Daten von DeFiLlama zeigt: Der September war mit insgesamt 742 Millionen Dollar Schaden durch Hacks für die Kryptobranche fatal, regelmäßig ist das Ethereum Ökosystem mit seinen Hunderten von Projekten betroffen. Erst gestern hatte auch die beliebte MetaMask Wallet mitgeteilt, Ethereum Staking auszusetzen, weil möglicherweise Infrastruktur ein Einfallstor für Angreifer aufweise. Jeder dieser Fälle beschädigt das Image von Ethereum und Co, auch wenn die Hacker die eigentliche ETH Blockchain gar nicht angreifen. 

ALTCOINS

Gewinner des Tages ist AAVE mit 10 Prozent Plus. Das führende Projekt für Krypto-Kredite profitiert von dem SEC Vorstoß zur Verwahrung von Ethereum und Co. im Kundenauftrag. Zudem kommt AAVE 4 am Markt gut an, wie 36 Prozent Monatsplus zeigen.  

Verlierer des Tages ist Quant (QNT) mit 15 Prozent Minus. Die neue Quant Kryptobörse Atlas hat aber auch für fast 300 Prozent Monatsplus gesorgt, jetzt erlebt QNT offenbar Preiskorrektur.

Das Krypto-Stimmungsbarometer rückt in in der Zone „Gier“ leicht vor. Die starke Rolle des US-Börsenaufsicht SEC als Unterstützer von Bitcoin und Co. verbessert die Aussichten.

AUS DER KRYPTOINDUSTRIE

Die weltweit führende Kryptobörse Binance hat in der EU bekanntlich ein Problem, weil die in Griechenland angestrebte MiCA-Lizenz nicht erteilt wurde. Binance hat sich anschließend auf den Ausnahmefall „Reverse Solication“ berufen, der die Betreuung von Kunden in der EU erlaubt, wenn diese ohne Werbung andocken. Doch nun berichtet die Financial Times, dass dies Regulierungsbehörden in Frankreich, Deutschland und Griechenland sauer aufstößt. Sie prüfen demnach, ob Binance die „Reverse Solication“ nicht missbraucht. Auch die EU-Behörde ESMA veröffentlicht eine Pressemitteilung, der zufolge MiCA strenger und schneller umgesetzt werden soll. Dort wird Binance zwar nicht namentlich genannt, doch der zeitliche Zusammenhang wirkt kaum zufällig. Binance selbst kommentiert die neusten Entwicklungen nicht und verweist lediglich auf sein Bekenntnis zum EU-Raum und fortgeführten Anstrengungen, eine MiCA-Lizenz zu erlangen. Doch dem Marktführer unter den Kryptobörsen könnten große legale Schwierigkeiten und hohe Strafzahlungen drohen, wenn hinter den Kulissen nicht endlich ein Weg gefunden wird, in der EU auf der Basis von MiCA legal zu agieren. 

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