In 35 ausgewerteten Folgen der vergangenen Woche tauchen Gold, Alphabet, SAP, Nvidia und Meta je dreimal als Empfehlung auf. Am häufigsten abgeraten wird dagegen von CoreWeave (vier Podcasts) und Tesla (drei Podcasts). Auffällig: Nvidia und Meta stehen gleichzeitig auf beiden Listen.
Meistempfohlen und meistgewarnt
Am häufigsten empfohlen
Gold3 PodcastsAlphabet (Google)3 PodcastsSAP3 PodcastsNvidia3 PodcastsMeta3 PodcastsS&P 5002 PodcastsVanguard FTSE Global All Cap ETF2 PodcastsSiemens2 Podcasts
Am häufigsten abgeraten
CoreWeave4 PodcastsTesla3 PodcastsAnthropic2 PodcastsMeta2 PodcastsNvidia2 PodcastsNeo-Cloud-BetreiberLindt & SprüngliFranzösische Aktien und Anleihen
Was die Podcasts diese Woche bewegt
Die Themen der Woche sind breit gestreut: Gold als Absicherung, US-Techkonzerne als Wachstumskern und globale Aktien-ETFs als kostengünstige Basis. Marc Faber (Bulle & Mensch) begründet Gold mit Gelddruck und politischen Risiken und rät zu physischem Besitz außerhalb des Bankensystems. Bei den ETFs nennt Johannes Lorenzen (echtgeld.tv) den Vanguard FTSE Global All Cap mit 0,07 Prozent Kosten pro Jahr und den Invesco MSCI World mit 0,05 Prozent. Bei den Einzelaktien setzen Klaus Matzia (Money Train – DER AKTIONÄR) und Thomas Rappold (Deffner & Zschäpitz) auf große Technamen, allerdings mit unterschiedlicher Begründung: Matzia verweist auf Geschäftsfelder wie autonomes Fahren und KI in der Medizin, Rappold auf Bewertung und Full-Stack-Position.
Widersprüche gibt es mehrere. Nvidia und Meta werden je dreimal empfohlen und je zweimal abgelehnt – die Sprecher bewerten dieselben Werte also gegensätzlich. CoreWeave ist mit vier Ablehnungen der klarste Konsens im Negativen; Rappold nennt das Geschäftsmodell nicht einzigartig, hoch verschuldet und ohne echte Kundenbindung. Bei SpaceX fällt auf, dass Matzia einen Kauf als Aktionär erwägt, obwohl das Unternehmen nicht börsennotiert ist – das ist eine Meinung, keine umsetzbare Empfehlung. Saidi Sulilatu (Finanzen ganz einfach) rät davon ab, den Notgroschen in Schweizer Franken zu halten, weil der Sicherheitsbaustein keine Wechselkursrisiken tragen soll. Volker Schilling (Asset Class) hält seinen eigenen Human Intelligence Fund trotz hoher Kosten für überlegen – hier ist die Interessenlage offen: Er bewertet ein Produkt, das er selbst verwaltet.
Die klaren Empfehlungen der Woche
Faber rät, Gold physisch, außerhalb des Bankensystems und über mehrere Rechtsräume verteilt zu halten – als Schutz in einem Umfeld von Gelddruck und politischen Risiken.
Zitat & Begründung
„Sie sollten Gold halten, sagen wir, bei sich und in einem Tresor und außerhalb des Bankensystems, aber in verschiedenen Rechtslage, also in verschiedenen Ländern.“
- Edelmetalle seien als Wertspeicher interessant
- Papiergold und reine Banklagerung lehnt er ab
- Lagerung in Tresoren außerhalb des Bankensystems, verteilt auf mehrere Länder
Der globale All-Cap-ETF kostet nur 0,07 Prozent pro Jahr, enthält Industrie- und Schwellenländer samt Small Caps und unterbietet die Konkurrenz deutlich.
Zitat & Begründung
„Jetzt kriegst Du da von Vanguard so ein Produkt hingestellt. Ja, muss man sagen, einfach gut.“
- 0,07 Prozent TER sind weniger als die Hälfte des bisherigen All-World-Angebots
- Enthält Large, Mid und Small Caps aus Industrie- und Schwellenländern
- In gut zwei Monaten kamen über 3 Milliarden in die Anteilsklasse
Mit 0,05 Prozent TER ist der Invesco MSCI World der günstigste ETF auf den Index; für Röhl führt an ihm als Kernbaustein kein Weg vorbei.
Zitat & Begründung
„Das ist nicht alleinstehend, aber 1 der günstigsten. Also es gibt keinen ETF, der günstiger ist als dieser Invesco MSCI World ETF.“
- 0,05 Prozent pro Jahr, kein MSCI-World-ETF ist günstiger
- Deckt die Industrieländer ab, den zentralen Baustein jedes globalen Portfolios
- Wegen rund 70 Prozent USA ergänzt Röhl ihn um einen Ex-USA-ETF
Sieht Nvidia als eines von zwei absolut spannenden Unternehmen und würde an schwachen Tagen schrittweise weiter Aktien kaufen.
Zitat & Begründung
„Für mich gibt's einfach 2 Unternehmen, die ich absolut spannend finde. Das ist einmal ganz klar NVIDIA und ich würde peu à peu an schwachen Tagen einfach weiter NVIDIA Aktien kaufen.“
- Nennt Nvidia als eines von zwei absolut spannenden Unternehmen.
- Verweist auf die Begeisterung für KI und Nvidia-Chips in Berlin.
- Will die Aktie an schwachen Tagen peu à peu weiter kaufen.
Empfiehlt Alphabet als Tipp, da Google auf Smartphones präsent sei, beim autonomen Fahren Tesla Konkurrenz mache und KI in der Medizin erforsche.
Zitat & Begründung
„Und einen anderen Tipp, den ich nach wie vor sage, ich war auf einigen Anlegertagen, ich hab auch mit einigen institutionellen Investoren in den letzten Tagen gesprochen. Ich würde mir Alphabet, die Google Company anschauen.“
- Bezeichnet Alphabet als einen seiner beiden Top-Tipps.
- Verweist auf Google-Präsenz auf Android- und Apple-Smartphones.
- Sieht Google zudem beim autonomen Fahren und bei KI in der Medizin vorn.
Würde als Aktionär SpaceX kaufen und an schwachen Tagen Stücke einsammeln; die KI- und Musk-Story bleibt für ihn eine Wachstumsstory.
Zitat & Begründung
„Und wenn ich noch nicht drin bin, dann würd ich mal ab und zu schwache Tage nutzen, ein paar einzusammeln.“
- Erinnert an die frühere SpaceX-Empfehlung und die Rendite seit dem Börsengang.
- Hält KI und Elon Musk weiter für eine der großen Wachstumsstorys.
- Würde als Aktionär an schwachen Tagen SpaceX-Aktien einsammeln.
Alphabet sei unter den Magnificent 7 der stärkste Wert – Full-Stack von Chips über Cloud bis zu Milliarden-Apps, günstig bewertet; er kauft in Schwächephasen weiter zu.
Zitat & Begründung
„ich kaufe immer wieder wie in der Schwächephase, wie vor 2 Jahren habe ich massiv zugekauft und zwar siebenstellig“
- Alphabet sei vom Unterseekabel über eigene Chips und Rechenzentren bis Gmail und YouTube voll integriert.
- Auf Kurs-Gewinn- und Kurs-Cashflow-Basis sei der Wert der günstigste der Magnificent 7.
- Er hat in der Schwächephase siebenstellig zugekauft und will die Position 5 bis 10 Jahre halten.
Apple setze KI am Endgerät um und verkaufe dadurch mehr Hardware; die Aktie gehört zu seinen größten Positionen, den neuen Hardware-CEO hält er für stark.
Zitat & Begründung
„Also das sind bei mir die 2 größten Positionen. Ich habe beide im Depot in herausragender Weise, also gehören zu den Top 5 Werten bei mir im Depot“
- Apple kaufe Sprachmodelle bei Alphabet ein, statt hohe Trainingskosten selbst zu tragen.
- Eigene, auf Edge-KI optimierte Prozessoren dürften den Geräteabsatz befeuern.
- Apple gehört bei ihm zu den Top-5-Positionen im Depot.
ASML sei weltweit dominierender Anbieter von Belichtungsmaschinen mit dauerhaft hoher Marge; er ist seit 30 Jahren investiert und sieht die Chipnachfrage weiter hoch.
Zitat & Begründung
„Bei ASML bin ich seit 30 Jahren dabei, seit die von Philips worden sind, bin ich da sehr früh eingestiegen“
- ASML habe als dominierender Anbieter dauerhaft hohe Margen, anders als Speicherhersteller.
- Selbst eine Bereinigung bei Neo-Clouds senke die Nachfrage nach ASML-Maschinen nicht.
- Er ist seit dem Spin-off von Philips vor rund 30 Jahren investiert.
Von Neo-Cloud-Anbietern wie CoreWeave rät er ausdrücklich ab – das Geschäftsmodell sei nicht einzigartig, hoch verschuldet und ohne echte Kundenbindung.
Zitat & Begründung
„Ich würde die Finger davon lassen“
- Neo-Clouds stellten nur Hallen mit gekauften Nvidia-Rechnern hin, das sei kein Burggraben.
- Die Hebelwirkung über Kredite hält er für gefährlich.
- Er habe in keinem Portfolio einen Neo-Cloud-Anbieter und würde die Finger davon lassen.
Saidi rät klar davon ab, den Notgroschen in Schweizer Franken zu halten, weil der Sicherheitsbaustein keine Wechselkursrisiken enthalten soll.
Zitat & Begründung
„Nein, würd ich auf gar keinen Fall machen. Muss man ganz klar ganz klar sagen.“
- Der Notgroschen gehört in eine sichere Anlage ohne Währungsschwankungen.
- Währungsspekulation sei ein separates Thema und dafür ungeeignet.
- Sein Rat: sicheres Tagesgeldkonto in Euro.
Schilling hält seinen Fonds trotz hoher Kosten für überlegen, weil er die besten Ideen von 190 ausgewerteten Fondsmanagern in 32 Titeln bündelt.
Zitat & Begründung
„Und das Schöne ist, dass wir trotz dieser Kosten den MSCI World in den letzten 5 Jahren über 50 Prozent outperformt haben.“
- Der Fonds hat den MSCI World in fünf Jahren nach Kosten um über 50 Prozent geschlagen.
- Konzept: die stärksten Übergewichte der besten aktiven Manager werden kopiert und gescort.
- Die hohe TER von 2,39 Prozent sei durch Umschlagshäufigkeit und Ertrag gerechtfertigt.
Gewinner und Verlierer seit der Empfehlung
Seit der jeweiligen Empfehlung am besten entwickelt haben sich Monday.com mit plus 26,4 Prozent und tonies mit plus 24,0 Prozent. Beide Werte wurden zum Kauf empfohlen; einzelne Kursverläufe sind jedoch Momentaufnahmen und kein Beleg für Treffsicherheit.
| Wert | Einschätzung | Podcast | Seit Folge |
|---|---|---|---|
| Seagate Technology | Verkaufen | Wall Street mit Markus Koch | -33,3 % |
| Monday.com | Kaufen | Doppelgänger Tech Talk | +26,4 % |
| Western Digital | Verkaufen | Wall Street mit Markus Koch | -25,5 % |
| tonies | Kaufen | Alles auf Aktien | +24,0 % |
| Applied Digital | Verkaufen | Wall Street mit Markus Koch | -23,4 % |
| Securitize | Kaufen | Alles auf Aktien | -53,1 % |
| IREN | Kaufen | Alles auf Aktien | -40,3 % |
| Hyperliquid Strategies | Kaufen | Alles auf Aktien | -27,0 % |
| Hyperliquid Strategies | Kaufen | Alles auf Aktien | -26,2 % |
| CoreWeave | Kaufen | Alles auf Aktien | -22,2 % |
Trefferquote der Podcasts
Wie haben sich die klaren Kauf- und Verkaufsempfehlungen entwickelt? Gemessen wird der Kurs 7 Tage nach der Folge gegenüber dem letzten Schlusskurs vor der Veröffentlichung – bei „Verkaufen“ zählt ein fallender Kurs als Treffer. Eine Trefferquote zeigen wir erst ab 20 gemessenen Empfehlungen, vorher ist sie nicht aussagekräftig.
| Podcast | Gemessen | Trefferquote | Ø Entwicklung |
|---|---|---|---|
| Alles auf Aktien | 39 / 48 | 54 % | -0,3 % |
| Bulle & Mensch | 21 / 23 | 48 % | -0,9 % |
| Deffner & Zschäpitz | 18 / 27 | noch 2 Messungen nötig | – |
| Money Train – DER AKTIONÄR | 9 / 11 | noch 11 Messungen nötig | – |
| Asset Class | 6 / 6 | noch 14 Messungen nötig | – |
| Erichsen Geld & Gold | 4 / 4 | noch 16 Messungen nötig | – |
| Marktgeflüster | 4 / 5 | noch 16 Messungen nötig | – |
| Doppelgänger Tech Talk | 3 / 3 | noch 17 Messungen nötig | – |
| echtgeld.tv | 3 / 3 | noch 17 Messungen nötig | – |
| Leben mit Aktien | 2 / 2 | noch 18 Messungen nötig | – |
| Finanzen ganz einfach | 2 / 3 | noch 18 Messungen nötig | – |
| Mission Money | 1 / 1 | noch 19 Messungen nötig | – |
| Wall Street mit Markus Koch | 0 / 1 | noch 20 Messungen nötig | – |
Fazit
Die Woche zeigt einen breiten Konsens bei Gold und globalen ETFs sowie klare Skepsis gegenüber CoreWeave. Bei Nvidia und Meta widersprechen sich die Podcasts – wer daraus eine Position ableiten will, muss die jeweilige Begründung prüfen. Alle genannten Empfehlungen sind Meinungen der Sprecher, keine Tatsachen und keine Anlageempfehlung.
Alle Folgen, Zitate und Zeitmarken findest du im Podcast-Radar.
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