Bitcoin Miner setzen auf KI, Ethereum Glamsterdam Probleme — Block-Builders Briefing

Bitcoin Miner setzen auf KI, Ethereum Glamsterdam Probleme — Block-Builders Briefing

Vor der Fed Sitzung zum US-Leitzins notieren Bitcoin und Ethereum im Plus. Der BTC Miner Luxor macht auf KI. Das ETH Update Glamsterdam macht weiter Probleme. Solana will Gebühr für Bug Programm. Das Block-Builders Briefing.

BITCOIN

Bitcoin notiert am Mittwochmorgen bei knapp 81.000 Dollar, 1,5 Prozent Tagesplus. Die Bitcoin ETFs verzeichneten am Börsendienstag nach vorläufigen Zahlen 25 Millionen US-Dollar Kapitalzufluss.

Der Bitcoin Mining Service Luxor hat eine Finanzierungsrunde über 16 Millionen Dollar abgeschlossen. Damit soll die im September gestartete Abteilung Luxor KI ausgebaut werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Damit folgt das Unternehmen dem Trend von Bitcoin Minern, ihre Geschäfte Richtung Künstliche Intelligenz umzuschichten und Computerkapazitäten an die KI-Branche zu vermieten. Laut einer CoinShares Analyse wurden schon bis Ende März Verträge mit einem Volumen von mehr als 70 Milliarden US-Dollar zwischen KI-Unternehmen und Bitcoin Minern abgeschlossen. Was Luxor besonders macht: Ende August stellte Luxor ein Tool live, welches Hardware Preise und Stundengebühren erfasst. Damit soll der Markt für KI-Kapazitäten, die zur Miete stehen, transparenter werden und sich flexibler der jeweiligen Situation anpassen.  

ETHEREUM

Ethereum wird am Mittwochmorgen für etwa 2.350 Dollar gehandelt, 1,5 Prozent Tagesplus. Die Ethereum ETFs meldeten vom Börsendienstag 33 Millionen US-Dollar Kapitalzufluss, die Zahlen sind vorläufig.

Nächstes Problem beim geplanten Ethereum Glamsterdam Update: Beim ETH Staking hätten eingesetzte Ethereum dem Netzwerkpunkt zugeschrieben werden können, ohne dass ursprüngliche Anleger sich wehren könnten. Den Fehler beschrieb Entwickler George Avsetsin vom Staking Service Lido Mitte des Monats, nun wurde er laut Dokumentation bei Github gefixt. Als die Ethereum Stiftung vor wenigen Tagen eine Verzögerung beim Glamsterdam Update bekannt machen musste, wurde ein Problem bei der Gebührenverteilung als Grund genannt. Eigentlich solle Glamsterdam schon im 1. Halbjahr live gehen. Das einzige große ETH Update für 2026 befindet sich jetzt aber immer noch im Sepolia Testnet, ein Termin für das abschließende Hoodi Ethereum Testnet war für den 26. Oktober angesetzt und wartet nun auf ein neues Datum. So scheint die Zeit knapp zu werden für Ethereum, Glamsterdam bis Jahresende freizuschalten. Mit  dem Update sollen ETH Gebühren gesenkt und eine erste Basis für ein Konzept durch Risiken von Quantencomputern gesetzt werden.  

ALTCOINS

Gewinner des Tages ist MemeCore (M) mit 14 Prozent Plus. Kommt die Sparte Meme-Coins doch wieder in Fahrt? Jedenfalls ist PEPE mit 10 Prozent Plus der zweite Gewinner des Tages.

Verlierer des Tages ist PancakeSwap (CAKE) mit 2 Prozent Minus. Die dezentralisierte Kryptobörse hat nun über die letzten 30 Tage rund 25 Prozent Minus gemacht, CAKE und PancakeSwap leiden unter starker Konkurrenz.

Das Krypto-Stimmungsbarometer hält sich in der Zone „Neutral“. Heute berät die US-Zentralbank Fed über den Leitzins. Marktteilnehmer gehen laut CME Fed Watch zu 90 Prozent davon aus, dass die Währungshüter vor den US-Zwischenwahlen nicht an der Zinsschraube drehen.

AUS DER KRYPTOINDUSTRIE

Solana geht einen merkwürdigen Weg, um Fehler und Sicherheitsprobleme zu finden. Ein Update beim Solana Bug Bounty Programm nennt ganz am Schluss und Kleingedruckt, dass Entwickler 1 SOL im voraus bezahlen müssen, wenn sie einen Fehler einreichen wollen. Aktuell sind das etwa 100 Dollar. Jump Crypto, welches das Programm für die Firedancer Software aufgelegt hat, begründete die neue Gebühr mit der sprunghaft steigenden Zahl von Einreichungen. „Künstliche Intelligenz macht das Finden von Bugs billig, aber die Bewertung ist immer noch teuer“, heißt es dort zur Solana Situation. Man kämpfe mit Duplikaten und begrenze deshalb auch die Zahl der Einreichungen auf eine pro Tag pro Entwickler. Aber ob sich Solana so Freunde macht, wenn Experten finanziell in Vorleistung treten müssen, um Fehler zu melden? Gerade erst hat Solana das große Upgrade Alpenglow freigeschaltet. Wer dort einen Solana Bug findet,  kann bei Jump bis zu 300.000 Dollar Belohnung erhalten. Doch der zuvor bezahlte 1 SOL wird trotzdem nicht erstattet. Schwer vorzustellen, dass das Modell Schule macht.  

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