S&P 500 wurde in 13 Folgen von 7 Podcasts besprochen: 8-mal mit Kaufempfehlung oder positiver Tendenz, 5-mal mit Verkaufs- oder Meiden-Einschätzung.
Empfohlen
8×
Abgeraten
5×
Einordnung
Die großen deutschen Finanz-Podcasts sind beim S&P 500 gespalten. Mehrere Sprecher halten weitere Kursgewinne für wahrscheinlich: Markus Koch verweist auf intakte saisonale Midterm-Muster und sieht nach dem September-Tief eine Aufwärtsbewegung, Holger Zschäpitz erwartet für das vierte Quartal ein Plus von 4,2 Prozent und beruft sich auf eine Statistik, wonach der Index ein Jahr nach Midterms 19 von 19 Mal im Plus lag. Martin Lück hält Amerika für einen Kernmarkt, von dem man sich diversifizieren, den man aber nicht pauschal verkaufen sollte.
Dagegen stehen kritische Stimmen. Koch selbst warnt an anderen Tagen vor dünner Marktbreite und einem großen Abstand zum Equal Weight; Lars Erichsen sieht im Bruch des 50-Wochen-Durchschnitts ein Warnsignal. Im Handelsblatt Today wird der S&P 500 als verdeckter Bärenmarkt beschrieben, weil wenige Tech-Schwergewichte den Index stützen. Diese Aussagen sind Meinungen, keine Tatsachen; die genannten Muster und Wahrscheinlichkeiten sind keine Garantie für künftige Kurse.
Alle Aussagen der Podcasts zu S&P 500
Der im Podcast zitierte Kolumnist Ulf Sommer sieht im S&P 500 einen verdeckten Bärenmarkt, weil wenige Tech-Schwergewichte den Index stützen; der Sprecher stimmt dem zu.
Zitat & Begründung
„Und deswegen kommt der Kollege Ulf Sommer eben zu dem Schluss, dass die Kurse weniger Schwergewichte in den vergangenen Jahren sich vervielfacht haben und damit die Indizes oben halten“
- Fast die Hälfte der S&P-500-Aktien liegt deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
- Nur wenige Tech-Schwergewichte halten den Index auf Rekordniveau und verdecken die Schwäche im breiten Markt.
- Der Sprecher hält das für plausibel, nennt aber keine konkrete Handlungsempfehlung.
Koch sieht die saisonalen Midterm-Muster intakt und erwartet nach dem September-Tief eine Aufwärtsbewegung.
Zitat & Begründung
„Ende September ist für gewöhnlich der Tiefspunkt erreicht und es geht letztendlich gesehen bergauf“
- In Midterm-Jahren ist Ende September meist der Tiefpunkt.
- Von dort geht es für gewöhnlich bergauf.
- Bisher laufen die saisonalen Trends gemäß den Erwartungen.
Steigende Gewinnschätzungen bei gesunkenen Bewertungen und viele Aktien im Bärenmarkt machen Einstiegsniveaus attraktiver – Koch rechnet eher mit einer Gegenbewegung als mit weiterem Abwärtsdruck.
Zitat & Begründung
„Wir sehen steigende Gewinnschätzungen, Punkt 1. Wir sehen sehr viele Aktien, die bereits im Bärenmarkt sind, Punkt 2.“
- Die Gewinnschätzungen für den S&P 500 steigen, obwohl sie vor dem Start der Berichtssaison sonst sinken.
- Gleichzeitig sind 54 Prozent der Russell-3000-Aktien im Bärenmarkt, die Bewertungen sind gefallen.
- Koch folgert daraus attraktivere Einstiegsniveaus und eine wahrscheinlichere Gegenbewegung.
Trotz nahendem Verkaufssignal des Bank of America Sellside-Indikators raten die Sprecher, im S&P 500 investiert zu bleiben.
Zitat & Begründung
„Bevor jetzt irgendwie jemand das ernst nimmt und massiv panisch deswegen verkauft. Trotzdem drinbleiben.“
- Der Bank of America Sellside-Indikator nähert sich einem Sell-Level.
- Historisch folgten darauf nur 3% Rendite im S&P 500 über 12 Monate.
- Trotzdem raten die Sprecher, nicht panisch zu verkaufen, sondern investiert zu bleiben.
Historisch lag der S&P 500 ein Jahr nach Midterms 19 von 19 Mal im Plus; Rücksetzer sehen die Moderatoren als Einstiegschance, vom Traden der Wahl raten sie ab.
Zitat & Begründung
„Rechnet in den nächsten Wochen mit mehr Schwankungen und seht Rücksetzer eher als Einstiegschance, denn die Geschichte ist ziemlich eindeutig.“
- Nach allen 19 Zwischenwahlen seit 1950 lag der S&P 500 ein Jahr später im Plus, im Schnitt 14,6 Prozent.
- Kurzfristig fiel der Markt nach Wahlen aber häufiger ins Minus, 2002 nach drei Monaten über 8 Prozent.
- Deshalb raten die Moderatoren vom Traden der Wahl ab und sehen Rücksetzer als Einstiegschance.
Koch warnt, dass die dünne Marktbreite und das große Gap zum Equal Weight ein hohes Risiko für eine Abwärtsauflösung bergen, solange Anleiherenditen und Energiepreise nicht sinken.
Zitat & Begründung
„solange wir keine Beruhigung sehen bei den Renditen der Anleihen und beim Öl- und den Dieselpreisen bleibt das Risiko eben doch sehr groß, dass dieses Gap durchaus auch nach unten aufgelöst werden kann.“
- Das Gap zwischen S&P 500 und Equal Weight ist derzeit ungewöhnlich groß.
- Steigende Anleiherenditen und Energiepreise setzen viele Einzelwerte unter Druck.
- Koch sieht das Risiko, dass sich die Lücke nach unten auflöst.
Zschäpitz erwartet für den S&P 500 im vierten Quartal ein Plus von 4,2 Prozent und verweist auf die positive Midterm-Seasonalität.
Zitat & Begründung
„mein Kursziel für s und p 500 wär Das wären 4.2 Prozent.“
- Die Midterm-Seasonalität war historisch in 89,5 Prozent der Jahre positiv.
- Zschäpitz erwartet ein positives viertes Quartal.
- Sein Kursziel für den S&P 500 liegt bei plus 4,2 Prozent.
Bewertet das Basisszenario der Citigroup für den S&P 500 mit 8100 Punkten zum Jahresende als 'gar nicht so schlecht'.
Zitat & Begründung
„Wenn wir jetzt das Basisszenario sehen, achttausendeinhundert gar nicht so schlecht.“
- Citigroup nennt Basisszenario 8100 Punkte, Bull 8300, Bear 6800.
- Koch findet 8100 'gar nicht so schlecht'.
- Implizit positive Erwartung für den Index.
Amerika bleibt für Lück ein Kernmarkt; man soll aus den USA heraus diversifizieren, aber US-Aktien nicht pauschal verkaufen.
Zitat & Begründung
„Natürlich nach wie vor Amerika. Wir müssen aus Amerika heraus diversifizieren, das heißt aber nicht, dass wir Amerika im Bausch und Bogen verkaufen.“
- Amerika bleibt nach wie vor ein wichtiger Aktienmarkt.
- Diversifikation ja, aber kein Bausch-und-Bogen-Verkauf.
- US-Aktien bleiben im Portfolio.
Für Erichsen ist der 50-Wochen-Durchschnitt im S&P 500 ein preisliches Signal: Ein Bruch aus dem Aufwärtstrend ging historisch mit rund 75 Prozent Wahrscheinlichkeit mit Korrekturen einher.
Zitat & Begründung
„wenn diese Unterstützung in Höhe des 50 Wochen Durchschnitts im s und p 500 aus einem Aufwärtstrend kommend in der Vergangenheit unterschritten wurde“
- Erichsen hält Charttechnik nicht für Kaffeesatzleserei, sondern für ein preisliches Signal.
- Ein Bruch des 50-Wochen-Durchschnitts im S&P 500 aus dem Aufwärtstrend führte historisch überwiegend zu Korrekturen von 5 bis 10 Prozent und mehr.
- Daraus könne für aktive Anleger eine Strategie mit Set-up, Stopp und Ziel entstehen – eine aktuelle Verkaufsempfehlung spricht er nicht aus.
Schlechte Marktbreite im S&P 500 mit Mehrheit der Aktien unter 200-Tage-Linie erhöht Risiko für Korrektur, da der Index von wenigen Tech-Aktien hochgehalten wird.
Zitat & Begründung
„Die Tatsache, dass die Marktbreite aktuell so schlecht ist... Das ist keine erfreuliche Entwicklung für die Wall Street.“
- Marktbreite im S&P 500 ist schlecht: >60% der Aktien >20% unter Hochs.
- Index wird von wenigen Tech-Aktien hochgehalten.
- Wenn Tech korrigiert, steigt Risiko für Aktienmarkt.
Ensthaler würde immer einen S&P 500 im Portfolio haben, da es ein beruhigendes Gefühl ist, dass 500 US-CEOs für ihn arbeiten.
Zitat & Begründung
„ich würd immer ein SMP haben, alleine schon. Ich find's ein unglaublich beruhigendes Gefühl, dass wenn ich aufwache, da 500 CEOs in Amerika rumlaufen, die für mich arbeiten.“
- Er empfiehlt S&P 500.
- Es ist ein beruhigendes Investment.
- Breite Streuung in US-Unternehmen.
Über 50 Prozent der S&P-Aktien unter der 200-Tage-Linie bei Index nahe Rekord – für Koch ist die Luft auf der Aktienseite ausgesprochen dünn.
Zitat & Begründung
„damit ist die Luft auf der Aktienseite ausgesprochen dünn“
- Am Dienstag notierten 52 Prozent aller S&P-500-Aktien unter der 200-Tage-Linie.
- Der Index selbst liegt nur etwa 2 bis 3 Prozent unter seinen Rekorden.
- Laut BTIG ist diese Lücke so selten wie zuletzt im März 2000 – der Markt wird damit anfällig.
Alle Empfehlungen aller 15 Podcasts findest du im Podcast-Radar.
Selbst investieren
Aktien, ETFs und Kryptowährungen in einer App – bei Bitpanda schon ab 1 €.
Hinweis: Automatisch aus Podcast-Transkripten ausgewertet, Fehler sind möglich. Die Aussagen geben die Meinungen der Podcast-Sprecher wieder, nicht die von Block-Builders.de, und sind keine Anlageberatung.