BaFin warnt vor marsh-ltd und Fake-Allianz-Angeboten

BaFin warnt vor marsh-ltd und Fake-Allianz-Angeboten

Die BaFin hat am 3. November 2026 zwei Warnungen veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht die Website marsh-ltd(.)com, auf der ohne Erlaubnis Finanz-, Wertpapier- und Kryptowerte-Dienstleistungen angeboten werden. Zusätzlich warnt die Aufsicht vor Fest- und Tagesgeldangeboten, die im Namen der Allianz SE verschickt werden.

Die Meldungen im Überblick

  • marsh-ltd(.)com: Die BaFin warnt vor der Website marsh-ltd(.)com, die ohne Erlaubnis Finanz-, Wertpapier- und Kryptowerte-Dienstleistungen anbietet und mutmaßlich die Identität der Marsh Securities (UK) Limited missbraucht.
  • meinallianz(.)com, portalallianz(.)com, allianzvergleich(.)com: BaFin warnt vor Identitätsmissbrauch der Allianz SE bei Fest- und Tagesgeldangeboten über mehrere E-Mail-Domains ohne Erlaubnis.

marsh-ltd(.)com wirbt mit fremder FCA-Registernummer

Die BaFin warnt vor Angeboten auf der Website marsh-ltd(.)com. Nach Erkenntnissen der Aufsicht werden dort ohne Erlaubnis Finanz- und Wertpapierdienstleistungen sowie Kryptowerte-Dienstleistungen angeboten. Wer solche Dienste in Deutschland anbietet, braucht laut BaFin eine Zulassung.

Die Betreiber treten als Marsh Securities Limited auf und geben an, in London ansässig zu sein. Sie nennen eine Registernummer, unter der bei der britischen Finanzmarktaufsicht FCA die Marsh Securities (UK) Limited registriert ist. Der BaFin liegen jedoch keine Anhaltspunkte dafür vor, dass dieses Unternehmen mit der Website in Verbindung steht. Die Aufsicht geht mutmaßlich von Identitätsdiebstahl zulasten der Marsh Securities (UK) Limited aus. Die Warnung stützt sich auf § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz und § 10 Absatz 7 Kryptomärkteaufsichtsgesetz.

Quelle: BaFin-Meldung vom 03.11.2026

Festgeld-Mails im Namen der Allianz stammen nicht von der Allianz

Die BaFin warnt außerdem vor Fest- und Tagesgeldangeboten, die von E-Mail-Adressen mit den Domains meinallianz(.)com, portalallianz(.)com und allianzvergleich(.)com versendet werden. Es besteht der Verdacht, dass die unbekannten Betreiber ohne Erlaubnis Finanzdienstleistungen anbieten.

Die Absender geben vor, das Angebot stamme von der Allianz SE mit Sitz in München. Diese Angaben treffen nach Angaben der BaFin nicht zu. Es handelt sich um Identitätsmissbrauch. Grundlage der Warnung ist § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz.

Quelle: BaFin-Meldung vom 03.11.2026

So schützt du dich

  • Prüfe vor jeder Anlage, ob das Unternehmen in der Unternehmensdatenbank der BaFin als zugelassen geführt wird.
  • Ruf eine Bank oder einen Anbieter nie über Kontaktdaten aus einer Mail an, sondern über die offizielle Website.
  • Sei misstrauisch, wenn eine Registernummer genannt wird: Gleiche Firmierung und Nummer beim echten Register ab.
  • Bei Krypto-Angeboten ohne BaFin-Erlaubnis: Finger weg, auch wenn die Seite seriös wirkt.
  • Ob ein Anbieter zugelassen ist, zeigt die Unternehmensdatenbank der BaFin.

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