Fünf Folgen aus fünf Finanz-Podcasts liegen für den 16. Oktober 2026 vor. DER AKTIONÄR, Wall Street mit Markus Koch, Handelsblatt Today, OHNE AKTIEN WIRD SCHWER und Alles auf Aktien behandeln vor allem deutsche Autobauer, den KI-Trade und die Bewertung von US-Tech. Die wichtigste Erkenntnis: Beim KI-Trade gehen die Meinungen auseinander – Koch warnt vor CoreWeave, Zschäpitz sieht darin eine Wette auf den Kreditmarkt.
Auf einen Blick: Empfehlungen und Warnungen
| Asset | Einschätzung | Podcast | Sprecher |
|---|---|---|---|
| Ferrari RACE | Kaufen | Money Train – DER AKTIONÄR | Jochen Kauper |
| Xiaomi 1810 | Kaufen | Money Train – DER AKTIONÄR | Jochen Kauper |
| Alphabet GOOGL | Kaufen | Money Train – DER AKTIONÄR | Jochen Kauper |
| Amazon AMZN | Kaufen | Money Train – DER AKTIONÄR | Jochen Kauper |
| US-Staatsanleihen | Kaufen | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Volkswagen VOW3 | Meiden | Money Train – DER AKTIONÄR | Jochen Kauper |
| Porsche P911 | Kaufen (Tendenz) | Money Train – DER AKTIONÄR | Jochen Kauper |
| BYD | Kaufen (Tendenz) | Money Train – DER AKTIONÄR | Jochen Kauper |
| Taiwan Semiconductor TSM | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Microsoft MSFT | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Mattel MAT | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Nvidia NVDA | Kaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Josefine Vocol |
| Equitable Holdings EQH | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Timon |
| Garmin GRMN | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
| Nasdaq 100 NDX | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Holger Zschäpitz |
| CoreWeave CRWV | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Holger Zschäpitz |
| CoreWeave CRWV | Verkaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| BMW BMW | Meiden (Tendenz) | Money Train – DER AKTIONÄR | Jochen Kauper |
| Tesla TSLA | Meiden (Tendenz) | Money Train – DER AKTIONÄR | Jochen Kauper |
| PayPal PYPL | Meiden (Tendenz) | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| Micron MU | Meiden (Tendenz) | Alles auf Aktien | Holger Zschäpitz |
Alle Folgen und Empfehlungen der letzten Tage findest du in unserem Podcast-Radar.
Was die Podcasts heute bewegt
Einig sind sich die Sprecher beim Thema deutsche Autobauer: Jochen Kauper (DER AKTIONÄR) sieht bei VW und BMW kaum Kaufperspektive und verweist auf die Konkurrenz aus China. Beim KI-Trade widersprechen sich die Podcasts deutlich. Markus Koch (Wall Street) warnt vor CoreWeave wegen 55 Milliarden US-Dollar Schulden bei 36 Milliarden US-Dollar Marktwert, während Holger Zschäpitz (Alles auf Aktien) einen Einstieg als Wette darauf beschreibt, dass sich der Kreditmarkt irrt – aber ausdrücklich nur als Spielgeld. Bei Speicherwerten wie Micron wertet Zschäpitz extrem niedrige KGVs als Warnsignal. Nvidia wird von Handelsblatt Today als wichtigster Anbieter für das Training moderner KI-Modelle genannt, ohne dass eine Kaufempfehlung ausgesprochen wird.
Money Train – DER AKTIONÄR: VW, BMW & Co.: Wer hat die Antwort auf Chinas Konkurrenz?
Jochen Kauper ("Börsen Punk") sieht bei den deutschen Autobauern kaum Kaufperspektive. VW bewertet er skeptisch und hält einen Turnaround für verfrüht, BMW stehe "nicht unbedingt viel besser" da. Als einzige Autoaktie, mit der er sich anfreunden könnte, nennt er Ferrari; Xiaomi nennt er als spekulative Zweitwahl mit Europastart 2027. Porsche traut er unter dem neuen CEO Michael Leiters eine Rückkehr zu höheren Margen zu. Tesla hält er weiter für sehr sportlich bewertet und sieht Beweise für Robotaxi und KI noch ausstehend.
Empfohlen
Müsste Kauper eine Autoaktie kaufen, würde er Ferrari wählen: stylische, ausverkaufte Modelle, höhere Preise und guter Auftragsbestand.
Zitat & Begründung
„ja kauf dir zumindest eine Ferrari“
- Autowerte seien extrem zyklisch, KGV und Dividendenrendite täuschten.
- Ferrari hat ausverkaufte, stylische Modelle und einen guten Auftragsbestand.
- Neue Modelle kommen zu höheren Preisen als die Vorgänger.
Als spekulative Zweitwahl nennt Kauper Xiaomi: coole Autos, viele Vorbestellungen, starkes Hard-/Software-Ökosystem, Europastart 2027.
Zitat & Begründung
„dann würde ich vielleicht Xiaomi nehmen, die kommen 2027 nach Europa“
- Xiaomi hat wenige, aber stark nachgefragte Modelle mit vielen Vorbestellungen.
- Handys, KI-System und Ökosystem ergänzen sich gegenseitig.
- Kauper bezeichnet es selbst als heiße, deutlich spekulativere Wette.
Für Robotaxi-Exposure verweist Kauper auf Alphabet (Waymo), schränkt aber ein, dass der Umsatzanteil noch minimal ist.
Zitat & Begründung
„dann kaufst Du eine Alphabet oder Amazon, wo Du im Bereich Robotaxis mit profitieren kannst, aber auch hier minimal“
- Waymo rollt Robotaxis aus und sammelt Daten.
- Der Robotaxi-Anteil am Gesamtumsatz ist aber noch gering.
- Damit bleibt der Hebel für die Aktie begrenzt.
Auch Amazon nennt Kauper als Robotaxi-Play (Zoox), betont aber, dass der Umsatzanteil praktisch null ist.
Zitat & Begründung
„die einzelnen Sparten wie jetzt beispielsweise Waymo und Sux noch geringen Umsatzanteil haben und Suux bei Amazon ja quasi 0“
- Amazon baut mit Zoox eigene Robotaxis auf.
- Die Sparte trägt derzeit quasi keinen Umsatz bei.
- Der Effekt auf die Aktie ist daher minimal.
Porsche kann laut Kauper unter CEO Michael Leiters wieder Begierde wecken, wenn es mit weniger Stückzahlen höhere Margen fährt – Richtung Ferrari.
Zitat & Begründung
„Und ich glaube, dass Porsche schon die Möglichkeit hat, wieder ein Stück Magie zurückzugewinnen“
- Leiters fokussiert die Marke weg vom reinen Massenhersteller.
- Weniger Stückzahlen sollen höhere Margen bringen, angelehnt an die Ferrari-Produktpolitik.
- China bleibt allerdings auch für Porsche ein Problem.
Kauper sieht die chinesischen Hersteller im Vorteil: besseres Preis-Leistungs-Verhältnis und mehr Chancen, in anderen Märkten wie Europa zu wachsen.
Zitat & Begründung
„Ich glaube eher, dass die chinesischen Automobilhersteller mehr Chancen haben, jetzt in anderen Märkten zu wachsen“
- Chinesische E-Autos bieten aus seiner Sicht besseres Preis-Leistungs-Verhältnis und stärkere Software.
- In China tobt ein brutaler Preiskampf mit fallenden Margen.
- Wachstumschancen sieht er daher eher außerhalb Chinas, etwa in Europa.
Abgeraten
Kauper sieht bei keinem deutschen Autobauer kontinuierliches Wachstum und hält die Turnaround-Chance für verfrüht; in China traut er VW keine Marktanteilsgewinne zu.
Zitat & Begründung
„Schönes, schönes, kontinuierliches Wachstum und das sehe ich halt einfach bei keinem der deutschen Automobilhersteller.“
- VW verliert in China massiv Absatz und verdient dort kaum noch Geld.
- Die neuen China-Modelle müssten erst beweisen, dass sie Marktanteile zurückholen.
- Bei den deutschen Herstellern fehlt ihm das Wachstum – Turnaround aus seiner Sicht zu früh.
BMW steht laut Kauper nicht besser da als VW: Prognosesenkungen, minimale Marge, und ob die Neue Klasse in China konkurrenzfähig ist, bezweifelt er.
Zitat & Begründung
„Nicht unbedingt viel besser.“
- Die Neue Klasse sollte Software- und Preisvorteile bringen, blieb aber ohne Umsatz- und Ergebnisschub.
- BMW hat mehrfach die Prognose gesenkt und arbeitet nur mit minimaler Marge.
- Beim China-Pricing bezweifelt er die Konkurrenzfähigkeit.
Tesla bleibt laut Kauper wahnsinnig sportlich bewertet; Robotaxi, Optimus und KI müssten ihre Funktionstüchtigkeit erst noch beweisen.
Zitat & Begründung
„Mein Tesla ist nach wie vor wahnsinnig sportlich bewertet“
- Die Modellpalette besteht seit Jahren im Wesentlichen nur aus Model 3 und Model Y.
- Der kamerabasierte Robotaxi-Ansatz ist unbewiesen, böte aber einen großen Kostenvorteil.
- Die Bewertung liegt weit über der anderer Autohersteller.
Wall Street mit Markus Koch: Tech-Verkaufswelle bleibt. Erzeugerpreise sehr heiß.
Markus Koch hält seit Wochen eine sehr hohe Gewichtung in US-Staatsanleihen und sieht seinen Bond-Trade aufgehen – als Absicherung, weil mehr als die Hälfte der Aktien im Russell 3000 in einem Bärenmarkt steckt. Bei Taiwan Semiconductor nennt er die Enttäuschung über die Margen überzogen, bei Microsoft sieht er weiteren Rückenwind nach Analysten-Kaufempfehlungen. Bei CoreWeave verweist er auf 55 Milliarden US-Dollar Schulden bei 36 Milliarden US-Dollar Marktwert und auf schwieriger werdende Finanzierungen im KI-Sektor. Die Übernahmegerüchte um Mattel hält er für plausibel.
Empfohlen
Koch hält seit Wochen eine sehr hohe Gewichtung in US-Staatsanleihen als Absicherung gegen einen insgesamt schwächeren Aktienmarkt; der Bond-Trade beginne aufzugehen.
Zitat & Begründung
„habe ich seit Wochen eine sehr, sehr hohe Gewichtung in US Staatsanleihen. Einmal, weil ich das als eine Art Absicherung sehe in einem insgesamt schwächeren Aktienmarkt.“
- Mehr als die Hälfte der Aktien im Russell 3000 steckt laut Koch in einem Bärenmarkt.
- Das Verlustrisiko auf der Aktienseite sei im Durchschnitt größer als auf der Bondseite.
- Daher hält er US-Staatsanleihen als Absicherung im eigenen Portfolio.
Koch hält die Enttäuschung über die Taiwan-Semiconductor-Margen für überzogen: 66,4 Prozent Bruttomarge, operative Marge über Schätzungen, Umsatzausblick deutlich über Erwartungen.
Zitat & Begründung
„der Begriff Enttäuschung für meinen Geschmack hier wirklich sehr überzogen ist“
- Die Bruttomarge lag mit 66,4 Prozent nur 0,1 Prozentpunkte unter den Erwartungen.
- Die operativen Margen übertrafen die Schätzungen, der Q4-Umsatzausblick liegt deutlich darüber.
- Der Begriff Enttäuschung sei für ihn daher überzogen, auch wenn der AI-Trade unter Abgabedruck bleibt.
Koch sieht bei Microsoft weiter Rückenwind, nachdem Citigroup die Kaufempfehlung mit Kursziel 636 Dollar bestätigt und die UBS das Kursziel auf 675 Dollar angehoben hat.
Zitat & Begründung
„Also bei Microsoft bleibt der Rückenwind da.“
- Citigroup empfiehlt Microsoft erneut zum Kauf, Kursziel 636 Dollar.
- Die UBS hebt das Kursziel auf 675 Dollar an und bleibt bei Kaufen.
- Koch schließt daraus, dass der Rückenwind bei Microsoft bleibt.
Koch hält die Übernahmegerüchte um Mattel für plausibel, weil eine Vertragsänderung dem CEO Aktien-Incentives auch bei einem Verkauf sichert und kein persönliches Hindernis mehr besteht.
Zitat & Begründung
„das füttert natürlich in diesen Gedankenreihen, dass an den Medienberichten, hier könnte es eine Übernahme geben, durchaus etwas sein sollte“
- Eine Vertragsänderung stellt den CEO bei einem Unternehmensverkauf nicht mehr schlechter.
- Damit hat der CEO laut Koch keinen persönlichen Grund, einem Deal im Weg zu stehen.
- Medienberichten zufolge wäre Authentic bereit, 20 bis 25 Dollar je Aktie zu zahlen.
Abgeraten
Koch sieht CoreWeave finanziell auf wackligem Fundament – 36 Milliarden Dollar Marktwert, gut 5 Milliarden Dollar Liquidität, aber 55 Milliarden Dollar Schulden – und warnt vor schwierigerer AI-Finanzierung.
Zitat & Begründung
„Also das ist schon mit' heißen Nadel gestrickt. Das Letzte, was die brauchen, ist letztendlich eine Abkühlung in diesem Segment.“
- Bei 36 Milliarden Dollar Marktwert stehen rund 55 Milliarden Dollar Schulden, das sei mit heißer Nadel gestrickt.
- Börsengänge und Finanzierungen im AI-Sektor werden laut Koch schwieriger.
- Das zeige, dass Investoren bei AI-basierten Finanzierungen skeptischer geworden seien.
Handelsblatt Today: Bund will Millionen in KI-Deal mit Nvidia stecken | Trump setzt Ukraine unter Druck – EU verspricht mehr Unterstützung
Nach exklusiven Handelsblatt-Informationen plant die Bundesregierung eine umfangreiche KI-Kooperation mit Nvidia und will dafür einen dreistelligen Millionenbetrag aus der Hightech-Agenda einsetzen. Nvidia steuert Ingenieure und Modelle wie Nemotron und Cosmos bei. Korrespondentin Josefine Vocol nennt Nvidia den wichtigsten Anbieter für das Training moderner KI-Modelle und verweist auf fehlende Alternativen – eine Kaufempfehlung spricht sie nicht aus. Im Marktbericht dominieren Verluste bei Chipwerten, während der DAX wegen seiner geringeren Tech-Lastigkeit stabiler bleibt.
Empfohlen
Vocol bezeichnet Nvidia als wichtigsten Anbieter für das Training moderner KI-Modelle und betont, dass es kaum Alternativen zu den Nvidia-Chips gibt – als Begründung für die geplante Kooperation der Bundesregierung.
Zitat & Begründung
„weil NVIDIA mit seinen leistungsfähigen KI Chips und der darauf abgestimmten Software zum wichtigsten Anbieter für Training moderner KI Modelle geworden ist“
- In der industriellen KI sieht Vocol eine Chance für Deutschland, an die Weltspitze anzuschließen.
- Dafür braucht es Nvidia, weil dessen Chips und Software das Training moderner KI-Modelle dominieren.
- Alternativen zu Nvidia-Chips fehlen laut Vocol derzeit, weshalb man auf diese Plattform aufbaue.
OHNE AKTIEN WIRD SCHWER: Garmin vs Apple, Whoop & China. Rocket Lab verzögert, TSMC, Equitable-Fusion
Noah Leidinger hält die Bewertung von Garmin nach dem Kursplus von rund 30 Prozent in diesem Jahr für nachvollziehbar, rechnet aber ohne anziehendes Wachstum nur noch mit Kurszuwächsen im Tempo des Gewinnwachstums von etwa 10 Prozent pro Jahr und sieht das Risiko einer niedrigeren Bewertung. Timon sieht Equitable Holdings als Profiteur des höheren Zinsniveaus und bewertet die Fusion mit Corebridge positiv; bei rund 30 Milliarden US-Dollar Börsenwert ergebe die erwartete Cash-Generierung eine Ausschüttungsrendite von rund 8 Prozent. Ansonsten prägten Nachrichten den Tag: Speicherchip-Werte fielen deutlich, TSMC legte starke Zahlen vor, und Rocket Lab verschob den Erstflug der Neutron-Rakete erneut.
Empfohlen
Timon sieht Equitable als Profiteur höherer Zinsen und erwartet von der Fusion mit Corebridge ein größeres, profitableres Geschäft mit rund 8 Prozent Ausschüttungsrendite.
Zitat & Begründung
„Equitable sollte eher profitieren, weil sie tendenziell mehr Geld in sicherere Anlagen stecken.“
- Equitable steckt mehr Geld in sichere Anlagen und profitiert damit eher vom höheren Zinsniveau.
- Die Fusion mit Corebridge verbreitert das Geschäft, 2027 sollen zusammen über 4 Mrd. Dollar Cash entstehen.
- Bei über 60 Prozent Ausschüttung ergäbe das rund 8 Prozent Rendite; Risiken sind starker Wettbewerb und Garantien im Crash.
Garmin hat die Erwartungen jahrelang geschlagen, doch bei einem KGV von rund 30 rechnet Noah nur noch mit Kurszuwächsen im Tempo des Gewinnwachstums von etwa 10 Prozent pro Jahr.
Zitat & Begründung
„dann wird die Aktie eben auch nur so stark steigen wie der Umsatz beziehungsweise der Gewinn, also die 10 Prozent im Jahr“
- Garmin wächst in fast allen Bereichen zweistellig und hat sich in drei Jahren etwa verdreifacht.
- Die Bewertung mit dem Dreißigfachen des Gewinns ist nur mit weiterem Wachstum zu rechtfertigen.
- Ohne anziehendes Wachstum steigt die Aktie wohl nur wie Umsatz und Gewinn, also rund 10 Prozent pro Jahr.
Alles auf Aktien: Das Dip-Buyer-Dilemma und 3 Regeln für den Goldenen Handschlag
Der Nasdaq 100 ist laut Holger Zschäpitz mit dem 21-fachen der erwarteten Gewinne so günstig bewertet wie seit Beginn des KI-Zyklus 2023 nicht mehr, ein klarer Kaufruf bleibt aber aus. Bei CoreWeave halten die Moderatoren den Einstieg für eine Wette darauf, dass sich der Kreditmarkt irrt: Die gestiegenen Chipmieten sprächen dafür, es bleibe aber Spielgeld und kein Basisinvestment. PayPal sei nach dem Absturz von über 300 auf 57 US-Dollar kein Schnäppchen, und bei Speicherwerten wie Micron werten sie extrem niedrige KGVs als Warnsignal. Der Praxisteil behandelt drei Steuerregeln für Abfindungen.
Empfohlen
Der Index ist mit dem 21-fachen der erwarteten Gewinne so günstig bewertet wie seit Beginn des KI-Zyklus 2023 nicht mehr, die Stimmung sei mies und der Boden vielleicht nicht schlecht.
Zitat & Begründung
„Und was son bisschen zuversichtlich stimmt, ist nämlich die Bewertung des Nasdaq einhundert. Der ist nämlich nur mit dem 21 fachen der erwarteten Gewinne bewertet und damit so günstig wie seit Beginn des KI Zyklus 2023 nicht mehr.“
- Bewertung des Nasdaq 100 liegt beim 21-fachen der erwarteten Gewinne.
- So günstig war der Index seit Beginn des KI-Zyklus 2023 nicht mehr.
- Die Stimmung ist mies und die Positionen sind zumindest teilweise bereinigt.
Ein Einstieg sei eine Wette darauf, dass sich der Kreditmarkt irrt: Die gestiegenen Chipmieten sprächen dafür, bleibe aber Spielgeld statt Basisinvestment.
Zitat & Begründung
„Und wer bei CoreWeave zugreift, der wettet darauf, dass sich der Kreditmarkt irrt. Die Chipmieten, die sprechen dafür, aber das bleibt eher eine Position fürs Spielgeld und keine Basisinvestment fürs Fundament.“
- Der Kreditmarkt preist eine Pleitewahrscheinlichkeit von über 60 Prozent ein.
- Die Miete für eine H100-Chipstunde stieg auf 2,85 Dollar, Rechenleistung ist knapp.
- Wer zugreift, wettet auf ein Irren des Kreditmarkts – für sie nur Spielgeld.
Abgeraten
Der tiefe Kursrückgang mache die Aktie nicht zum Schnäppchen – billig sei nicht gleich günstig.
Zitat & Begründung
„Billig heißt eben nicht günstig. Nur weil eine Aktie mal über 300 Dollar gekostet hat, da ist sie mit 57 Dollar noch lange kein Schnäppchen.“
- Der Kurs liegt mit 57 Dollar weit unter dem Allzeithoch von gut 300 Dollar aus 2021.
- Nur 16 Prozent der Analysten raten zum Kauf.
- Wer allein wegen des gefallenen Kurses zugreift, kauft deshalb kein Schnäppchen.
Speicherwerte wie Micron sind billig, doch das zyklische Geschäft und extrem niedrige KGVs sind für ihn eher Warnsignal als Geschenk.
Zitat & Begründung
„Und da sind eben niedrige KGVs oft ein Warnsignal und nicht immer ein Geschenk.“
- Micron ist mit einem KGV von gut 5 billig, ebenso SanDisk mit 6,5.
- SanDisk steht seit Jahresbeginn aber noch fast 500 Prozent im Plus.
- Speicher ist zyklisch, sehr niedrige KGVs sind oft ein Warnsignal.
Fazit
Die Podcasts zeigen zwei klare Linien: Skepsis gegenüber deutschen Autobauern und Unsicherheit im KI-Trade. Kauper meidet VW und BMW, Koch warnt vor CoreWeave, während Zschäpitz darin eine spekulative Wette sieht – ein offener Widerspruch. Bei Nvidia und TSMC überwiegt trotz guter Zahlen Vorsicht. Es handelt sich um die Meinungen der Podcast-Sprecher, nicht um Tatsachen oder Anlageempfehlungen.
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