Mit einem Wochenminus von 30 Prozent ist IOTA erstmals in seiner zehnjährigen Geschichte unter Preise von 5 Cent gerutscht. IOTA steht auf verlorenem Posten. Was passierte, erklärt die Block-Builders Analyse.
„IOTA – Gebaut, um den Unterschied zu machen“, lautet das offizielle Motto. Doch private Anleger müssen sich bei solchen Worten völlig verschaukelt fühlen, die IOTA Preiskurve ist auf historischen Tiefstständen unter 5 Cent angelangt. Bis 2018 gehörte IOTA zu den 10 kapitalstärksten Kryptowährungen der Welt, von 2024 verlor man dann die Top 100 aus den Augen. Doch die IOTA Stiftung mit ihrem Vorsitzenden Dominik Schiener hatte in den letzten Jahren immer wieder neue Maßnahmen eingeleitet, um eine Trendwende einzuläuten und ein Comeback zu schaffen. Der Rückblick zeigt auf, warum IOTA aus Anlegersicht scheiterte:
– Faktisch übernahm Dominik Schiener 2020/1 die Geschäfte bei IOTA, als der bisherige Stiftungschef und Mitgründer David Sønstebø gefeuert wurde.
– Das große Problem von IOTA in der damaligen Zeit war, dass das Netzwerk nicht dezentral wie eine Blockchain funktionierte, sondern einen zentralen „Koordinator“ in Hand der Stiftung brauchte.
– Dieses Problem konnte IOTA auch mit Dominik Schiener nie aus eigener Kraft lösen, trotz vieler vollmundiger Ankündigungen zu einem IOTA 2.0.
– Ein geldwertes Testnet namens Shimmer (SMR) sollte von Herbst 2022 an beim Weg zu IOTA 2.0 helfen und starb im Spätsommer 2024 unrühmlich. Für Anleger war auch Shimmer ein Desaster.
– In 2023 verfügte die IOTA Stiftung mit Schiener einen „Inflationshammer“, um ihre Finanzierung zu sichern. Das künstliche, gewollte Aufblähen der IOTA Tokenzahl zerstörte Vertrauen von Anlegern.
– Im November 2024 ging Schiener dann mit dem Plan an die Öffentlichkeit, IOTA auf Technologie von SUI umzustellen und so Dezentralität zu erreichen. Zu dem Zeitpunkt hielt sich der Stiftungschef schon bevorzugt in Abu Dhabi auf, wo eine IOTA Zweigstelle neue Märkte erschließen sollte.
– IOTA Rebased als SUI Klon wurde im Mai 2025 live geschaltet – die internationale Öffentlichkeit interessierte das kaum noch.
– 2026 sollte das Jahr werden, wo IOTA als technologische Basis für internationale Handelsabfertigung punktet. Handfeste Ergebnisse blieben aber aus und eine lesenswerte Kalkulation von „Sam“ zeigt, warum der Anwendungsfall für IOTA selbst in einem optimistischen Szenario wohl kurstechnisch nichts bringen würde.
– Wir haben unseren IOTA Jahresrückblick 2025 bereits mit „Muppet Show“ übertitelt und in diesem März den stetigen Abstieg nochmals thematisiert.
– Über die Jahre haben wir auch Bekanntschaft mit Anwälten wegen IOTA machen müssen, in unserem Archiv findest Du aber bei Interesse weiterhin jede Menge Berichte über größere und kleiner Fehltritte und -schläge in der von Dominik Schiener dominierten Stiftung.
Fazit: IOTA wurde Schritt für Schritt zum Desaster mit Ansage
„Der Drops ist gelutscht“ darf man als Anleger wohl zu IOTA sagen, aus einem berühmten Altcoin mit Ambitionen wurde ein Shitcoin und Spekulationsobjekt. Stiftungschef Dominik Schiener wollte Verantwortung übernehmen, ist damit aus Sicht der Märkte gescheitert und und hat sich zumindest über seinen Kanal bei X nun auch schon seit zwei Wochen nicht mehr zu Wort gemeldet. Interessant wäre etwa, für wie lange die Finanzreserven der IOTA Stiftung noch reichen. Wer immer noch in IOTA investiert ist, muss sich mit dem Gedanken anfreunden, dass der Traum ausgeträumt ist.
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