In neun Folgen vom 27. und 28. Oktober 2026 haben Deutschlands Finanz-Podcasts vor allem über den Anthropic-Börsengang, deutsche Autobauer und die Finanzierung des KI-Ausbaus gesprochen. Der wichtigste Punkt: Beim Anthropic-IPO stehen sich zwei Moderatoren desselben Podcasts direkt gegenüber. Bei Mercedes sind sich zwei Podcasts einig, dass die Aktie derzeit keine gute Figur macht.
Auf einen Blick: Empfehlungen und Warnungen
| Asset | Einschätzung | Podcast | Sprecher |
|---|---|---|---|
| Boeing BA | Kaufen | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| FTSE Global Small Cap ETF | Kaufen | Asset Class | Axel Haus |
| Anthropic | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Holger Zschäpitz |
| Tonies TNIE | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Holger Zschäpitz |
| EHang EH | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| MSCI Emerging Markets | Kaufen | echtgeld.tv | Christian Stocker |
| Europäische Banken | Kaufen | echtgeld.tv | Christian Stocker |
| Halbleiter (Emerging Markets) | Kaufen | echtgeld.tv | Christian Stocker |
| Energieversorger | Kaufen | echtgeld.tv | Christian Stocker |
| STOXX Europe 600 SXXP | Kaufen | echtgeld.tv | Christian Stocker |
| S&P 500 SPX | Kaufen | echtgeld.tv | Christian Stocker |
| Nasdaq 100 NDX | Kaufen | echtgeld.tv | Christian Stocker |
| Maschinenbau (Sektor) | Kaufen | echtgeld.tv | Christian Stocker |
| Basic Resources (Rohstoffminen) | Kaufen | echtgeld.tv | Christian Stocker |
| Anthropic ANT | Kaufen | Doppelgänger Tech Talk | Philipp Klöckner |
| Upcelera Biologics | Kaufen | Leben mit Aktien | Julia Groth |
| Merck KGaA MRK | Kaufen | Leben mit Aktien | Julia Groth |
| Intuitive Surgical ISRG | Kaufen | Leben mit Aktien | Julia Groth |
| CF Industries CF | Kaufen | Leben mit Aktien | Julia Groth |
| ABB ABBN | Kaufen | Leben mit Aktien | Julia Groth |
| MSCI World ETF | Kaufen | Leben mit Aktien | Julia Groth |
| MSCI Health Care Index | Kaufen | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| MP Materials MP | Kaufen | Leben mit Aktien | Julia Groth |
| Porsche P911 | Kaufen | Alles auf Aktien | Lea Oetchen |
| Anthropic | Meiden | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| Meta META | Meiden | Leben mit Aktien | Julia Groth |
| iShares Agribusiness ETF | Meiden | Leben mit Aktien | Julia Groth |
| PayPal PYPL | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Vanguard Global All Cap ETF | Kaufen (Tendenz) | Asset Class | Axel Haus |
| Rüstungs-ETFs (US-Verteidigung) | Kaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Laurin Meyer |
| IREN IREN | Kaufen (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Holger Zschäpitz |
| Nebius NBIS | Kaufen (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| CATL | Kaufen (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| BYD | Kaufen (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| Nvidia NVDA | Kaufen (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Holger Zschäpitz |
| Vonovia VNA | Kaufen (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| Healthcare (Sektor) | Kaufen (Tendenz) | echtgeld.tv | Christian Stocker |
| UPS UPS | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Christoph |
| Deere DE | Kaufen (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| MSCI World ETF | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Lea Oetchen |
| Mercedes-Benz MBG | Verkaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Laurin Meyer |
| Mercedes-Benz MBG | Verkaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Philipp Rasch |
| Whirlpool WHR | Meiden (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| SPV-Anleihen zur KI-Finanzierung (Broadcom/Anthropic) | Meiden (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Hyperscaler (Magnificent 7) | Meiden (Tendenz) | echtgeld.tv | Christian Stocker |
| China-Aktien | Meiden (Tendenz) | echtgeld.tv | Christian Stocker |
| Nasdaq Biotechnology ETF | Meiden (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| iShares MSCI Automation Robotics ETF | Meiden (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| L&G Battery Value Chain ETF | Meiden (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| VanEck Rare Earth and Strategic Metals ETF | Meiden (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
Alle Folgen und Empfehlungen der letzten Tage findest du in unserem Podcast-Radar.
Was die Podcasts heute bewegt
Mehrere Podcasts sehen die Profiteure des KI-Booms abseits der direkten KI-Konzerne: Stocker (echtgeld.tv) setzt auf Banken, Energieversorger und Rohstoffe, Koch (Wall Street) warnt vor Zweckgesellschaften zur KI-Finanzierung. Bei Anthropic widersprechen sich Zschäpitz und Deffner in derselben Folge von Deffner & Zschäpitz offen – der eine will zeichnen, der andere nicht. Mercedes wird von Meyer (Handelsblatt Today) wegen der chinesischen Beteiligung und von Rasch (OHNE AKTIEN WIRD SCHWER) wegen des Chinageschäfts kritisch gesehen. Porsche ist dagegen eine positive Wette, die aber Geduld verlangt. Einigkeit besteht beim Kostenbewusstsein: Bei ETFs raten mehrere Sprecher zu breiten, günstigen Produkten.
Wall Street mit Markus Koch: Flaue Kurse, nach gemischten Ergebnissen. KI-Erholung geht weiter.
Markus Koch hält Boeing für attraktiv bewertet und hat seine Position am Morgen des 27. Oktober 2026 ausgebaut. Er verweist auf den Auftragsbestand von 745 Mrd. Dollar und das Duopol mit Airbus. PayPal nennt er trotz gemischtem Quartal günstig, ohne klare Kaufempfehlung. Die Zweckgesellschaften zur KI-Finanzierung, darunter 63 Mrd. Dollar für Broadcom-Chips, die an Anthropic vermietet werden, sieht er skeptisch, weil die Risiken außerhalb der Bilanzen steigen. Whirlpool bezeichnet er nach schwachen Zahlen als Problemfall.
Empfohlen
Auf dem aktuellen Kursniveau reizt Koch die Boeing-Story: voller Auftragsbestand, nur Airbus als großer Wettbewerber – er hat die Position im Portfolio ausgebaut.
Zitat & Begründung
„Das ist die Story, die mich an Boeing auf dem Kursniveau einfach persönlich reizt. Ich muss auch sagen, ich hab sie im Portfolio, ich hab sie heute Morgen auch ein bisschen ausgeweitet die Gewichtung.“
- Der Auftragsbestand liegt bei 745 Mrd. Dollar und stieg zum Vorquartal um 30 Mrd. Dollar.
- Im Markt gibt es nur Airbus und einen kleinen chinesischen Wettbewerber, die Konzerne sitzen auf vollen Auftragsbüchern.
- Koch hält die Aktie im Portfolio und hat die Gewichtung am Morgen aufgestockt.
Das Quartal war gemischt, doch Koch findet PayPal weiterhin sehr günstig bewertet und verweist auf den gesunden Kapitalrückfluss an die Aktionäre.
Zitat & Begründung
„Einmal ist die Aktie immer noch sehr günstig bewertet, zweitens ist der Capital Return an die Aktionäre nach wie vor auch sehr gesund und das gleicht so Stück weit den ein oder anderen Schönheitsfehler aus.“
- Umsatz und Dollar-Transaktionsvolumen lagen leicht unter den Erwartungen.
- Die Aktie sei aber sehr günstig bewertet und die Rückflüsse an Aktionäre gesund.
- Das gleiche einige Schönheitsfehler aus – eine klare Kaufaussage bleibt aus.
Abgeraten
Whirlpool lieferte laut Koch ein sehr schwaches Quartal mit Verlust und negativen Margen; er sieht den Konzern als Sorgenfall, eine Übernahme ist für ihn offen.
Zitat & Begründung
„Richtig mies sind die Zahlen bei Whirlpool, also über den Konzern muss man sich langsam wirklich Gedanken machen.“
- Statt 76 Cent Gewinn je Aktie meldet Whirlpool 21 Cent Verlust, die Umsätze brachen fast 9 Prozent ein.
- Die Gewinnaussichten wurden von 2,50 bis 3 Dollar auf minus 1,30 Dollar je Aktie gesenkt.
- Koch nennt den Konzern einen Fall, über den man sich Gedanken machen müsse.
Den Zweckgesellschaften zur Finanzierung des KI-Ausbaus steht Koch skeptisch gegenüber, weil die Risiken außerhalb der Bilanzen steigen und ihn das an die Finanzkrise erinnert.
Zitat & Begründung
„Ich bin bei diesen Instrumenten, muss ich zugeben, grundsätzlich etwas skeptisch, weil SPVs meistens nicht in der Bilanz auftauchen.“
- SPVs tauchen meist nicht in der Bilanz auf, was die Bonität der Anleihen stützen soll.
- Dadurch steigen insgesamt die Risiken des Konstrukts.
- Koch fühlt sich an hypothekenbesicherte Anleihen der Finanzkrise erinnert.
Asset Class: Alles drin für 0,07 %: Darum setzt der Vanguard All Cap ETF auch auf Small Caps | Asset Class #87
Vanguard-Ökonom Axel Haus hält eine breite Diversifikation inklusive Small Caps für sinnvoll und sieht Chancen, dass Small Caps nach langer Schwächephase wieder besser laufen. Der neue Vanguard Global All Cap ETF mit 0,07 Prozent Kosten und rund 6.500 Aktien wird als breite, marktkapitalisierungsgewichtete Lösung beschrieben. Haus warnt zugleich, der Small-Cap-Faktor funktioniere nicht deterministisch, Small Caps seien riskanter. Röhl rät davon ab, bestehende Weltportfolios nur wegen des günstigeren All Cap aufzulösen, weil Steuern und Zinseszins dagegen sprechen können.
Empfohlen
Haus befürwortet eine breite Diversifikation inklusive Small Caps und hält es für möglich, dass Small Caps nach langer Underperformance wieder eine bessere Phase haben.
Zitat & Begründung
„aus verschiedenen Gründen wäre ich da offener, bin für eine breite Diversifikation, ja, gerne inklusive Small Caps“
- Small Caps hätten in den letzten 10 bis 15 Jahren schwächer performt als Large Caps.
- Der Small-Cap-Faktor funktioniere nicht deterministisch, Risikoprämie und Bewertungsabschlag könnten aber wieder greifen.
- Haus plädiert daher für breite Diversifikation mit Small Caps statt für aktives Herauspicken einzelner Werte.
Haus hält die breitere Streuung inklusive Small Caps für sinnvoll; wer möglichst wenig aktive Meinung im Markt abbilden will, für den könnte der Global All Cap interessanter sein.
Zitat & Begründung
„Noch etwas mehr Diversifikation als die anderen breiten globalen Aktien ETFs halten wir für eine sinnvolle Sache“
- Der Global All Cap bildet die Börsenlandschaft marktkapitalisierungsgewichtet ab.
- Wer nicht aktiv einzelne Segmente gewichten will, bekommt damit eine breitere globale Lösung.
- Haus sieht darin eine sinnvolle Diversifikation, ohne eine ausdrückliche Kaufempfehlung auszusprechen.
Handelsblatt Today: Deutsche Börse startet 24/7-Handel mit Dax-Aktien | Tech, Pharma, Auto: Die möglichen Folgen der Midterms fürs Depot
Laurin Meyer hält die Kurskorrektur bei US-Rüstungsaktien und -ETFs für übertrieben, weil der Markt weniger Wachstum einpreise, obwohl die Auftragsbücher voll seien. Als Risiko nennt er die chinesische Beteiligung von rund 20 Prozent an Mercedes, weil beide US-Parteien gegen chinesische Engagements vorgehen wollten. Der Ausblick auf Tech, Pharma, Öl und Banken bleibt ohne klare Richtungsaussage. Zuvor berichtete Stefan Rexius über die Mercedes-Gewinnwarnung, Probleme bei Beiersdorf und die 24/7-Handelspläne der Deutschen Börse.
Empfohlen
Die Anleger wetten bei US-Rüstung nicht auf weniger Aufträge, sondern nur auf weniger Wachstum; diese Bewertungskorrektur hält Meyer für übertrieben und nicht fortsetzungsfähig.
Zitat & Begründung
„Da gilt, glaub ich, einfach das Grundprinzip, dass die Anleger eben nicht auf weniger Aufträge wetten, sondern einfach auf weniger Wachstum. Und das war bislang eingepreist und das dürfte so nicht weitergehen.“
- Größere Rüstungs-ETFs haben seit dem Sommer teilweise zweistellig verloren.
- Die Auftragsbücher der Konzerne seien so voll wie nie – der Markt preise weniger Wachstum, nicht weniger Aufträge ein.
- Diese Einpreisung dürfte so nicht weitergehen, woraus Erholungspotenzial folgt.
Abgeraten
Die rund 20-prozentige chinesische Beteiligung an Mercedes könnte laut Meyer politisch zum Problem werden, weil Republikaner und Demokraten chinesische Engagements ablehnen.
Zitat & Begründung
„Und das könnte zum Beispiel für Unternehmen wie Mercedes noch zur Gefahr werden, denn am schwäbischen Autobauer, da sind ja Chinesen zu rund 20 Prozent beteiligt.“
- Beide US-Parteien lehnen chinesische Beteiligungen an hiesigen Akteuren ab.
- Die Chinesen halten rund 20 Prozent am schwäbischen Autobauer.
- Daraus droht Mercedes politischer Gegenwind – ein Risiko für die Aktie.
Deffner & Zschäpitz: Anthropic-IPO: Wunderaktie oder Billionenwette ohne Burggraben?
Holger Zschäpitz will die Anthropic-Aktie zeichnen: Das S-1 wirke defensiv, das Wachstum stark, die auf 1,5 bis 1,75 Billionen Dollar gesenkte Bewertung günstiger als bei SpaceX. Dietmar Deffner hält dagegen, ihm fehlt der Burggraben, und langfristige Rechenleistungs-Zusagen von 417 Milliarden Dollar stünden kurzfristigen Modelleinnahmen gegenüber. Deffner hat am 23. Oktober EHang nachgekauft und sieht Nebius nach der Korrektur solider finanziert. Zschäpitz kaufte Tonies und bezeichnet sich als IREN-Fan. Die Hörer-Idee CATL bewertet Deffner skeptisch und würde BYD vorziehen.
Empfohlen
Der Börsenprospekt sei ungewöhnlich defensiv und transparent, das Wachstum enorm und die gesenkte Bewertung von 1,5 bis 1,75 Billionen Dollar günstiger als bei SpaceX – er will zeichnen.
Zitat & Begründung
„Deswegen hoffe ich mal, dass ich da mitmachen kann und ich würde auf jeden Fall zeichnen und mein Plädoyer habt ihr jetzt gehört.“
- S-1 wirkt bedächtig: 92 Seiten Risiken, keine Übertreibung bei der Bewertung
- Umsatz wächst schneller als die Kosten, im zweiten Quartal bereits operativer Gewinn
- Kurs-Umsatz-Verhältnis von 22 bis 26 sei niedriger als bei SpaceX
Auf Hinweis von Ludwig Ensthaler hat er Tonies gekauft, weil die Aktie über der Wandlungsschwelle liegt und sich gut entwickelt hat.
Zitat & Begründung
„Und das war ja bei Tonies der Fall und dann habe ich mir ein paar Tonies gekauft. Die hat sich ganz gut entwickelt.“
- Ensthaler meldete sich erneut mit der Tonies-Idee
- Kurs über 11,50 Euro, Wandler können gezogen werden
- Er kaufte sich daraufhin ein paar Tonies, die sich gut entwickelt haben
Er hat am Freitag nachgekauft, weil der chinesische Drohnenhersteller trotz Technologievorsprung und Patenten auf 267 Millionen Dollar Marktkapitalisierung gefallen ist.
Zitat & Begründung
„Und ich hab tatsächlich letzten Freitag dann noch mal bei Eheng nachgekauft, also nicht noch mal, sondern bei Eheng nachgekauft, weil die so, so verprügelt worden sind.“
- China-Tech wird pauschal verkauft, die Aktie liegt 73 Prozent im Minus seit Jahresbeginn
- EHang sei bei autonom fliegenden Drohnen technologisch weit voraus
- Er stockt die bestehende Position weiter auf
Er bezeichnet sich als großen Fan des Bitcoin-Miners und Rechenzentrumsbetreibers, weist aber selbst auf Finanzierungs- und Margenrisiken hin.
Zitat & Begründung
„Ich bin ein großer Iron Fan und der Iron Chef hat ja auch einen eigenen Post gemacht“
- Der IREN-Chef hat sich in Deutschland positiv zu Investitionen geäußert
- Verträge mit Fixpreisen können bei steigenden Kosten zur Margenfalle werden
- Entscheidend ist, ob die Finanzierung der Rechenzentren weiter funktioniert
Er hat Nebius zu guten Kursen verkauft, hält den Neocloud-Anbieter aber für solider finanziert als die Konkurrenz und sieht nach der Korrektur eher Kaufkurse.
Zitat & Begründung
„vielleicht sind's jetzt eher Kaufkurse, jetzt, wo sich die ganze Lage son bisschen konsolidiert hat“
- Neoclouds insgesamt unter Druck, viele würden angezählt
- Nebius sei relativ solide aufgestellt und finanziert
- Nach der Konsolidierung könnten jetzt eher Kaufkurse herrschen
Er stellt die Hörer-Idee CATL vor – Weltmarktführer bei Akkus, Werk in Ungarn, Forward-KGV 10,6 – bleibt wegen Marktanteilsverlusten und hoher Bewertung aber selbst skeptisch.
Zitat & Begründung
„bin trotzdem ein bisschen skeptisch, also würde mich da eher bei BYD gut aufgehoben sehen“
- CATL ist mit rund 41 Prozent globaler Marktführer bei E-Auto-Batterien
- Marktanteil in China fiel von 49,8 auf 40,9 Prozent, BYD gewinnt dazu
- Er ist unschlüssig und würde BYD oder günstigere Alternativen vorziehen
Im Batterievergleich mit CATL würde er sich bei BYD besser aufgehoben sehen, weil der Konzern Marktanteile gewinnt und günstiger bewertet ist.
Zitat & Begründung
„würde mich da eher bei BYD gut aufgehoben sehen und selbst bei Cinco Solar, die natürlich viel, viel günstiger sind“
- BYD steigerte den Batterieanteil von 17,4 auf 21,1 Prozent
- CATL verliert dagegen Anteile und ist weiter hoch bewertet
- Für ihn wäre BYD die bevorzugte Wahl im Batteriemarkt
Die verschachtelte KI-Finanzierung sieht er noch nicht als Blase: Nvidia könne notfalls Aktienrückkäufe streichen und habe dadurch Spielraum.
Zitat & Begründung
„Du kannst immer noch die Aktienrückkäufe streichen und hast immer da noch Spielraum.“
- Techfirmen machen weiter Aktienrückkäufe und geben dafür Bonds aus
- Diese Rückkäufe ließen sich streichen, bevor es eng wird
- Deshalb sieht er die KI-Blase noch nicht platzen
Er ist selbst Vonovia-Aktionär und erwartet, dass die Berliner Enteignungspläne am Bundesverfassungsgericht scheitern und InvestorenVertrauen erhalten bleibt.
Zitat & Begründung
„Ich bin auch als Renovia Aktionär nicht enteignet werde, ja.“
- Er hält die Enteignungspläne verfassungsrechtlich für kaum durchsetzbar
- Die Entschädigung von höchstens 160 Milliarden Euro liegt weit unter Marktwert
- Er sieht sich als Aktionär nicht enteignet
Abgeraten
Ihm fehlt der Burggraben: KI-Modelle würden zur Massenware, und langfristigen Rechenleistungs-Verpflichtungen stünden nur kurzfristige Modelleinnahmen gegenüber.
Zitat & Begründung
„da gibt's zu wenig Burggraben für diesen Modell und deswegen muss ich die Aktie auch nicht zeigen“
- Auf dem neutralen Marktplatz Open Router kommt Anthropic laut Auswertung nur auf 2,4 Prozent Anteil
- 80 Prozent des Umsatzes stammen aus Modellen der vergangenen sechs Monate
- Dem stehen 417 Milliarden Dollar feste Abnahmeverpflichtungen bis 2036 gegenüber
echtgeld.tv: egtv #491 Goldrausch KI: Gewinnen am Ende wieder die Schaufelhersteller? Q4-Ausblick mit Christian Stocker (UniCredit)
UniCredit-Aktienstratege Christian Stocker erwartet für das vierte Quartal 2026 rund 7 bis 8 Prozent Kursgewinn und sieht die größten Chancen bei den Profiteuren der KI-Investitionen. Europäische Banken hält er für den Börsenstar und hat sie übergewichtet, ebenso Energieversorger und Emerging Markets, für die er bis Mitte 2027 rund 20 Prozent Potenzial sieht. Europa traut er rund 10 Prozent zu, dem S&P 500 rund 12 Prozent und dem Nasdaq 13 bis 14 Prozent. Gegenüber chinesischen Aktien bleibt er wegen geringer Gewinne und Überkapazitäten skeptisch.
Empfohlen
Stocker hat die Emerging Markets übergewichtet und sieht bis Mitte 2027 rund 20 Prozent Kurspotenzial, angetrieben von KI-Halbleitern und Rohstoffen.
Zitat & Begründung
„Für die Emergy Markets rund 20 Prozent bis Mitte nächsten Jahres“
- Die Emerging Markets gehören 2026 mit 20 bis 25 Prozent zu den stärksten Regionen.
- Südkorea und Taiwan profitieren als Halbleiterlieferanten vom KI-Boom.
- Stocker hat die Region übergewichtet und sieht rund 20 Prozent Potenzial bis Mitte 2027.
Stocker hält europäische Banken für den Börsenstar: Sie hätten sich in anderthalb Jahren verdoppelt und profitierten von Zinseinkommen, besserer Konjunktur und KI-Effizienz.
Zitat & Begründung
„Banken werden weiter eine sehr, sehr gute Performance erzielen“
- Das Zinseinkommen der Banken bleibt hoch und stützt die Gewinne.
- Die sich verbessernde europäische Konjunktur treibt die Bankgewinne zusätzlich.
- KI senkt die Kosten; die Banken sind in Stockers Portfolios übergewichtet.
Stocker erwartet für EM-Halbleiter wie TSMC und SK Hynix überdurchschnittliches Gewinnwachstum bei einem KGV von acht und damit einem Bewertungspuffer.
Zitat & Begründung
„sie werden deutlich überdurchschnittlich steigen in den kommenden Quartalen“
- Die Gewinnerwartungen der EM-IT-Unternehmen stiegen binnen zwölf Monaten um über 300 Prozent.
- Das KGV liegt bei rund 8 und damit auf Krisenniveau, obwohl die KI-Chip-Nachfrage enorm ist.
- Die Gewinne dürften weiter überdurchschnittlich wachsen, wenn auch nicht im gleichen Tempo.
Stocker hat Energieversorger übergewichtet, weil der Strombedarf der KI-Rechenzentren steigt und die Energieinfrastruktur zum Engpass werden könnte.
Zitat & Begründung
„Das ist auch ein Bereich, den wir weiterhin übergewichten“
- Der Anteil der Rechenzentren am globalen Stromverbrauch soll von 2 auf 3 Prozent steigen.
- Die Energieversorgung könnte zum begrenzenden Faktor für das KI-Wachstum werden.
- Energieversorger sind in Stockers Portfolios übergewichtet.
Stocker hält Europa für unterschätzt: Die Gewinne wachsen wieder, institutionelle Anleger sind untergewichtet, und er sieht rund 10 Prozent Kurspotenzial bis Mitte 2027.
Zitat & Begründung
„Europa wird immer unterschätzt. Also ich bin optimistisch für Europa“
- Europa kommt aus der Gewinnstagnation; die Gewinnerwartungen legten seit Jahresanfang um 17 bis 18 Prozent zu.
- Institutionelle Anleger sind in Europa stark untergewichtet und dürften ihre Positionen Richtung neutral reduzieren.
- Stocker sieht bis Mitte 2027 rund 10 Prozent Kurspotenzial.
Stocker sieht für den US-Markt bis Mitte 2027 rund 12 Prozent Potenzial, getragen von solidem Gewinnwachstum und einer Bewertung im langfristigen Durchschnitt.
Zitat & Begründung
„Europa sind wir bei rund 10 Prozent Potenzial, USA 12 Prozent“
- Die US-Bewertung ist trotz Rekordkursen auf Durchschnittsniveau gefallen, weil die Gewinne stärker stiegen als die Kurse.
- Die Gewinnrevisionen für den MSCI World sind so positiv wie seit der Zeit nach der Coronakrise nicht mehr.
- Kursziel USA: rund 12 Prozent bis Mitte nächsten Jahres.
Stocker erwartet für den Nasdaq bis Mitte 2027 rund 13 bis 14 Prozent Potenzial, getragen von stark steigenden Tech-Gewinnen bei gefallenen Bewertungen.
Zitat & Begründung
„Nasdaq ein bisschen mehr, da sind wir bei 13, 14 Prozent“
- Die Gewinnerwartungen im US-Tech-Sektor stiegen binnen zwölf Monaten um rund 90 Prozent, die Kurse nur um 40 Prozent.
- Das KGV im US-Tech-Sektor fiel dadurch um rund 30 Prozent.
- Kursziel Nasdaq: 13 bis 14 Prozent bis Mitte nächsten Jahres.
Stocker sieht Maschinenbauer als Profiteure der KI-Investitionen, weil für Rechenzentren, Gebäude und Anlagen umfangreich Ausrüstung benötigt wird.
Zitat & Begründung
„Wir haben mehr Potenzial in den Bereichen, die unter anderem von den Investitionen profitieren“
- Die Hyperscaler investieren 2026 rund 800 Milliarden Dollar, 2027 sollen es etwa eine Billion werden.
- Die Investitionen fließen auch in Gebäude, Kabel und Ausrüstung.
- Maschinenbau zählt für Stocker zu den Bereichen mit dem meisten Potenzial.
Stocker zählt Rohstoffhersteller und Minen zu den Profiteuren des KI-Booms, weil für Rechenzentren und Elektronik Kupfer und Seltene Erden gebraucht werden.
Zitat & Begründung
„Das heißt Basic Resources, Kupfer, Seltene Erden, die Nachfrage danach ist enorm hoch“
- KI-Investitionen benötigen neue Gebäude, Kupferkabel und elektronische Komponenten.
- Die Nachfrage nach Basic Resources und Seltenen Erden ist laut Stocker enorm hoch.
- Rohstoffgüterhersteller zählen für ihn zu den Bereichen mit mehr Potenzial.
Stocker sieht im Healthcare-Sektor einen KI-Profiteur, weil die Entwicklung neuer Medikamente durch KI deutlich schneller werden dürfte.
Zitat & Begründung
„Die Einführung neuer Medikamente wird sehr, sehr viel schneller gehen mit KI“
- KI könne Forschung und Medikamentenentwicklung stark beschleunigen.
- Healthcare zählt für Stocker zu den Bereichen, die von KI profitieren.
- Die Produktivitätszuwächse dürften die Branche stützen.
Abgeraten
Stocker sieht bei den direkten KI-Konzernen weniger Potenzial: Der freie Cashflow der Hyperscaler ist negativ, und die KI-Investitionen sind teuer.
Zitat & Begründung
„Die Unternehmen werden sich jetzt nicht mehr so stark positiv entwickeln, wie wir es die letzten Quartale gesehen haben, die Hyperscalers“
- Der freie Cashflow der fünf großen Hyperscaler ist zuletzt negativ geworden.
- Die enormen Investitionen müssen sich erst in künftige Gewinne übersetzen.
- Stocker erwartet, dass sich die KI-Performance auf nachgelagerte Bereiche verbreitert.
Stocker bleibt gegenüber chinesischen Aktien skeptisch: Die Konjunktur sei gut, aber die Unternehmen litten unter Überkapazitäten und machten zu wenig Gewinn.
Zitat & Begründung
„ich bin immer ein bisschen skeptisch gegenüber dem chinesischen Aktienmarkt gewesen“
- Chinesische Unternehmen hätten hohe Überkapazitäten aufgebaut und setzten Produkte zu jedem Preis ab.
- Das Gewinnwachstum in China sei sehr gering.
- Europäische Aktien hätten sich in sechs Jahren deutlich besser entwickelt.
Doppelgänger Tech Talk: Anthropics S-1: Warum überhaupt an die Börse? #609
Philipp Klöckner sieht Anthropic nach dem S-1 als eine der besseren KI-Wetten und will sich einen symbolischen Betrag ins Depot legen. Bei 1,5 Billionen Bewertung würde er halten, über 2 Billionen teils verkaufen. Er lobt Kapitaleffizienz und den Fokus auf Softwareentwicklung, nennt den IPO wegen Bewertung und Lock-up aber keinen No-Brainer. OpenAI, SpaceX, Meta und Microsoft werden überwiegend nachrichtenlich diskutiert, ohne konkrete Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Helsing bewertet er positiv, ohne ein handelbares Investment zu nennen.
Empfohlen
Klöckner hält Anthropic für eine der besseren KI-Wetten und will einen symbolischen Betrag kaufen; bei 1,5 Billionen Bewertung würde er halten, über 2 Billionen einen Teil verkaufen.
Zitat & Begründung
„Also irgendwie, ja, werde ich mir zumindest irgendeinen symbolischen Betrag da ins Depot legen“
- Anthropic habe sehr kapitaleffizient gewirtschaftet und sich strategisch auf Softwareentwicklung konzentriert.
- Das hält Klöckner für klüger als den breiteren Ansatz von OpenAI und xAI.
- Trotz Bewertungsrisiken will er eine symbolische Position halten und bei deutlichem Kursanstieg teilweise verkaufen.
OHNE AKTIEN WIRD SCHWER: Mercedes runter. Porsche rauf. UPS mit Turnaround-Dividende? Tech läuft. Labubu bricht ein.
Philipp Rasch sieht Mercedes nur im Mittelfeld der deutschen Premiumhersteller: Der Chinamarkt bricht ein, deutsche Marken kommen bei E-Autos in China auf unter 2 Prozent Marktanteil. Porsche überzeugt ihn nur wegen des schwachen Vorjahres und einer Strategie teurerer Autos, ob die Wette auf höhere Preise aufgeht, lässt er offen. Zu UPS sagt Christoph, der Umbau sei ungewiss und das aktuelle Niveau kein Schnäppchen; Geduldige bekämen aber über 6 Prozent Dividende bei einem erwarteten KGV von 13. Die übrigen Zahlen von Coca-Cola, Beiersdorf, Pop Mart, Boeing und Apple werden überwiegend als Nachrichten wiedergegeben.
Empfohlen
Christoph sieht bei UPS nur für Geduldige Chancen: Der Umbau ist ungewiss, dafür winken über 6 Prozent Dividende bei günstiger Bewertung von 13-mal Gewinn.
Zitat & Begründung
„Wer Geduld hat und erwartet, dass der Umbau bei UPS klappt, der kassiert fürs Warten immerhin eine hohe Dividende.“
- UPS verliert im US-Paketgeschäft gegen Amazon und hat hohe Kosten sowie 25 Milliarden Dollar Schulden.
- Die Bewertung liegt mit KGV 13 unter dem Zehn-Jahres-Schnitt von 16.
- Ob das Niveau ein Schnäppchen ist, hängt von Spritpreisen und Bestellverhalten ab – Anzeichen erst im Weihnachtsquartal.
Abgeraten
Rasch sieht Mercedes im Mittelfeld der deutschen Premiumhersteller; der wichtige Chinamarkt bricht ein, chinesische Marken wie Huawei, Li Auto und NIO greifen zunehmend im Premiumsegment an.
Zitat & Begründung
„Mercedes ist da mehr oder weniger im Mittelfeld, also besser als Audi und Porsche, schlechter als BMW“
- China ist für alle deutschen Premiumhersteller das Kernproblem, Mercedes liegt dort im Mittelfeld.
- Deutsche Hersteller haben in China unter 2 Prozent Marktanteil bei E-Autos, der Verbrennermarkt schrumpft.
- Wachstum außerhalb Chinas kompensiert den Einbruch auf dem historisch wichtigen Markt nicht.
Leben mit Aktien: Fünf Branchenwetten für die Zukunft
Julia Groth hält an ihrem MSCI World ETF fest und sieht Meta kritisch, unter anderem wegen stimmrechtsloser Class-C-Aktien. Aus der Titelgeschichte „Die nächsten 25 Börsenstars“ stellt sie Upcelera Biologics, Merck KGaA, Intuitive Surgical, CF Industries, ABB und MP Materials als teils spekulative Wetten vor. Christian W. Röhl bevorzugt bei Robotik die Einzelaktie Intuitive Surgical gegenüber dem Themen-ETF und sieht im MSCI Health Care eine breitere Alternative zu Biotech. Bei Agrar-, Batterie- und Seltene-Erden-ETFs sehen beide Einzelaktien im Vorteil.
Empfohlen
Julia Groth hält Upcelera Biologics für aussichtsreich, weil die kanadische Biotechfirma mit 850 Mio. Dollar Liquidität rund vier Jahre Spielraum für ihre Wirkstoffforschung hat.
Zitat & Begründung
„Da sieht es bei dieser Firma ganz gut aus.“
- Upcelera forscht an Mitteln gegen Hitzewallungen und Neurodermitis.
- 850 Mio. Dollar Liquidität reichen bei 200 Mio. Dollar Jahresverbrauch etwa vier Jahre.
- Damit sei die Finanzierung bis zu einem möglichen Studienerfolg gesichert.
Julia Groth sieht Merck KGaA als weniger riskante Biotech-Wette, weil das Unternehmen nicht von ein oder zwei Präparaten abhängt und zugleich von der Biotech-Fantasie profitieren kann.
Zitat & Begründung
„Da hat man natürlich ein Unternehmen, das jetzt nicht auf den Erfolg von ein, 2 Präparaten angewiesen ist“
- Merck KGaA verstärkt sich im Biotech-Bereich.
- Das Unternehmen ist nicht auf den Erfolg einzelner Präparate angewiesen.
- Für weniger risikofreudige Anleger sei es deshalb eine Alternative.
Julia Groth hält Intuitive Surgical trotz hoher Bewertung für aussichtsreich, weil der Marktführer bei Operationsrobotern profitabel, schuldenfrei und stark wachsend ist.
Zitat & Begründung
„Da kann man natürlich sagen, okay, das ist es mir wert, dafür dann auch ein stolzen Preis zu bezahlen.“
- Intuitive Surgical hat 70 Prozent Marktanteil bei Chirurgierobotern.
- Über 80 Prozent des Umsatzes sind wiederkehrende Erlöse aus Verbrauchsmaterial und Service.
- Die Bewertung ist hoch, aber Groth hält den Preis für gerechtfertigt.
Julia Groth sieht CF Industries als langfristig interessanten Düngemittelwert, weil Stickstoffdünger gebraucht wird und das Unternehmen von günstigem US-Erdgas profitiert.
Zitat & Begründung
„CF Industries hat eben den Vorteil, dass auf Stickstoffdünger nicht länger verzichtet werden kann.“
- Stickstoffdünger ist für die Steigerung von Ernten unverzichtbar.
- CF Industries produziert vor allem Stickstoffdünger und hat günstige Energiekosten in den USA.
- Langfristig steigt der Bedarf, auch wenn das Geschäft zyklisch bleibt.
Julia Groth hält ABB für ein interessantes, weniger spekulatives Investment im Energie- und Automatisierungsbereich, da das Unternehmen von Rechenzentren, Stromversorgung und Automation profitiert.
Zitat & Begründung
„deswegen fanden wir das in diesem Bereich eigentlich ein interessantes Investment.“
- ABB hat ein starkes Geschäft mit Rechenzentren und Stromversorgung.
- Das Unternehmen baut zudem den Automatisierungsbereich aus.
- Damit ist es breiter aufgestellt als reine Batteriewerte.
Julia Groth hält an ihrem MSCI World ETF fest und hat kein Problem mit dem hohen KI-Anteil, weil sich das ihrer Ansicht nach selbst reguliert.
Zitat & Begründung
„ich halte da an meinem MSCI World ETF fest und hab kein Problem damit, dass ich da mittlerweile knapp 30 Prozent KI Klumpen drin habe.“
- Der MSCI World ETF ist Groths Kerninvestment.
- Der KI-Anteil im Index ist mittlerweile auf knapp 30 Prozent gestiegen.
- Groth sieht darin keinen Grund, die Strategie zu ändern.
Christian W. Röhl sieht den MSCI Health Care als breitere Alternative für Anleger, denen Biotech zu riskant ist, weil der Index Pharma, Biotech und Medizintechnik verbindet.
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„dann eben gleich den MSCI Health Care sozusagen, weil man aus dieser Übernahmeperspektive sieht, Jäger und Beute in einem“
- Der Index kombiniert rund 50 Prozent Pharma, 16 Prozent Biotech und Medizintechnik.
- Damit ist er breiter aufgestellt als eine reine Biotech-Wette.
- Für weniger risikofreudige Anleger sei das eine Alternative.
Julia Groth hält MP Materials für eine spekulative Langfrist-Wette auf eine US-Lieferkette für Seltene Erden, gestützt durch US-Regierung und Apple-Lieferverträge.
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„ist eher was für langfristig orientierte Investoren, die eben darauf setzen wollen, dass das klappt mit dieser mit diesem Business Case.“
- MP Materials will Seltene Erden in den USA fördern und zu Magneten verarbeiten.
- Die US-Regierung ist eingestiegen, Apple hat Lieferverträge abgeschlossen.
- Ob die Wertschöpfungskette wirtschaftlich klappt, ist aber noch offen.
Christian W. Röhl sieht Deere als Profiteur von KI und Robotik in der Landwirtschaft und verweist auf die Aufnahme in die Liste der 25 Zukunftsaktien.
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„das ist sowohl KI als auch Robotik ein Riesenthema bei diesem Unternehmen.“
- Deere ist der größte Landmaschinenhersteller der Welt.
- KI und Robotik spielen bei Landmaschinen eine wachsende Rolle.
- Deshalb wurde Deere in die Titelgeschichte aufgenommen.
Abgeraten
Julia Groth hält Meta für wenig überzeugend und sieht in der Ausgabe stimmrechtsloser Class-C-Aktien ein weiteres Argument, von einem Investment Abstand zu nehmen.
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„Wär für mich auch noch ein weiteres Argument von Meta eher Abstand zu nehmen.“
- Die KI- und Metaverse-Story überzeugt Groth nicht.
- Die geplante Ausgabe stimmrechtsloser Aktien verwässert Minderheitsaktionäre.
- Deshalb rät sie eher davon ab, in Meta zu investieren.
Julia Groth hält einen breiten Agrar-ETF für wenig sinnvoll, weil die Branche sehr heterogen ist und sich mit Einzelaktien besser auf einzelne Segmente setzen lässt.
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„eigentlich macht es wenig Sinn, sich für für einen ETF zu entscheiden, der entweder auf, weiß ich nicht, Saatgut oder auf Düngemittel oder auf Landmaschinen oder so setzt.“
- Der Agrar-Sektor umfasst Landtechnik, Saatgut, Düngemittel und Handel.
- Ein ETF mischt diese unterschiedlichen Geschäftsmodelle.
- Mit Einzelaktien könne man gezielter auf aussichtsreiche Bereiche setzen.
Christian W. Röhl hält den Nasdaq Biotechnology ETF für keine breite Diversifikation, weil rund 30 Prozent auf wenige große Pharma- und Biotechwerte entfallen.
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„Klingt ja nach' breiten Diversifikation, aber immerhin 30 Prozent entfallen halt auf GELET, MGen, Vertex und Regioneron“
- Der ETF enthält 251 Werte, wirkt aber breiter als er ist.
- Rund 30 Prozent entfallen auf Gilead, Amgen, Vertex und Regeneron.
- Diese Werte seien eher Big Pharma als kleine Biotech.
Christian W. Röhl hält den iShares MSCI Automation Robotics ETF für keine reine Robotik-Wette, weil viele enthaltene Unternehmen nur kleine Automatisierungsanteile haben.
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„Das sind jetzt nicht so die klassischen Robotikunternehmen, die man eigentlich erwarten würde.“
- Der ETF enthält 158 Aktien, darunter Software- und Chipwerte.
- Viele klassische Robotikfirmen fehlen.
- Das Thema Robotik sei über den ETF nur schwer fassbar.
Christian W. Röhl hält den L&G Battery Value Chain ETF für ein schwierig zu fassendes Hybridthema, weil viele enthaltene Werte nur indirekt mit Batteriespeichern zu tun haben.
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„Insofern würde ich auch da sagen, es ist schwierig, ein solches hybrides Thema mit dem ETF zu packen.“
- Im ETF stecken Rohstoffe und Bergbau mit rund einem Viertel, etwa Rio Tinto.
- Batteriewerte wie Panasonic oder TDK haben nur kleine Umsatzanteile.
- Ein reines Batteriespeicher-Exposure sei über den ETF kaum möglich.
Christian W. Röhl hält den VanEck Rare Earth ETF für keine überzeugende Langfristanlage, weil der ETF stark schwankt und konzentriert ist.
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„Also da ist kräftig Bewegung drin, ohne dass man jetzt irgendwie sagen kann, okay, über lange Zeit geht das wenigstens aufwärts. Nee, ist nicht.“
- Der ETF ist seit Auflage starken Schwankungen unterworfen.
- Die größten zehn Werte machen rund 60 Prozent aus.
- Rund 30 Prozent des Gewichts entfallen auf China, was dem Souveränitätsgedanken widerspricht.
Alles auf Aktien: Goldrausch Rente und die Made-in-Germany-Wette von Porsche
Holger Zschäpitz und Lea Oetchen stellen Porsche als Idee für die zweite Reihe im Depot vor: Der Umsatz pro verkauftem Auto steigt auf rund 126.000 Euro, kleinere Stückzahlen und höhere Preise sollen die Marge tragen. 2027 gilt aber ausdrücklich als Übergangsjahr, wer jetzt einsteigt, braucht Geduld bis zum Ausblick im März. Beim neuen Altersvorsorgedepot raten die Moderatoren, auf die Kosten zu achten: Breite Welt-ETFs sollten unter 0,2 Prozent Jahresgebühr liegen. Der Marktüberblick bleibt Nachrichtenwiedergabe, Gold legte auf 4061 Dollar zu.
Empfohlen
Porsche macht sich kleiner und teurer: Der Umsatz pro Auto stieg auf rund 126.000 Euro, die Rückkehr des Cayenne nach Leipzig soll höhere Preise stützen – 2027 gilt aber als Übergangsjahr.
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„Wer jetzt einsteigt, wettet also darauf, dass 2027 der Boden ist und braucht Geduld bis mindestens März.“
- Absatz minus 16 Prozent, Umsatz nur minus 5,9 Prozent – pro Fahrzeug rund 6.000 Euro mehr.
- Leiser will Porsche kleiner und teurer machen, der Cayenne soll aus Bratislava zurück nach Leipzig.
- Operative Marge 6,9 Prozent, 2027 als Übergangsjahr: Einstieg nur mit Geduld bis März.
Für das Altersvorsorgedepot sollten breite Welt-ETFs unter 0,2 Prozent Jahreskosten bleiben, weil teurere Produkte über 40 Jahre gerechnet sechsstellige Beträge kosten.
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„Wer Breit in Welt ETFs spart, sollte unter 0.2 Prozent landen und prüfen, ob der Wunsch ETF auch auf der Gratisliste steht.“
- 150 Euro monatlich plus 45 Euro Zulage ergeben bei 0,2 Prozent Kosten rund 692.000 Euro in 40 Jahren.
- Bei 0,55 Prozent sind es nur etwa 630.000 Euro, also gut 100.000 Euro weniger.
- Deshalb Kosten prüfen und vergleichen, ob der Wunsch-ETF auf der Gratisliste des Anbieters steht.
Fazit
Der Anthropic-Börsengang spaltet die Podcaster: Zschäpitz und Klöckner wollen zeichnen, Deffner warnt vor fehlendem Burggraben und hohen Rechenleistungs-Verpflichtungen. Bei den KI-Profiteuren setzen Stocker und Koch auf unterschiedliche Ansätze – der eine auf Banken und Rohstoffe, der andere warnt vor Zweckgesellschaften. Mercedes und Porsche zeigen, wie unterschiedlich die Erwartungen an deutsche Autobauer sind. Alle genannten Empfehlungen sind Meinungen der Podcast-Sprecher, keine Tatsachen und keine Anlageempfehlung.
Selbst investieren
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Hinweis: Dieser Artikel fasst automatisiert ausgewertete Aussagen aus Podcast-Folgen zusammen und kann Fehler enthalten. Er gibt die Meinungen der Podcast-Sprecher wieder, nicht die von Block-Builders.de, und ist keine Anlageberatung. Alle Zitate mit Zeitmarke findest du im Podcast-Radar.