Sieben Folgen aus Deutschlands großen Finanz-Podcasts befassen sich mit der KI-Korrektur, den US-Zwischenwahlen und den Apple-Zahlen. Die wichtigste Erkenntnis: Bei Apple und Alstom überwiegen die Warnungen, bei KI-Infrastruktur gehen die Meinungen auseinander.
Auf einen Blick: Empfehlungen und Warnungen
| Asset | Einschätzung | Podcast | Sprecher |
|---|---|---|---|
| MSCI World ETF | Kaufen | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| BioNTech BNTX | Meiden | Money Train – DER AKTIONÄR | Michel Döbke |
| Orion | Kaufen (Tendenz) | Money Train – DER AKTIONÄR | Michel Döbke |
| Xencor | Kaufen (Tendenz) | Money Train – DER AKTIONÄR | Michel Döbke |
| Tango Therapeutics | Kaufen (Tendenz) | Money Train – DER AKTIONÄR | Michel Döbke |
| Bayer BAYN | Kaufen (Tendenz) | Money Train – DER AKTIONÄR | Michel Döbke |
| Amazon AMZN | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Öl (WTI) | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| UniCredit UCG | Kaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Andreas Kröner |
| Apple AAPL | Kaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Laura Delamott |
| S&P 500 | Kaufen (Tendenz) | Mission Money | Peter Blöd |
| Marriott MAR | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Sprecher 2 |
| Hilton HLT | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Sprecher 2 |
| Palantir PLTR | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
| Amazon AMZN | Kaufen (Tendenz) | Erichsen Geld & Gold | Lars Erichsen |
| Alphabet GOOGL | Kaufen (Tendenz) | Erichsen Geld & Gold | Lars Erichsen |
| Nvidia NVDA | Kaufen (Tendenz) | Erichsen Geld & Gold | Lars Erichsen |
| Micron MU | Kaufen (Tendenz) | Erichsen Geld & Gold | Lars Erichsen |
| SK Hynix | Kaufen (Tendenz) | Erichsen Geld & Gold | Lars Erichsen |
| Microsoft MSFT | Kaufen (Tendenz) | Erichsen Geld & Gold | Lars Erichsen |
| Broadcom AVGO | Kaufen (Tendenz) | Erichsen Geld & Gold | Lars Erichsen |
| Marvell MRVL | Kaufen (Tendenz) | Erichsen Geld & Gold | Lars Erichsen |
| Alphabet (Google) GOOGL | Verkaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Moderna MRNA | Meiden (Tendenz) | Money Train – DER AKTIONÄR | Michel Döbke |
| Merck & Co. MRK | Meiden (Tendenz) | Money Train – DER AKTIONÄR | Michel Döbke |
| Apple AAPL | Meiden (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Commerzbank CBK | Meiden (Tendenz) | Handelsblatt Today | Andreas Kröner |
| Alstom ALO | Meiden (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
| Apple AAPL | Meiden (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
| CoreWeave CRWV | Meiden (Tendenz) | Erichsen Geld & Gold | Lars Erichsen |
Alle Folgen und Empfehlungen der letzten Tage findest du in unserem Podcast-Radar.
Was die Podcasts heute bewegt
Mehrere Podcasts sehen die KI- und Infrastruktur-Aktien in einer Korrektur, bewerten sie aber unterschiedlich: Lars Erichsen hält das Chance-Risiko-Verhältnis für neue Käufe inzwischen für verbessert, Noah Leidinger nennt Palantir trotz starken Wachstums sehr hoch bewertet. Bei Apple überwiegt Skepsis – Markus Koch und Leidinger verweisen auf die hohe Bewertung, Laura Delamott sieht die geringen KI-Investitionen dagegen als Vorteil. Alstom gilt nach dem erneuten Kurssturz als belastet. Die Midterms werden überwiegend gelassen gesehen, gestützt auf historische Statistiken.
Money Train – DER AKTIONÄR: BioNTech, Moderna & Co.: Neue Studiendaten im Börsencheck
Michel Döbke (DER AKTIONÄR) rät bei BioNTech ausdrücklich, vorerst von außen zuzusehen – wegen des geplanten Ausstiegs der Gründer und der Darmkrebs-Studienpleite. Bei Moderna warnt er trotz positiver Phase-3-Daten vor zu großer Euphorie, da weiterhin viel Fantasie eingepreist sei. Merck & Co. bewertet er wegen des ab 2028 auslaufenden Keytruda-Patents kritisch, Orion und Bayer sieht er dagegen positiv; Xencor und Tango Therapeutics nennt er als aussichtsreiche, aber risikobehaftete Biotech-Werte.
Empfohlen
Döbke bezeichnet den finnischen Pharmakonzern Orion als einen der großen Gewinner, weil er über Tantiemen und Meilensteine von Bayers Nubeca-Erfolg profitiert und die Aktie ein Rekordhoch erreicht hat.
Zitat & Begründung
„es ist ein Riesenerfolg für das Unternehmen und das sieht man auch im Kursverlauf.“
- Orion hat den Wirkstoff Darolutamid ursprünglich entdeckt und lizenziert.
- Tantiemen und Umsatzbeteiligungen treiben die Entwicklung dynamisch.
- Zusätzliche ESMO-Daten nähren Hoffnung auf eine Indikationserweiterung.
Döbke hält den auf Antikörper spezialisierten Biotech-Wert für sehr interessant und empfiehlt, ihn sich auf die Watchlist zu setzen – nach vielversprechenden Phase-1-Daten bei Nierenkrebs.
Zitat & Begründung
„Also die Aktie von Xenchor sollte man sich auf jeden Fall mal auf die Watchlist packen, durchaus ein sehr interessantes Unternehmen.“
- Xencor meldete vielversprechende Phase-1-Daten zu einem Nierenkrebs-Hoffnungsträger.
- Die Aktie gehörte zu den größten Gewinnern des Kongresses.
- Döbke empfiehlt eine Beobachtung, keine unmittelbare Kaufentscheidung.
Döbke sieht bei Tango Therapeutics im Bereich Bauchspeicheldrüsenkrebs sehr gute Fortschritte und erwartet weitere Kombinationsdaten mit dem Wirkstoff von Revolution Medicines.
Zitat & Begründung
„Also das ist ein Unternehmen, da im Bereich Bauchspeicheldrüsenkrebs auch sehr gut vorankommt und äußerst vielversprechende Daten jüngst wieder gemeldet hat.“
- Das Unternehmen kommt im Bereich Bauchspeicheldrüsenkrebs gut voran.
- Zuletzt gemeldete Daten seien äußerst vielversprechend gewesen.
- Weitere Kombinationsansätze mit Revolution Medicines stehen aus.
Döbke hebt hervor, dass das Prostatakrebsmittel Nubeca mit rund einer Milliarde Euro Quartalsumsatz die wegbrechenden Erlöse von Xarelto und Eylea teilweise kompensiert.
Zitat & Begründung
„Nubeka schafft es eben unter anderem, da diese wegbrechenden Einnahmen mit zu kompensieren.“
- Nubeca ist inzwischen Bayers neuer Topseller.
- Xarelto und Eylea verlieren sukzessive ihren Patentschutz.
- Eine Indikationserweiterung in frühere Krankheitsstadien könnte weitere Erlöse bringen.
Abgeraten
Döbke rät Anlegern, bei BioNTech vorerst von außen zuzusehen, weil der geplante Ausstieg der Gründer und die Darmkrebs-Studienpleite Vertrauen beschädigt haben.
Zitat & Begründung
„Und hier sollten Anleger jetzt vorerst mal ein bisschen von außen zusehen, wie sich das Ganze weiterentwickelt.“
- Die Gründer wollen ein neues Unternehmen aufsetzen; unklar ist, welche Projekte mitgehen.
- Der Abbruch der Darmkrebsstudie hat Vertrauen gekostet.
- Die Lungenkrebsdaten zu BNT327/Pumitamig seien vielversprechend, aber weitere Daten nötig.
Döbke hält trotz positiver Phase-3-Daten weiterhin viel Fantasie in der Aktie eingepreist und mahnt zur Euphoriebremse, da Moderna bei anderen Tumorarten erst noch liefern muss.
Zitat & Begründung
„Also meiner Meinung nach ist weiterhin sehr viel Fantasie bei der Moderna Aktie eingepreist.“
- Die Phase-3-Daten zum personalisierten Krebsimpfstoff sind gut, waren aber so erwartet.
- Der Kurs hat seit August massiv Fantasie eingepreist, auch nach dem Rücksetzer.
- Bei Darm-, Bauchspeicheldrüsen- oder Lungenkrebs liegen die Hürden höher.
Döbke sieht in Merck & Co. ein strukturelles Problem, weil die Kernpatente von Keytruda ab 2028 auslaufen und Biosimilar-Wettbewerb erheblichen Margendruck bringt.
Zitat & Begründung
„das Patent beziehungsweise wichtige Kernpatente laufen so ab 2028 aus. Das heißt, der Markt wird dann für die Biosimilar Konkurrenz eröffnet und das bedeutet erheblichen Margendruck.“
- Keytruda macht knapp die Hälfte der Konzernerlöse aus.
- Ab 2028 laufen wichtige Kernpatente aus, der Markt wird für Biosimilars geöffnet.
- Kombitherapien sollen neue Umsatzströme bringen, das senkt das Risiko nur teilweise.
Wall Street mit Markus Koch: AI-Übernahme und Öl-Rücklauf helfen. Midterms und Apple im Fokus.
Markus Koch sieht in einem diplomatischen Ende des Iran-Konflikts den entscheidenden Kurstreiber für Aktien und Öl und erwartet nach den Midterms eher einen kaufenswerten Rücksetzer als einen Crash. Bei Google macht er enttäuschende Search-Umsätze und die Konkurrenz durch AI-Agenten als Kernproblem aus, während er Amazons Logistik als Schutz vor dieser Disruption wertet. Vor den Apple-Zahlen nennt er die hohe Bewertung als Haken.
Empfohlen
Koch hält Amazons Logistikinfrastruktur für einen immensen Vorteil, der das Unternehmen vor einer Verdrängung durch AI-Agenten im Shopping schützt.
Zitat & Begründung
„diese extrem gute Logistik von Amazon schützt das Unternehmen Stück weit vor dieser möglichen Umverteilung oder vor einem möglichen Verlust an Marktanteilen“
- Der Markt sorge sich, dass AI-Agenten das Einzelhandelsgeschäft von Amazon disruptieren.
- Amazon habe mit der Logistikinfrastruktur einen immensen Vorteil.
- Diese Logistik schütze vor Marktanteilsverlusten in dem Segment.
Koch hält ein diplomatisches Ergebnis im Iran-Konflikt nach erneuten US-Angriffen für klar bullish – für den Aktienmarkt und für Öl.
Zitat & Begründung
„wenn Basisszenario ist, die USA greifen den Iran an, dann wäre jegliches diplomatische Ergebnis danach eigentlich sehr bullisch für den Aktienmarkt und für Öl“
- Basisszenario sei, dass die USA den Iran nach den Midterms erneut angreifen.
- Komme es danach zu einer diplomatischen Lösung, sei das sehr bullisch für Aktien und Öl.
- Aktuell notiert WTI rund sechseinhalb Prozent im Minus bei 97 Dollar.
Abgeraten
Koch sieht bei Google das Kernproblem in seit zwei Quartalen enttäuschenden Search-Umsätzen und der Gefahr, dass AI-Agenten das Kerngeschäft angreifen.
Zitat & Begründung
„das Kerndilemma ist die Tatsache, dass die Search Umsätze seit 2 Quartalen enttäuschen und auch im laufenden Quartal sollen sie enttäuschen“
- Die Search-Umsätze enttäuschen seit zwei Quartalen, auch für das laufende Quartal erwartet er das.
- Zunehmend könnten AI-Agenten das Kerngeschäft angreifen.
- Selbst Meldungen zu verbesserten Gemini-Fähigkeiten treiben die Aktie kaum.
Koch sieht bei Apple hohe Erwartungen und eine hohe Bewertung als Belastung – darin liege der Haken vor den Zahlen am Abend.
Zitat & Begründung
„Die Erwartungshaltung hängt hoch und die Bewertung ist hoch. Das ist der Haken bei Apple.“
- Die Erwartungshaltung an die Zahlen sei hoch.
- Gleichzeitig sei die Aktie hoch bewertet.
- Ob höhere iPhone-Preise schwächere Volumina ausgleichen, sei offen.
Handelsblatt Today: Geheimer Entwurf: So könnte Reiches Spritpreisdeckel aussehen | Warum sich Aktionäre jetzt von der Commerzbank abwenden
Bankenreporter Andreas Kröner zeichnet die Sorgen institutioneller Anleger zur geplanten UniCredit-Übernahme der Commerzbank nach: grundlegender Umbau, sinkende Ausschüttungen, fehlende Übernahmeprämie und ein möglicher DAX-Abstieg. Union Investment, Deka und DWS haben ihre Anteile laut den Daten bereits deutlich reduziert. Laura Delamott sieht Apples geringe KI-Investitionen im Marktbericht inzwischen als Vorteil; die Kaufempfehlung für Aixtron stammt von der Investmentbank Kepler Cheuvreux.
Empfohlen
Die geplante Einbringung der HVB in die Commerzbank hält Kröner aus Sicht der UniCredit-Aktionäre für sinnvoll, weil sie die Kapitalquote schont.
Zitat & Begründung
„Also für die Aktionäre der Unicredit wäre das sicherlich ein sinnvoller Schritt.“
- UniCredit erwägt, die HVB als Sacheinlage in die Commerzbank einzubringen.
- Der Anteil an der deutschen Einheit stiege so auf rund 70 Prozent.
- Die Kapitalquote der UniCredit würde dadurch nicht stark belastet.
Delamott sieht Apples geringe KI-Investitionen inzwischen als Vorteil, da die Aktie nicht unter den hohen KI-Kapitalausgaben der anderen Tech-Konzerne leidet.
Zitat & Begründung
„Apple wurde ja mal lange Zeit kritisiert, dass sie nicht so viel in KI investieren und das ist jetzt son bisschen ein Vorteil.“
- Alphabet, Meta und Amazon brachen nach hohen KI-Investitionen ein.
- Apple wurde lange für wenig KI-Ausgaben kritisiert.
- Nun gilt das laut Delamott als relativer Vorteil.
Abgeraten
Für Commerzbank-Aktionäre überwiegen laut Kröner kurzfristig die Risiken: Umbau, sinkende Gewinne und Ausschüttungen, keine Übernahmeprämie, möglicher DAX-Abstieg.
Zitat & Begründung
„Für die verbliebenen Aktionäre der Commerzbank wär es dagegen nicht sonderlich attraktiv“
- UniCredit will die Commerzbank umbauen und später die HVB einbringen.
- Für Commerzbank-Aktionäre gibt es dann wohl keine klassische Übernahmeprämie.
- Ob sie am langfristigen Erfolg teilhaben, sei laut Kröner offen.
Mission Money: Börse atmet durch vor den US-Wahlen & der 100-Milliarden-Deal den niemand feiert
Peter Blöd (Mission Money Daily) bleibt mit Blick auf die US-Zwischenwahlen gelassen und verweist auf die historische Statistik: Der S&P 500 lag seit 1950 sechs und zwölf Monate nach Midterms im Plus. Die Rivian-Kaufgelegenheit verweist er nur auf eine UBS-Studie, ohne sie sich zu eigen zu machen. Ansonsten dominieren Nachrichten: Oracle unter Druck wegen neuer Aktien- und Anleiheemission, Alstom bricht nach der zweiten Prognosesenkung ein, Ryanair kommt mit Sparplänen an der Börse gut an.
Empfohlen
Verweist auf die historische Statistik: Der S&P 500 lag seit 1950 sechs und zwölf Monate nach den Midterms immer im Plus, deshalb erwartet er keinen größeren wahlbedingten Ausverkauf.
Zitat & Begründung
„Also was soll da jetzt groß passieren? Politische Börsen haben kurze Beine, gibt kaum eine Phrase, die so zuverlässig zutreffend ist.“
- Seit 1950 stand der S&P 500 sechs und zwölf Monate nach den Midterms ausnahmslos im Plus.
- Politische Börsen haben kurze Beine – Wahlergebnisse belasten Aktien meist nur kurz.
- Er sieht deshalb keinen Anlass, wegen der Zwischenwahlen nervös zu werden.
OHNE AKTIEN WIRD SCHWER: Palantir boomt. Apple ist ok, Island-Therme-IPO, Alstom-Crash, Hotel-Aktien-Boom, Anthropic verliert
Noah Leidinger sieht Alstom nach dem erneuten Kurssturz und dem negativen Cashflow langfristig belastet, weil der Zugbauer Assets verkaufen oder teures Kapital aufnehmen muss. Apple bewertet er nach soliden Zahlen als teuer, Palantir trotz starken Wachstums als sehr hoch bewertet – das Hundertfache des Nachsteuergewinns sei nur bei anhaltendem Wachstum in zwei Jahren moderat. Sprecher 2 hebt bei Marriott und Hilton das asset-light-Modell positiv hervor, verweist aber auf die überdurchschnittlich hohen Bewertungen.
Empfohlen
Sprecher 2 sieht das Asset-light-Modell mit Marken und Bonuspunkten als widerstandsfähig und verweist auf die angehobene Prognose, warnt aber vor der hohen Bewertung.
Zitat & Begründung
„Das hat sich dieses Jahr eben ausgezahlt, denn der hohe Ölpreis trifft die beiden kaum.“
- Marriott besitzt die meisten Hotels nicht, sondern kassiert Gebühren von Investoren.
- Die höheren Energiekosten treffen die Hotelbesitzer, nicht den Markenkonzern.
- Die Zahlen liefen gut und die Prognose wurde angehoben, die Aktie ist aber nicht günstig.
Sprecher 2 hält das Hilton-Geschäftsmodell für robust und den Verkauf von CFO-Aktien nur für ein kleines Warnsignal, sieht die Aktie aber auf hohem Bewertungsniveau.
Zitat & Begründung
„Bei Hilton ist es ähnlich. Genau das hat sich dieses Jahr eben ausgezahlt, denn der hohe Ölpreis trifft die beiden kaum.“
- Hilton arbeitet wie Marriott asset-light und ist weniger direkt von Energiekosten betroffen.
- Der CFO verkaufte Aktien für über 50 Mio. Dollar, hält aber weiter Papiere im Wert von über 100 Mio. Dollar.
- Die Aktie ist mit dem 36-Fachen des erwarteten Gewinns teuer.
Leidinger sieht Palantir extrem stark wachsen, nennt die Bewertung mit dem Hundertfachen des Nachsteuergewinns aber sehr hoch; nur bei anhaltendem Wachstum sei sie in zwei Jahren moderat.
Zitat & Begründung
„Aber man muss auch sagen, die Firma wächst extrem stark.“
- Palantir wuchs zuletzt 96 Prozent und hob die Jahresprognose an.
- Die Bewertung liegt beim Hundertfachen des erwarteten Nachsteuergewinns.
- Bei anhaltender Verdopplung des Gewinns wäre das KGV in zwei Jahren nur noch etwa 25.
Abgeraten
Der Kurssturz könnte übertrieben wirken, doch Leidinger sieht Alstom durch Verluste und Schulden zu Asset-Verkäufen oder teurer Kapitalaufnahme gezwungen, was langfristig schadet.
Zitat & Begründung
„Aber das Problem ist, dass Alstom, mit diesen Verlusten und den Schulden, die sie schon haben, umzugehen, jetzt zum Beispiel Dinge verkaufen muss“
- Alstom verbrennt dieses Jahr über 1,5 Mrd. Euro Cashflow.
- Das Projekt für Regionalzüge in Baden-Württemberg führt zu Verzögerungen und Strafzahlungen.
- Um die Schulden zu stemmen, müssen Assets verkauft oder teures Kapital aufgenommen werden.
Leidinger nennt die Zahlen okay, hält Apple aber für teuer bewertet; die Aktie reagierte nach Börsenschluss kaum.
Zitat & Begründung
„Alles in allem also Zahlen, die okay waren, aber Apple ist auch teuer bewertet.“
- Apple wuchs zuletzt 12 Prozent, nach 16 Prozent im Vorquartal.
- Umsatz und iPhone-Geschäft übertrafen teils die Erwartungen, China blieb schwach.
- Trotz solider Zahlen sei die Aktie teuer bewertet.
Alles auf Aktien: Tückische Rekorde bei Apple und die Gewinner-Aktien der Midterms
Daniel Eckert sieht keinen Anlass, wegen der Midterms aus Aktien auszusteigen – wer einen MSCI-World-ETF bespart, soll den Sparplan weiterlaufen lassen. Apple legte Rekordzahlen vor, enttäuschte aber mit dem Ausblick auf das Weihnachtsquartal, die Aktie gab nachbörslich nach. In der KI-Branche wächst die Skepsis: Oracle verlor nach einer geplanten 20-Milliarden-Kapitalerhöhung 8,8 Prozent, Marvell 12,7 Prozent nach der Übernahme von Lumentum in Aktien, Alstom brach nach gesenktem Margenziel rund 30 Prozent ein.
Empfohlen
Der Sprecher sieht keinen Anlass, wegen der Midterms aus Aktien auszusteigen – wer einen MSCI-World-ETF bespart, soll den Sparplan einfach weiterlaufen lassen.
Zitat & Begründung
„Wenn ihr also heute Nacht wachlegt und die Ergebnisse verfolgt, euer Sparplan, der darf ruhig weiterschlafen.“
- US-Zwischenwahlen und mögliche Machtverschiebung sorgen kurzfristig für Unsicherheit an den Märkten.
- Ein Ausstieg wegen der Midterms lässt sich aus den historischen Daten kaum begründen.
- Wer MSCI World bespart, ist ohnehin zu rund 72 Prozent in US-Aktien investiert – der Sparplan darf weiterlaufen.
Erichsen Geld & Gold: Korrektur! Wird es noch schlimmer?
Lars Erichsen sieht KI- und KI-Infrastruktur-Aktien in einer scharfen Korrektur und hält weitere Kursrückgänge für möglich, das Chance-Risiko-Verhältnis für neue Käufe aber für verbessert. Etablierte Hyperscaler wie Amazon, Alphabet und Microsoft seien finanziell robuster als kapitalintensive Neo-Clouds wie CoreWeave; bei Halbleitern wie Micron und SK Hynix könne die Verkaufswelle übertrieben sein. Seine Cash-Quote liegt über 50 Prozent, die er einsetzen will.
Empfohlen
Erichsen sieht Amazon als Marktführer mit stark wachsendem Cloud-Geschäft AWS und realer KI-Nachfrage; die Bewertungskorrektur verbessere das Chance-Risiko-Verhältnis.
Zitat & Begründung
„Amazon hat zuletzt, wenn der Marktführer, der in einem Umfang Geld verdient wie kein anderer, eine Cloud Sparte hat AWS, die 39 Prozent wächst“
- AWS wächst laut Erichsen um 39 Prozent.
- Amazon verdiene wie kein anderer und habe einen weit reichenden Auftragsbestand.
- Die jüngste Bewertungskorrektur mache neue Käufe interessanter.
Erichsen zählt Alphabet zu den etablierten Hyperscalern mit hohen laufenden Einnahmen und direktem Kundenzugang; dadurch sei die Finanzierung der KI-Investitionen solider als bei Neo-Clouds.
Zitat & Begründung
„Amazon Alphabet, Microsoft, Meta, Meta nur zum Teil, das sind aber etablierte Geschäftsmodelle, das sind hohe laufende Einnahmen, die haben direkten Zugang zu ihren Kunden.“
- Alphabet wird als etablierter Hyperscaler genannt.
- Hohe laufende Einnahmen und Kundenzugang ermöglichten Investitionen aus dem operativen Geschäft.
- Das senke das Risiko im Vergleich zu kapitalintensiven Neo-Clouds.
Erichsen sieht Nvidia als Lieferant der für den KI-Ausbau nötigen Technologie; Umsätze und Gewinne stiegen erheblich, die Verkaufswelle könne übertrieben sein.
Zitat & Begründung
„Nvidia, Broadcom, Marvel, Micron, Eskhinex, die liefern die Technologie, für die für den Ausbau der KI Infrastruktur gebraucht wird. Und die Umsätze und Gewinne steigen heute erheblich.“
- Nvidia liefere Technologie für den Ausbau der KI-Infrastruktur.
- Umsätze und Gewinne der Halbleiterhersteller stiegen heute erheblich.
- Die deutliche Korrektur könne deshalb übertrieben sein.
Erichsen sieht Micron von KI-Nachfrage und deutlich verbesserten Speicherpreisen profitieren; die jüngste Verkaufswelle könne übertrieben sein.
Zitat & Begründung
„Micron oder SK Heinex profitieren ja nicht nur von der Nachfrage, sondern von 1, na sagen wir mal, erheblich verbesserten Preisgestaltung.“
- Micron profitiere von der Nachfrage nach Hochleistungsspeicher.
- Zusätzlich hätten sich die Speicherpreise deutlich verbessert.
- Erichsen hält die Verkaufswelle deshalb für möglicherweise übertrieben.
Erichsen sieht SK Hynix wie Micron von der KI-Nachfrage und verbesserten Speicherpreisen profitieren; die Korrektur könne übertrieben sein.
Zitat & Begründung
„Micron oder SK Heinex profitieren ja nicht nur von der Nachfrage, sondern von 1, na sagen wir mal, erheblich verbesserten Preisgestaltung.“
- SK Hynix profitiere von der Nachfrage nach Hochleistungsspeicher.
- Zusätzlich hätten sich die Speicherpreise deutlich verbessert.
- Erichsen hält die Verkaufswelle deshalb für möglicherweise übertrieben.
Erichsen nennt Microsoft einen etablierten Hyperscaler; Azure wachse 48 Prozent, und die KI-Investitionen seien aus dem operativen Geschäft finanzierbar.
Zitat & Begründung
„Amazon Alphabet, Microsoft, Meta, Meta nur zum Teil, das sind aber etablierte Geschäftsmodelle, das sind hohe laufende Einnahmen, die haben direkten Zugang zu ihren Kunden.“
- Microsoft wird zu den etablierten Hyperscalern gezählt.
- Azure wächst laut Erichsen um 48 Prozent.
- Die Finanzierung der KI-Investitionen sei dadurch solider als bei Neo-Clouds.
Erichsen sieht Broadcom als Lieferant der für den KI-Ausbau nötigen Technologie; Umsätze und Gewinne stiegen erheblich, die Verkaufswelle könne übertrieben sein.
Zitat & Begründung
„Nvidia, Broadcom, Marvel, Micron, Eskhinex, die liefern die Technologie, für die für den Ausbau der KI Infrastruktur gebraucht wird. Und die Umsätze und Gewinne steigen heute erheblich.“
- Broadcom liefere Technologie für den Ausbau der KI-Infrastruktur.
- Umsätze und Gewinne der Halbleiterhersteller stiegen heute erheblich.
- Die deutliche Korrektur könne deshalb übertrieben sein.
Erichsen sieht Marvell als Lieferant der für den KI-Ausbau nötigen Technologie; Umsätze und Gewinne stiegen erheblich, die Verkaufswelle könne übertrieben sein.
Zitat & Begründung
„Nvidia, Broadcom, Marvel, Micron, Eskhinex, die liefern die Technologie, für die für den Ausbau der KI Infrastruktur gebraucht wird. Und die Umsätze und Gewinne steigen heute erheblich.“
- Marvell liefere Technologie für den Ausbau der KI-Infrastruktur.
- Umsätze und Gewinne der Halbleiterhersteller stiegen heute erheblich.
- Die deutliche Korrektur könne deshalb übertrieben sein.
Abgeraten
Erichsen hält die starken Kursverluste bei Neo-Clouds wie CoreWeave nicht für übertrieben, weil das Modell sehr kapitalintensiv ist und stark von externer Finanzierung abhängt.
Zitat & Begründung
„Deswegen kann man auch nicht sagen, dass 50 oder 70 Prozent Kursverlust beim Neo Cloud übertrieben sind.“
- Neo-Clouds müssten GPUs, Stromanschlüsse und Rechenzentren finanzieren.
- Steigende Finanzierungskosten und vorsichtigere Investoren belasteten besonders stark.
- Deshalb seien 50 bis 70 Prozent Kursverlust nicht zwingend übertrieben.
Fazit
Die Podcasts liefern kein einheitliches Bild: Während Erichsen die KI-Korrektur als Einstiegschance sieht, warnen Koch und Leidinger vor hohen Bewertungen bei Apple und Palantir. Bei Alstom überwiegt die Skepsis, bei Biotech gehen die Einschätzungen auseinander. Auffällig ist, dass mehrere Sprecher historische Statistiken zu den Midterms als Argument nutzen – das ist eine Wahrscheinlichkeitsaussage, keine Garantie. Es handelt sich durchweg um die Meinungen der Podcast-Sprecher, nicht um Tatsachen oder Empfehlungen der Redaktion.
Selbst investieren
Aktien, ETFs und Kryptowährungen in einer App – bei Bitpanda schon ab 1 €.
Hinweis: Dieser Artikel fasst automatisiert ausgewertete Aussagen aus Podcast-Folgen zusammen und kann Fehler enthalten. Er gibt die Meinungen der Podcast-Sprecher wieder, nicht die von Block-Builders.de, und ist keine Anlageberatung. Alle Zitate mit Zeitmarke findest du im Podcast-Radar.