Sieben Folgen aus sieben Finanz-Podcasts liegen vor, veröffentlicht zwischen dem 5. Oktober 2026 um 16:06 Uhr und dem 6. Oktober 2026 um 5:45 Uhr. Zwei Themen dominieren: fallende Kurse, die einige Sprecher als Einstiegsniveau deuten, und die Sorge um französische Staatsanleihen. Die wichtigste Erkenntnis: Einigkeit herrscht nur beim Risiko Frankreich – bei Aktien widersprechen sich die Podcasts deutlich.
Auf einen Blick: Empfehlungen und Warnungen
| Asset | Einschätzung | Podcast | Sprecher |
|---|---|---|---|
| Altersvorsorgedepot | Kaufen | Finanzen ganz einfach | Saidi Sulilatu |
| S&P 500 | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Boeing BA | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Adidas ADS | Kaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Andrea Künnen |
| Rheinmetall RHM | Kaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Andrea Künnen |
| Fresenius FRE | Kaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Andrea Künnen |
| US-Aktienmarkt | Kaufen (Tendenz) | Mission Money | Peter Blöd |
| TSMC TSM | Kaufen (Tendenz) | Mission Money | Peter Blöd |
| Otis OTIS | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Simon |
| Dutch Bros BROS | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
| iShares MSCI Brazil ETF | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Holger Zschäpitz |
| SalMar SALM | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| Mowi MOWI | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| Nasdaq 100 | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| Immobilien in Ballungsräumen | Kaufen (Tendenz) | Finanzen ganz einfach | Saidi Sulilatu |
| McDonald's MCD | Verkaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Französische Staatsanleihen | Verkaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Andrea Künnen |
| DAX | Verkaufen (Tendenz) | Mission Money | Peter Blöd |
| Europäische Bankaktien | Verkaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Holger Zschäpitz |
| Französische Staatsanleihen | Verkaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| Immobilien in ländlichen Regionen | Verkaufen (Tendenz) | Finanzen ganz einfach | Emil |
| MSCI Brasilien | Meiden (Tendenz) | Mission Money | Peter Blöd |
| Ergo Altersvorsorge | Meiden (Tendenz) | Finanzen ganz einfach | Saidi Sulilatu |
| Howard Hughes Holdings HHC | Meiden (Tendenz) | Erichsen Geld & Gold | Lars Erichsen |
Alle Folgen und Empfehlungen der letzten Tage findest du in unserem Podcast-Radar.
Was die Podcasts heute bewegt
Mehrere Podcasts sehen nach dem Rücksetzer Chancen: Markus Koch verweist auf 54 Prozent der Russell-3000-Titel im Bärenmarkt, das Handelsblatt-Insiderbarometer steht bei 120 Punkten und sendet ein leichtes Kaufsignal, Mission Money zitiert Citi-Strategin Beata Manthey optimistisch. Gleichzeitig widersprechen sich die Einschätzungen: Koch erwartet eine Gegenbewegung, während Deka-Volkswirt Ulrich Kater bei Mission Money für den DAX bremsende Effekte durch hohe Energiepreise und länger hohe Zinsen sieht. Beim Thema Frankreich sind sich Handelsblatt Today und Alles auf Aktien einig, dass die Risikoaufschläge französischer Staatsanleihen kritisch sind – der Spread lag zeitweise bei 150 Basispunkten, dem höchsten Stand seit 2012. Brasilien polarisiert: Mission Money warnt nach plus 13 Prozent im MSCI Brasilien vor Fomo, Alles auf Aktien nennt den Brasilien-ETF nach plus 16,5 Prozent als Anlageidee.
Wall Street mit Markus Koch: 54% der Aktien im Bärenmarkt. Kommt jetzt die große Rotation?
Markus Koch sieht die Wall Street nach dem Rücksetzer eher auf der Chancenseite: Steigende Gewinnschätzungen bei gesunkenen Bewertungen und 54 Prozent der Russell-3000-Titel im Bärenmarkt sprächen für eine Gegenbewegung. Boeing bewertet er nach der FAA-Entwarnung zum 737-MAX-10-Softwareproblem als gute Nachricht, offen bleibt die Abstimmung über den Tarifvertrag. Bei McDonald's sieht er nach gesenkten Kurszielen keinen Turnaround; Foxconns Umsatzplus von 47 Prozent wertet er als Beleg für boomende KI-Ausgaben.
Empfohlen
Steigende Gewinnschätzungen bei gesunkenen Bewertungen und viele Aktien im Bärenmarkt machen Einstiegsniveaus attraktiver – Koch rechnet eher mit einer Gegenbewegung als mit weiterem Abwärtsdruck.
Zitat & Begründung
„Wir sehen steigende Gewinnschätzungen, Punkt 1. Wir sehen sehr viele Aktien, die bereits im Bärenmarkt sind, Punkt 2.“
- Die Gewinnschätzungen für den S&P 500 steigen, obwohl sie vor dem Start der Berichtssaison sonst sinken.
- Gleichzeitig sind 54 Prozent der Russell-3000-Aktien im Bärenmarkt, die Bewertungen sind gefallen.
- Koch folgert daraus attraktivere Einstiegsniveaus und eine wahrscheinlichere Gegenbewegung.
Die FAA bestätigt, dass das Softwareproblem den Betrieb der 737 MAX 10 nicht einschneidend gefährdet – für Koch eine gute Nachricht, offen bleibt die Abstimmung über den Tarifvertrag.
Zitat & Begründung
„Das sind erst mal gute Nachrichten zu Boeing.“
- Die FAA bestätigt, dass das Softwareproblem den Flugbetrieb der 737 MAX 10 nicht einschneidend gefährdet.
- Koch wertet das ausdrücklich als gute Nachrichten für Boeing.
- Unsicherheit bleibt nur die Ende der Woche anstehende Entscheidung über den neuen Tarifvertrag.
Abgeraten
Nach gesenkten Kurszielen, abkühlender US-Nachfrage und langsameren globalen Wachstum sieht Koch bei McDonald's keinen Turnaround.
Zitat & Begründung
„Also kein Turnaround bei McDonald's.“
- Guggenheim senkt das Kursziel von 290 auf 250 Dollar und bleibt bei neutral.
- Die Nachfrage in länger geöffneten US-Restaurants kühlt ab, auch global wächst es langsamer.
- Kochs Fazit: Bei McDonald's ist kein Turnaround erkennbar.
Handelsblatt Today: Handelsstreit: Merz und Macron bereiten „Kill Switch“ gegen China und USA vor | Welche Aktien die Dax-Insider kaufen
Im Insiderbarometer für September fallen drei DAX-Chefs auf, die trotz fallender Kurse eigene Aktien kauften: Adidas-Chef Gulden für gut eine halbe Million Euro, Rheinmetalls Papperger für knapp eine halbe Million, bei Fresenius Vorstandschef und Finanzvorständin für zusammen knapp 300.000 Euro. Redakteurin Andrea Künnen sieht im Adidas-Kauf ein Zeichen, dass Gulden die Aktie für unterbewertet hält; das Barometer steht bei 120 Punkten. Französische Staatsanleihen beschreibt sie als kritisch, der Spread zu Bundesanleihen ist so hoch wie 2012.
Empfohlen
Adidas-Chef Gulden hat nach dem Kursverlust von über 20 Prozent seit den Quartalszahlen erneut für gut eine halbe Million Euro Aktien gekauft – laut Künnen ein Zeichen, dass er die Aktie für unterbewertet hält.
Zitat & Begründung
„Das ist ein Zeichen dafür, dass er die Aktie wohl für unterbewertet hält und das sehen übrigens auch viele Analysten so.“
- Adidas verlor seit den Q2-Zahlen Ende Juli mehr als 20 Prozent, obwohl die Zahlen gut waren und die Prognose erhöht wurde.
- Gulden kaufte bereits Ende Juli und legte im September für gut eine halbe Million Euro nach.
- Künnen wertet das als Signal, dass er die Aktie für unterbewertet hält; viele Analysten sähen es ebenso.
Rheinmetall-Insider kaufen seit zwölf Monaten fast nur noch eigene Aktien; CEO Papperger legte im September für knapp eine halbe Million Euro nach, obwohl die Aktie über die Hälfte vom Rekordhoch verloren hat.
Zitat & Begründung
„Papaga hat sich jetzt im September noch mal Rheinmetall Aktien für knapp eine halbe Million Euro ins eigene Depot gelegt.“
- Die Aktie liegt mehr als 50 Prozent unter ihrem Rekordhoch von vor rund einem Jahr.
- Seit dem Ukrainekrieg steht sie rund 850 Prozent im Plus, Insider kaufen seit zwölf Monaten fast nur noch.
- Papperger legte im September für knapp eine halbe Million Euro nach.
Fresenius-Vorstandschef und Finanzvorständin kauften Anfang September Aktien für knapp 300.000 Euro – laut Künnen sehen sie offenbar weiteres Potenzial.
Zitat & Begründung
„die scheinen da noch mehr Potenzial zu sehen. Sie haben Anfang September Fresenius Aktien zusammen für knapp 300000 Euro gekauft.“
- Fresenius hat in zwölf Monaten rund 7 Prozent verloren, sich vom Jahrestief Ende Mai aber deutlich erholt.
- Vorstandschef und Finanzvorständin kauften Anfang September gemeinsam für knapp 300.000 Euro.
- Künnen zufolge scheinen die Manager weiteres Potenzial zu sehen.
Abgeraten
Die Lage französischer Staatsanleihen sei kritisch: stark gestiegene Schulden, unklare Mehrheiten und Proteste machten Sparbemühungen immer unwahrscheinlicher, die Risikoaufschläge erreichten 2012er-Niveau.
Zitat & Begründung
„Die Lage ist einfach kritisch. Im Zentrum, da steht ja Frankreich mit seinen so deutlich gestiegenen Schulden“
- Zehnjährige französische Staatsanleihen rentieren mit rund 4,8 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als vor drei Monaten.
- Der Spread zu Bundesanleihen sprang binnen einer Woche um 0,3 Punkte auf 1,4 – so schnell noch nie seit Euro-Einführung.
- Künnen erinnert die Entwicklung an die Euro-Staatsschuldenkrise und hält eine Konsolidierung Frankreichs für immer unwahrscheinlicher.
Mission Money: Kursfeuerwerk in Brasilien & Zinssorgen sinken rapide
Der brasilianische Aktienmarkt feierte nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahl ein Kursfeuerwerk, der MSCI Brasilien legte zeitweise 13 Prozent zu. Moderator Peter Blöd warnt vor Fomo: Politisch getriebene Rallyes hätten kurze Beine, die Stichwahl am 25. Oktober sei offen. Citi-Strategin Beata Manthey bleibt optimistisch für US-Aktien, Deka-Volkswirt Ulrich Kater sieht für den DAX bremsende Effekte durch hohe Energiepreise und länger hohe Zinsen. TSMC nennt Blöd einen Dauerläufer.
Empfohlen
Citis US-Aktienstrategin Beata Manthey bleibt trotz makroökonomischer Risiken optimistisch, weil sich die Unternehmensgewinne – vor allem in den USA – als widerstandsfähig erweisen.
Zitat & Begründung
„Die ist trotz der makroökonomischen Risiken, die es ja da draußen gibt, vergleichsweise optimistisch nach wie vor.“
- Die globalen Aktienmärkte liegen laut Manthey knapp unter ihren Rekordständen.
- Für sie ist das ein Zeichen für die Widerstandsfähigkeit der Aktienmärkte.
- Ihr Haus bleibt deshalb im sogenannten Resilienzlager und erwartet weiter kräftig steigende Unternehmensgewinne.
Der Moderator bezeichnet TSMC als „großen Dauerläufer“; die Spekulation über eine Zusammenarbeit mit Elon Musks Halbleiterprojekt Terra Fab sieht er mangels Details aber nur als überschaubaren Impuls.
Zitat & Begründung
„TSMC, unser großer Dauerläufer, 7 Conductor gehört zu den Tagesgewinnern aus dem asiatischen Raum mit' Plus von rund 3 Prozent“
- TSMC gehört mit rund 3 Prozent zu den Tagesgewinnern in Asien.
- Auslöser sind Spekulationen über eine Kooperation mit Elon Musks Halbleiterprojekt Terra Fab.
- Da Details fehlen, bleibt der Effekt laut Moderator überschaubar; langfristig gilt TSMC ihm als Dauerläufer.
Abgeraten
Der Index legte nach der ersten Wahlrunde 13 Prozent zu, doch der Moderator warnt vor Fomo: Politisch getriebene Rallyes hätten kurze Beine, die Stichwahl am 25. Oktober sei offen.
Zitat & Begründung
„Bevor jetzt hier alle Fomo bekommen, immer dran denken, kurze Beine und so. Außerdem hat's eben kein Kandidat über die 50 Prozent Hürde geschafft.“
- Nach der ersten Wahlrunde in Brasilien schoss der MSCI Brasilien um 13 Prozent nach oben.
- Kein Kandidat erreichte die 50-Prozent-Hürde, entschieden wird erst in der Stichwahl am 25. Oktober.
- Der Moderator warnt daher davor, der Rallye hinterherzulaufen.
Deka-Chefvolkswirt Ulrich Kater sieht höhere Energiepreise als Risiko: Hält die EZB die Zinsen deshalb länger hoch, wirkt das auf den industrielastigen DAX eher bremsend.
Zitat & Begründung
„die hohen Energiepreise könnten die EZB dazu zwingen, die Zinsen länger noch hochzuhalten, als das vielen recht ist. Und das hat durchaus für deutsche Aktien natürlich einen eher bremsenden Effekt“
- Kater nennt Inflationserwartungen und Geldpolitik als bestimmende Kräfte für den deutschen Aktienmarkt.
- Hohe Energiepreise könnten die EZB zwingen, die Zinsen länger hochzuhalten als vielen recht ist.
- Das bremse deutsche Aktien, die wegen der Industrielastigkeit anfälliger seien.
OHNE AKTIEN WIRD SCHWER: Aufzughersteller Otis mit Turnaround-Chance? Dutch Bros zu günstig? Euro in Krise. Mega-Deal von Schneider Electric.
Simon hält den Kursrutsch bei Otis für übertrieben: Der Service macht über 90 Prozent des operativen Gewinns, das Modernisierungsgeschäft wächst 24 Prozent, die Service-Marge soll sich im zweiten Halbjahr laut Management erholen. Das erwartete KGV von 15 liegt unter dem Fünfjahresschnitt von 24 und unter Kone und Schindler mit 23. Noah Leidinger bleibt Fan von Dutch Bros und sieht nach fast 50 Prozent Kursverlust in drei Monaten langfristig Upside, betont aber das hohe Risiko des wachstumsgetriebenen Modells.
Empfohlen
Der Kursrutsch von fast 30 Prozent seit Jahresanfang wirkt übertrieben: Modernisierung und Service-Margen-Erholung dürften den Turnaround bringen, die Bewertung liegt weit unter dem historischen Schnitt.
Zitat & Begründung
„Wenn das klappt und Amerika keine Kunden mehr verliert, sieht der Kursrutsch übertrieben aus.“
- Der Service macht zwei Drittel vom Umsatz und über 90 Prozent vom operativen Gewinn und ist wegen vorgeschriebener Wartung stabil.
- Das Modernisierungsgeschäft wuchs zuletzt 24 Prozent und kann über die eigene Steuerungssoftware verlorene Wartungskunden zurückholen.
- Erwartetes KGV von rund 15 gegen 24 im Fünfjahresschnitt und 23 bei Kone und Schindler – dazu 6 Prozent Aktionärsrendite.
Nach fast 50 Prozent Kursverlust in drei Monaten hält Noah Leidinger die Bewertung langfristig für attraktiv, warnt aber vor dem Risiko des stark auf Wachstum ausgelegten Geschäfts.
Zitat & Begründung
„Wenn man langfristig aber an den Case glaubt, hat die aktuelle Bewertung noch ordentlich Upside.“
- Dutch Bros wächst über neue Läden um über 20 Prozent pro Jahr, zuletzt schwächte sich das Wachstum in bestehenden Läden aber auf 3 Prozent ab.
- Die bestehenden Läden bringen rund 360 Millionen Dollar operativen Cashflow – etwa so viel, wie die Firma aktuell an der Börse wert ist.
- Bleibt ein riskantes Investment, weil fast der ganze Cashflow in neue Läden und damit in die Zukunft fließt.
Alles auf Aktien: Zittern vor der Frankreich-Krise und die große Lachs-Wette
Die Moderatoren sehen Frankreich als neues Zentrum der Euro-Debatte: Der Spread französischer zu deutschen Staatsanleihen lag zeitweise bei 150 Basispunkten, dem höchsten Stand seit 2012, und ab 5 Prozent Rendite droht ein Teufelskreis. Für europäische Bankaktien erwarten sie Gegenwind. Als Anlageidee bleiben zwei Lachszüchter auf der Watchlist: SalMar als Erholungswette mit Goldman-Kursziel 700 Kronen und Mowi als verlässlicherer Titel mit Barclays-Kursziel 215 Kronen. Der Brasilien-ETF iShares MSCI Brazil sprang nach Bolsonaros Vorsprung im ersten Wahlgang um 16,5 Prozent.
Empfohlen
Bolsonaros Vorsprung im ersten Wahlgang erhöht die Chance auf einen Regierungswechsel mit strafferer Haushaltspolitik, was als positiv für brasilianische Aktien gilt.
Zitat & Begründung
„Ein Wechsel nach rechts wird als Chance auf Haushaltsdisziplin gelesen und das wäre gut für die Währung, für Anleihen und eben auch für brasilianische Aktien.“
- Bolsonaro liegt im ersten Wahlgang knapp vor Lula, der Brasilien-ETF springt 16,5 Prozent.
- Der Markt liest einen Rechtswechsel als Chance auf Haushaltsdisziplin.
- Das wäre laut Zschäpitz gut für Währung, Anleihen und brasilianische Aktien.
Goldman Sachs erwartet für 2027 ein schrumpfendes Lachsnagebot; SalMar gilt den Moderatoren als Erholungswette mit unausgeschöpften Kapazitäten und Hebel auf höhere Preise.
Zitat & Begründung
„Für eure Watchlist bleiben daher 2 unterschiedliche Kandidaten stehen. Salma für die stärkere Erholungswette, Movie für die bislang verlässlichere operative Leistung.“
- Goldman erwartet 2027 weltweit 1,3 Prozent weniger Lachs und fast eine Verdopplung des Gewinns je Kilo.
- SalMar kann nach Zuchtproblemen und großer Übernahme vorhandene Kapazitäten besser nutzen.
- Eckert behält die Aktie als die stärkere Erholungswette auf der Watchlist.
Mowi gilt als verlässlicherer Lachszüchter mit breiterer geografischer Aufstellung; Barclays sieht 215 Kronen, Goldman 220 Kronen, bleibt aber neutral.
Zitat & Begründung
„Der Konzern hat seine Produktionsziele in den vergangenen Jahren vergleichsweise zuverlässig erfüllt und ist geografisch breiter ausgestellt.“
- Barclays bevorzugt Mowi gegenüber SalMar.
- Der Konzern hat Produktionsziele zuverlässig erfüllt und zieht Jungfische länger an Land auf.
- Eckert führt Mowi als den operativ verlässlicheren Watchlist-Kandidaten.
Der Nasdaq-100 schließt erstmals über 31.000 Punkten; Eckert sieht die KI-Welle als weiterhin tragende Kraft des Marktes, ohne konkrete Kaufaufforderung.
Zitat & Begründung
„Die KI Welle, die trägt den Markt damit weiter nach oben.“
- Der Nasdaq-100 legte 0,9 Prozent zu und schloss erstmals über 31.000 Punkten.
- Größte Gewinner waren Nvidia, Meta, Microsoft und Tesla.
- Eckert: die KI-Welle trägt den Markt weiter nach oben.
Abgeraten
Zschäpitz erwartet durch die politische Unsicherheit in Frankreich und Spanien Gegenwind für europäische Börsen und speziell für europäische Bankaktien.
Zitat & Begründung
„Gleichzeitig schafft politische Unsicherheit aber Gegenwind für europäische Börsen und wahrscheinlich auch für europäische Bankaktien.“
- Politische Unsicherheit in Frankreich und Spanien belastet europäische Märkte.
- Ein schwächerer Euro stützt dagegen exportstarke Unternehmen.
- Zschäpitz sieht die Mischung aus Rücken- und Gegenwind, besonders für Bankaktien negativ.
Eckert warnt, dass höhere Zinsen tiefere Löcher in die Staatskassen reißen und ab 5 Prozent Rendite ein Teufelskreis aus Defizit und Zinslast droht.
Zitat & Begründung
„bei 1 Rendite von 5 Prozent oder mehr droht irgendwann ein Teufelskreis“
- Der Spread französischer zu deutschen Staatsanleihen erreichte zeitweise 150 Basispunkte, höchster Wert seit 2012.
- Zehnjährige französische Anleihen rentierten mit 4,87 Prozent knapp unter der 5-Prozent-Marke.
- Ab 5 Prozent droht laut Eckert ein Teufelskreis, der die Schuldentragfähigkeit infrage stellt.
Finanzen ganz einfach: Billige Immos nach den Boomern? (#319)
Finanztip seziert den Silvertsunami: Sinkende Immobilienpreise durch alternde Babyboomer erwartet Saidi Sulilatu vor allem im ländlichen Raum, während er für Metropolregionen und gut angebundene Umlandlagen weiter steigende Nachfrage und Preise sieht. Für die Altersvorsorge rät er, nicht auf das staatliche Standarddepot zu warten, sondern ab Januar 2027 mit einem günstigen privaten Altersvorsorgedepot zu starten und die Förderung mitzunehmen. Versicherungsbasierte Altersvorsorge wie die der Ergo hält er für zu teuer, wenn die Kosten über ein Prozent pro Jahr liegen.
Empfohlen
Saidi rät, nicht auf das staatliche Standarddepot zu warten, sondern ab Januar 2027 mit einem günstigen privaten Altersvorsorgedepot zu starten und die Förderung mitzunehmen.
Zitat & Begründung
„nimm diesen Rückenwind doch mit, ja? Dann fang mal mit, wenn Du's schaffst, 150 Euro im im Januar an.“
- Das staatliche Standarddepot kommt kaum zum 1. Januar 2027.
- Private Anbieter seien bei den Kosten nah dran oder günstiger.
- Wechsel bleibt später möglich, deshalb jetzt starten und Förderung sichern.
Die Erbschaftswelle lenkt Kapital in großstadtnahe Lagen, dadurch steigt die Nachfrage in Metropolregionen weiter – dort erwartet Saidi eher steigende Immobilienpreise.
Zitat & Begründung
„dass grade in den Metropolregionen sogar der Bedarf die Nachfrage halt noch größer wird und damit die Preise noch mal steigen“
- Erben bringen Eigenkapital in Ballungsräume und großstadtnahe Lagen.
- Dort trifft dieses Kapital auf knappes Angebot.
- Folge: In Metropolregionen steigt die Nachfrage und damit tendenziell der Preis.
Abgeraten
In abgehängten ländlichen Lagen ohne Arbeitsplätze und Infrastruktur erwartet Emil sinkende Hauspreise; der demografische Effekt wirkt lokal, nicht national.
Zitat & Begründung
„sinkende Hauspreise in Gegenden, wo Du keine Arbeit hast, wo Du nicht sein willst, wo's keine passenden Schulen für deine Kinder gibt oder eben weniger, bringen die eben nichts“
- Der demografische Wandel trifft vor allem den ländlichen Raum.
- Fehlende Arbeit, Schulen und Anbindung schwächen die Nachfrage vor Ort.
- Folge: Dort sinken die Preise, während Ballungsräume zulegen.
Saidi hält die Altersvorsorgeverträge der Ergo wie viele private Rentenversicherungen für zu teuer – bei Kosten über einem Prozent pro Jahr lohne sich der Vertrag sehr wahrscheinlich nicht.
Zitat & Begründung
„Ich kann nur ganz allgemein sagen, bei der Ergo wie bei vielen anderen Versicherungen sind solche Altersvorsorgeverträge, die in aller Regel Rentenversicherungen sind, private Rentenversicherungen sind, sind ziemlich teuer.“
- Ergo-Verträge sind meist teure private Rentenversicherungen.
- Kosten über ein Prozent pro Jahr machen den Vertrag unattraktiv.
- Er rät, Kosten zu prüfen und den Vertrag notfalls beitragsfrei zu stellen.
Erichsen Geld & Gold: Die neue Berkshire Hathaway? So soll sie aussehen!
Lars Erichsen stellt Howard Hughes Holdings vor, die Bill Ackman laut eigener Ankündigung zur nächsten Berkshire Hathaway umbauen will: Milliarden aus dem Immobiliengeschäft sollen freigesetzt und in den Versicherer Vantage Group investiert werden, finanziert teils über Vorzugsaktien von Pershing Square. Erichsen hält das Modell für spannend und sieht im niedrigen Bewertungsniveau einen günstigen Zeitpunkt, für ihn ist die Aktie aber bislang nur die Story ohne belastbare Ergebnisse – deshalb kauft er nicht, sondern beobachtet weiter. Als größtes Crashrisiko nennt er einen möglichen KI-Super-GAU.
Abgeraten
Spannendes Umbau-Modell nach Berkshire-Vorbild, aber bislang nur eine Story ohne Ergebnisse – für Erichsen zu spekulativ, er kauft nicht und beobachtet nur.
Zitat & Begründung
„Für mich ist es ein – hört sich vielleicht komisch an, aber wenn, dann muss man das Ganze langfristig machen und dafür ist es mir zu spekulativ, denn bisher kaufe ich im Prinzip nur die Story.“
- Ackman will Howard Hughes über einen Versicherer und freigesetztes Immobilienkapital zur nächsten Berkshire Hathaway machen.
- Erfolg hängt von erzielbaren Verkaufspreisen, Kapitalrendite und Ackmans Aktienauswahl ab – derzeit kaum beurteilbar.
- Erichsen sieht nur die Story, nicht Ergebnisse, und findet es dafür zu spekulativ für einen eigenen Kauf.
Fazit
Die Podcasts liefern an diesem Tag vor allem zwei Botschaften: Fallende Kurse können Einstiegsniveaus sein, und französische Staatsanleihen bergen ein wachsendes Risiko. Wer den Empfehlungen folgt, sollte beachten, dass es sich um Meinungen handelt – nicht um belegte Tatsachen. Besonders aufpassen sollten Anleger bei den Brasilien-Wetten: Während Alles auf Aktien den ETF nach plus 16,5 Prozent als Idee nennt, warnt Mission Money ausdrücklich vor Fomo. Am 25. Oktober 2026 steht die Stichwahl in Brasilien an – bis dahin bleibt die politische Lage dort unklar. Es handelt sich ausschließlich um die Meinungen der Podcast-Sprecher, nicht um Anlageempfehlungen.
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Hinweis: Dieser Artikel fasst automatisiert ausgewertete Aussagen aus Podcast-Folgen zusammen und kann Fehler enthalten. Er gibt die Meinungen der Podcast-Sprecher wieder, nicht die von Block-Builders.de, und ist keine Anlageberatung. Alle Zitate mit Zeitmarke findest du im Podcast-Radar.