Anhörung Bitcoin Steuer, NFT Marktplatz Blur bei Ethereum — Block-Builders Briefing

Anhörung Bitcoin Steuer, NFT Marktplatz Blur bei Ethereum — Block-Builders Briefing

Kann die geplante Bitcoin Steuer in Deutschland doch noch aufgehalten werden? Eine entsprechende Petition wurde gestern behandelt. Der Ethereum NFT Marktplatz Blur reduziert sich. Das Block-Builders Briefing.

BITCOIN

Bitcoin notiert am Dienstagmorgen bei rund 83.500 Dollar, knapp 1 Prozent Tagesminus. Die Bitcoin ETFs meldeten vom Börsenmontag 65 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss.

In Berlin ist die Anhörung zur Petition gegen die Bitcoin Steuer über die Bühne gegangen. Beim Gastgeber Deutscher Bundestag gibt es die Video-Aufzeichnung. Organisiert hatte die Petition Bitcoin Expertin Nicole Nowak. Sie betonte, dass die Abschaffung der Haltefrist mit Steuerprivilegien die Bürger bestrafen würde, welche mit Bitcoin einen Sparplan verfolgen. Zudem sei unverständlich, warum gerade diejenigen von der geplanten Neuregelung profitieren sollten, die mit Bitcoin kurzfristig spekulieren und je nach Einkommenssteuersatz künftig sogar Abgaben einsparen könnten. Auch die Frage, ob und warum dann auch Gold wie Bitcoin stärker besteuert werden müsste, kam auf den Tisch. Das verantwortliche Finanzministerium blieb vage und verwies auf die laufende „Ressortabstimmung“. Zumindest Vertreter der CDU ließen durchblicken, man habe so seine Zweifel an der Bitcoin Steuer. Schon am am Donnerstag (14. September) soll der Entwurf zur Bitcoin Steuer nach jetzigen Informationen im Kabinett beschlossen werden – wenn im Wirrwarr der Großen Koalition nicht doch noch die Vernunft gewinnt. 

ETHEREUM

Ethereum wird am Dienstagmorgen bei rund 2.500 Dollar gehandelt, 1 Prozent Tagesminus. Die Ethereum ETFs verzeichneten am Börsenmontag  85 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss.

Im Ethereum Ökosystem war der NFT Marktplatz Blur 2023 Innovator und entwickelte sich zum Marktführer. Jetzt aber meldet Blur, zum 12. November sein Frontend abzuschalten. Damit wird das Angebot eingestellt, NFT Kreditgeschäfte zu vermitteln. Kunden sollen bis zum Stichtag ihre Kredite begleichen oder laufen Gefahr, ihre NFTs zu verlieren. Die BLUR Kryptowährung reagierte auf die Meldung mit mehr als 30 Prozent Tagesminus und neuen Allzeittiefs. Von Blur Gründer Tieshun „Pacman“ Roquerre ist schon seit langem nichts mehr zu hören, sein zweites Projekt Blast hat erst Anfang Oktober sein Ende verkündet. Doch Blur mit zeitweise mehr als 1 Milliarde Dollar Monatsumsatz war Symbol für die NFT Hochphase, die zugehörige Kryptowährung dürfte Tieshun „Pacman“ Roquerre reich gemacht haben. Für die NFT Sparte auch über Ethereum hinaus ist die Teil-Kapitulation von Blur kein gutes Zeichen.

ALTCOINS

Gewinner des Tages ist Stacks (STX) mit 12 Prozent Plus. Das Projekt organisiert eine Art Bitcoin Staking mit Zinsversprechen, Stacks findet nach eigenen Angaben für sein Angebot jetzt erste institutionelle Kunden. 

Verlierer des Tages ist Starknet (STRK) mit 25 Prozent Minus, aber weiterhin 60 Prozent Wochenplus. Starknet will als Ethereum Layer-2 eine Brücke zu Bitcoin schlagen. Am 15. Oktober werden 1,6 Prozent aller STRK, die bisher gesperrt waren, zum freien Handel freigegeben.

Das Krypto-Stimmungsbarometer fällt der Zone „Neutral“ leicht zurück. Anhaltend hohe Ölpreise, die Kriege im Iran und der Ukraine und auch der Ledger Hardware Hack sind alles andere als gute Nachrichten.

AUS DER KRYPTOINDUSTRIE

Der Internationale Währungsfonds (IMF) ist grundsätzlich eine recht konservative Organisation. Doch am boomenden Handel mit tokenisierten Aktien kommt auch der IMF nicht vorbei und hat dazu einen Report vorgelegt. Was der Internationale Währungsfonds dort anhand von Beispielen wie Tesla, Google und Nvidia feststellt, könnte beinah aus einem Werbeprospekt für tokenisierte Aktien stammen. Mehr als die Hälfte des Handels findet außerhalb der Öffnungsstunden von US-Börsen statt, mehr als 80 Prozent der Trades werden mit Bruchteilen der unterliegenden Wertpapiere durchgeführt. Nur Hinweise beim IMF Report auf Perps und Pre-IPO fehlen unter den Punkten, welche die Sparte so attraktiv machen. Die selbstständige UN-Organisation sieht in tokenisierten Aktien (noch) kein systemisches Risiko, fordert aber Risiko-Kontrollen, gesetzliche Regulierung und Liquiditäts-Checks. Für Dich wichtig: Die Volatilität der Preiskurven von tokensierten Aktien beziffert der IMF auf 1,5 mal so hoch wie an traditionellen Börsen, was das Risiko für Trader natürlich erhöht.

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