Zehn Folgen aus neun Podcasts liegen seit gestern vor. Der KI-Boom und die Frage, wie Anleger daran teilhaben, dominieren die Empfehlungen – von Speicherchip-ETFs über Nvidia und AMD bis zu Unternehmensanleihen. Gleichzeitig mehren sich kritische Töne: Themen-ETFs, französische Staatsanleihen und einzelne Konsumwerte stehen unter Beobachtung.
Auf einen Blick: Empfehlungen und Warnungen
| Asset | Einschätzung | Podcast | Sprecher |
|---|---|---|---|
| Amundi Global Memory Chips ETF | Kaufen | Asset Class | Thomas Meyer zu Drewa |
| Amundi MSCI Semiconductors ETF | Kaufen | Asset Class | Thomas Meyer zu Drewa |
| JinkoSolar JKS | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| Siemens Healthineers SHL | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| Euro-Unternehmensanleihen (2–3 Jahre) | Kaufen | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Christian Röhl |
| iBonds Euro Unternehmensanleihen ETF (Fälligkeit 2028) | Kaufen | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| Vanguard Corporate Years Bond ETF | Kaufen | Leben mit Aktien | Horst von Buttlar |
| iShares US Treasury Bond ETF (über 20 Jahre) | Kaufen | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| iShares France Government Bond ETF | Kaufen | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| Vanguard S&P 500 ETF | Kaufen | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| Invesco S&P 500 ETF | Kaufen | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| Nasdaq 100 | Kaufen | Alles auf Aktien | Holger Zschäpitz |
| Fresenius Medical Care FME | Verkaufen | Deffner & Zschäpitz | Holger Zschäpitz |
| Deutsche Telekom DTE | Verkaufen | Alles auf Aktien | Holger Zschäpitz |
| Kraft Heinz KHC | Meiden | echtgeld.tv | Christian W. Röhl |
| S&P 500 Equal Weight ETF (Xtrackers) | Meiden | Alles auf Aktien | Holger Zschäpitz |
| Amundi Global Data Center ETF | Kaufen (Tendenz) | Asset Class | Thomas Meyer zu Drewa |
| Nvidia NVDA | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| AMD AMD | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| S&P 500 | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Sartorius SRT | Kaufen (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| MSCI World ETF | Kaufen (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Holger Zschäpitz |
| Nasdaq 100 NDX | Kaufen (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Holger Zschäpitz |
| Unternehmensanleihen | Kaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Volker Wieland |
| Nvidia NVDA | Kaufen (Tendenz) | Mission Money | Peter Blöd |
| WisdomTree Cloud Computing ETF WCLD | Kaufen (Tendenz) | Doppelgänger Tech Talk | Philipp Klöckner |
| Monday.com MNDY | Kaufen (Tendenz) | Doppelgänger Tech Talk | Philipp Klöckner |
| TJX Companies TJX | Kaufen (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| Lindt & Sprüngli | Kaufen (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| Dillard's DDS | Kaufen (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| SPDR S&P 500 ETF | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| Französische Staatsanleihen | Verkaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Volker Wieland |
| S&P 500 | Verkaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Stefan Rexius |
| Lindt & Sprüngli LISN | Verkaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Christian Röhl |
| Anleihen | Verkaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| Lucid LCID | Meiden (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Booking Holdings BKNG | Meiden (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Holger Zschäpitz |
| SpaceX | Meiden (Tendenz) | Doppelgänger Tech Talk | Philipp Klöckner |
| US-Staatsanleihen (langfristig) | Meiden (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Christian Röhl |
| Nike NKE | Meiden (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| Zalando ZAL | Meiden (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
Alle Folgen und Empfehlungen der letzten Tage findest du in unserem Podcast-Radar.
Was die Podcasts heute bewegt
Einig sind sich mehrere Podcasts, dass der KI-Boom die Aktienmärkte trägt und die Indizes eng führt. Asset Class, Wall Street mit Markus Koch, Mission Money und Alles auf Aktien verweisen auf Nvidia, AMD und den Nasdaq 100 als Profiteure. Widersprüche gibt es bei der Bewertung: Während Mission Money und Wall Street mit Markus Koch die Rally für fundamental gestützt halten, sieht Handelsblatt Today im S&P 500 einen verdeckten Bärenmarkt, und Leben mit Aktien warnt vor einem engen, anfälligen Markt. Beim Thema Anleihen empfehlen mehrere Podcasts kurzfristige Euro-Unternehmensanleihen als risikoarmen Baustein, während französische Staatsanleihen und langfristige US-Treasuries als riskant oder spekulativ gelten. Bei Einzelwerten wie Lindt & Sprüngli gehen die Meinungen auseinander: Deffner & Zschäpitz und Leben mit Aktien sehen unterschiedliche Szenarien.
Asset Class: 4 Aktien, 55 % Gewicht: Wie riskant sind Speicherchip-ETFs? | Asset Class #84
Amundi-Manager Thomas Meyer zu Drewa hält den KI-Megatrend für dauerhaft und verweist auf die hohe Nachfrage nach HBM-Speicherchips. Er ordnet den Amundi Global Memory Chips ETF als bewussten Schwerpunkt neben einem Weltportfolio ein, verbunden mit sehr hohen Kursschwankungen. Moderator Christian W. Röhl hält dagegen, dass Themen-ETFs laut einer Studie in den ersten fünf Jahren nach Auflage rund 30 Prozent risikoadjustierte Rendite gegenüber dem breiten Markt einbüßen.
Empfohlen
Der Gast sieht die Nachfrage nach HBM-Speicherchips dauerhaft über dem Angebot und ordnet den ETF als bewussten Schwerpunkt neben einem Weltportfolio ein – bei hohen Risiken.
Zitat & Begründung
„dann kann ich mit so einem spezialisierten ETF, wenn ich mir der Risiken bewusst bin, eben da drauf setzen und Renditepotenzial ausschöpfen“
- Nur wenige Anbieter beherrschen HBM-Chips, die Produktion ist ausschussanfällig, es herrscht ein Engpass.
- Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich und dürfte laut Gast weiter steigen.
- Deshalb eignet sich der ETF als bewusster Schwerpunkt im Portfolio, nicht als Alleinanlage.
Der Gast wirbt für den breiteren Halbleiter-ETF über die gesamte Wertschöpfungskette; ein Cap von 35 Prozent für den größten Wert verhindert eine reine NVIDIA-Show.
Zitat & Begründung
„Aber wir hoffen natürlich dich heute, ich hoffe dich heute zu überzeugen, dass Du dir dieses Produkt mal anguckst“
- Der ETF bildet rund 70 Halbleiterwerte von Design über Fertigung bis Ausrüstung ab.
- Der 35-Prozent-Cap lässt große Gewinner laufen, begrenzt aber das Klumpenrisiko.
- Der Gast bittet Anleger ausdrücklich, sich das Produkt anzusehen.
Der Gast beschreibt den Data-Center-ETF als „Fabrik der KI“ – Rechenleistung, Netzwerke, Energie und Kühlung – und damit als nächste Ausbaustufe des KI-Ökosystems.
Zitat & Begründung
„Das ist praktisch die Fabrik zur KI.“
- Der ETF deckt laut Gast Rechenleistung, Netzwerke, Kühlung und Energie ab.
- Er ergänzt den Memory-Chip-ETF als breitere Infrastruktur-Wette.
- Eine ausdrückliche Kaufempfehlung gibt der Gast allerdings nicht ab.
Wall Street mit Markus Koch: KI boomt weiter! Endlich fallen auch Öl und Renditen.
Markus Koch sieht den KI-Boom intakt und hält die überdurchschnittliche Performance von Nvidia für fundamental begründet, solange das Ertragswachstum hält. Rückenwind komme von fallenden Ölpreisen (WTI rund 87 Dollar) und leicht entspannten Anleiherenditen. Bei Lucid zweifelt er angesichts von nur rund 3.800 Auslieferungen im Quartal am Geschäftsmodell. Für den S&P 500 verweist er auf intakte saisonale Midterm-Muster.
Empfohlen
Koch hält die überdurchschnittliche Performance der KI-Schwergewichte wie Nvidia für fundamental begründet, solange das Ertragswachstum intakt bleibt.
Zitat & Begründung
„solange hier keine Risse zu erkennen sind, ist diese überdurchschnittliche Performance dieser Werte … dann ist das eben durchaus auch gut begründet“
- KI-Werte laufen stark, weil sie hohes Ertragswachstum ausweisen.
- Die Top-Ten-Tech-Werte stellen zwei Drittel des Gewinnwachstums im S&P 500.
- Solange keine Risse sichtbar sind, sei die Outperformance gerechtfertigt.
Koch folgert, dass AMD von der geplanten Ausweitung des Angebots bei anhaltend hoher Nachfrage profitieren dürfte.
Zitat & Begründung
„AMD müsste davon im Grunde profitieren“
- Der AMD-CEO will das Angebot 2027 deutlich ausweiten.
- Die Nachfrage soll in den nächsten Jahren sehr hoch bleiben.
- Koch schließt daraus, dass AMD davon profitieren müsste.
Koch sieht die saisonalen Midterm-Muster intakt und erwartet nach dem September-Tief eine Aufwärtsbewegung.
Zitat & Begründung
„Ende September ist für gewöhnlich der Tiefspunkt erreicht und es geht letztendlich gesehen bergauf“
- In Midterm-Jahren ist Ende September meist der Tiefpunkt.
- Von dort geht es für gewöhnlich bergauf.
- Bisher laufen die saisonalen Trends gemäß den Erwartungen.
Abgeraten
Koch bezweifelt, dass Lucid mit nur rund 3.800 Auslieferungen im Quartal dauerhaft über die Runden kommt.
Zitat & Begründung
„Bei lucaid frage ich mich immer, wie will eigentlich son Autokonzern mit so wenig verkauften Autos dauerhaft über die Runden kommen“
- Lucid lieferte im dritten Quartal 3.806 Fahrzeuge aus, etwas mehr als erwartet.
- Koch hält die Stückzahl für zu gering für einen Autokonzern.
- Er lässt die langfristige Zukunft des Unternehmens offen.
Deffner & Zschäpitz: Frankreichs Schulden, Eure Depots – kommt die Euro-Krise 2.0?
Dietmar Deffner hat JinkoSolar nach eigenen Angaben nachgekauft und sieht die stark gefallene Solaraktie als antizyklische Wette. Holger Zschäpitz hält ETFs und Sparpläne für das Basisinvestment, warnt aber vor US-Klumpen im MSCI World. Deffner wählt Siemens Healthineers als Bullen der Woche und nennt Sartorius positiv. Im Frankreich-Thema sieht Deffner keine neue Eurokrise wie 2012, warnt aber vor Minderheitsregierungen; Zschäpitz kritisiert Eurobonds als falschen Anreiz.
Empfohlen
Deffner sieht JinkoSolar nach dem Kurssturz unter 10 Dollar als totalen Ausverkauf und antizyklische Kaufchance, obwohl weitere Tiefs möglich bleiben.
Zitat & Begründung
„Hab tatsächlich also die Cinque Solar wieder nachgekauft, gerade die Position noch ein bisschen aufgestockt, weil ich einfach auch hier wieder denke, das ist absolut totaler Ausverkauf.“
- Die Aktie hat in diesem Jahr rund 65 Prozent verloren und ist unter 9 Dollar gefallen.
- Deffner hat im eigenen Depot nachgekauft und die Position aufgestockt.
- Er verweist auf günstige Bewertung, Solarwachstum und ein Seeking-Alpha-Kursziel von 25 Dollar.
Deffner wählt Siemens Healthineers als Bullen der Woche und verweist auf die neue ultraschnelle Strahlentherapie-Plattform sowie ein Analysten-Kursziel von 50 Euro.
Zitat & Begründung
„die Siemens Halfiniers als Boulevard der Woche“
- Neue Axella-Plattform soll Bestrahlung mehrerer Tumorziele in 60 Sekunden ermöglichen.
- Jeffreyes sieht darin die wichtigste Erneuerung seit Jahren und hebt das Kursziel auf 50 Euro.
- Deffner nennt die Aktie trotz China- und Siemens-Überhang als Kaufidee.
Deffner sieht den lange vernachlässigten Life-Science-Sektor positiv; Sartorius profitiere als Laborausrüster vom Wiederanstieg klinischer Studien.
Zitat & Begründung
„Das sind ja dann auch so Zulieferer wie Satorius, die eben Laborausrüstung liefern. Das war ja lange brachgelegen“
- Der Gesundheitssektor sei lange vernachlässigt und ziehe wieder Kapital an.
- Sartorius liefere Laborausrüstung und sollte von mehr frühen klinischen Studien profitieren.
- Eine Bernstein-Analystin sieht Outperformance wegen hoher Liquidität und geringer Zinssensitivität.
Zschäpitz sieht ETFs und Sparpläne als Basisinvestment; MSCI World ist bei deutschen Anlegern der Standard, er warnt aber vor zu hoher US-Konzentration.
Zitat & Begründung
„der größte Batzen, 30.5 Prozent geht in die MSCI World Familie. Und da ist der größte ist so der Standard.“
- Das ETF-Vermögen deutscher Anleger ist auf fast 700 Mrd. Euro gestiegen.
- 30,5 Prozent entfallen auf die MSCI-World-Familie, die damit das Standard-Basisinvestment ist.
- Zschäpitz kritisiert Kombinationen mit S&P 500 wegen noch höherer USA-Quote.
Zschäpitz nennt den Nasdaq 100 seinen „Wunderindex“ und zeigt sich damit positiv gestimmt, ohne eine konkrete Kaufempfehlung auszusprechen.
Zitat & Begründung
„Nasdaq einhundert, das ist ja mein Wunderindex“
- Im ETF-Vergleich nennt Zschäpitz den Nasdaq 100 seinen Wunderindex.
- Er ordnet ihn als kleineren, aber von ihm geschätzten Index ein.
- Eine klare Handlungsaussage zu Kauf oder Verkauf fehlt.
Abgeraten
Zschäpitz hat Fresenius Medical Care steuerlich motiviert verkauft und sah keine unmittelbare Kurserholung, ohne eine klare Short-These zu formulieren.
Zitat & Begründung
„das hab ich jetzt auch nicht gesehen, dass das unmittelbar wieder nach oben geht.“
- Zschäpitz verkaufte Verlustpositionen, um Abgeltungssteuer zurückzuholen.
- Fresenius Medical Care war eine dieser Positionen.
- Er sah nicht, dass die Aktie unmittelbar wieder nach oben geht.
Zschäpitz erwartet, dass KI-Agenten Buchungsplattformen wie Booking überflüssig machen könnten; er brauche Booking für Flug und Hotel nicht mehr.
Zitat & Begründung
„Ja, Flugbuchung. Bitte noch ein Hotel dazu. Da brauch ich doch keinen, da brauch ich doch kein Booking mehr.“
- KI-Agenten könnten Flug und Hotel direkt buchen.
- Agentische Volumina seien im September stark gestiegen.
- Zschäpitz sieht Booking dadurch als disruptiv gefährdet.
Handelsblatt Today: Euro sackt ab, Staatsschulden steigen – steht die nächste Eurokrise bevor? Mit Ökonom Volker Wieland
Ökonom Volker Wieland rechnet mit anhaltendem Druck auf französische Staatsanleihen: Die Risikoaufschläge seien gestiegen und gerechtfertigt, aber weiterhin ungewöhnlich niedrig. Eine Aktivierung des EZB-Anleihekaufprogramms TPI hält er derzeit für unwahrscheinlich und für falsch. Als Alternative nennt er Unternehmensanleihen, etwa zur Finanzierung der KI-Infrastruktur. Im Marktbericht verweist Stefan Rexius auf die Analyse von Ulf Sommer, wonach die Rekordstände im S&P 500 einen breiten Bärenmarkt verdecken.
Empfohlen
Wieland nennt Unternehmensanleihen als Alternative zu Staatsanleihen hoch verschuldeter Länder, etwa zur Finanzierung der KI-Infrastruktur – viele Anleger bevorzugten sie.
Zitat & Begründung
„Das heißt, kann dann in Unternehmensanleihen investieren. Das machen auch viele Investoren dann lieber“
- Hoch verschuldete Staaten bleiben unter Druck, Anleger meiden zunehmend deren Anleihen.
- Als Ausweichmöglichkeit nennt Wieland Unternehmensanleihen, auch für die KI-Infrastruktur.
- Viele Investoren gingen diesen Weg lieber – die Entwicklung werde andauern.
Abgeraten
Wieland hält die gestiegenen Risikoaufschläge französischer Staatsanleihen für gerechtfertigt und weiterhin für ungewöhnlich niedrig – er erwartet anhaltenden Druck auf die Kurse.
Zitat & Begründung
„ich finde, die sind auch gerechtfertigt. Also es ist nicht so, dass das jetzt ungewöhnlich wäre. Im Gegenteil, die sind immer noch ungewöhnlich niedrig.“
- Frankreichs Schuldenquote steigt schneller als die Wirtschaftsleistung, Anleger verkaufen französische Staatsanleihen.
- Die Zinsaufschläge sind laut Wieland gerechtfertigt, im historischen Vergleich aber noch ungewöhnlich niedrig.
- Solange nicht konsolidiert wird, dürften Renditen weiter steigen und Kurse fallen; Downgrades seien zu erwarten.
Der im Podcast zitierte Kolumnist Ulf Sommer sieht im S&P 500 einen verdeckten Bärenmarkt, weil wenige Tech-Schwergewichte den Index stützen; der Sprecher stimmt dem zu.
Zitat & Begründung
„Und deswegen kommt der Kollege Ulf Sommer eben zu dem Schluss, dass die Kurse weniger Schwergewichte in den vergangenen Jahren sich vervielfacht haben und damit die Indizes oben halten“
- Fast die Hälfte der S&P-500-Aktien liegt deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
- Nur wenige Tech-Schwergewichte halten den Index auf Rekordniveau und verdecken die Schwäche im breiten Markt.
- Der Sprecher hält das für plausibel, nennt aber keine konkrete Handlungsempfehlung.
echtgeld.tv: 7,3 % Dividende, 77 % unter Hoch: Reicht das?
Christian W. Röhl nimmt die von Zuschauern gewählte Kraft Heinz unter die Lupe und fällt ein gespaltenes Urteil: keine Great Company, da seit 2016 kaum Umsatzwachstum und kein Burggraben erkennbar, dafür mit KGV 11 für 2026 und 7,3 % Dividendenrendite preiswert bewertet. Als Kursmarken nennt er 25 US-Dollar (preiswert), unter 20,50 US-Dollar (billig) und rund 31 US-Dollar als faires Niveau bei 2,05 US-Dollar Gewinn. Er selbst kauft vorerst nicht und will die Q3-Zahlen sowie den Investor Day am 12. November 2026 abwarten.
Abgeraten
Kraft Heinz sei keine Great Company ohne Burggraben und Preissetzungsmacht, die Bewertung mit KGV 11 und 7,3 % Dividendenrendite aber preiswert – er will vor einem Kauf erst Q3-Zahlen und Investor Day abwarten.
Zitat & Begründung
„Ich selber, ihr seht schon, dass der Scalable Screen nicht eingeblendet ist, werd die Aktie jetzt erst mal noch nicht kaufen.“
- Seit 2016 kein Umsatzwachstum, keine Preissetzungsmacht, kein Burggraben – damit keine Great Company.
- Mit KGV 11 für 2026 und 7,3 % Dividendenrendite ist die Aktie preiswert bis billig bewertet.
- Er wartet Q3-Zahlen und den Investor Day ab und kauft vorher nicht – lieber bei 25 als bei 22 einsteigen.
Mission Money: Nvidia sprengt die Grenzen & Tech-Aktien befeuern die Herbst-Rally
Mission Money Daily berichtet von neuen Allzeithochs bei Nasdaq und S&P 500, getragen vom Halbleitersektor. Nvidia steht kurz vor einem Börsenwert von 6 Billionen Dollar; Moderator Peter Blöd zitiert den Franklin-Templeton-Portfoliomanager Matthew Moberg mit der Einschätzung, Nvidia sei heute nur halb so teuer wie vor fünf Jahren. Citigroup hebt das Kursziel für AMD von 575 auf 800 Dollar an und sieht CPUs als möglichen Engpass agentischer KI. Weitere Meldungen: Berkshire Hathaway kauft 2,4 Mio. Lennar-Aktien, Rheinmetall verliert 3,5 Prozent, Berichte über schwache Nachfrage nach Novo Nordisks Abnehmtablette in Deutschland.
Empfohlen
Moderator Blöd gibt die Einschätzung des Franklin-Templeton-Portfoliomanagers Moberg wieder: Nvidia sei heute nur halb so teuer wie vor fünf Jahren – Rückenwind aus dem KI-Boom.
Zitat & Begründung
„ist NVIDIA ja eigentlich heute nur halb so teuer wie eigentlich noch vor 5 Jahren“
- Blöd verweist auf Nvidias bevorstehenden Sprung über die Marke von 6 Billionen Dollar Börsenwert.
- Er zitiert Portfoliomanager Moberg: Nvidia sei heute nur halb so teuer wie vor fünf Jahren.
- Eine eigene Kaufempfehlung spricht Blöd nicht aus, sondern verweist auf das Fokus-Plus-Interview.
Doppelgänger Tech Talk: Haften Altman und Amodei persönlich? | Muse kennt deine Freunde | GPUs stückeln wie Hauskredite 2008 #603
Philipp Klöckner hält die „SaaS-Apokalypse“ für übertrieben: Cloud-Software (WCLD) hat die Verluste seit dem Frühjahr aufgeholt, eigene KI-Nachbauten sind für Unternehmen meist teurer als Lizenzen. Monday.com & Co. sieht er deshalb nicht existenziell bedroht, echte Schnäppchen auf dem aktuellen Niveau aber auch nicht mehr. Bei SpaceX findet er die Bewertung trotz Starship-Fortschritt und neuer Neo-Cloud-Verträge relativ teuer und das 300-Dollar-Kursziel von Morgan Stanley für ein Gefälligkeitsgutachten.
Empfohlen
Hält die SaaS-Apokalypse für übertrieben; die Erholung ist weitgehend gelaufen, nur noch leichtes Aufholpotenzial gegenüber dem Nasdaq.
Zitat & Begründung
„Die könnten noch ein bisschen besser laufen, weil sie Nasdaq, glaube ich, noch underperformt haben.“
- Cloud-Software lag im Frühjahr bis zu 35 Prozent unter dem S&P 500, diese Verluste sind inzwischen aufgeholt.
- Große Anbieter sind System of Record und können KI selbst verkaufen, eigene Nachbauten lohnen für Kunden selten.
- Auf heutigem Niveau sieht er kaum noch Schnäppchen, nur noch etwas Aufholpotenzial zum Nasdaq.
Selbst nachbauen ist aus seiner Sicht teurer als die Lizenz – die Bedrohung der SaaS-Firmen durch KI hält er für übertrieben.
Zitat & Begründung
„Aber kannst du es günstiger bauen, als eine Lizenz zu kaufen? Ich würde sagen, klar nein.“
- 50 Lizenzen kosten rund 11.000 Dollar im Jahr, also etwa 50 Cent pro Nutzer und Tag.
- Selbst bauen verursacht Token-, Wartungs- und Sicherheitskosten plus Opportunitätskosten.
- Deshalb hält er die These, KI mache SaaS wertlos, für übertrieben.
Abgeraten
Findet SpaceX bei rund 170 Dollar trotz Starship-Fortschritt und Neo-Cloud-Verträgen relativ teuer und das Kursziel von Morgan Stanley wenig aussagekräftig.
Zitat & Begründung
„aber ich find SpaceX dafür immer noch relativ rich bewertet, ehrlich gesagt“
- Morgan Stanley nennt SpaceX „cheap“ und sieht 300 Dollar, ist aber IPO-Begleiter – für ihn ein Gefälligkeitsgutachten.
- Starship-Fortschritt und zusätzliche Neo-Cloud-Verträge erkennt er als positive Faktoren an.
- Trotzdem findet er die Aktie auf dem aktuellen Niveau relativ teuer bewertet.
OHNE AKTIEN WIRD SCHWER: 5% Zinsen und Börse steigt: wie geht das? AMD, Marvell & Constellation hoch. Paramount verschuldet.
Christian Röhl (Ökonom bei Scalable Capital) hält Euro-Unternehmensanleihen mit 2 bis 3 Jahren Laufzeit bei 3,5 bis 3,7 Prozent Rendite für eine sinnvolle Prämie im risikoarmen Portfolio-Teil, ungesicherte Fremdwährungsanleihen meidet er. Die KI-Rally erklärt er mit schwachem Euro und Tech-Plays, warnt aber, das Kalkül könne jederzeit brechen. Bei Lindt sieht er die Preismacht überreizt. Nachrichten: Citi hebt das AMD-Kursziel an, Marvell peilt rund 60 Prozent Umsatzwachstum an, Constellation liefert Atomstrom an Alphabet, Paramount übernimmt Warner Bros. mit hoher Schuldenlast.
Empfohlen
Röhl hält Euro-Unternehmensanleihen mit 2 bis 3 Jahren Laufzeit und 3,5 bis 3,7 Prozent Rendite im risikoarmen Portfolio-Teil für sinnvoll.
Zitat & Begründung
„Laufzeiten im Bereich 2 bis 3 Jahre, da sehen wir jetzt schon 3.5 bis 3.7 Prozent und das ist ja, wie gesagt, für den risikoarmen Teil des Portfolios schon eine sinnvolle Prämie“
- Die Zinsen seien für den risikoarmen Teil des Portfolios wieder attraktiv.
- Bei Euro-Unternehmensanleihen kurzer Laufzeit gibt es aktuell 3,5 bis 3,7 Prozent.
- Das sei eine sinnvolle Prämie, Investments könnten über Tranchen erfolgen.
Abgeraten
Langfristige US-Anleihen hält Röhl nur mit Währungssicherung und für erfahrene taktische Anleger sinnvoll; ungesicherte Fremdwährung lehnt er für sich ab.
Zitat & Begründung
„Ich würd da nie in einen Fremdwährungsbereich gehen in erster Instanz“
- Bei langfristigen US-Anleihen kämen Zins- und Währungsrisiko zusammen.
- Ohne Absicherung könne ein fallender Dollar die Erträge schmälern.
- Röhl würde daher nicht in einen Fremdwährungsbereich einsteigen.
Röhl sieht Lindt mit der Preismacht überzogen; für dieses Jahr erwartet er nur stagnierende Umsätze.
Zitat & Begründung
„eine Lindt, die ja immer so mit ihrer Schokolade den kleinen Luxus für zwischendurch verkauft hat, das wohl mit der Preismacht ein bisschen übertrieben hat“
- Lindt verkauft Schokolade als kleinen Luxus zwischendurch.
- Mit der Preismacht habe das Unternehmen es übertrieben.
- Folge laut Röhl: In diesem Jahr stagniert der Umsatz.
Leben mit Aktien: Die 5-Prozent-Chance – und der 5-Prozent-Alarm am Bondmarkt | Plus: Nike, Lindt & Sprüngli, Galeria
Christian W. Röhl hält kurzfristige Euro-Unternehmensanleihen-ETFs (iBonds bis 2028, 3,7 Prozent Rendite) für den risikoarmen Depotteil aktuell für attraktiv; Wetten auf fallende Langfristzinsen bleiben seiner Darstellung nach Spekulation. Bei Nike fehlt ihm die Überzeugung für die Trendwende, Lindt & Sprüngli sieht er nur unter Bedingungen als mögliche Einstiegsgelegenheit, während TJX und Dillard's für ihn funktionierende stationäre Händlerkonzepte sind. Am Aktienmarkt trägt laut Röhl allein das KI-Narrativ die Indizes, der Markt bleibt dabei eng und anfällig für einen Stimmungsumschwung.
Empfohlen
Für den risikoarmen Portfolioanteil findet Röhl kurzfristige Euro-Unternehmensanleihen interessant: 3,7 Prozent Durchschnittsrendite, verteilt auf rund 400 Emittenten.
Zitat & Begründung
„wer Verstärkung für den risikoarmen Teil des Portfolios sucht, der findet halt bei Euro Unternehmensanleihen jetzt wirklich interessante Konditionen, auch im kurzfristigen Bereich“
- Anleihen sind für Privatanleger wegen Stückelung und Dokumentation schwer direkt kaufbar.
- ETFs auf Euro-Unternehmensanleihen bündeln das Bonitätsrisiko auf rund 400 Werte.
- Der Fälligkeits-ETF bis 2028 bietet 3,7 Prozent Durchschnittsrendite im kurzfristigen Bereich.
Wer keine Fälligkeitsklasse festlegen will, kann laut Buttlar auf den Vanguard Corporate Years Bond ETF ausweichen: 3,5 Prozent Rendite bei 1,9 Jahren Duration.
Zitat & Begründung
„Und wer lieber ohne dieses Ende, also ohne diese Laufzeit investiert, kann auf den Vanguard Corporate Years Bond ETF ausweichen. Auch da kriegt man 3.5 Prozent bei 1 durchschnittlichen Duration von 1.9 Jahren“
- Buttlar sucht eine Alternative ohne festes Laufzeitende.
- Der Vanguard-ETF hat eine kurze durchschnittliche Duration von 1,9 Jahren.
- Dafür gibt es 3,5 Prozent Rendite bei überschaubarem Zinsrisiko.
Röhl hält lang laufende US-Staatsanleihen-ETFs für eine Spekulation auf fallende Langfristzinsen – bei 50 Basispunkten Rückgang seien rund 8 Prozent möglich.
Zitat & Begründung
„wer darauf spekulieren will, dass die langfristigen Zinsen zumindest wieder zurückkommen, der muss eben lang laufende Anleihen haben oder halt ETFs mit lang laufenden Anleihen“
- Sinken die Langfristzinsen, steigen lang laufende Anleihen überproportional.
- Der iShares-ETF bündelt US-Titel mit 25 Jahren Durchschnittslaufzeit, währungsgesichert.
- Röhl betont den Wettcharakter: seit Sommer minus 10 Prozent, seit 2020 mehr als minus 50 Prozent.
Auf französische Staatsanleihen gibt es laut Röhl nur ein Gesamtprodukt, keinen Spread-ETF – er nennt es ausdrücklich nur etwas für taktisch orientierte Investoren.
Zitat & Begründung
„es gibt zwar keinen ETF auf den Anleihenspread, aber ein Produkt auf französische Staatsanleihen insgesamt, iShares Friends Government Bond“
- Frankreichs zehnjährige Rendite liegt 140 Basispunkte über Bundesanleihen.
- Einen ETF auf den Spread gibt es nicht, nur den iShares France Government Bond.
- Röhl empfiehlt das Produkt nur Anlegern, die genau wissen, was sie tun.
TJX hält Röhl für ein hervorragend positioniertes, gegen Onlinedisruption immunes Geschäftsmodell – nach dem Kursrückgang aber noch kein Schnäppchen.
Zitat & Begründung
„Aber auch hier hervorragend positioniertes Unternehmen mit einem Geschäftsmodell, das wirklich auch den den Nerv der Zeit trifft, das immun ist gegen Onlinedisruption, das sehr sauber gemanagt ist“
- Das Off-Price-Konzept mit wechselndem Sortiment passt laut Röhl in die Zeit.
- Umsatz wuchs über 20 Jahre rund 7 Prozent, der Gewinn je Aktie 8 bis 9 Prozent jährlich.
- Nach nur erfüllten Quartalserwartungen fiel die Aktie von 160 auf 120 Dollar – Qualität, aber kein Sonderangebot.
Röhl hält Lindt & Sprüngli für eine mögliche Einstiegsgelegenheit – aber nur, wenn die Umsatzstabilisierung ohne Margenverlust gelingt.
Zitat & Begründung
„sofern das gelingt, die Umsätze zu stabilisieren, ohne die Marge anzuknabbern, damit man dann im nächsten Jahr wieder wachsen kann, kann das durchaus auch eine Einstiegsgelegenheit sein“
- Übertriebene Preiserhöhungen drücken das Wachstum auf 0 bis 2 Prozent.
- Die Aktie liegt rund 40 Prozent unter dem Hoch, das KGV fiel von 40 auf etwa 23.
- Gelingt die Stabilisierung, kann das laut Röhl eine Einstiegsgelegenheit sein.
Dillard's bewertet Röhl als funktionierendes Warenhaus mit eigenen Immobilien und Netto-Cash – die Bewertung sei mit dem 19-fachen Gewinn aber recht üppig.
Zitat & Begründung
„das ist ein Warenhaus, das mit großer Wahrscheinlichkeit sehr, sehr weit von diesem Schicksal entfernt ist, was Galleria erlitten hat und ein Beweis dafür, Warenhaus kann funktionieren“
- Dillard's besitzt seine Immobilien selbst und ist nicht durch Mietverträge stranguliert.
- Die Rohmarge stieg von unter 30 auf knapp 40 Prozent, die Aktie hat sich in drei Jahren mehr als verdoppelt.
- Das 19-fache des Zwölfmonatsgewinns ist für ein zyklisches Geschäft bereits hoch.
Abgeraten
Röhl fehlt die Überzeugung für eine Nike-Trendwende: Umsatz minus 4 Prozent, Direktgeschäft minus 8 Prozent, ein Katalysator sei für ihn nicht absehbar.
Zitat & Begründung
„Mir gelingt das nicht, weder weder vom Lifestyle hier noch vom Management noch von dem, was mir Sportler wirklich erzählen, beispielsweise im Running“
- Nike schrumpft im Gesamtumsatz und verliert vor allem im Direktkundengeschäft.
- Der Turnaround unter Elliot Hill wirkt laut Röhl frühestens 2028 und braucht ein besseres Umfeld.
- Ihm fehlt die Conviction bei Marke, Management und Kernzielgruppe.
Röhl sieht die Online-Modehändler kritisch: Zalando notiert rund ein Drittel unter dem Niveau von vor zehn Jahren, der Vergleich 'Karstadt ohne Rolltreppen' passe für ihn.
Zitat & Begründung
„Und da passt schon das Zitat vom Alexander Graf, da aus dem Kassenzone Podcast, der ja mal gesagt hat, Zalando ist Karstadt ohne Rolltreppen“
- Zalando hat laut Röhl nach dem Pandemie-Hype rund ein Drittel an Wert verloren.
- Er zitiert zustimmend Alexander Grafs Vergleich 'Zalando ist Karstadt ohne Rolltreppen'.
- Wert schufen im Textilbereich vor allem stationäre Konzepte wie Inditex oder Fast Retailing.
Alles auf Aktien: Die ETF-Liebe der Deutschen mit Fernweh und der S&P500-Trick
Daniel Eckert hält in seinen Depots ausschüttende S&P-500-ETFs von Vanguard und Invesco; Holger Zschäpitz setzt auf breite Indizes und zusätzlich auf den dreifach gehebelten Nasdaq 100. Beide Moderatoren lehnen Equal-Weight-Varianten des S&P 500 ab, weil sie langfristig deutlich hinter dem normalen Index zurückbleiben. Kernthema der Folge ist, warum beim S&P 500 der teurere Swap-ETF wegen der US-Quellensteuer unterm Strich besser laufen kann als der günstigere physische ETF. Zschäpitz hat seine Deutsche Telekom über 30 Euro verkauft; Eckert erwartet zudem keine große Anleihenrally, weil der KI-Boom Rekordschulden und damit weiter hohe Zinsen bedeutet.
Empfohlen
Eckert hält den ausschüttenden S&P-500-ETF von Vanguard in einem seiner Depots und setzt damit auf den US-Leitindex als Basisinvestment.
Zitat & Begründung
„ich hab den S und P 500 ETF von Vanguard in dem einen Depot und in dem anderen Depot hab ich den Invesco ETF S und P 500“
- Eckert nennt den Vanguard S&P 500 ETF als eigene Depotposition.
- Er hält ausdrücklich die ausschüttende Variante.
- Damit ist der US-Leitindex für ihn ein Basisinvestment.
Eckert hält den ausschüttenden Invesco-S&P-500-ETF im zweiten Depot; die Folge nennt ihn zudem als Renditesieger unter den Swap-ETFs.
Zitat & Begründung
„in dem anderen Depot hab ich den Invesco ETF S und P 500, beide natürlich in der ausschüttenden Variante“
- Eckert hat den Invesco S&P 500 ETF in seinem zweiten Depot.
- Im ETF-Vergleich der Folge wird dieser Swap-ETF als Gewinner genannt.
- Für Eckert ist der US-Index damit doppelt abgedeckt.
Zschäpitz nennt den Nasdaq 100 seinen "Wunderindex" und hält ihn auch in der dreifach gehebelten Version im Depot.
Zitat & Begründung
„Ich hab die Breiten, die Indizes und hab dann noch meinen Wunderindex, den Nasdaq einhundert, auch in der dreifach gehebelten Version.“
- Zschäpitz bezeichnet den Nasdaq 100 als seinen Wunderindex.
- Er nutzt ihn zusätzlich in dreifach gehebelter Form.
- Damit setzt er bewusst auf den US-Tech-Index.
Wer nicht von US-Steuerregeln für Swap-ETFs abhängig sein will, für den nennen die Moderatoren den physischen SPDR S&P 500 mit 0,03 Prozent Kosten als Alternative.
Zitat & Begründung
„wer davon nicht abhängig sein will, der nimmt besser den physischen Spider S und P 500 für 0.03 Prozent Kosten“
- Swap-ETFs hängen von einer amerikanischen Steuerregel ab.
- Wer das vermeiden will, soll physisch replizieren.
- Eckert nennt dafür den physischen SPDR S&P 500; eine eigene Kaufabsicht nennt er nicht.
Abgeraten
Zschäpitz würde einen Equal-Weight-ETF auf den S&P 500 nie kaufen, Eckert ist ebenfalls nicht überzeugt – langfristig hinkt die Gleichgewichtung klar hinterher.
Zitat & Begründung
„Ich bin ja Momentum Fan und würde deswegen auch nie den Equal Build nehmen.“
- Zschäpitz bezeichnet sich als Momentum-Anleger.
- Deshalb lehnt er die Gleichgewichtung im S&P 500 für sich ab.
- Der Langfristvergleich zeigt laut den Moderatoren klare Nachteile.
Zschäpitz hat seine Deutsche-Telekom-Aktie über der Marke von 30 Euro verkauft und ist seither nicht mehr investiert.
Zitat & Begründung
„Ich bin nicht mehr, ich bin nicht mehr anlegender, weil ich jetzt meine Telekom verkauft hab, als ich über 30 war.“
- Zschäpitz sagt, er habe seine Telekom-Aktie über 30 Euro verkauft.
- Er bezeichnet sich deshalb nicht mehr als Telekom-Aktionär.
- Eine aktuelle Kaufabsicht nennt er nicht.
Eckert hält eine große Anleihenrally für unwahrscheinlich: Der KI-Boom erzwingt Rekordschulden der Branche und hält die Renditen damit oben.
Zitat & Begründung
„Ihr könnt also kaum gleichzeitig auf Mavell und NVIDIA und auf die große Anleihenrally zugleich wetten.“
- Eckert sieht KI-Boom und fallende Anleiherenditen als Widerspruch.
- Der Kapitalbedarf der Branche dürfte die Zinsen hochhalten.
- Eine große Anleihenrally hält er deshalb für unwahrscheinlich.
Fazit
Die Podcasts sind sich uneinig, ob die KI-Rally fundamental gedeckt ist oder einen engen, anfälligen Markt verdeckt. Wer auf Themen-ETFs setzt, sollte die hohen Kursschwankungen und die Studienlage zu ihrer langfristigen Underperformance kennen. Bei Anleihen gilt kurzfristigen Euro-Unternehmensanleihen die größte Sympathie, während französische Staatsanleihen und lange US-Laufzeiten als riskant gelten. Es handelt sich um die Meinungen der Podcast-Sprecher, nicht um Tatsachen oder Anlageempfehlungen.
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