Sieben Folgen aus sieben Finanz-Podcasts seit dem 28. Oktober 2026 drehen sich vor allem um die Quartalszahlen von Alphabet, Microsoft und SK Hynix. Die wichtigste Erkenntnis: Bei Alphabet gehen die Meinungen auseinander – die einen sehen nach dem Kurssturz eine Kaufgelegenheit, die anderen ein Warnsignal für das Suchgeschäft. Beim Gold sind sich zwei Podcasts nur teilweise einig.
Auf einen Blick: Empfehlungen und Warnungen
| Asset | Einschätzung | Podcast | Sprecher |
|---|---|---|---|
| Gold | Kaufen | Money Train – DER AKTIONÄR | Markus Busler |
| B2Gold BTG | Kaufen | Money Train – DER AKTIONÄR | Markus Busler |
| Equinox Gold EQX | Kaufen | Money Train – DER AKTIONÄR | Markus Busler |
| Lithium-Aktien | Kaufen | Money Train – DER AKTIONÄR | Markus Busler |
| Gold | Kaufen | Finanzen ganz einfach | Sprecher 1 |
| MSCI World ETF | Kaufen | Finanzen ganz einfach | Sprecher 1 |
| MSCI World Small Cap ETF | Kaufen | Finanzen ganz einfach | Sprecher 1 |
| MSCI World ETF | Kaufen | Handelsblatt Today | Andreas Neuhaus |
| MSCI ACWI IMI ETF | Kaufen | Handelsblatt Today | Andreas Neuhaus |
| Alphabet GOOGL | Kaufen | Alles auf Aktien | Nando Sommerfeld |
| Goldminen-ETF | Meiden | Finanzen ganz einfach | Sprecher 1 |
| Silber | Kaufen (Tendenz) | Money Train – DER AKTIONÄR | Markus Busler |
| Goldminen-Aktien | Kaufen (Tendenz) | Money Train – DER AKTIONÄR | Markus Busler |
| Uran-Aktien | Kaufen (Tendenz) | Money Train – DER AKTIONÄR | Markus Busler |
| Gold-ETC (Xetra-Gold, EUWAX) | Kaufen (Tendenz) | Finanzen ganz einfach | Sprecher 1 |
| SK Hynix | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| GE Vernova GEV | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Vertiv VRT | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Alphabet GOOGL | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Boeing BA | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Chipindustrie (Halbleiter) | Kaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Joachim Hofer |
| Öl | Kaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Markus Hinterberger |
| Stellantis STLA | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
| Adyen ADYEN | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
| SK Hynix | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
| Microsoft MSFT | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
| Deutsche Bank DBK | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Christoph |
| BASF BAS | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Holger Zschäpitz |
| Microsoft MSFT | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Holger Zschäpitz |
| Altersvorsorgedepot | Kaufen (Tendenz) | Finanzfluss Podcast | Laura |
| Geldmarktfonds | Kaufen (Tendenz) | Finanzfluss Podcast | Markus |
| Alphabet GOOGL | Verkaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
| BASF BAS | Meiden (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Christoph |
| Robinhood HOOD | Meiden (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
| Bitcoin BTC | Meiden (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
Alle Folgen und Empfehlungen der letzten Tage findest du in unserem Podcast-Radar.
Was die Podcasts heute bewegt
Einigkeit herrscht bei Microsoft: Sowohl „Alles auf Aktien“ als auch „OHNE AKTIEN WIRD SCHWER“ loben das Cloud-Wachstum von 48 Prozent und den hohen Free Cashflow. Bei Alphabet widersprechen sich die Podcasts deutlich – Nando Sommerfeld kann sich einen Nachkauf vorstellen, Noah Leidinger wertet die fast 2 Mrd. US-Dollar unter den Erwartungen liegenden Werbeerlöse als Warnsignal. SK Hynix gilt bei Markus Koch, Joachim Hofer und Noah Leidinger als Profiteur der Speicherchip-Knappheit, wobei Hofer ausdrücklich bezweifelt, dass der Auftragsbestand bis 2030 hält. Beim Gold empfiehlt Markus Busler den Kauf, während der Finanztip-Sprecher bei „Finanzen ganz einfach“ physisches Gold bevorzugt und Goldminen-ETFs ablehnt – Busler nennt dagegen B2Gold und Equinox Gold als kaufbar. Ein weiteres dominierendes Thema sind ETF-Depots: Zwei Podcasts empfehlen einen breiten Welt-ETF als Kern.
Money Train – DER AKTIONÄR: Goldexperte: Fed-Entscheid & Weltlage – wohin steuern Gold und Silber?
Goldexperte Markus Busler hält die rund neunmonatige Korrektur bei Gold und Silber für weitgehend ausgestanden und würde jetzt kaufen. Er erwartet Gold wieder Richtung 5.600 US-Dollar und rechnet bei Silber, das vom Hoch über 50 Prozent verloren hat, mit besserer Performance als bei Gold. Bei Goldminenaktien nennt er B2Gold und Equinox Gold als kaufbar für Anleger mit mittlerer Risikobereitschaft; Uran-Aktien hält er trotz stabiler Uranpreise für völlig überzogen.
Empfohlen
Busler hält die Korrekturziele für erreicht, sieht das Chance-Risiko-Verhältnis klar zugunsten der Chancen verschoben und erwartet Gold wieder Richtung 5.600 Dollar – deshalb würde er jetzt kaufen.
Zitat & Begründung
„Ich würde kaufen. Das klingt son bisschen, oh, der Goldexperte sagt, Du sollst Gold kaufen. Ja, natürlich sagt er das. Aber der sagt das ja nicht immer.“
- Die Rally zuvor sei enorm gewesen, die neunmonatige Korrektur technisch überfällig und das Sentiment inzwischen bärisch.
- Korrekturziele seien erreicht, Zinsängste größtenteils eingepreist, Überraschungspotenzial bestehe eher nach oben.
- Chance-Risiko-Verhältnis verschiebe sich deutlich Richtung Chance; ein Wiedersehen mit 5.600 Dollar sei zu erwarten.
B2Gold habe sich in der jüngsten Konsolidierung gut gehalten und sei ein Wert, den auch Anleger mit mittlerer Risikobereitschaft kaufen können.
Zitat & Begründung
„und da da wird sicherlich eine b2 Gold, die sich übrigens auch möglich gut gehalten hat in der jüngsten Konsolidierung, die wird spannend werden.“
- Kleinere Produzenten dürften in der nächsten Aufwärtsbewegung wegen des höheren Hebels besser laufen.
- B2Gold habe sich in der Konsolidierung vergleichsweise gut gehalten.
- Für Anleger mit mittlerer Risikobereitschaft sei die Aktie daher kaufbar.
Equinox Gold sei als kleiner Produzent spannend und für Anleger mit mittlerer Risikobereitschaft kaufbar, weil kleine Produzenten im nächsten Aufschwung mehr Hebel hätten.
Zitat & Begründung
„Da wird eine Equinox Gold als kleiner Produzent spannend werden. Das sind so Werte, wo ich sag, die kann man auch als Anleger mit mittlerer Risikobereitschaft kaufen.“
- In der nächsten Aufwärtsbewegung sei die Risikobereitschaft größer, kleinere Produzenten böten mehr Hebel.
- Equinox Gold zählt Busler zu diesen kleineren Produzenten.
- Er stuft die Aktie als kaufbar für Anleger mit mittlerer Risikobereitschaft ein.
Goldfolio habe im Lithiumbereich zugekauft, weil Busler dort sehr gute Chancen sieht.
Zitat & Begründung
„Und da haben wir jetzt Lithiumbereich zum Beispiel zugekauft, weil wir sehr gute Chancen sehen.“
- Goldfolio sei zuletzt über Edelmetalle hinaus erweitert worden.
- Im Lithiumbereich wurde nach eigener Aussage zugekauft.
- Begründung: Man sehe dort sehr gute Chancen.
Silber habe vom Hoch über 50 Prozent verloren, die Korrekturziele um 55 Dollar seien erreicht; im inflationären Umfeld sollte der Silberpreis besser performen als Gold, wenn auch volatiler.
Zitat & Begründung
„In den inflationären Umfeld sollten eigentlich Rohstoffe gut performen, deshalb sollte der Silberpreis eigentlich besser performen als der Goldpreis“
- Silber sei zur Hälfte Industriemetall und reagiere daher volatiler als Gold.
- Im inflationären Umfeld sollten Rohstoffe und damit Silber besser laufen als Gold.
- Die Korrektur sei weit fortgeschritten, der Silberpreis liege mit 53,50 Dollar noch im Zielbereich.
Minenaktien hätten den Anstieg nur etwa zur Hälfte korrigiert und verdienten so viel wie nie zuvor – bei der nächsten Rallye sollen sie besser laufen als die Edelmetalle selbst.
Zitat & Begründung
„dass die Minenaktien bei der nächsten Rallye, die kommen wird, besser performen werden als die Edelmetalle selbst.“
- Die Cashflows der Minen seien so stark wie nie in der Geschichte und noch nicht vollständig eingepreist.
- Die Kurse hätten nur rund 50 Prozent der Rally korrigiert und lägen deutlich über dem Juli-Tief.
- Deshalb erwartet Busler, dass Minenaktien die nächste Rallye stärker mitnehmen als Gold und Silber.
Uran-Aktien seien trotz stabiler Uranpreise um 88 bis 90 Dollar und wachsender Nachfrage durch KI-Rechenzentren zerstört worden – Busler hält die Situation für völlig überzogen.
Zitat & Begründung
„von daher halte ich die Situation für völlig überzogen im Uranbereich.“
- Der Uranpreis liege konstant bei 88 bis 90 Dollar je Pfund, die langfristigen Lieferverträge sogar darüber.
- Der Energiehunger der KI-Rechenzentren und die Kernkraft-Renaissance bestünden unabhängig von KI-Kursschwankungen.
- Das negative Sentiment bei Uran-Aktien sei daher fundamental nicht gerechtfertigt.
Finanzen ganz einfach: Top Finanzen, trotzdem unzufrieden (#322)
Der Finanztip-Sprecher rät, sich nicht am Depot anderer zu messen, und verweist auf IW-Zahlen von 2023: ein Median-Nettovermögen von 17.300 Euro bei unter 35-Jährigen gegenüber 241.000 Euro bei 55- bis 64-Jährigen. Für ein Zwei-ETF-Depot empfiehlt er rund 80 Prozent MSCI World plus einen MSCI World Small Cap ETF. Gold hält er nur in physischer Form für konsequent, von Goldminen-ETFs rät er ausdrücklich ab.
Empfohlen
Gold wirkt als Krisenwährung und Absicherung, deshalb empfiehlt Finanztip physisches Gold statt Papierprodukten.
Zitat & Begründung
„Also grundsätzlich empfehlen wir bei Finanztip physisches Gold das echte Ding, weil Du es eben als Krisenwährung und auch als Krisenabsicherung begreifen solltest.“
- Gold wird als Krisenwährung und Krisenabsicherung verstanden.
- In der Krise müsse man darauf bauen können, dass das Metall wirklich verfügbar ist.
- Daraus folgt die Empfehlung für physisches Gold.
In einem Depot aus Welt- und Schwellenländer-ETF sollte der MSCI World den Kern bilden und rund 80 Prozent ausmachen.
Zitat & Begründung
„Grundsätzlich sollte man, die ist ja die Erwartungshaltung, dass der MSCI World einen deutlich höheren Anteil ausmacht. Größenordnung 80 Prozent“
- Auf die Frage, ob zwei ETFs reichen, nennt er das Mischverhältnis als entscheidend.
- Der MSCI World solle deutlich übergewichtet sein, in der Größenordnung 80 Prozent.
- Der Schwellenländer-ETF bleibt damit eine Beimischung.
Kleinere Unternehmen aus Industrieländern fehlen in einem reinen World-plus-Emerging-Markets-Depot und sollten über einen MSCI World Small Cap ETF ergänzt werden.
Zitat & Begründung
„Das würde ich vielleicht schon als Ergänzung, wenn man sich schon so aufstellt, noch mal empfehlen, sich anzuschauen“
- Der vorhandene Emerging-Markets-ETF deckt nur Schwellenländer ab.
- Es fehlen kleinere Werte, vor allem aus Industrieländern.
- Er empfiehlt daher einen ETF auf den MSCI World Small Cap als Ergänzung.
Physisch abgesicherte Gold-ETCs sind machbar, bleiben aus seiner Sicht aber weniger konsequent als echtes Gold, weil die Lieferbarkeit in einer Krise unsicher sei.
Zitat & Begründung
„Physisch abgesicherte Gold ETCs, wie zum Beispiel Xetragold oder oder EUVAX oder sowas in Richtung, das kann man schon machen.“
- Physisch hinterlegte Gold-ETCs seien grundsätzlich in Ordnung.
- Bei Gold als Krisenabsicherung zähle die tatsächliche Lieferbarkeit.
- Deshalb sei die Papierform nicht ganz konsequent.
Abgeraten
Goldminen-ETFs bilden Minenunternehmen ab, die konjunkturabhängig sind, und haben mit der Absicherungsfunktion von Gold nichts zu tun – er rät davon ab.
Zitat & Begründung
„Da investierst Du bestimmte Wirtschaftsunternehmen, die ja auch 1 gewissen Konjunktur oftmals unterliegen, das kann ich nicht empfehlen.“
- Goldminen-ETFs investieren in Minenaktien statt in Metall.
- Diese Unternehmen unterliegen der Konjunktur.
- Er spricht deshalb eine klare Nicht-Empfehlung aus.
Wall Street mit Markus Koch: Fed entscheidet – und der KI-Boom bleibt auf Kurs
Markus Koch sieht im Speichersektor das wichtigste Signal: SK Hynix überzeugt mit starken Zahlen und der Management-Erwartung eines Angebotsdefizits bis 2030. Bei GE Vernova nennt er die um 96 Prozent gestiegenen organischen Aufträge „sehr bullish“, auch Vertivs Umsatzplus wertet er als starkes Signal für den Rechenzentrumsausbau. Bei Boeing rechnet er erst in einigen Tagen mit einer echten Erholung nach dem Kurssturz; ausdrückliche Kauf- oder Verkaufsempfehlungen gibt es nicht.
Empfohlen
Koch hält die Aussage des Managements, dass Angebot und Nachfrage bis 2030 im Ungleichgewicht bleiben, für das wichtigste Signal im gesamten Speichersektor.
Zitat & Begründung
„wir sehen, dass das Management noch bis 2030 davon ausgeht, dass Angebot und Nachfrage im Ungleichgewicht sein werden, also wesentlich mehr Nachfrage als Angebot.“
- Management erwartet bis 2030 deutlich mehr Nachfrage als Angebot.
- Operativer Gewinn mehr als versiebenfacht, Umsatz im Vorjahresvergleich plus 330 Prozent.
- Das entkräftet für Koch Sorgen vor einer nachlassenden Wachstumsdynamik.
Koch nennt die Auftragsentwicklung 'sehr bullish': Die organischen Aufträge stiegen um 96 Prozent auf 29 Milliarden Dollar, die Aktie reagiere aber kaum.
Zitat & Begründung
„hier sehen wir vor allen Dingen einen Faktor, der sehr bullish ist und das sind die Aufträge.“
- Organische Aufträge legen um 96 Prozent auf 29 Milliarden Dollar zu.
- Umsätze wachsen 27 Prozent, EBITDA über den Schätzungen.
- Koch wundert sich, dass der Kurs daraus kein Kapital schlägt.
Koch wertet das Umsatzplus von 60 Prozent und die angehobenen Aussichten als starkes Signal für den Bau und Ausbau von Rechenzentren.
Zitat & Begründung
„Und hier sehen wir auch, dass die Umsätze 60 Prozent gestiegen sind, die Aussichten angehoben. Starkes Signal also auch hier für den Bau und Ausbau von Rechencentern.“
- Umsätze steigen um 60 Prozent, die Aussichten wurden angehoben.
- Vertiv sei im Data-Center-Bereich sehr wichtig.
- Für Koch ein starkes Signal für den Ausbau von Rechenzentren.
Koch sieht Google von Berichten profitieren, wonach OpenAI TPUs bei Google einkauft, um seine Lieferketten breiter aufzustellen.
Zitat & Begründung
„Das müsste Google letztendlich gesehen auch mit in die Karten spielen, ne.“
- The Information berichtet über TPU-Käufe von OpenAI bei Google.
- Google könne sich damit breiter als Lieferant aufstellen.
- Das spiele Google letztlich in die Karten.
Nach dem Kurssturz nach dem Earnings Call rechnet Koch erst in einigen Tagen mit einer echten Erholung der Boeing-Aktie und kritisiert das Management.
Zitat & Begründung
„Also Chance 1 wirklichen Bounces bei Boeing wird vermutlich auch erst in einigen Tagen sein.“
- Boeing verlor nach dem Earnings Call rund zehn Prozent.
- Die Produktionsausweitung der 737 läuft schleppender, der freie Cashflow wird nach unten revidiert.
- Koch erwartet einen echten Bounce erst in einigen Tagen.
Handelsblatt Today: SK Hynix versiebenfacht Gewinn – KI-Optimismus ist zurück | Welche Welt-ETFs sich lohnen
Andreas Neuhaus hält einen klassischen Welt-ETF weiterhin für den besten Kern eines ETF-Portfolios und hat selbst den MSCI World im Depot. Wer nur einen ETF besparen will, sollte aus seiner Sicht den breitesten Welt-ETF mit Small Caps und Schwellenländern nehmen, etwa MSCI ACWI IMI oder Global All Cap. Chipreporter Joachim Hofer findet die Halbleiterbranche langfristig interessant, warnt aber vor heftigen Kursschwankungen und bezweifelt, dass SK Hynix' Auftragsbestand bis 2030 hält.
Empfohlen
Neuhaus hält einen klassischen Welt-ETF als Kern eines ETF-Portfolios für die beste Lösung und hat selbst den MSCI World im Depot.
Zitat & Begründung
„Ich persönlich bin immer noch der Meinung, dass Du mit einem, also bei einem ETF Portfolio mit einem klassischen Welt ETF am besten fährst.“
- Ein breit streuender Markt-ETF erzielt laut Neuhaus tendenziell die beste Rendite, auch gegenüber Profis.
- Deshalb sei ein klassischer Welt-ETF der beste Kern eines Portfolios.
- Er selbst hält den MSCI World und steuert darum herum sein Depot.
Für ein Ein-ETF-Depot rät Neuhaus zum breitesten Welt-ETF mit Small Caps und Schwellenländern, weil der langfristig etwas besser laufen sollte als reine Industrieländer.
Zitat & Begründung
„kann auch der MSCI All Country World Investible Market sein oder der neue Global All Cap, da sind auch noch Small Caps dabei.“
- Im MSCI ACWI IMI und im Global All Cap sind Small Caps und Schwellenländer enthalten.
- Diese breitere Streuung sollte langfristig leicht besser laufen als der MSCI World.
- Entscheidend sei, den günstigsten maximal breit streuenden Welt-ETF zu wählen.
Hofer hält die Chipbranche langfristig für interessant, warnt aber vor extremen Ausschlägen und verlangt Anlegern ein gutes Nervenkostüm ab.
Zitat & Begründung
„Ich glaube, für langfristige Anleger ist ist die Chipindustrie total interessant, weil sie sicherlich wachsen wird.“
- Die Chipindustrie werde langfristig sicher wachsen.
- Die Kurse schwankten aber massiv, an einem Tag 10 Prozent plus, am nächsten 15 Prozent minus möglich.
- Nur wer über mehrere Jahre denkt, fährt laut Hofer ordentlich mit der Branche.
Hinterberger erwartet, dass die derzeit hohen Ölpreise von 115 Dollar (Brent) und 102 Dollar (WTI) dauerhaft zum neuen Normal werden.
Zitat & Begründung
„die werden wahrscheinlich sich dann bald als das neue Normal etablieren“
- Gerüchte über einen US-israelischen Schlag gegen den Iran nach den Midterms schüren Angst um die Versorgungssicherheit.
- Das treibt Brent und WTI deutlich nach oben.
- Seine Prognose: Hohe Ölpreise etablieren sich als neues Normal.
OHNE AKTIEN WIRD SCHWER: Alphabet enttäuscht. SK Hynix & Microsoft boomen. Stellantis +13%, Giga-IPO in Indien, Robinhood und Krypto
Noah Leidinger wertet die Alphabet-Zahlen als Warnsignal: Die Werbeerlöse lagen fast 2 Mrd. US-Dollar unter den Erwartungen, angesichts der KI-Sorgen um die Google-Suche sei das „kein gutes Zeichen“. Positiv hob er Microsoft mit 48 Prozent Cloud-Wachstum und SK Hynix hervor. Skepsis äußerte er zu Robinhood, dessen Neukunden von 1 Mio. auf 300.000 gefallen seien, und zum Kryptomarkt, dessen Kapital zu KI-Aktien abfließe; Co-Host Christoph warnt bei BASF, der Preiseffekt aus dem Irankrieg dürfte nicht dauerhaft tragen.
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Gehaltene Gewinnprognose, schnellere Kostensenkung und extrem niedrige Erwartungen hätten die Aktie 15 Prozent steigen lassen; günstig gekauft lasse sich auch mit angeschlagenen Autobauern Geld verdienen.
Zitat & Begründung
„dass man an der Börse auch mit Firmen Geld verdienen kann, denen's schlecht geht, wenn man sie eben nur günstig kauft“
- Stellantis hat die Gewinnprognose anders als Mercedes nicht gesenkt und spart beim 6-Mrd.-Programm schneller.
- Der Lagerbestand bei US-Händlern sank von über 90 auf 84 Tage, die Erwartungen waren extrem niedrig.
- Daraus folgert er: Wer solche Firmen günstig kauft, kann auch mit ihnen Geld verdienen.
Die Zahlen seien trotz 10 Prozent Kursverlust gut gewesen: 23 Prozent Umsatzwachstum bei rund 20-facher Gewinnbewertung – die Börse habe nur das schnelle Geld sehen wollen.
Zitat & Begründung
„Dafür sind 23 Prozent Wachstum schon echt gut.“
- Umsatz plus 23 Prozent bei Bewertung von rund dem 20-fachen Gewinn – für Leidinger eine starke Kombination.
- Adyen senkte das Margenziel, um nach dem Talent-One-Kauf in Wachstumsfelder zu investieren.
- Der Kursrutsch sei daher eher Enttäuschung über fehlendes schnelles Geld als operative Schwäche.
Die Speicherchip-Nachfrage soll bis 2030 über dem Angebot liegen, KI-Chips sind bis 2029 ausverkauft; der Konzern verdiene in drei Monaten so viel wie die Deutsche Bank an Börsenwert hat.
Zitat & Begründung
„SK Heinex hat in 3 Monaten so viel Geld verdient, wie zum Beispiel die Deutsche Bank insgesamt an der Börse wert ist.“
- SK Hynix erwartet Nachfrage über Angebot bis 2030 und ausverkaufte KI-Speicherchips bis 2029.
- Der operative Quartalsgewinn war laut Leidinger unfassbar hoch, dazu 75 Mrd. Dollar Ausschüttung.
- Für ihn zeigt das, wie stark der Chipzyklus derzeit läuft.
Microsoft war für Leidinger die einzige gute Tech-Nachricht: Umsatz und Marge über Erwartungen, weniger Investitionen als gedacht und 48 Prozent Wachstum im Cloud-Geschäft.
Zitat & Begründung
„Die einzigen guten Technachrichten gab's eigentlich nur bei Microsoft.“
- Umsatz und Marge lagen über den Erwartungen, die Investitionen in Rechenzentren darunter.
- Das Cloud-Geschäft wuchs um 48 Prozent auf 33 Mrd. Dollar Quartalsumsatz.
- Für ihn war das der einzige positive Tech-Bericht des Tages.
Bei der Deutschen Bank sieht Christoph es "noch besser": 8,5 Mrd. Euro Vorsteuergewinn in neun Monaten seien Rekord, das Umsatzziel für 2026 werde übertroffen.
Zitat & Begründung
„Bei der Deutschen Bank sieht's noch besser aus. In den ersten 9 Monaten hat sie vor Steuern 8500000000 Euro verdient, so viel wie noch nie.“
- Alle vier Geschäftsbereiche trugen zum Gewinnwachstum bei.
- Im Anleihe- und Währungshandel schnitt die Bank besser ab als die US-Konkurrenz.
- Rekordgewinn und übertroffene Umsatzerwartung – für Christoph ein klarer Lichtblick.
Abgeraten
Die Werbeumsätze lagen fast 2 Mrd. Dollar unter den Erwartungen – in einer Phase, in der Investoren wegen KI um die Google-Suche bangen, für Leidinger kein gutes Zeichen.
Zitat & Begründung
„und das ist in' Zeit, in der Investoren rund die Google Suche schon Sorgen wegen KI haben, kein gutes Zeichen.“
- Alphabet verfehlte die Erwartungen durch die Bank, nur das Cloud-Geschäft lief stark.
- Die Werbeerlöse lagen mit 82 Mrd. Dollar fast 2 Mrd. unter den Erwartungen.
- Mit Blick auf KI-Konkurrenz zur Suche sei das ein negatives Signal; die Aktie fiel nachbörslich 10 Prozent.
Der Gewinnsprung bei BASF kommt laut Christoph vor allem von höheren Preisen durch den Irankrieg – kein Beleg für einen Nachfrageboom, und der Effekt dürfte enden, sobald Asien normal produziert.
Zitat & Begründung
„Das ist aber noch kein Beleg für einen breiten Nachfrageboom in Europa und es dürfte auch nur so lange halten, bis Asien wieder normal produzieren kann.“
- In Europa verkaufte BASF weniger, die Preise lagen fast 18 Prozent höher.
- Grund sind Lieferengpässe nach der Blockade der Straße von Hormus, von denen BASF durch eigene Rohstoffquellen profitiert.
- Christoph hält das für einen temporären Effekt und sieht auch die Evonik-Übernahme skeptisch.
Prediction Markets wachsen nur um 11 Prozent, die Neukunden fielen von fast 1 Mio. auf 300.000 – für Leidinger braucht Robinhood neben neuen Produkten vor allem mehr Nutzer.
Zitat & Begründung
„dass es aus meiner Sicht neben den ganzen neuen Produkten auch einfach mehr neue Nutzer braucht“
- Der Krypto-Handelsumsatz sank um 6 Prozent, die Prediction-Market-Erlöse stiegen nur um 11 Prozent.
- Die Neukundenzahl brach von fast 1 Mio. auf 300.000 ein.
- Sein Kriterium bleibt das Nutzerwachstum, das enttäuscht – die Aktie verlor 5 Prozent.
Leidingers wahrscheinlichste Erklärung für die Kryptoschwäche: Kapital wandert zu KI-Aktien und Prediction Markets, wo schneller mehr zu verdienen ist.
Zitat & Begründung
„Eine der aus meiner Sicht wahrscheinlichsten Theorien ist, dass einfach die Alternativen attraktiver geworden sind.“
- KI-Aktien seien viel stärker gestiegen und böten mehr Dynamik als Krypto.
- Prediction Markets zögen zusätzlich Kapital von Zockern ab.
- Robinhoods Zahlen – Krypto-Umsatz minus 6 Prozent, Prediction Markets plus 11 Prozent – stützen seine These.
Alles auf Aktien: Aua Alphabet – und das erstaunliche Microsoft-Momentum
Alphabet verlor nachbörslich rund 10 Prozent, weil das Suchgeschäft nur noch um 12 Prozent wuchs und der Free Cashflow negativ war. Nando Sommerfeld sieht darin dennoch keinen Verkaufskandidaten und kann sich einen Nachkauf nach dem Kurssturz vorstellen; Holger Zschäpitz behält seinen Sparplan, will aber nicht stärker aufstocken. Microsoft wurde für starkes Azure-Wachstum und hohen Free Cashflow gelobt, BASF als „Triple-E-Idee“ mit Kostensenkungen und möglicher Evonik-Übernahme vorgestellt.
Empfohlen
Trotz des Kurssturzes kein Verkaufskandidat, sondern eine Aktie, die man sich nach dem Absturz genauer ansehen oder sogar nachkaufen kann – Cloud und Gemini-Nutzerbasis sprechen für die Wachstumsstory.
Zitat & Begründung
„Das klingt für mich jetzt auch nicht nach Verkaufskandidat, eher nach' Aktie, die man sich nach so einem Kurssturz durchaus genauer anschauen darf oder womöglich nachkaufen kann.“
- Die Suche wächst nur noch 12 Prozent, der AI Mode monetarisiert schlechter, der Free Cashflow ist negativ.
- Gleichzeitig verdoppelt sich die Cloud, der Konzern hat rund eine Milliarde Gemini-Nutzer.
- Deshalb kein Verkauf, sondern vorsichtiger Einstieg – Sparplan statt großer Einmalbetrag.
Kostensenkungen, leicht erhöhte Prognose und eine mögliche Evonik-Übernahme mit rund 700 Millionen Euro Synergien machen BASF zur spannenden, aber risikoreichen Comeback-Wette.
Zitat & Begründung
„genau deshalb ist BASF heute eine spannende Triple-E-Idee, aber keine eindeutige Alles wird Super Prognose.“
- 8600 Stellen wurden seit 2024 gestrichen, Marge und operative Gewinne der Kerngeschäfte steigen deutlich.
- Eine Fusion mit Evonik könnte jährlich rund 700 Millionen Euro Synergien bringen.
- Der Free Cashflow ist mit minus 1,04 Milliarden Euro nach neun Monaten das größte Risiko.
Azure wächst 48 Prozent bei fast 50 Prozent operativer Marge und hohem Free Cashflow – Microsoft zeigt laut den Moderatoren, dass sich KI-Investitionen rechnen.
Zitat & Begründung
„Und von jedem Dollar Umsatz bleiben also 50 Cent Betriebsgewinn hängen so viel zum Thema, kann man mit KI überhaupt Geld verdienen? Zumindest die Hyperscaler scheinen das zu können, zumindest Microsoft.“
- Azure legt 48 Prozent zu, die operative Marge liegt bei fast 50 Prozent.
- Bei 45 Milliarden Dollar Investitionen bleiben 18,5 Milliarden Dollar Free Cashflow.
- Anders als die Konkurrenz kann Microsoft 10 Milliarden Dollar an Aktionäre ausschütten.
Finanzfluss Podcast: Altersvorsorgedepot: Eigenkapitalbooster? Tod vor 85? Teilfreistellung? | Q&A mit Markus (#751)
Das Finanzfluss-Team hält das Altersvorsorgedepot (Start 1. Januar 2027) für viele Sparer für sinnvoll: Auf 1.800 Euro Jahresbeitrag gibt es 540 Euro Grundzulage plus Steuervorteile. Geld, das vor 65 gebraucht wird, gehöre aber nicht ins AVD. Vor einer Anschlussfinanzierung nennt Markus Geldmarktfonds als Möglichkeit, Kursrisiken zu reduzieren, was Rendite kostet.
Empfohlen
Das AVD kann sich auch für Frührentner lohnen, weil 1.800 Euro Jahresbeitrag 540 Euro Grundzulage plus Steuervorteile bringen, sofern das freie Depot die Zeit bis zum Rentenbeginn überbrückt.
Zitat & Begründung
„es kann sich schon für Feiersparer auch lohnen. Während der Einzahlungsphase bekommst du ja eben auch die Grundzulage von 540 Euro“
- Wer 1.800 Euro pro Jahr einzahlt, erhält 540 Euro Grundzulage, rund 30 Prozent Förderung.
- Je nach Einkommen kommt ein Steuervorteil über die Steuererklärung hinzu.
- Geld, das vor 65 gebraucht wird, gehört aber nicht ins AVD, sondern ins freie Depot.
Vor einer anstehenden Anschlussfinanzierung rät Markus, rechtzeitig in sichere Anlagen wie Geldmarktfonds umzuschichten, um Kurseinbrüche zu vermeiden – was allerdings Rendite kostet.
Zitat & Begründung
„Wer es vermeiden will, schichtet da ein paar Jahre vorher in sichere Anlagen wie Geldmarktfonds aber dafür büßt man natürlich dann auch wieder Rendite ein.“
- Fallen die Kurse kurz vor der Anschlussfinanzierung, ist das Depot weniger wert als geplant.
- Wer das vermeiden will, schichtet ein paar Jahre vorher in Geldmarktfonds um.
- Dafür büßt man im Gegenzug Rendite ein.
Fazit
Die Podcasts liefern diese Woche ein gespaltenes Bild: Während Microsoft und SK Hynix fast einhellig positiv bewertet werden, ist Alphabet der Streitfall – ein Kurssturz ist für die einen eine Chance, für die anderen ein Signal. Beim Gold stehen sich eine klar bullische Expertenmeinung und eine vorsichtige, auf physisches Metall setzende Empfehlung gegenüber. Anleger sollten beachten, dass alle genannten Einschätzungen Meinungen der Sprecher sind, keine Tatsachen, und dass Kursentwicklungen seit einer Empfehlung keine Belege für Treffsicherheit sind.
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Hinweis: Dieser Artikel fasst automatisiert ausgewertete Aussagen aus Podcast-Folgen zusammen und kann Fehler enthalten. Er gibt die Meinungen der Podcast-Sprecher wieder, nicht die von Block-Builders.de, und ist keine Anlageberatung. Alle Zitate mit Zeitmarke findest du im Podcast-Radar.