In der neuen Folge von „Bulle & Mensch“ erklärt Marc Faber, warum er die US-Börse und besonders US-Technologieaktien für überbewertet hält. Der Podcast erschien am 25. Oktober 2026. Fabers zentrale Botschaft: Kapital erhalten statt maximieren, abgesichert mit physischem Gold und Silber.
Auf einen Blick: Empfehlungen und Warnungen
| Asset | Einschätzung | Podcast | Sprecher |
|---|---|---|---|
| Gold | Kaufen | Bulle & Mensch | Marc Faber |
| S&P 500 | Verkaufen | Bulle & Mensch | Marc Faber |
| Silber | Kaufen (Tendenz) | Bulle & Mensch | Marc Faber |
| S&P 500 | Kaufen (Tendenz) | Bulle & Mensch | Marc Faber |
| Nvidia NVDA | Verkaufen (Tendenz) | Bulle & Mensch | Marc Faber |
| US-Staatsanleihen | Verkaufen (Tendenz) | Bulle & Mensch | Marc Faber |
| Bitcoin BTC | Meiden (Tendenz) | Bulle & Mensch | Marc Faber |
| Cash | Meiden (Tendenz) | Bulle & Mensch | Marc Faber |
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Was die Podcasts heute bewegt
Mit nur einer Folge lässt sich kein podcastübergreifender Konsens feststellen. Fabers Positionen widersprechen sich zudem selbst: Er rät von der US-Börse ab, sagt rückblickend aber, ein jährlicher Sparplan auf den S&P 500 mit reinvestierten Dividenden wäre die beste Strategie gewesen. Auch bei Bitcoin ist seine Haltung klar ablehnend, während er Gold und Silber als Absicherung favorisiert. Die Folge dreht sich damit vor allem um Bewertungsrisiken am US-Aktienmarkt und um die Frage, welche Rolle Edelmetalle im Depot spielen sollen.
Bulle & Mensch: 16 Jahre stieg die Börse – aber verlor in Wahrheit 70% (Marc Faber)
Marc Faber hält die US-Börse für weit überbewertet und sieht das Aufwärtspotenzial als gering an, das Risiko nach unten dagegen als gestiegen. Als Absicherung nennt er physisches Gold und Silber, gelagert außerhalb des Bankensystems und über mehrere Länder verteilt. Nvidia führt er als Beispiel für Aktien an, aus denen Kapital abfließen könnte; Bitcoin hält er nicht für das neue Gold und würde für zehn Jahre Kaufkrafterhalt Edelmetalle vorziehen. Zugleich räumt er ein, ein jährlicher Sparplan auf den S&P 500 mit reinvestierten Dividenden wäre rückblickend die beste Strategie gewesen.
Empfohlen
Faber rät, Gold physisch, außerhalb des Bankensystems und über mehrere Rechtsräume verteilt zu halten – als Schutz in einem Umfeld von Gelddruck und politischen Risiken.
Zitat & Begründung
„Sie sollten Gold halten, sagen wir, bei sich und in einem Tresor und außerhalb des Bankensystems, aber in verschiedenen Rechtslage, also in verschiedenen Ländern.“
- Edelmetalle seien als Wertspeicher interessant
- Papiergold und reine Banklagerung lehnt er ab
- Lagerung in Tresoren außerhalb des Bankensystems, verteilt auf mehrere Länder
Silber nennt Faber zusammen mit Gold als Favorit; man solle Edelmetalle kaufen, wenn sie nicht besonders teuer sind.
Zitat & Begründung
„Ja gut, Gold und Silber und alles hat Preisfluktuationen und man sollte natürlich versuchen zu kaufen, wenn diese Anlageobjekte nicht besonders teuer sind.“
- Gold und Silber seien seine bevorzugten Wertspeicher
- Kauf sei sinnvoll, wenn die Bewertung nicht hoch ist
- Gold sei derzeit relativ teuer gegenüber Agrarrohstoffen und Öl
Rückblickend sagt Faber, er hätte am besten nur den S&P 500 gekauft, jährlich gespart und Dividenden reinvestiert – mit dem Vorbehalt, ob er das durchgehalten hätte.
Zitat & Begründung
„rückblickend hätte ich nur 1 kaufen sollen und das ist der der S und P 500 in Amerika und jedes Jahr meine Ersparnisse im S und P investieren sollen“
- Auf die Frage nach dem Neustart nennt er nur eine Anlage
- Jährliche Sparraten in den S&P 500 mit Dividendenreinvestition
- Er relativiert: Ob er durchgehalten hätte, wisse er nicht
Abgeraten
Faber hält die US-Börse für weit überbewertet; das Aufwärtspotenzial sei gering, das Risiko nach unten deutlich gestiegen.
Zitat & Begründung
„Ich denke, dass die Börse weit überbewertet ist und dass die Aktien insbesondere im Technologiebereich nicht die Erwartungen des Marktes oder der Marktteilnehmer erfüllen werden.“
- US-Bewertung relativ zur Wirtschaftsleistung auf Rekordniveau
- Gelddrucken hebt Kurse nominal, real drohen Kaufkraftverluste
- Aufwärtspotenzial begrenzt, Rückschlagrisiko erhöht
Faber erwartet, dass Kapital aus den beliebtesten US-Aktien abfließt und nennt Nvidia ausdrücklich als Beispiel.
Zitat & Begründung
„Ich nehme an, dass ja Geld wird ausfließen aus aus diesen beliebten Aktien wie Nividia und Tesla und Appburn und so weiter“
- Geld solle aus den Hype-Titeln abfließen
- Faber nennt Nvidia, Tesla und weitere Modetitel
- Umschichtung in unterbewertete Regionen oder Sektoren erwartet
Faber hält Bitcoin nicht für das neue Gold und würde für zehn Jahre Kaufkrafterhalt Edelmetalle vorziehen.
Zitat & Begründung
„dann würde ich sagen, würde ich eher in Edelmetalle investieren, denn in Bitcoins und Kryptowährungen“
- Bitcoin sei nicht das neue Gold
- Kurzfristige Kursanstiege seien möglich, überzeugten ihn aber nicht
- Für langfristigen Werterhalt würde er Edelmetalle wählen
Faber erwartet langfristig weiter steigende Zinsen und damit Druck auf Anleihekurse; kurzfristig seien fallende US-Zinsen möglich.
Zitat & Begründung
„Seit 2020 haben die Zinsen eher eine steigende Tendenz und ich nehme an, dass diese steigende Tendenz weiterhin zunehmen wird.“
- Zinszyklus drehte laut Faber 2020 von fallend auf steigend
- Wachsende Staatsschulden würden eher mit Gelddrucken beantwortet
- Steigende Renditen bedeuten fallende Anleihekurse
Faber hält Cash nicht für den sicheren Hafen: Bankguthaben und Auslandskonten könnten eingefroren oder enteignet werden.
Zitat & Begründung
„Ja, das ist eine gute Frage, ob Cash sicher ist. Vielleicht ist es nicht so sicher“
- Cash sei nur ein Kredit an eine Bank
- Ausländische Treasury-Guthaben würden politisch eingefroren
- In Deutschland sei Bargeldvermögen dreimal entwertet worden
Fazit
Fabers Empfehlungen sind Meinungen, keine Tatsachen – und sie widersprechen sich teils selbst. Wer ihm folgt, setzt stark auf Edelmetalle und gegen US-Technologie, was ein erhebliches Klumpenrisiko bedeutet. Zudem bleibt offen, wie belastbar seine Prognose steigender Zinsen ist. Am Ende bleibt es dabei: Es handelt sich um die Einschätzungen der Podcast-Sprecher, nicht um Anlageempfehlungen.
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Hinweis: Dieser Artikel fasst automatisiert ausgewertete Aussagen aus Podcast-Folgen zusammen und kann Fehler enthalten. Er gibt die Meinungen der Podcast-Sprecher wieder, nicht die von Block-Builders.de, und ist keine Anlageberatung. Alle Zitate mit Zeitmarke findest du im Podcast-Radar.