JPMorgan bei ETH, Charles Hoskinson (ADA) mit „Hauptwerk“ — Block-Builders Briefing

JPMorgan bei ETH, Charles Hoskinson (ADA) mit „Hauptwerk“ — Block-Builders Briefing

BTC und ETH treten auf der Stelle. JPMorgan Coin kommt zu Ethereum. Cardano Gründer Charles Hoskinson arbeitet an „Hauptwerk“ seiner Karriere. STRC Falle für Bitcoin Unternehmen Strategy. Das Block-Builders Briefing.

BITCOIN

Bitcoin steht am Dienstagmorgen bei rund 82.000 Dollar, ein halbes Prozent Tagesminus. Die Bitcoin ETFs starteten am Börsenmontag mit 527 Millionen US-Dollar Kapitalzufluss sehr gut in die neue Woche.

Das weltgrößte Bitcoin Unternehmen Strategy steckt anscheinend in seiner STRC Falle fest: Zwar baute Strategy laut Pflichtmitteilung seine Bitcoin Bestände in der Vorwoche um 267 BTC aus. Aber kritische Anleger fokussierten sich auf die 193 Millionen Dollar, welche Strategy parallel für den Rückkauf seiner Vorzugsaktie STRC ausgab. Die mit 12 Prozent Dividendenversprechen versehene Vorzugsaktie STRC hat seit Ende Mai nicht mehr den Zielpreis von 100 Dollar halten können und steht aktuell bei knapp 99 Dollar. Wohl auch deshalb erhöhte Strategy nun sein Budget für mögliche Rückkäufe eigener Wertpapiere von 2 auf 3 Milliarden Dollar.  Im jetzigen 4. Quartal hat Straegy bereits rund 460 Millionen Dollar für STRC Rückkäufe ausgegeben, für Bitcoin Zukäufe waren es hingegen lediglich 72 Millionen. Mit jetzt 848.517 Bitcoin sitzt das Unternehmen zwar auf gewaltigen Bitcoin Rücklagen, doch eigentlich sollte die STRC Vorzugsaktie Zukäufe finanzieren. Weil diese öffentlich schwächelt, muss Strategy momentan MSTR Stammaktien  veräußern, was wiedererum die Anlagestratgie früher Investoren verwässert. Gründer Michael Saylor inszeniert sich auf X zwar vermehrt mit KI-generierten Kurzvideo als Bitcoin Superheld, doch eine  Antwort auf die Misere mit STRC hat auch er noch nicht gefunden. 

ETHEREUM

Ethereum notiert am Dienstagmorgen seitwärts bei gut 2.400 Dollar.  Die Ethereum ETFs meldeten vom Börsenmontag 103 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss zum Wochenstart.

JPMorgan bringt seinen US-Dollar Stablecoin direkt zu Ethereum. Wie Bloomberg berichtet, nennt JPMorgan Liquidität und Kundenverhalten für den Schritt Richtung Ethereum. Bisher war der JPMorgan Coin auf dem ETH Layer-2 Base und im Canton Netzwerk verfügbar. Der Stablecoin läuft unter dem Titel „Deposit Coin“, weil jeder Token einen  Dollar spiegelt, der bereits auf einem JPMorgan Konto vorhanden ist. Deshalb behält die nach Kapitalisierung weltgrößte Bank die Nutzung von JPMorgan Coin die Nutzung auch seinen Kunden vor. Die können dann laut einer Sprecherin  von sekundenschnellen Transfers und 24/7 Verfügbarkeit profitieren. Man stelle sich etwa Blockchain Zahlungen von Kryptounternehmen als Einsatzfall vor. JPMorgan deutet für das kommende Jahr auch seinen Einstieg in das Großthema tokenisierte Aktien an und unterstreicht damit Akzeptanz der Kryptobranche über Ethereum hinweg.

ALTCOINS

Gewinner des Tages ist Worldcoin (WLD) mit 12 Prozent Plus. Hintergrund ist, dass Worldcoin seine gesammelten biometrischen Daten für eine World ID einsetzen will. Damit können sich Nutzer online eindeutig als menschlich identifizieren, so das Konzept. 

Verlierer des Tages ist World Liberty Financial (WLFI) mit 5 Prozent Minus. Auslöser dürfet sein, dass der zum Projekt gehörende Stablecoin USD1 in den letzten Tagen auffällige 400 Millionen Dollar Marktkapitalisierung verloren hat. Wer da sein Geld bei dem von US-Präsident Donald Trump unterstützen World Liberty Financial abzieht, ist bislang unklar.

Das Krypto-Stimmungsbarometer verweilt in der Zone „Neutral“. Das darf man angesichts der zunehmenden Verhaltensauffälligkeiten von Trump und den sowieso bestehenden Minus-Faktoren Inflation sowie hohe Leitzinsen als gewissen Optimismus deuten.

AUS DER KRYPTOINDUSTRIE

Neues von Cardano Gründer Charles Hoskinson: Gewohnt großspurig verkündet er, an seinem „Magnum Opus“ zu arbeiten. Dies könne die meisten Probleme lösen, mit denen Kryptowährungen zu kämpfen habe, so Hoskinson. In Folgeposts und einem Video verrät der 38-Jährige dann, eine neue Programmiersprache zu entwickeln, die auf die Blockchain zugeschnitten ist. Der Clou: Die dort vorhandenen Prüfmechanismen sollen auch für die Programmiersprache funktionieren und sicherstellen, dass Befehle ausgeführt werden. Nun ist es zweifelsohne bemerkenswert, dass der schwerreiche Charles Hoskinson sich höchstpersönlich an den Computer setzt, um ein „Hauptwerk“ der Karriere zu erschaffen. Anleger könnten dies aber auch als Ablenkungsmanöver für die 92 Prozent Preisverfall von Cardano (ADA) im Vergleich zum Allzeithoch verstehen, das nachfolgende Hoskinson Projekt Midnight hinkt seinem Rekordhoch sogar 97 Prozent hinterher. Diese Probleme wird Charles Hoskinson mit einer neuen Programmiersprache eher nicht lösen, auch seinen geschönten Lebenslauf wird der Lautsprecher so nicht los. 

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