Nvidia, AMD, S&P 500: KI-Rally und ETF-Steuer – Podcast-Radar vom 7. Oktober 2026

Podcast-Radar: Nvidia, AMD, S&P 500: KI-Rally und ETF-Steuer – Podcast-Radar vom 7. Oktober 2026

Zehn Folgen aus neun Podcasts liegen seit gestern vor. Der KI-Boom und die Frage, wie Anleger daran teilhaben, dominieren die Empfehlungen – von Speicherchip-ETFs über Nvidia und AMD bis zu Unternehmensanleihen. Gleichzeitig mehren sich kritische Töne: Themen-ETFs, französische Staatsanleihen und einzelne Konsumwerte stehen unter Beobachtung.

Auf einen Blick: Empfehlungen und Warnungen

Asset Einschätzung Podcast Sprecher
Amundi Global Memory Chips ETF Kaufen Asset Class Thomas Meyer zu Drewa
Amundi MSCI Semiconductors ETF Kaufen Asset Class Thomas Meyer zu Drewa
JinkoSolar JKS Kaufen Deffner & Zschäpitz Dietmar Deffner
Siemens Healthineers SHL Kaufen Deffner & Zschäpitz Dietmar Deffner
Euro-Unternehmensanleihen (2–3 Jahre) Kaufen OHNE AKTIEN WIRD SCHWER Christian Röhl
iBonds Euro Unternehmensanleihen ETF (Fälligkeit 2028) Kaufen Leben mit Aktien Christian W. Röhl
Vanguard Corporate Years Bond ETF Kaufen Leben mit Aktien Horst von Buttlar
iShares US Treasury Bond ETF (über 20 Jahre) Kaufen Leben mit Aktien Christian W. Röhl
iShares France Government Bond ETF Kaufen Leben mit Aktien Christian W. Röhl
Vanguard S&P 500 ETF Kaufen Alles auf Aktien Daniel Eckert
Invesco S&P 500 ETF Kaufen Alles auf Aktien Daniel Eckert
Nasdaq 100 Kaufen Alles auf Aktien Holger Zschäpitz
Fresenius Medical Care FME Verkaufen Deffner & Zschäpitz Holger Zschäpitz
Deutsche Telekom DTE Verkaufen Alles auf Aktien Holger Zschäpitz
Kraft Heinz KHC Meiden echtgeld.tv Christian W. Röhl
S&P 500 Equal Weight ETF (Xtrackers) Meiden Alles auf Aktien Holger Zschäpitz
Amundi Global Data Center ETF Kaufen (Tendenz) Asset Class Thomas Meyer zu Drewa
Nvidia NVDA Kaufen (Tendenz) Wall Street mit Markus Koch Markus Koch
AMD AMD Kaufen (Tendenz) Wall Street mit Markus Koch Markus Koch
S&P 500 Kaufen (Tendenz) Wall Street mit Markus Koch Markus Koch
Sartorius SRT Kaufen (Tendenz) Deffner & Zschäpitz Dietmar Deffner
MSCI World ETF Kaufen (Tendenz) Deffner & Zschäpitz Holger Zschäpitz
Nasdaq 100 NDX Kaufen (Tendenz) Deffner & Zschäpitz Holger Zschäpitz
Unternehmensanleihen Kaufen (Tendenz) Handelsblatt Today Volker Wieland
Nvidia NVDA Kaufen (Tendenz) Mission Money Peter Blöd
WisdomTree Cloud Computing ETF WCLD Kaufen (Tendenz) Doppelgänger Tech Talk Philipp Klöckner
Monday.com MNDY Kaufen (Tendenz) Doppelgänger Tech Talk Philipp Klöckner
TJX Companies TJX Kaufen (Tendenz) Leben mit Aktien Christian W. Röhl
Lindt & Sprüngli Kaufen (Tendenz) Leben mit Aktien Christian W. Röhl
Dillard's DDS Kaufen (Tendenz) Leben mit Aktien Christian W. Röhl
SPDR S&P 500 ETF Kaufen (Tendenz) Alles auf Aktien Daniel Eckert
Französische Staatsanleihen Verkaufen (Tendenz) Handelsblatt Today Volker Wieland
S&P 500 Verkaufen (Tendenz) Handelsblatt Today Stefan Rexius
Lindt & Sprüngli LISN Verkaufen (Tendenz) OHNE AKTIEN WIRD SCHWER Christian Röhl
Anleihen Verkaufen (Tendenz) Alles auf Aktien Daniel Eckert
Lucid LCID Meiden (Tendenz) Wall Street mit Markus Koch Markus Koch
Booking Holdings BKNG Meiden (Tendenz) Deffner & Zschäpitz Holger Zschäpitz
SpaceX Meiden (Tendenz) Doppelgänger Tech Talk Philipp Klöckner
US-Staatsanleihen (langfristig) Meiden (Tendenz) OHNE AKTIEN WIRD SCHWER Christian Röhl
Nike NKE Meiden (Tendenz) Leben mit Aktien Christian W. Röhl
Zalando ZAL Meiden (Tendenz) Leben mit Aktien Christian W. Röhl

Alle Folgen und Empfehlungen der letzten Tage findest du in unserem Podcast-Radar.

Was die Podcasts heute bewegt

Einig sind sich mehrere Podcasts, dass der KI-Boom die Aktienmärkte trägt und die Indizes eng führt. Asset Class, Wall Street mit Markus Koch, Mission Money und Alles auf Aktien verweisen auf Nvidia, AMD und den Nasdaq 100 als Profiteure. Widersprüche gibt es bei der Bewertung: Während Mission Money und Wall Street mit Markus Koch die Rally für fundamental gestützt halten, sieht Handelsblatt Today im S&P 500 einen verdeckten Bärenmarkt, und Leben mit Aktien warnt vor einem engen, anfälligen Markt. Beim Thema Anleihen empfehlen mehrere Podcasts kurzfristige Euro-Unternehmensanleihen als risikoarmen Baustein, während französische Staatsanleihen und langfristige US-Treasuries als riskant oder spekulativ gelten. Bei Einzelwerten wie Lindt & Sprüngli gehen die Meinungen auseinander: Deffner & Zschäpitz und Leben mit Aktien sehen unterschiedliche Szenarien.

Asset Class: 4 Aktien, 55 % Gewicht: Wie riskant sind Speicherchip-ETFs? | Asset Class #84

06.10.2026, 15:59 Uhr · 58 min · Folge anhören ↗

Amundi-Manager Thomas Meyer zu Drewa hält den KI-Megatrend für dauerhaft und verweist auf die hohe Nachfrage nach HBM-Speicherchips. Er ordnet den Amundi Global Memory Chips ETF als bewussten Schwerpunkt neben einem Weltportfolio ein, verbunden mit sehr hohen Kursschwankungen. Moderator Christian W. Röhl hält dagegen, dass Themen-ETFs laut einer Studie in den ersten fünf Jahren nach Auflage rund 30 Prozent risikoadjustierte Rendite gegenüber dem breiten Markt einbüßen.

Empfohlen

KaufenAmundi Global Memory Chips ETFETFKlare Empfehlung

Der Gast sieht die Nachfrage nach HBM-Speicherchips dauerhaft über dem Angebot und ordnet den ETF als bewussten Schwerpunkt neben einem Weltportfolio ein – bei hohen Risiken.

— Thomas Meyer zu Drewa · bei 0:13:47
Zitat & Begründung

„dann kann ich mit so einem spezialisierten ETF, wenn ich mir der Risiken bewusst bin, eben da drauf setzen und Renditepotenzial ausschöpfen“

  1. Nur wenige Anbieter beherrschen HBM-Chips, die Produktion ist ausschussanfällig, es herrscht ein Engpass.
  2. Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich und dürfte laut Gast weiter steigen.
  3. Deshalb eignet sich der ETF als bewusster Schwerpunkt im Portfolio, nicht als Alleinanlage.
KaufenAmundi MSCI Semiconductors ETFETFKlare Empfehlung

Der Gast wirbt für den breiteren Halbleiter-ETF über die gesamte Wertschöpfungskette; ein Cap von 35 Prozent für den größten Wert verhindert eine reine NVIDIA-Show.

— Thomas Meyer zu Drewa · bei 0:25:48
Zitat & Begründung

„Aber wir hoffen natürlich dich heute, ich hoffe dich heute zu überzeugen, dass Du dir dieses Produkt mal anguckst“

  1. Der ETF bildet rund 70 Halbleiterwerte von Design über Fertigung bis Ausrüstung ab.
  2. Der 35-Prozent-Cap lässt große Gewinner laufen, begrenzt aber das Klumpenrisiko.
  3. Der Gast bittet Anleger ausdrücklich, sich das Produkt anzusehen.
KaufenAmundi Global Data Center ETFETFTendenz

Der Gast beschreibt den Data-Center-ETF als „Fabrik der KI“ – Rechenleistung, Netzwerke, Energie und Kühlung – und damit als nächste Ausbaustufe des KI-Ökosystems.

— Thomas Meyer zu Drewa · bei 0:35:35
Zitat & Begründung

„Das ist praktisch die Fabrik zur KI.“

  1. Der ETF deckt laut Gast Rechenleistung, Netzwerke, Kühlung und Energie ab.
  2. Er ergänzt den Memory-Chip-ETF als breitere Infrastruktur-Wette.
  3. Eine ausdrückliche Kaufempfehlung gibt der Gast allerdings nicht ab.

Wall Street mit Markus Koch: KI boomt weiter! Endlich fallen auch Öl und Renditen.

06.10.2026, 16:06 Uhr · 26 min · Folge anhören ↗

Markus Koch sieht den KI-Boom intakt und hält die überdurchschnittliche Performance von Nvidia für fundamental begründet, solange das Ertragswachstum hält. Rückenwind komme von fallenden Ölpreisen (WTI rund 87 Dollar) und leicht entspannten Anleiherenditen. Bei Lucid zweifelt er angesichts von nur rund 3.800 Auslieferungen im Quartal am Geschäftsmodell. Für den S&P 500 verweist er auf intakte saisonale Midterm-Muster.

Empfohlen

KaufenNvidiaNVDAAktieTendenz+0,1 % seit Folge

Koch hält die überdurchschnittliche Performance der KI-Schwergewichte wie Nvidia für fundamental begründet, solange das Ertragswachstum intakt bleibt.

— Markus Koch · bei 0:07:02
Zitat & Begründung

„solange hier keine Risse zu erkennen sind, ist diese überdurchschnittliche Performance dieser Werte … dann ist das eben durchaus auch gut begründet“

  1. KI-Werte laufen stark, weil sie hohes Ertragswachstum ausweisen.
  2. Die Top-Ten-Tech-Werte stellen zwei Drittel des Gewinnwachstums im S&P 500.
  3. Solange keine Risse sichtbar sind, sei die Outperformance gerechtfertigt.
KaufenAMDAMDAktieTendenz+2,8 % seit Folge

Koch folgert, dass AMD von der geplanten Ausweitung des Angebots bei anhaltend hoher Nachfrage profitieren dürfte.

— Markus Koch · bei 0:12:53
Zitat & Begründung

„AMD müsste davon im Grunde profitieren“

  1. Der AMD-CEO will das Angebot 2027 deutlich ausweiten.
  2. Die Nachfrage soll in den nächsten Jahren sehr hoch bleiben.
  3. Koch schließt daraus, dass AMD davon profitieren müsste.
KaufenS&P 500IndexTendenz+0,6 % seit Folge

Koch sieht die saisonalen Midterm-Muster intakt und erwartet nach dem September-Tief eine Aufwärtsbewegung.

— Markus Koch · bei 0:08:17
Zitat & Begründung

„Ende September ist für gewöhnlich der Tiefspunkt erreicht und es geht letztendlich gesehen bergauf“

  1. In Midterm-Jahren ist Ende September meist der Tiefpunkt.
  2. Von dort geht es für gewöhnlich bergauf.
  3. Bisher laufen die saisonalen Trends gemäß den Erwartungen.

Abgeraten

MeidenLucidLCIDAktieTendenz-0,2 % seit Folge

Koch bezweifelt, dass Lucid mit nur rund 3.800 Auslieferungen im Quartal dauerhaft über die Runden kommt.

— Markus Koch · bei 0:19:03
Zitat & Begründung

„Bei lucaid frage ich mich immer, wie will eigentlich son Autokonzern mit so wenig verkauften Autos dauerhaft über die Runden kommen“

  1. Lucid lieferte im dritten Quartal 3.806 Fahrzeuge aus, etwas mehr als erwartet.
  2. Koch hält die Stückzahl für zu gering für einen Autokonzern.
  3. Er lässt die langfristige Zukunft des Unternehmens offen.

Deffner & Zschäpitz: Frankreichs Schulden, Eure Depots – kommt die Euro-Krise 2.0?

06.10.2026, 16:35 Uhr · 1 h 30 min · Folge anhören ↗

Dietmar Deffner hat JinkoSolar nach eigenen Angaben nachgekauft und sieht die stark gefallene Solaraktie als antizyklische Wette. Holger Zschäpitz hält ETFs und Sparpläne für das Basisinvestment, warnt aber vor US-Klumpen im MSCI World. Deffner wählt Siemens Healthineers als Bullen der Woche und nennt Sartorius positiv. Im Frankreich-Thema sieht Deffner keine neue Eurokrise wie 2012, warnt aber vor Minderheitsregierungen; Zschäpitz kritisiert Eurobonds als falschen Anreiz.

Empfohlen

KaufenJinkoSolarJKSAktieKlare Empfehlung-1,2 % seit Folge

Deffner sieht JinkoSolar nach dem Kurssturz unter 10 Dollar als totalen Ausverkauf und antizyklische Kaufchance, obwohl weitere Tiefs möglich bleiben.

— Dietmar Deffner · bei 0:14:22
Zitat & Begründung

„Hab tatsächlich also die Cinque Solar wieder nachgekauft, gerade die Position noch ein bisschen aufgestockt, weil ich einfach auch hier wieder denke, das ist absolut totaler Ausverkauf.“

  1. Die Aktie hat in diesem Jahr rund 65 Prozent verloren und ist unter 9 Dollar gefallen.
  2. Deffner hat im eigenen Depot nachgekauft und die Position aufgestockt.
  3. Er verweist auf günstige Bewertung, Solarwachstum und ein Seeking-Alpha-Kursziel von 25 Dollar.
KaufenSiemens HealthineersSHLAktieKlare Empfehlung+1,7 % seit Folge

Deffner wählt Siemens Healthineers als Bullen der Woche und verweist auf die neue ultraschnelle Strahlentherapie-Plattform sowie ein Analysten-Kursziel von 50 Euro.

— Dietmar Deffner · bei 0:39:10
Zitat & Begründung

„die Siemens Halfiniers als Boulevard der Woche“

  1. Neue Axella-Plattform soll Bestrahlung mehrerer Tumorziele in 60 Sekunden ermöglichen.
  2. Jeffreyes sieht darin die wichtigste Erneuerung seit Jahren und hebt das Kursziel auf 50 Euro.
  3. Deffner nennt die Aktie trotz China- und Siemens-Überhang als Kaufidee.
KaufenSartoriusSRTAktieTendenz+2,2 % seit Folge

Deffner sieht den lange vernachlässigten Life-Science-Sektor positiv; Sartorius profitiere als Laborausrüster vom Wiederanstieg klinischer Studien.

— Dietmar Deffner · bei 0:38:07
Zitat & Begründung

„Das sind ja dann auch so Zulieferer wie Satorius, die eben Laborausrüstung liefern. Das war ja lange brachgelegen“

  1. Der Gesundheitssektor sei lange vernachlässigt und ziehe wieder Kapital an.
  2. Sartorius liefere Laborausrüstung und sollte von mehr frühen klinischen Studien profitieren.
  3. Eine Bernstein-Analystin sieht Outperformance wegen hoher Liquidität und geringer Zinssensitivität.
KaufenMSCI World ETFETFTendenz+0,6 % seit Folge

Zschäpitz sieht ETFs und Sparpläne als Basisinvestment; MSCI World ist bei deutschen Anlegern der Standard, er warnt aber vor zu hoher US-Konzentration.

— Holger Zschäpitz · bei 0:30:11
Zitat & Begründung

„der größte Batzen, 30.5 Prozent geht in die MSCI World Familie. Und da ist der größte ist so der Standard.“

  1. Das ETF-Vermögen deutscher Anleger ist auf fast 700 Mrd. Euro gestiegen.
  2. 30,5 Prozent entfallen auf die MSCI-World-Familie, die damit das Standard-Basisinvestment ist.
  3. Zschäpitz kritisiert Kombinationen mit S&P 500 wegen noch höherer USA-Quote.
KaufenNasdaq 100NDXIndexTendenz+0,5 % seit Folge

Zschäpitz nennt den Nasdaq 100 seinen „Wunderindex“ und zeigt sich damit positiv gestimmt, ohne eine konkrete Kaufempfehlung auszusprechen.

— Holger Zschäpitz · bei 0:31:50
Zitat & Begründung

„Nasdaq einhundert, das ist ja mein Wunderindex“

  1. Im ETF-Vergleich nennt Zschäpitz den Nasdaq 100 seinen Wunderindex.
  2. Er ordnet ihn als kleineren, aber von ihm geschätzten Index ein.
  3. Eine klare Handlungsaussage zu Kauf oder Verkauf fehlt.

Abgeraten

VerkaufenFresenius Medical CareFMEAktieKlare Empfehlung-0,2 % seit Folge

Zschäpitz hat Fresenius Medical Care steuerlich motiviert verkauft und sah keine unmittelbare Kurserholung, ohne eine klare Short-These zu formulieren.

— Holger Zschäpitz · bei 0:22:25
Zitat & Begründung

„das hab ich jetzt auch nicht gesehen, dass das unmittelbar wieder nach oben geht.“

  1. Zschäpitz verkaufte Verlustpositionen, um Abgeltungssteuer zurückzuholen.
  2. Fresenius Medical Care war eine dieser Positionen.
  3. Er sah nicht, dass die Aktie unmittelbar wieder nach oben geht.
MeidenBooking HoldingsBKNGAktieTendenz-0,4 % seit Folge

Zschäpitz erwartet, dass KI-Agenten Buchungsplattformen wie Booking überflüssig machen könnten; er brauche Booking für Flug und Hotel nicht mehr.

— Holger Zschäpitz · bei 0:46:58
Zitat & Begründung

„Ja, Flugbuchung. Bitte noch ein Hotel dazu. Da brauch ich doch keinen, da brauch ich doch kein Booking mehr.“

  1. KI-Agenten könnten Flug und Hotel direkt buchen.
  2. Agentische Volumina seien im September stark gestiegen.
  3. Zschäpitz sieht Booking dadurch als disruptiv gefährdet.

Handelsblatt Today: Euro sackt ab, Staatsschulden steigen – steht die nächste Eurokrise bevor? Mit Ökonom Volker Wieland

06.10.2026, 16:54 Uhr · 38 min · Folge anhören ↗

Ökonom Volker Wieland rechnet mit anhaltendem Druck auf französische Staatsanleihen: Die Risikoaufschläge seien gestiegen und gerechtfertigt, aber weiterhin ungewöhnlich niedrig. Eine Aktivierung des EZB-Anleihekaufprogramms TPI hält er derzeit für unwahrscheinlich und für falsch. Als Alternative nennt er Unternehmensanleihen, etwa zur Finanzierung der KI-Infrastruktur. Im Marktbericht verweist Stefan Rexius auf die Analyse von Ulf Sommer, wonach die Rekordstände im S&P 500 einen breiten Bärenmarkt verdecken.

Empfohlen

KaufenUnternehmensanleihenAnleiheTendenz

Wieland nennt Unternehmensanleihen als Alternative zu Staatsanleihen hoch verschuldeter Länder, etwa zur Finanzierung der KI-Infrastruktur – viele Anleger bevorzugten sie.

— Volker Wieland · bei 0:35:12
Zitat & Begründung

„Das heißt, kann dann in Unternehmensanleihen investieren. Das machen auch viele Investoren dann lieber“

  1. Hoch verschuldete Staaten bleiben unter Druck, Anleger meiden zunehmend deren Anleihen.
  2. Als Ausweichmöglichkeit nennt Wieland Unternehmensanleihen, auch für die KI-Infrastruktur.
  3. Viele Investoren gingen diesen Weg lieber – die Entwicklung werde andauern.

Abgeraten

VerkaufenFranzösische StaatsanleihenAnleiheTendenz

Wieland hält die gestiegenen Risikoaufschläge französischer Staatsanleihen für gerechtfertigt und weiterhin für ungewöhnlich niedrig – er erwartet anhaltenden Druck auf die Kurse.

— Volker Wieland · bei 0:18:21
Zitat & Begründung

„ich finde, die sind auch gerechtfertigt. Also es ist nicht so, dass das jetzt ungewöhnlich wäre. Im Gegenteil, die sind immer noch ungewöhnlich niedrig.“

  1. Frankreichs Schuldenquote steigt schneller als die Wirtschaftsleistung, Anleger verkaufen französische Staatsanleihen.
  2. Die Zinsaufschläge sind laut Wieland gerechtfertigt, im historischen Vergleich aber noch ungewöhnlich niedrig.
  3. Solange nicht konsolidiert wird, dürften Renditen weiter steigen und Kurse fallen; Downgrades seien zu erwarten.
VerkaufenS&P 500IndexTendenz+0,6 % seit Folge

Der im Podcast zitierte Kolumnist Ulf Sommer sieht im S&P 500 einen verdeckten Bärenmarkt, weil wenige Tech-Schwergewichte den Index stützen; der Sprecher stimmt dem zu.

— Stefan Rexius · bei 0:07:14
Zitat & Begründung

„Und deswegen kommt der Kollege Ulf Sommer eben zu dem Schluss, dass die Kurse weniger Schwergewichte in den vergangenen Jahren sich vervielfacht haben und damit die Indizes oben halten“

  1. Fast die Hälfte der S&P-500-Aktien liegt deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
  2. Nur wenige Tech-Schwergewichte halten den Index auf Rekordniveau und verdecken die Schwäche im breiten Markt.
  3. Der Sprecher hält das für plausibel, nennt aber keine konkrete Handlungsempfehlung.

echtgeld.tv: 7,3 % Dividende, 77 % unter Hoch: Reicht das?

06.10.2026, 18:00 Uhr · 35 min · Folge anhören ↗

Christian W. Röhl nimmt die von Zuschauern gewählte Kraft Heinz unter die Lupe und fällt ein gespaltenes Urteil: keine Great Company, da seit 2016 kaum Umsatzwachstum und kein Burggraben erkennbar, dafür mit KGV 11 für 2026 und 7,3 % Dividendenrendite preiswert bewertet. Als Kursmarken nennt er 25 US-Dollar (preiswert), unter 20,50 US-Dollar (billig) und rund 31 US-Dollar als faires Niveau bei 2,05 US-Dollar Gewinn. Er selbst kauft vorerst nicht und will die Q3-Zahlen sowie den Investor Day am 12. November 2026 abwarten.

Abgeraten

MeidenKraft HeinzKHCAktieKlare Empfehlung+0,9 % seit Folge

Kraft Heinz sei keine Great Company ohne Burggraben und Preissetzungsmacht, die Bewertung mit KGV 11 und 7,3 % Dividendenrendite aber preiswert – er will vor einem Kauf erst Q3-Zahlen und Investor Day abwarten.

— Christian W. Röhl · bei 0:33:13
Zitat & Begründung

„Ich selber, ihr seht schon, dass der Scalable Screen nicht eingeblendet ist, werd die Aktie jetzt erst mal noch nicht kaufen.“

  1. Seit 2016 kein Umsatzwachstum, keine Preissetzungsmacht, kein Burggraben – damit keine Great Company.
  2. Mit KGV 11 für 2026 und 7,3 % Dividendenrendite ist die Aktie preiswert bis billig bewertet.
  3. Er wartet Q3-Zahlen und den Investor Day ab und kauft vorher nicht – lieber bei 25 als bei 22 einsteigen.

Mission Money: Nvidia sprengt die Grenzen & Tech-Aktien befeuern die Herbst-Rally

06.10.2026, 18:54 Uhr · 16 min · Folge anhören ↗

Mission Money Daily berichtet von neuen Allzeithochs bei Nasdaq und S&P 500, getragen vom Halbleitersektor. Nvidia steht kurz vor einem Börsenwert von 6 Billionen Dollar; Moderator Peter Blöd zitiert den Franklin-Templeton-Portfoliomanager Matthew Moberg mit der Einschätzung, Nvidia sei heute nur halb so teuer wie vor fünf Jahren. Citigroup hebt das Kursziel für AMD von 575 auf 800 Dollar an und sieht CPUs als möglichen Engpass agentischer KI. Weitere Meldungen: Berkshire Hathaway kauft 2,4 Mio. Lennar-Aktien, Rheinmetall verliert 3,5 Prozent, Berichte über schwache Nachfrage nach Novo Nordisks Abnehmtablette in Deutschland.

Empfohlen

KaufenNvidiaNVDAAktieTendenz+0,1 % seit Folge

Moderator Blöd gibt die Einschätzung des Franklin-Templeton-Portfoliomanagers Moberg wieder: Nvidia sei heute nur halb so teuer wie vor fünf Jahren – Rückenwind aus dem KI-Boom.

— Peter Blöd · bei 0:14:36
Zitat & Begründung

„ist NVIDIA ja eigentlich heute nur halb so teuer wie eigentlich noch vor 5 Jahren“

  1. Blöd verweist auf Nvidias bevorstehenden Sprung über die Marke von 6 Billionen Dollar Börsenwert.
  2. Er zitiert Portfoliomanager Moberg: Nvidia sei heute nur halb so teuer wie vor fünf Jahren.
  3. Eine eigene Kaufempfehlung spricht Blöd nicht aus, sondern verweist auf das Fokus-Plus-Interview.

Doppelgänger Tech Talk: Haften Altman und Amodei persönlich? | Muse kennt deine Freunde | GPUs stückeln wie Hauskredite 2008 #603

07.10.2026, 02:33 Uhr · 1 h 05 min · Folge anhören ↗

Philipp Klöckner hält die „SaaS-Apokalypse“ für übertrieben: Cloud-Software (WCLD) hat die Verluste seit dem Frühjahr aufgeholt, eigene KI-Nachbauten sind für Unternehmen meist teurer als Lizenzen. Monday.com & Co. sieht er deshalb nicht existenziell bedroht, echte Schnäppchen auf dem aktuellen Niveau aber auch nicht mehr. Bei SpaceX findet er die Bewertung trotz Starship-Fortschritt und neuer Neo-Cloud-Verträge relativ teuer und das 300-Dollar-Kursziel von Morgan Stanley für ein Gefälligkeitsgutachten.

Empfohlen

KaufenWisdomTree Cloud Computing ETFWCLDETFTendenz

Hält die SaaS-Apokalypse für übertrieben; die Erholung ist weitgehend gelaufen, nur noch leichtes Aufholpotenzial gegenüber dem Nasdaq.

— Philipp Klöckner · bei 0:12:33
Zitat & Begründung

„Die könnten noch ein bisschen besser laufen, weil sie Nasdaq, glaube ich, noch underperformt haben.“

  1. Cloud-Software lag im Frühjahr bis zu 35 Prozent unter dem S&P 500, diese Verluste sind inzwischen aufgeholt.
  2. Große Anbieter sind System of Record und können KI selbst verkaufen, eigene Nachbauten lohnen für Kunden selten.
  3. Auf heutigem Niveau sieht er kaum noch Schnäppchen, nur noch etwas Aufholpotenzial zum Nasdaq.
KaufenMonday.comMNDYAktieTendenz

Selbst nachbauen ist aus seiner Sicht teurer als die Lizenz – die Bedrohung der SaaS-Firmen durch KI hält er für übertrieben.

— Philipp Klöckner · bei 0:04:13
Zitat & Begründung

„Aber kannst du es günstiger bauen, als eine Lizenz zu kaufen? Ich würde sagen, klar nein.“

  1. 50 Lizenzen kosten rund 11.000 Dollar im Jahr, also etwa 50 Cent pro Nutzer und Tag.
  2. Selbst bauen verursacht Token-, Wartungs- und Sicherheitskosten plus Opportunitätskosten.
  3. Deshalb hält er die These, KI mache SaaS wertlos, für übertrieben.

Abgeraten

MeidenSpaceXAktieTendenz

Findet SpaceX bei rund 170 Dollar trotz Starship-Fortschritt und Neo-Cloud-Verträgen relativ teuer und das Kursziel von Morgan Stanley wenig aussagekräftig.

— Philipp Klöckner · bei 0:51:24
Zitat & Begründung

„aber ich find SpaceX dafür immer noch relativ rich bewertet, ehrlich gesagt“

  1. Morgan Stanley nennt SpaceX „cheap“ und sieht 300 Dollar, ist aber IPO-Begleiter – für ihn ein Gefälligkeitsgutachten.
  2. Starship-Fortschritt und zusätzliche Neo-Cloud-Verträge erkennt er als positive Faktoren an.
  3. Trotzdem findet er die Aktie auf dem aktuellen Niveau relativ teuer bewertet.

OHNE AKTIEN WIRD SCHWER: 5% Zinsen und Börse steigt: wie geht das? AMD, Marvell & Constellation hoch. Paramount verschuldet.

07.10.2026, 03:00 Uhr · 14 min · Folge anhören ↗

Christian Röhl (Ökonom bei Scalable Capital) hält Euro-Unternehmensanleihen mit 2 bis 3 Jahren Laufzeit bei 3,5 bis 3,7 Prozent Rendite für eine sinnvolle Prämie im risikoarmen Portfolio-Teil, ungesicherte Fremdwährungsanleihen meidet er. Die KI-Rally erklärt er mit schwachem Euro und Tech-Plays, warnt aber, das Kalkül könne jederzeit brechen. Bei Lindt sieht er die Preismacht überreizt. Nachrichten: Citi hebt das AMD-Kursziel an, Marvell peilt rund 60 Prozent Umsatzwachstum an, Constellation liefert Atomstrom an Alphabet, Paramount übernimmt Warner Bros. mit hoher Schuldenlast.

Empfohlen

KaufenEuro-Unternehmensanleihen (2–3 Jahre)AnleiheKlare Empfehlung

Röhl hält Euro-Unternehmensanleihen mit 2 bis 3 Jahren Laufzeit und 3,5 bis 3,7 Prozent Rendite im risikoarmen Portfolio-Teil für sinnvoll.

— Christian Röhl · bei 0:12:23
Zitat & Begründung

„Laufzeiten im Bereich 2 bis 3 Jahre, da sehen wir jetzt schon 3.5 bis 3.7 Prozent und das ist ja, wie gesagt, für den risikoarmen Teil des Portfolios schon eine sinnvolle Prämie“

  1. Die Zinsen seien für den risikoarmen Teil des Portfolios wieder attraktiv.
  2. Bei Euro-Unternehmensanleihen kurzer Laufzeit gibt es aktuell 3,5 bis 3,7 Prozent.
  3. Das sei eine sinnvolle Prämie, Investments könnten über Tranchen erfolgen.

Abgeraten

MeidenUS-Staatsanleihen (langfristig)AnleiheTendenz

Langfristige US-Anleihen hält Röhl nur mit Währungssicherung und für erfahrene taktische Anleger sinnvoll; ungesicherte Fremdwährung lehnt er für sich ab.

— Christian Röhl · bei 0:12:23
Zitat & Begründung

„Ich würd da nie in einen Fremdwährungsbereich gehen in erster Instanz“

  1. Bei langfristigen US-Anleihen kämen Zins- und Währungsrisiko zusammen.
  2. Ohne Absicherung könne ein fallender Dollar die Erträge schmälern.
  3. Röhl würde daher nicht in einen Fremdwährungsbereich einsteigen.
VerkaufenLindt & SprüngliLISNAktieTendenz

Röhl sieht Lindt mit der Preismacht überzogen; für dieses Jahr erwartet er nur stagnierende Umsätze.

— Christian Röhl · bei 0:09:14
Zitat & Begründung

„eine Lindt, die ja immer so mit ihrer Schokolade den kleinen Luxus für zwischendurch verkauft hat, das wohl mit der Preismacht ein bisschen übertrieben hat“

  1. Lindt verkauft Schokolade als kleinen Luxus zwischendurch.
  2. Mit der Preismacht habe das Unternehmen es übertrieben.
  3. Folge laut Röhl: In diesem Jahr stagniert der Umsatz.

Leben mit Aktien: Die 5-Prozent-Chance – und der 5-Prozent-Alarm am Bondmarkt | Plus: Nike, Lindt & Sprüngli, Galeria

07.10.2026, 03:00 Uhr · 1 h 03 min · Folge anhören ↗

Christian W. Röhl hält kurzfristige Euro-Unternehmensanleihen-ETFs (iBonds bis 2028, 3,7 Prozent Rendite) für den risikoarmen Depotteil aktuell für attraktiv; Wetten auf fallende Langfristzinsen bleiben seiner Darstellung nach Spekulation. Bei Nike fehlt ihm die Überzeugung für die Trendwende, Lindt & Sprüngli sieht er nur unter Bedingungen als mögliche Einstiegsgelegenheit, während TJX und Dillard's für ihn funktionierende stationäre Händlerkonzepte sind. Am Aktienmarkt trägt laut Röhl allein das KI-Narrativ die Indizes, der Markt bleibt dabei eng und anfällig für einen Stimmungsumschwung.

Empfohlen

KaufeniBonds Euro Unternehmensanleihen ETF (Fälligkeit 2028)ETFKlare Empfehlung

Für den risikoarmen Portfolioanteil findet Röhl kurzfristige Euro-Unternehmensanleihen interessant: 3,7 Prozent Durchschnittsrendite, verteilt auf rund 400 Emittenten.

— Christian W. Röhl · bei 0:27:16
Zitat & Begründung

„wer Verstärkung für den risikoarmen Teil des Portfolios sucht, der findet halt bei Euro Unternehmensanleihen jetzt wirklich interessante Konditionen, auch im kurzfristigen Bereich“

  1. Anleihen sind für Privatanleger wegen Stückelung und Dokumentation schwer direkt kaufbar.
  2. ETFs auf Euro-Unternehmensanleihen bündeln das Bonitätsrisiko auf rund 400 Werte.
  3. Der Fälligkeits-ETF bis 2028 bietet 3,7 Prozent Durchschnittsrendite im kurzfristigen Bereich.
KaufenVanguard Corporate Years Bond ETFETFKlare Empfehlung

Wer keine Fälligkeitsklasse festlegen will, kann laut Buttlar auf den Vanguard Corporate Years Bond ETF ausweichen: 3,5 Prozent Rendite bei 1,9 Jahren Duration.

— Horst von Buttlar · bei 0:27:57
Zitat & Begründung

„Und wer lieber ohne dieses Ende, also ohne diese Laufzeit investiert, kann auf den Vanguard Corporate Years Bond ETF ausweichen. Auch da kriegt man 3.5 Prozent bei 1 durchschnittlichen Duration von 1.9 Jahren“

  1. Buttlar sucht eine Alternative ohne festes Laufzeitende.
  2. Der Vanguard-ETF hat eine kurze durchschnittliche Duration von 1,9 Jahren.
  3. Dafür gibt es 3,5 Prozent Rendite bei überschaubarem Zinsrisiko.
KaufeniShares US Treasury Bond ETF (über 20 Jahre)ETFKlare Empfehlung

Röhl hält lang laufende US-Staatsanleihen-ETFs für eine Spekulation auf fallende Langfristzinsen – bei 50 Basispunkten Rückgang seien rund 8 Prozent möglich.

— Christian W. Röhl · bei 0:30:18
Zitat & Begründung

„wer darauf spekulieren will, dass die langfristigen Zinsen zumindest wieder zurückkommen, der muss eben lang laufende Anleihen haben oder halt ETFs mit lang laufenden Anleihen“

  1. Sinken die Langfristzinsen, steigen lang laufende Anleihen überproportional.
  2. Der iShares-ETF bündelt US-Titel mit 25 Jahren Durchschnittslaufzeit, währungsgesichert.
  3. Röhl betont den Wettcharakter: seit Sommer minus 10 Prozent, seit 2020 mehr als minus 50 Prozent.
KaufeniShares France Government Bond ETFETFKlare Empfehlung

Auf französische Staatsanleihen gibt es laut Röhl nur ein Gesamtprodukt, keinen Spread-ETF – er nennt es ausdrücklich nur etwas für taktisch orientierte Investoren.

— Christian W. Röhl · bei 0:35:32
Zitat & Begründung

„es gibt zwar keinen ETF auf den Anleihenspread, aber ein Produkt auf französische Staatsanleihen insgesamt, iShares Friends Government Bond“

  1. Frankreichs zehnjährige Rendite liegt 140 Basispunkte über Bundesanleihen.
  2. Einen ETF auf den Spread gibt es nicht, nur den iShares France Government Bond.
  3. Röhl empfiehlt das Produkt nur Anlegern, die genau wissen, was sie tun.
KaufenTJX CompaniesTJXAktieTendenz

TJX hält Röhl für ein hervorragend positioniertes, gegen Onlinedisruption immunes Geschäftsmodell – nach dem Kursrückgang aber noch kein Schnäppchen.

— Christian W. Röhl · bei 1:00:37
Zitat & Begründung

„Aber auch hier hervorragend positioniertes Unternehmen mit einem Geschäftsmodell, das wirklich auch den den Nerv der Zeit trifft, das immun ist gegen Onlinedisruption, das sehr sauber gemanagt ist“

  1. Das Off-Price-Konzept mit wechselndem Sortiment passt laut Röhl in die Zeit.
  2. Umsatz wuchs über 20 Jahre rund 7 Prozent, der Gewinn je Aktie 8 bis 9 Prozent jährlich.
  3. Nach nur erfüllten Quartalserwartungen fiel die Aktie von 160 auf 120 Dollar – Qualität, aber kein Sonderangebot.
KaufenLindt & SprüngliAktieTendenz

Röhl hält Lindt & Sprüngli für eine mögliche Einstiegsgelegenheit – aber nur, wenn die Umsatzstabilisierung ohne Margenverlust gelingt.

— Christian W. Röhl · bei 0:45:39
Zitat & Begründung

„sofern das gelingt, die Umsätze zu stabilisieren, ohne die Marge anzuknabbern, damit man dann im nächsten Jahr wieder wachsen kann, kann das durchaus auch eine Einstiegsgelegenheit sein“

  1. Übertriebene Preiserhöhungen drücken das Wachstum auf 0 bis 2 Prozent.
  2. Die Aktie liegt rund 40 Prozent unter dem Hoch, das KGV fiel von 40 auf etwa 23.
  3. Gelingt die Stabilisierung, kann das laut Röhl eine Einstiegsgelegenheit sein.
KaufenDillard'sDDSAktieTendenz

Dillard's bewertet Röhl als funktionierendes Warenhaus mit eigenen Immobilien und Netto-Cash – die Bewertung sei mit dem 19-fachen Gewinn aber recht üppig.

— Christian W. Röhl · bei 0:56:57
Zitat & Begründung

„das ist ein Warenhaus, das mit großer Wahrscheinlichkeit sehr, sehr weit von diesem Schicksal entfernt ist, was Galleria erlitten hat und ein Beweis dafür, Warenhaus kann funktionieren“

  1. Dillard's besitzt seine Immobilien selbst und ist nicht durch Mietverträge stranguliert.
  2. Die Rohmarge stieg von unter 30 auf knapp 40 Prozent, die Aktie hat sich in drei Jahren mehr als verdoppelt.
  3. Das 19-fache des Zwölfmonatsgewinns ist für ein zyklisches Geschäft bereits hoch.

Abgeraten

MeidenNikeNKEAktieTendenz

Röhl fehlt die Überzeugung für eine Nike-Trendwende: Umsatz minus 4 Prozent, Direktgeschäft minus 8 Prozent, ein Katalysator sei für ihn nicht absehbar.

— Christian W. Röhl · bei 0:40:38
Zitat & Begründung

„Mir gelingt das nicht, weder weder vom Lifestyle hier noch vom Management noch von dem, was mir Sportler wirklich erzählen, beispielsweise im Running“

  1. Nike schrumpft im Gesamtumsatz und verliert vor allem im Direktkundengeschäft.
  2. Der Turnaround unter Elliot Hill wirkt laut Röhl frühestens 2028 und braucht ein besseres Umfeld.
  3. Ihm fehlt die Conviction bei Marke, Management und Kernzielgruppe.
MeidenZalandoZALAktieTendenz

Röhl sieht die Online-Modehändler kritisch: Zalando notiert rund ein Drittel unter dem Niveau von vor zehn Jahren, der Vergleich 'Karstadt ohne Rolltreppen' passe für ihn.

— Christian W. Röhl · bei 0:52:36
Zitat & Begründung

„Und da passt schon das Zitat vom Alexander Graf, da aus dem Kassenzone Podcast, der ja mal gesagt hat, Zalando ist Karstadt ohne Rolltreppen“

  1. Zalando hat laut Röhl nach dem Pandemie-Hype rund ein Drittel an Wert verloren.
  2. Er zitiert zustimmend Alexander Grafs Vergleich 'Zalando ist Karstadt ohne Rolltreppen'.
  3. Wert schufen im Textilbereich vor allem stationäre Konzepte wie Inditex oder Fast Retailing.

Alles auf Aktien: Die ETF-Liebe der Deutschen mit Fernweh und der S&P500-Trick

07.10.2026, 04:45 Uhr · 30 min · Folge anhören ↗

Daniel Eckert hält in seinen Depots ausschüttende S&P-500-ETFs von Vanguard und Invesco; Holger Zschäpitz setzt auf breite Indizes und zusätzlich auf den dreifach gehebelten Nasdaq 100. Beide Moderatoren lehnen Equal-Weight-Varianten des S&P 500 ab, weil sie langfristig deutlich hinter dem normalen Index zurückbleiben. Kernthema der Folge ist, warum beim S&P 500 der teurere Swap-ETF wegen der US-Quellensteuer unterm Strich besser laufen kann als der günstigere physische ETF. Zschäpitz hat seine Deutsche Telekom über 30 Euro verkauft; Eckert erwartet zudem keine große Anleihenrally, weil der KI-Boom Rekordschulden und damit weiter hohe Zinsen bedeutet.

Empfohlen

KaufenVanguard S&P 500 ETFETFKlare Empfehlung

Eckert hält den ausschüttenden S&P-500-ETF von Vanguard in einem seiner Depots und setzt damit auf den US-Leitindex als Basisinvestment.

— Daniel Eckert · bei 0:26:23
Zitat & Begründung

„ich hab den S und P 500 ETF von Vanguard in dem einen Depot und in dem anderen Depot hab ich den Invesco ETF S und P 500“

  1. Eckert nennt den Vanguard S&P 500 ETF als eigene Depotposition.
  2. Er hält ausdrücklich die ausschüttende Variante.
  3. Damit ist der US-Leitindex für ihn ein Basisinvestment.
KaufenInvesco S&P 500 ETFETFKlare Empfehlung

Eckert hält den ausschüttenden Invesco-S&P-500-ETF im zweiten Depot; die Folge nennt ihn zudem als Renditesieger unter den Swap-ETFs.

— Daniel Eckert · bei 0:26:23
Zitat & Begründung

„in dem anderen Depot hab ich den Invesco ETF S und P 500, beide natürlich in der ausschüttenden Variante“

  1. Eckert hat den Invesco S&P 500 ETF in seinem zweiten Depot.
  2. Im ETF-Vergleich der Folge wird dieser Swap-ETF als Gewinner genannt.
  3. Für Eckert ist der US-Index damit doppelt abgedeckt.
KaufenNasdaq 100IndexKlare Empfehlung

Zschäpitz nennt den Nasdaq 100 seinen "Wunderindex" und hält ihn auch in der dreifach gehebelten Version im Depot.

— Holger Zschäpitz · bei 0:26:46
Zitat & Begründung

„Ich hab die Breiten, die Indizes und hab dann noch meinen Wunderindex, den Nasdaq einhundert, auch in der dreifach gehebelten Version.“

  1. Zschäpitz bezeichnet den Nasdaq 100 als seinen Wunderindex.
  2. Er nutzt ihn zusätzlich in dreifach gehebelter Form.
  3. Damit setzt er bewusst auf den US-Tech-Index.
KaufenSPDR S&P 500 ETFETFTendenz

Wer nicht von US-Steuerregeln für Swap-ETFs abhängig sein will, für den nennen die Moderatoren den physischen SPDR S&P 500 mit 0,03 Prozent Kosten als Alternative.

— Daniel Eckert · bei 0:23:27
Zitat & Begründung

„wer davon nicht abhängig sein will, der nimmt besser den physischen Spider S und P 500 für 0.03 Prozent Kosten“

  1. Swap-ETFs hängen von einer amerikanischen Steuerregel ab.
  2. Wer das vermeiden will, soll physisch replizieren.
  3. Eckert nennt dafür den physischen SPDR S&P 500; eine eigene Kaufabsicht nennt er nicht.

Abgeraten

MeidenS&P 500 Equal Weight ETF (Xtrackers)ETFKlare Empfehlung

Zschäpitz würde einen Equal-Weight-ETF auf den S&P 500 nie kaufen, Eckert ist ebenfalls nicht überzeugt – langfristig hinkt die Gleichgewichtung klar hinterher.

— Holger Zschäpitz · bei 0:26:46
Zitat & Begründung

„Ich bin ja Momentum Fan und würde deswegen auch nie den Equal Build nehmen.“

  1. Zschäpitz bezeichnet sich als Momentum-Anleger.
  2. Deshalb lehnt er die Gleichgewichtung im S&P 500 für sich ab.
  3. Der Langfristvergleich zeigt laut den Moderatoren klare Nachteile.
VerkaufenDeutsche TelekomDTEAktieKlare Empfehlung

Zschäpitz hat seine Deutsche-Telekom-Aktie über der Marke von 30 Euro verkauft und ist seither nicht mehr investiert.

— Holger Zschäpitz · bei 0:07:37
Zitat & Begründung

„Ich bin nicht mehr, ich bin nicht mehr anlegender, weil ich jetzt meine Telekom verkauft hab, als ich über 30 war.“

  1. Zschäpitz sagt, er habe seine Telekom-Aktie über 30 Euro verkauft.
  2. Er bezeichnet sich deshalb nicht mehr als Telekom-Aktionär.
  3. Eine aktuelle Kaufabsicht nennt er nicht.
VerkaufenAnleihenAnleiheTendenz

Eckert hält eine große Anleihenrally für unwahrscheinlich: Der KI-Boom erzwingt Rekordschulden der Branche und hält die Renditen damit oben.

— Daniel Eckert · bei 0:10:07
Zitat & Begründung

„Ihr könnt also kaum gleichzeitig auf Mavell und NVIDIA und auf die große Anleihenrally zugleich wetten.“

  1. Eckert sieht KI-Boom und fallende Anleiherenditen als Widerspruch.
  2. Der Kapitalbedarf der Branche dürfte die Zinsen hochhalten.
  3. Eine große Anleihenrally hält er deshalb für unwahrscheinlich.

Fazit

Die Podcasts sind sich uneinig, ob die KI-Rally fundamental gedeckt ist oder einen engen, anfälligen Markt verdeckt. Wer auf Themen-ETFs setzt, sollte die hohen Kursschwankungen und die Studienlage zu ihrer langfristigen Underperformance kennen. Bei Anleihen gilt kurzfristigen Euro-Unternehmensanleihen die größte Sympathie, während französische Staatsanleihen und lange US-Laufzeiten als riskant gelten. Es handelt sich um die Meinungen der Podcast-Sprecher, nicht um Tatsachen oder Anlageempfehlungen.

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Hinweis: Dieser Artikel fasst automatisiert ausgewertete Aussagen aus Podcast-Folgen zusammen und kann Fehler enthalten. Er gibt die Meinungen der Podcast-Sprecher wieder, nicht die von Block-Builders.de, und ist keine Anlageberatung. Alle Zitate mit Zeitmarke findest du im Podcast-Radar.