Ledger Hack Update, Starknet stimmt über Ethereum ab — Block-Builders Briefing

Ledger Hack Update, Starknet stimmt über Ethereum ab — Block-Builders Briefing

Bei Ethereum macht Starknet (STRK) erneut Schlagzeilen. Ledger versucht, den Hardware Hack herunterzuspielen und stellt Atom vor. Bitcoin Prognose angesichts des KI-Booms. Das Block-Builders Briefing informiert Dich täglich.

BITCOIN

Bitcoin steht am Freitagmorgen bei rund 82.000 Dollar, 1 Prozent Tagesplus. Die Bitcoin ETFs verzeichneten am Börsendonnerstag symbolische 5 Millionen US-Dollar Kapitalzufluss.

Der für die zweite Novemberhälfte angedachte Börsengang des KI-Giganten Anthropic (Claude) könnte ähnlich wie beidem von SpaceX im Juni Kapital temporär aus dem Kryptosektor ziehen. Matt Hougan, Chefinvestor bei Bitwise, beunruhigt dies aber nicht wirklich. In seinen jüngsten Marktanalyse vertritt er die die Position, dass am Ende Bitcoin gewinnen werde. Ganz egal, ob eine Blase um Künstliche Intelligenz platze oder die Wirtschaft weiter wachse wie gewohnt. Denn das Argument für Bitcoin als „Wertspeicher“ gelte in jedem Szenario, so Hougan. Er erinnert an den Einbruch der Bitcoin Preiskurve zu Beginn der Corona Pandemie, von dem sich BTC zügig um den Faktor 20 erholte. Das größte Risiko für Bitcoin sieht der Bitwise Stratege in dem Fall, dass die westlichen Regierungen Sparpolitik fahren und ihre Währungen wieder seriös behandeln. „Ich halte das zwar für unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich“, teilt Hougan angesichts der US-Rekordverschuldung und den in Europa ebenso steigenden Schuldenbergen aus. Unter dem Strich beweist sich Matt Hougan also wieder einmal als Bitcoin Maximalist.

ETHEREUM

Ethereum notiert am Freitagmorgen bei etwa 2.450 Dollar, 2,5 Prozent Tagesplus. Die Ethereum ETFs meldeten vom Börsendonnerstag 60 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss.

Gerade erst freute sich der Ethereum Layer 2 Starknet (STRK) über Aufmerksamkeit für seine Privacy Features. Jetzt wird mit einer Starknet Abstimmung nachgelegt, ob sich das Projekt von Ethereum lösen soll, um als eigenständige Blockchain Gefahren durch Quantencomputer schneller entgegenzuwirken. 99 Prozent der Teilnehmer an der Abstimmung, bei welcher STRK als Stimmzettel dient, sprechen sich im ersten Trend dafür aus, Starknet eigenständig aufzustellen. In Zeiten, in denen Ethereum Layer-2 von Blast bis Abstract ganz aufgeben, wäre der Starknet Weg eine Besonderheit. Doch Anleger sollten nicht vergessen: DeFiLlama Daten zeigen Starknet nicht gerade als Magneten für Krypto-Kapital. STRK ist trotzdem in einem klaren Aufwärtstrend, die Nachricht über die Abstimmung sorgte für 13 Prozent Tagesplus.

ALTCOINS

Gewinner des Tages ist Injective (INJ) mit 25 Prozent Tagesplus. Das Projekt sieht sich als Blockchain für Finanzen. Injective Chef Eric Chen war gestern ins Weiße Haus eingeladen, INJ profitiert indirekt von solchen Kontakten.

Verlierer des Tages ist ist Stacks (STX) mit 3 Prozent Tagesminus. Doch 67 Prozent Monatsplus sprechen weiter für Stacks, wo Bitcoin Staking langsam zur Wirklichkeit wird und BTC gekoppelt mit STX Zinsen garantieren soll. 

Das Krypto-Stimmungsbarometer hält sich stabil in der Zone „Neutral“, der Schock über hohe US-Inflation scheint verdaut und das Pro-Bitcoin Argument „Inflationsschutz“ wieder an Bedeutung zu gewinnen.

AUS DER KRYPTOINDUSTRIE

Ledger bleibt das Thema der Woche. Gestern stellte man in Paris seine kommende Hardware Wallet Atom vor, die als eine Art mobiler Minicomputer mit Anbindung an 4G/5G und integrierter Künstlicher Intelligenz (KI) konzipiert ist. Unsere ausführliche Analyse zu Ledger Atom fragt natürlich, ob das Gerät so nicht mehr Sicherheitsrisiken mitbringt als die vorherigen Generationen von Hardware Wallets, deren Abtrennung vom Internet als starker Pluspunkt gilt. Im Trubel um Ledger Atom ging ein offizieller Blogpost fast unter, in dem sich das französische Unternehmen erstmals ausführlicher zu dem Hardware Hack äußert, der seit einer Woche Wellen schlägt. Ledger spricht nun von einem „hoch entwickelten Angriff“, bei dem über Monate Hardware Wallets eingekauft und manipuliert zurück in die Vertriebskette geschmuggelt worden seien. „Millionen“ hätten die Hacker in Logistik und Technologie gesteckt, behauptet Ledger. An Betroffene gerichtet, die durch den Hardware Wallet Hack Geld verloren haben, hat Ledger aber nur die Phrase „Wir stehen an eurer Seite“ übrig. Weiter kein Wort zur vermuteten Schadensumme, Zahl der betroffenen Gerät und der entscheidenden Frage: Können weiterhin manipulierte Ledger Hardware Wallets in den Lagern von Resellern schlummern? Ob die Stellungnahme in Kombination mit dem Fokus auf Ledger Atom ausreicht, um Vertrauen zurückzugewinnen, darf bezweifelt werden.

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