In drei Folgen vom 10. und 11. Oktober 2026 geht es um Dividendenstrategien, die Konkurrenz durch Anleihen und das ab 2027 geplante Altersvorsorgedepot. Daniel Eckert nennt in einer Masterclass bei Alles auf Aktien solide Dividendenzahler wie Johnson & Johnson und Coca-Cola, warnt aber vor Procter & Gamble und McDonald's. Tilmann Galler (J.P. Morgan AM) rät bei Mission Money zu mehr Value und höherer Anleihequalität, während Verbraucherschützer Nils Nauhauser für die Altersvorsorge ein normales ETF-Depot für ausreichend hält.
Auf einen Blick: Empfehlungen und Warnungen
| Asset | Einschätzung | Podcast | Sprecher |
|---|---|---|---|
| Aktien (global) | Kaufen | Mission Money | Tilmann Galler |
| Unternehmensanleihen Investment Grade | Kaufen | Mission Money | Tilmann Galler |
| MSCI World Value | Kaufen | Mission Money | Tilmann Galler |
| MDAX/SDAX | Kaufen | Mission Money | Tilmann Galler |
| Aktien | Kaufen | Alles auf Aktien | Nils Nauhauser |
| ETF | Kaufen | Alles auf Aktien | Nils Nauhauser |
| Fresenius Medical Care FME | Verkaufen | Alles auf Aktien | Holger Zschäpitz |
| Gold | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| Johnson & Johnson JNJ | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| Coca-Cola KO | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| Ecolab ECL | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| SAP SAP | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| Allianz ALV | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| L&G Global Quality Dividend ETF | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| MSCI All Country World ETF | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Christian W. Röhl |
| Vanguard All Cap ETF | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Christian W. Röhl |
| Small Caps Europa und Schwellenländer | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Christian W. Röhl |
| Energiekonzerne (Ölsektor) | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Christian W. Röhl |
| US-Staatsanleihen | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| Procter & Gamble PG | Verkaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| McDonald's MCD | Verkaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| Global X Superdividend ETF | Meiden (Tendenz) | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
Alle Folgen und Empfehlungen der letzten Tage findest du in unserem Podcast-Radar.
Was die Podcasts heute bewegt
Einig sind sich die Sprecher, dass Aktien langfristig eine zentrale Rolle spielen, auch wenn die Bewertungen hoch sind. Uneinigkeit herrscht bei der Frage, ob Anleger wegen der hohen Tech-Konzentration stärker auf Value und Dividenden umschichten sollten: Eckert und Galler befürworten das, Röhl hält den marktbreiten MSCI All Country World weiterhin für zeitgemäß. Ein weiteres dominierendes Thema ist die Konkurrenz durch Anleihen: Eckert nennt US-Staatsanleihen mit real rund 2 Prozent Rendite attraktiv, Galler verweist auf Investment-Grade-Unternehmensanleihen mit rund 6 Prozent. Beim neuen Altersvorsorgedepot gehen die Meinungen auseinander: Nauhauser sieht keinen zwingenden Bedarf für den Fördermantel, während Deeglo und Edelmann darin vor allem einen Türöffner zu mehr Wertpapierkultur sehen.
Alles auf Aktien: Röhl&Eckert – die Dividenden-DNA und eine Nvidia-Lektion
In zwei Masterclass-Mitschnitten des Alles-auf-Aktien-Summits erklärt Dividendenexperte Daniel Eckert, wie er verlässliche Ausschütter erkennt. Er nennt Johnson & Johnson, Coca-Cola, Ecolab, SAP und die Allianz als solide Dividendenzahler, während Procter & Gamble und McDonald's zuletzt enttäuschten. Christian W. Röhl hält den MSCI All Country World weiterhin für zeitgemäß, lobt den neuen Vanguard All Cap mit 0,07 Prozent Kosten und regt Beimischungen wie Energieaktien oder Small Caps aus Europa und Schwellenländern an. Holger Zschäpitz hat sich von Fresenius Medical Care getrennt, weil er keine Fantasie mehr für die Aktie sieht.
Empfohlen
Eckert sieht Gold als gutes Gegengewicht, wenn der Rest des Portfolios aus Dividendenaktien besteht – bei ihm selbst sei das der Fall.
Zitat & Begründung
„Aber ich finde Gold ist vor allen Dingen ein sehr gutes Gegengewicht, wenn der Rest des Portfolios aus Dividenden besteht“
- Gold dient als Absicherung gegen Risiken der Dividendenwerte.
- Eigene Aufstellung: Dividendenportfolio plus Gold.
- Schluss: Gold als Gegengewicht sinnvoll.
Eckert nennt J&J das Paradebeispiel einer guten Dividendenaktie: 64 Jahre in Folge erhöht, zuletzt über 5 Prozent pro Jahr, dazu Kurs nahe Allzeithoch.
Zitat & Begründung
„Also ein Paradebeispiel für so eine gute Dividendenaktie ist Johnson und Johnson.“
- Dividende seit 1944, seit 64 Jahren jedes Jahr erhöht.
- Steigerung von über 5 Prozent p. a. gleicht die Inflation aus.
- Nach Babypulver-Klage holt der Kurs auf, Aktie nahe Allzeithoch.
Eckert hält Coca-Cola für einen soliden Dividendenzahler mit über 2,5 Prozent Rendite, 64 Jahren steigender Dividende und niedriger Verschuldung, aber begrenztem Wachstum.
Zitat & Begründung
„Deshalb würde man hier auch noch sehen, wenn man all diese Faktoren zusammennimmt, dass das ein solider Dividendenzahler ist.“
- Steigende Dividende seit 64 Jahren, Rendite über 2,5 Prozent.
- Nettoverschuldung nur Faktor 2, Ausschüttung trotz höherem Niveau solide.
- Schluss: solider Dividendenzahler, Softdrinkgeschäft wächst kaum.
Eckert sieht Ecolab als weniger bekannten Dividendenaristokraten mit niedriger Ausschüttungsquote und rund 7 Prozent Dividendenwachstum, aber zyklischem Geschäft.
Zitat & Begründung
„die haben sogar im Gegensatz zu Coca Cola und Johnson und Johnson die Dividende in letzter Zeit stärker angehoben, ne. Da geht's nach oben.“
- Ausschüttungsquote unter 40 Prozent, also Sicherheitspuffer.
- Dividende 34 Jahre in Folge erhöht, zuletzt rund 7 Prozent pro Jahr.
- Reise- und Industriezyklus bleibt als Risiko.
Eckert zählt SAP zu den wichtigsten Dividendenzahlern Europas: 15 Jahre steigende Dividende, praktisch keine Nettoverschuldung, aber niedrige Rendite.
Zitat & Begründung
„SAP gehört auf jeden Fall zu den wichtigen Dividendenzahlern in Europa und man sieht halt hier gleich sehr schön, also SAP hat eine wunderschöne Dividendenhistorie.“
- Seit 15 Jahren jedes Jahr höhere Dividende.
- Keine Nettoverschuldung, Ausschüttungsquote im grünen Bereich.
- Rendite niedrig, wie bei Softwareunternehmen üblich.
Eckert nennt die Allianz einen wunderbaren Dividendenzahler im DAX mit guten Kennziffern, schöner Steigerung und Kurs nahe Allzeithoch.
Zitat & Begründung
„Also Allianz war sicherlich 1 der besten Investments überhaupt am deutschen Kurszettel.“
- Dividende und Kurs haben sich über Jahre sehr gut entwickelt.
- Gute Kennziffern, Notierung nahe Allzeithoch.
- Schluss: eines der besten Investments am deutschen Markt.
Eckert hält den neuen L&G Global Quality Dividend ETF für interessant, weil er einen Qualitätsfilter mit rund 3,5 bis 4 Prozent Ausschüttung verbindet.
Zitat & Begründung
„aber ich find es auf jeden Fall ein interessantes Produkt, was man sich mal anschauen sollte“
- Hoch ausschüttende Monats-ETFs brachten oft keinen Vermögenszuwachs.
- Neuer ETF kombiniert Qualitätsaktien mit 3,5 bis 4 Prozent Ausschüttung.
- Schluss: interessantes Produkt, das man sich anschauen sollte.
Röhl hält den MSCI All Country World weiterhin für zeitgemäß und für ein gutes Investment; die Kritik am US- und Tech-Klumpen sei anhand der Daten einzuordnen.
Zitat & Begründung
„Der ist nach wie vor zeitgemäß. Es ist ein gutes Investment, das die Börsenlandschaft abbildet.“
- Index bildet 85 Prozent des globalen Börsenwerts ab, 2458 Unternehmen.
- Der US-Anteil von 64 Prozent relativiert sich über die tatsächlichen Umsatzregionen auf 44 Prozent.
- Schluss: viel Kritik ist Finanzpornografie, der Kern bleibt tragfähig.
Röhl nennt den neuen Vanguard All Cap mit 0,07 Prozent Kosten eine sehr gute, effiziente Lösung für alle Länder und Marktsegmente in einer Hülle.
Zitat & Begründung
„Der neue Vanguard All Cap ist eine sehr gute, effiziente Lösung mit 0.07 Prozent.“
- 0,07 Prozent Kosten für Exposure in 10000 Aktien.
- Alle Länder, Branchen und Marktsegmente in einem Produkt.
- Schluss: physisch abgebildetes, gutes Produkt.
Röhl sieht Small Caps als sinnvolle Beimischung, weil sie langfristig besser liefen und unabhängiger von US-Tech und den Chip-Schwergewichten Asiens sind.
Zitat & Begründung
„wenn man einen MSCI All Country World hat und man möchte den ein bisschen nachwürzen, vielleicht mit europäischen Small Caps oder eben mit Small Caps aus den Emerging Markets“
- Seit 2000 haben Small Caps in USA, Europa und EM die Large Caps geschlagen.
- Weniger Tech-Fokus, stärker binnenorientiert.
- Risikoprämie wirkt zyklisch, Mittelwert-Reversion spricht für sie.
Röhl hält Energieaktien als Beimischung für sinnvoll: starke Cashflows, hohe Dividenden und keine Abhängigkeit vom Tech-Narrativ.
Zitat & Begründung
„Gleichzeitig sehe ich bei den Energiekonzernen starke Cashflows, hohe Dividenden und eben nicht die Abhängigkeit vom Tech Narrativ, dann kann ich so etwas zum Beispiel beimischen zu meinem Portfolio.“
- Energie lief 2026 neben IT am besten, teils plus 40 Prozent.
- Konzerne verdienen bei geringeren Umsätzen deutlich mehr als früher.
- Schluss: geeignet, um die Tech-Lastigkeit des Depots zu senken.
Eckert nennt US-Staatsanleihen mit real rund 2 Prozent Rendite attraktiv und sieht sie als Konkurrenz für Dividendenaktien ohne Wachstumsperspektive.
Zitat & Begründung
„heißt das ja, dass Staatsanleihen von dem besten Schuldner der Welt, den USA, sehr attraktiv sind“
- Zehnjährige US-Treasuries werfen real etwa 2 Prozent ab.
- Sichere Staatsanleihen werden damit zur Alternative zu Dividendenwerten.
- Vor allem Dividendenaktien ohne Wachstum wie York Water geraten unter Druck.
Abgeraten
Zschäpitz hat die Aktie verkauft, weil er keine Fantasie mehr für sie sieht, und nutzte den Verlust steuerlich, um das Geld in aussichtsreichere Ideen zu stecken.
Zitat & Begründung
„ich sie noch rechtzeitig verkauft hab, weil ich neulich mal irgendwie Text Harvesting gemacht hab und die Minus und dachte mir, raus damit“
- Eigener Verkauf: froh, sie noch rechtzeitig losgeworden zu sein.
- Begründung: keine erkennbare Story mehr, Kurs verlor weiter.
- Schluss: Verlust realisiert, Kapital in Ideen mit mehr Fantasie umschichten.
Eckert nennt P&G als warnendes Beispiel: 70 Jahre Dividendensteigerungen, aber zuletzt Margendruck durch Rohstoffkosten und Abwanderung zu Handelsmarken.
Zitat & Begründung
„aber von der Kursentwicklung hat Progter doch sehr enttäuscht in letzter Zeit, ne? Das hat auch einige Tränen gegeben.“
- Rohstoff- und Grundstoffinflation verteuert die Produkte.
- Verbraucher wechseln zu günstigeren Drogerieprodukten, Margen sinken.
- Schluss: Dividende okay, Kurs enttäuschte zuletzt deutlich.
Eckert sieht McDonald's unter Druck: Inflation, verändertes Konsum- und Gesundheitsverhalten sowie GLP-1-Medikamente belasten den Dividendenaristokraten.
Zitat & Begründung
„es gibt grade verschiedene Faktoren, die das Geschäft von McDonald's belasten und das bringt halt auch den Aktienkurs von so einem Compounder und einem Dividendenaristokrat unter Druck.“
- Mehrere Faktoren belasten das Geschäft des Compounders.
- Verbraucher geben weniger für Fast Food aus, hohe Zinsen kommen hinzu.
- Schluss: auch ein Aristokrat kommt mal unter die Räder.
Eckert ist skeptisch gegenüber dem Global X Superdividend ETF: fast 10 Prozent Ausschüttung, aber in manchen Phasen Kursverluste ohne echten Vermögensaufbau.
Zitat & Begründung
„sodass man dann unterm Strich eigentlich keinen Vermögenszuwachs erzielt hat und das ist ja nicht das, was wir wollen. Deshalb war ich da immer etwas skeptischer.“
- Der ETF richtet sich allein nach der Höhe der Ausschüttung.
- In schwachen Börsenphasen frisst der Kursverlust die Ausschüttung.
- Schluss: skeptisch, weil kein Vermögenszuwachs entsteht.
Mission Money: Mehr Value, mehr Anleihen? So stellen sich Anleger jetzt auf, mit Tilmann Galler (J.P. Morgan AM)
Tilmann Galler (J.P. Morgan Asset Management) hält Aktien weiterhin für übergewichtet, sieht aber im steigenden Zinsumfeld die Luft dünner werden. Als Konkurrenz nennt er Festverzinsliche: Investment-Grade-Unternehmensanleihen rentieren in Dollar bei rund 6 Prozent, mit High Yield bei etwa 6,5 Prozent, weshalb er zu höherer Qualität im Anleiheteil rät. Wegen der hohen Tech-Konzentration in den Indizes setzt er stärker auf Value und nennt den MSCI World Value mit nur 18,5 Prozent IT-Gewicht als Beispiel. Für Deutschland sieht er konjunkturell wieder etwas Optimismus bei MDAX und SDAX, verweist aber auf deren höhere Zinssensitivität und die ausbleibenden Strukturreformen.
Empfohlen
Galler bleibt für eine leichte Übergewichtung von Aktien, weil das Gewinnwachstum stützt, die Konkurrenz durch höhere Anleiherenditen aber zunimmt.
Zitat & Begründung
„von der Seite her ist es durchaus sinnvoll eben zwar durchaus den Aktien auch gewogen zu sein, sagen ja, es lohnt sich immer noch im Portfolio etwas übergewichtet zu sein“
- US-Gewinne stiegen über 30 Prozent, der MSCI dürfte rund 27 bis 28 Prozent zulegen.
- Anleihen liefern wieder aktienähnliche Renditen und bremsen damit die Aktienseite.
- Trotzdem hält er eine Übergewichtung im Portfolio weiter für sinnvoll.
Galler rät, im Festzinsbereich höhere Qualität ins Portfolio zu nehmen, da Investment-Grade-Unternehmensanleihen rund 6 Prozent Rendite bieten.
Zitat & Begründung
„aber gerade auch im festverzinsigen Bereich, warum nicht jetzt etwas höhere Qualität noch mit ins Portfolio reinnehmen?“
- Zehnjährige Treasuries liegen bei rund 5,2 bis 5,3 Prozent, Investment-Grade-Unternehmensanleihen bei etwa 6 Prozent.
- Mit High Yield kommt ein Portfolio auf etwa 6,5 Prozent bei geringerer Schwankung als Aktien.
- Deshalb empfiehlt er, höhere Qualität im Festzinsbereich zu ergänzen.
Galler baut mehr Value auf, weil der MSCI World Value mit 18,5 Prozent IT-Anteil Konzentrationsrisiken senkt und in ein höheres Zins- und Inflationsumfeld passt.
Zitat & Begründung
„MSCI World Value einfach wie ein Tech IT Sektor Gewicht von achtzehneinhalb Prozent haben. Ist halt deutlich tiefer und da kann man auch gewisse Konzentrationsrisiken dann abfedern.“
- Der marktkapitalisierte Index ist stark auf Tech und US-Hyperscaler konzentriert.
- MSCI World Value hat nur 18,5 Prozent IT-Gewicht und federt Konzentrationsrisiken ab.
- Value sei kurze Duration und passe zu höheren Zinsen und Inflationsrisiken.
Galler hält deutsche Small und Mid Caps konjunkturell wieder für interessanter, warnt aber vor deren hoher Zinssensitivität.
Zitat & Begründung
„Aber aus der konjunkturellen Sicht ist das durchaus etwas, wo man wieder etwas mehr auch Optimismus gegenüber dem dem MDAX und auch den mit dem NS DAX haben kann.“
- Small und Mid Caps sind wegen operativem und finanziellem Leverage stark zinssensitiv.
- Konjunkturell sieht er für Deutschland wieder etwas mehr Spielraum.
- Deshalb könne man beim MDAX und SDAX wieder optimistischer sein.
Alles auf Aktien: Die neue Rente kommt – 5 Koryphäen ringen um die beste Idee
Verbraucherschützer Nils Nauhauser hält für die langfristige Altersvorsorge eine Aktienquote von 100 Prozent für richtig und ein normales ETF-Depot für ausreichend; den Fördermantel des neuen Altersvorsorgedepots nennt er nicht zwingend nötig. Vom Blindabschluss eines Altersvorsorgedepots würde er abraten, solange keine Vertragsbedingungen vorliegen. DKB-Vorstand Sven Deeglo und Bitpanda-CFO Barbara Edelmann sehen in dem ab 1. Januar 2027 startenden Produkt vor allem einen Türöffner zu mehr Wertpapierkultur; Staatssekretär Steffen Meyer verweist auf den Kostendeckel von einem Prozent und ein mögliches öffentliches Standarddepot bei der Bundesbank.
Empfohlen
Für einen sehr langfristigen Anlagehorizont hält Nauhauser eine Aktienquote von 100 Prozent für richtig und rät, dabei auf niedrige Kosten zu achten.
Zitat & Begründung
„Auf lange Horizont ist sowieso wichtig, alles auf Aktien tatsächlich zu setzen. 100 Prozent Aktienquote ist auch richtig für einen ganz langfristigen Anlagehorizont.“
- Nauhauser sagt, auf langen Horizont sei es wichtig, alles auf Aktien zu setzen.
- Eine 100-Prozent-Aktienquote sei bei sehr langem Anlagehorizont richtig.
- Entscheidend seien niedrige Kosten, die Förderung sei nur ein Zusatzvorteil.
Nauhauser zufolge kann man auch mit einem normalen ETF-Depot prima fürs Alter vorsorgen; der Fördermantel des Altersvorsorgedepots sei nicht zwingend nötig.
Zitat & Begründung
„weil ETF, mit dem ETF Depot kann man auch so prima vorsorgen, also man braucht nicht zwingend den Fördermantel.“
- Nauhauser nennt das normale ETF-Depot als Alternative zum Altersvorsorgedepot.
- Mit einem ETF-Depot könne man gut fürs Alter vorsorgen.
- Damit brauche man den staatlichen Fördermantel nicht zwingend.
Fazit
Die Podcasts zeigen zwei Lager: Die einen setzen auf Dividendenaristokraten und Value, um der hohen Tech-Konzentration zu entgehen, die anderen halten marktbreite Indizes weiterhin für die einfachste Lösung. Auffällig ist, dass selbst Befürworter von Aktien die Konkurrenz durch Anleihen betonen – ein Hinweis darauf, dass die Bewertungen nicht mehr so günstig sind wie in den Vorjahren. Beim Altersvorsorgedepot raten die Sprecher mehrheitlich zur Vorsicht, solange keine konkreten Vertragsbedingungen vorliegen. Es handelt sich durchweg um die Meinungen der Podcast-Sprecher, nicht um Tatsachen oder Empfehlungen der Redaktion.
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