Cardano (ADA) Gründer Charles Hoskinson soll Lebenslauf geschönt haben

Cardano (ADA) wirbt stets damit, bei der Entwicklung streng wissenschaftlichen Kriterien zu folgen. Nun ergeben sich gerade bei Gründer Charles Hoskinson kritische Fragen zu dessen akademischer Karriere.

Charles Hoskinson als Gründer von Cardano (ADA) hat den berechtigten Ruf, in Krypto-Diskussionen gerne großspurig aufzutreten. In Deutschland etwa erinnert sich besonders IOTA, wie Hoskinson vor einem Jahr das Projekt angriff und IOTA Falschdarstellung beim Thema „Gebührenfreiheit“ vorwarf. Jetzt kommt eben dieser Charles Hoskinson allerdings selbst in die Verlegenheit, erklären zu sollen, ob er nicht seinen Lebenslauf aufgehübscht hat. Die renommierte Krypto-Journalistin Laura Shin nämlich hat zuletzt ein Buch veröffentlicht, welches wegen Enthüllungen zum DAO Hack Schlagzeilen machte. Ein aufmerksamer Leser aber konzentrierte sich bei der Lektüre auf die Person Charles Hoskinson und trat damit auf Twitter eine scharfe Auseinandersetzung los.

Denn Hoskinson war mit der Darstellung seiner Karriere durch Laura Shin offensichtlich nicht einverstanden und warf ihr vor, Fiktion zu verfassen. Damit könne sie zwar mit Sci-Fi- und Fantasy-Autoren konkurrieren, meinte Hoskinson gehässig – aber man solle ihren Report in Buchform doch bitte nicht ernst nehmen. Das wiederum wollte Laura Shin, die für Magazine wie Forbes schreibt, nicht auf sich sitzen lassen. Sie konterte Richtung Hoskinson und fragte ihn öffentlich, ob er nicht Diskrepanzen zu seinem akademischen Hintergrund erklären wolle. Hoskinson hatte in der Vergangenheit wiederholt angegeben, für sein Vollzeit-Engagement in der Kryptoindustrie das Schreiben einer Doktorarbeit abgebrochen zu haben. Shin hakte bei den genannten Universitäten von Denver und Colorado nach – und erfuhr so, dass Hoskinson als ganz gewöhnlicher Student ausschied und nie einen Abschluss erlangte. Eine Doktorarbeit für Hoskinson wäre so in weiter Ferne.

Besonders pikant ist dies für Cardano, weil ADA für sich beansprucht, im Wettbewerb der Kryptowährung die mit einem strikt wissenschaftlichen Anspruch zu sein. Hoskinson verweist bei der Entwicklung von Cardano gerne darauf, dass diese Vorgehensweise eben Zeit brauche, dafür aber völlig abgesicherte Ergebnisse liefere. Doch wie will ein früherer „Bummel-Student“ ohne Abschluss wie Hoskinson mit Professoren und anderen Akademikern auf Augenhöhe diskutieren? Zumindest für den Moment hat sich Hoskinson wieder aus dem Zwist mit Laura Shin zurückgezogen und ihre Darstellung nicht dementiert.

Fazit: Glaubwürdigkeit von Cardano leidet unter Gründer Hoskinson

Man könnte geneigt sein, das Gerangel um den Lebenslauf von Charles Hoskinson als Posse abzutun – wenn dieser keine Vorgeschichte hätte und ADA nicht mit „Wissenschaft first“ angepriesen würde. Doch bei der enttäuschend schleppend verlaufenden Fortentwicklung von Cardano wird ADA zurecht an dem gemessen, was Hoskinson versprochen hat. Wenn das Vorzeigegesicht von Cardano es schon bei seinem Lebenslauf an Aufrichtigkeit fehlen lässt, wie soll man Hoskinson dann generell Vertrauen schenken? Spötter hierzulande werden sich an all die Politiker erinnern, die über Plagiate bei Doktorarbeiten oder Schummeleien in ihren CVs stolperten. Es scheint, als ob Hoskinson – der einst auch Ethereum (ETH) mitbegründete – für Cardano zur Belastung werden könnte.


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6 Kommentare

  1. Auf so ein Geschwätz (Fiktion!) kommt man doch wirklich nur, wenn man Hoskinsons Aussage mutwillig falsch verstehen will.
    Er hat nie behauptet, dass er eine Doktorarbeit abgebrochen hätte. Das behauptet nur Laura Shin in ihrem Buch.
    Hoskinson sagt nur, dass er zwar sein Studium (graduated) aber keinen Doktor abgeschlossen habe. Was soll daran falsch sein? Abgesehen davon, kann man auch einen Doktor planen und sogar damit beginnen, ohne sich zunächst dafür einzuschreiben.
    Es spricht ja gerade für seine Redlichkeit, dass er die Ansprache „Dr. Hoskinson“ sofort abwehrt und klarstellt, dass er kein Dr. sei.

    • Ach kommt jetzt. Das ist so dermassen unwichtig aber wird dazu genutzt die Cardano Community schlecht aussehen zu lassen.
      An der ganzen Geschichte ist überhaupt nichts fragwürdiges dran. Hoskinson ist seit X Jahren im Cryptoversum dabei. Wenn interessiert da sein „nicht vollendetes Studium“ ?

      Ich bin überzeugt bei anderen entwicklern anderer Projekte könnte man ebenso viel fragwürdigkeit in den Raumstellen wenn die Medien dafür anständig bezahlt werden.

  2. Wen interessiert es. Bill Gates, Mark Zuckerberg und Co. Haben die nen Abschluss ? NEIN ! Sind die Firmen extrem Erfolgreich? JA

    THEMA ERLEDIGT.

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