In zehn Folgen deutscher Finanz-Podcasts seit dem 3. November 2026 dreht sich fast alles um die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und um die Frage, ob der Ausverkauf bei Alphabet und Palantir übertrieben war. Am klarsten positioniert sich Deffner & Zschäpitz mit Alphabet als Mag7-Favoriten. Daneben stehen zwei sehr unterschiedliche Blicke auf den geplanten Anthropic-Börsengang – von Zeichnungsabsicht bis Bewertungsobergrenze.
Auf einen Blick: Empfehlungen und Warnungen
| Asset | Einschätzung | Podcast | Sprecher |
|---|---|---|---|
| Altersvorsorgedepot | Kaufen | Finanzen ganz einfach | Saidi Sulilatu |
| Weltweite Aktien-ETFs | Kaufen | Finanzen ganz einfach | Saidi Sulilatu |
| Festgeld | Kaufen | Finanzen ganz einfach | Saidi Sulilatu |
| Alphabet GOOGL | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| Amazon AMZN | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| Microsoft MSFT | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Holger Zschäpitz |
| BYD BYD | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| XPeng XPEV | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| Gold XAU | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| Silber XAG | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| Vonovia VNA | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| Anthropic | Kaufen | Deffner & Zschäpitz | Holger Zschäpitz |
| S&P 500 | Kaufen | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Netflix NFLX | Kaufen | echtgeld.tv | Christian W. Röhl |
| Anthropic | Kaufen | Doppelgänger Tech Talk | Philipp Klöckner |
| Taiwan ETF | Kaufen | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Timon |
| MSCI World ETF | Kaufen | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
| Geldmarkt-ETF | Kaufen | Alles auf Aktien | Lea Oetchen |
| Kurzlaufende Anleihen und Laufzeit-ETFs | Kaufen | Alles auf Aktien | Lea Oetchen |
| ETF-Rentenversicherung | Meiden | Finanzen ganz einfach | Saidi Sulilatu |
| Apple AAPL | Meiden | Deffner & Zschäpitz | Holger Zschäpitz |
| Meta META | Meiden | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| Offene Immobilienfonds | Meiden | Asset Class | Gerd Kommer |
| Geschlossene Fonds (z. B. Container-Finanzierungen) | Meiden | Asset Class | Gerd Kommer |
| Prediction Markets (Polymarket, Kalshi) | Meiden | Doppelgänger Tech Talk | Philipp Klöckner |
| Nvidia NVDA | Kaufen (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Dietmar Deffner |
| Palantir PLTR | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Shopify SHOP | Kaufen (Tendenz) | Wall Street mit Markus Koch | Markus Koch |
| Apple AAPL | Kaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Thomas Jan |
| Evonik EVK | Kaufen (Tendenz) | Handelsblatt Today | Isabell Wärmke |
| Bayer BAYN | Kaufen (Tendenz) | Mission Money | Peter Blöd |
| Palantir PLTR | Kaufen (Tendenz) | Doppelgänger Tech Talk | Philipp Klöckner |
| Zalando ZAL | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Caro Junker |
| Shopify SHOP | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Caro Junker |
| United Micro Electronics UMC | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Timon |
| ASE Technology ASX | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Timon |
| AMD AMD | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
| S&P 500 | Kaufen (Tendenz) | OHNE AKTIEN WIRD SCHWER | Noah Leidinger |
| Alphabet GOOGL | Kaufen (Tendenz) | Leben mit Aktien | Horst von Buttlar |
| Deutsche Börse DB1 | Kaufen (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| Nasdaq NDAQ | Kaufen (Tendenz) | Leben mit Aktien | Horst von Buttlar |
| General Motors GM | Kaufen (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| Porsche P911 | Kaufen (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| Nestlé NESN | Kaufen (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| Micron MU | Kaufen (Tendenz) | Alles auf Aktien | Lea Oetchen |
| OpenAI | Verkaufen (Tendenz) | Doppelgänger Tech Talk | Philipp Klöckner |
| Tesla TSLA | Meiden (Tendenz) | Deffner & Zschäpitz | Holger Zschäpitz |
| Vermietete Wohnimmobilien in Deutschland | Meiden (Tendenz) | Asset Class | Gerd Kommer |
| Sparbuch / Festgeld | Meiden (Tendenz) | Asset Class | Christian W. Röhl |
| Kryptowährungen | Meiden (Tendenz) | Doppelgänger Tech Talk | Philipp Klöckner |
| Anthropic IPO-Perpetual-ETP (21Shares) | Meiden (Tendenz) | Leben mit Aktien | Christian W. Röhl |
| Schaeffler SHA | Meiden (Tendenz) | Alles auf Aktien | Daniel Eckert |
Alle Folgen und Empfehlungen der letzten Tage findest du in unserem Podcast-Radar.
Was die Podcasts heute bewegt
Einig sind sich mehrere Podcasts, dass die Kursreaktionen auf die Tech-Zahlen stärker von Stimmung als von den Fundamentaldaten getrieben waren: Deffner, Koch und von Buttlar halten den Ausverkauf bei Alphabet für übertrieben, Koch und Junker bewerten die Reaktion bei Shopify ähnlich. Widersprüchlich bleibt das Bild bei Palantir – Koch und Klöckner loben das operative Geschäft, Blöd verweist auf rückläufiges Vertragsvolumen, und keiner der drei nennt einen klaren Einstiegszeitpunkt. Beim Anthropic-Börsengang gehen die Meinungen am weitesten auseinander: Zschäpitz will zeichnen, Klöckner setzt eine Bewertungsobergrenze von 2 Billionen Dollar, Röhl warnt vor einem ETP auf IPO-Perpetuals. Bei Gold und Silber sowie bei China-Autoaktien positioniert sich Deffner als einziger klar optimistisch, während Kommer und Röhl bei Immobilien- und Cash-Produkten vor Risiken warnen.
Finanzen ganz einfach: AV-Depot: Lohnt sich das? (#323)
Saidi Sulilatu hält das geplante Altersvorsorgedepot laut Finanztip-Beispielrechnungen auch für Gutverdiener ohne Kinder für lohnend, weil Zulagen und Steuerrückzahlungen über die Jahre einen Vorteil von 180 bis 400 Euro Netto-Rente pro Monat gegenüber einem reinen ETF-Sparplan ergäben. Von ETF-Rentenversicherungen rät er wegen der teuren Versicherungshülle ab. Bei Immobilienkrediten mit 1 bis 1,5 Prozent Zins nennt er breite Aktien-ETFs oder Festgeld als Alternative zur Sondertilgung, ab etwa 2,5 bis 3 Prozent rät er zur Tilgung.
Empfohlen
Saidi hält das Altersvorsorgedepot auch für Gutverdiener ohne Kinder für lohnend, weil Zulagen und Steuerrückzahlungen über die Jahre einen klaren Vorteil bringen.
Zitat & Begründung
„das Altersvorsorgedepot rechnet sich eben nicht nur für Eltern.“
- In den Rechenbeispielen liegt die Netto-Rente des AV-Depots 180 bis 400 Euro pro Monat über der eines ETF-Sparplans.
- Bei Gutverdienern entsteht der Vorteil vor allem aus der Steuerrückzahlung, die reinvestiert wird.
- Deshalb lohne sich das Produkt nicht nur für Eltern, sondern auch für Teilzeitkräfte und Gutverdiener.
Bei sehr günstiger Immobilienfinanzierung rät Saidi, das Geld stattdessen langfristig – rund 15 Jahre – in breite Aktien-ETFs zu stecken statt zu tilgen.
Zitat & Begründung
„dann kann man durchaus überlegen, ob man das Geld nicht nimmt, kann man in ETFs stecken, dann aber bitte langfristig“
- Wer einen Kredit mit sehr niedrigem Zins von vor 2022 hat, spart durch Sondertilgung kaum.
- Stattdessen kann das Geld langfristig in Aktien-ETFs fließen.
- Voraussetzung ist ein Anlagehorizont von etwa 15 Jahren, passend zur Kreditlaufzeit.
Saidi nennt Festgeld als Alternative zum ETF, wenn der Immobilienkredit niedrig verzinst ist: 3 Prozent Zins sichern und den Zinsvorteil mitnehmen.
Zitat & Begründung
„schließ jetzt ein Festgeld für 3 Prozent, kriegst Du schon im Moment, schließ ich ab und nehm den Zinsvorteil“
- Bei einem günstigen Kredit von 1 bis 1,5 Prozent fällt der Tilgungsvorteil gering aus.
- Stattdessen könne man Festgeld abschließen und den Zinsvorteil einstreichen.
- Das sei eine einfache Alternative zum Aktien-Investment in diesem Szenario.
Abgeraten
Saidi rät von ETF-Rentenversicherungen ab: Entscheidend sei nicht der ETF, sondern die meist zu teure Versicherungshülle.
Zitat & Begründung
„Da wäre ich schon sehr vorsichtig, ne? Weil der Punkt liegt nicht auf ETF, sondern auf Rentenversicherung. Und die meisten, die allermeisten Rentenversicherungen sind halt viel zu teuer“
- Der Punkt liege nicht auf dem ETF, sondern auf der Rentenversicherung.
- Die allermeisten Rentenversicherungen seien viel zu teuer.
- Deshalb sei das in aller Regel keine gute Idee; eher ein Altersvorsorgedepot nutzen.
Deffner & Zschäpitz: Apple, Alphabet, Nvidia & Co – die Mag7 im exklusiven Kaufcheck
Dietmar Deffner bezeichnet Alphabet nach dem Ausverkauf als seinen Mag7-Favoriten und nennt Amazon einen Halten-bis-leichten-Kauf; Holger Zschäpitz hat Alphabet, Microsoft und Amazon im Sparplan und will die Anthropic-Aktie zeichnen. Apple und Meta wollen beide nicht zusätzlich im Depot, Tesla gilt ihnen als astronomisch bewertet. Deffner ist wieder in Gold und Silber eingestiegen, hält BYD und XPeng für ungerechtfertigt abgestraft und vermutet bei Vonovia einen Boden.
Empfohlen
Deffner sieht den Ausverkauf bei Alphabet als übertrieben und hält die Aktie wegen breiter KI-Aufstellung und Other Bets für seinen Mag7-Favoriten.
Zitat & Begründung
„Also ich sag gleich, unter den Maxamen wär jetzt Alphabet wirklich mein Favorit aktuell auf dem Kursniveau.“
- Der Kursrückgang nach den Zahlen sei eine Übertreibung der Sorge vor Selbstkannibalisierung.
- Google sei mit AI Mode wieder erste Anlaufstelle bei der Suche und breit in Chips, Cloud und Biotech aufgestellt.
- Deshalb sei Alphabet für ihn aktuell der Favorit unter den Mag7.
Deffner findet Amazon auf dem Kursniveau interessant und stuft die Aktie als Halten bis leichten Kauf ein, unter anderem wegen AWS und Robotik im Handel.
Zitat & Begründung
„Für Amazon unterm Strich finde ich jetzt auch, dass Amazon durchaus interessant ist.“
- AWS wachse als KI-Motor, der Auftragsbestand sei hoch.
- Robotik und KI könnten die dünnen Handelsmargen verbessern.
- Die Schwäche im Werbegeschäft sei teils Sondereffekten geschuldet.
Zschäpitz hält Microsoft im Sparplan und betrachtet sie als solide, aber nicht als Schnäppchen; Deffner sieht die tiefe Verankerung in Unternehmen als Sicherheit.
Zitat & Begründung
„Dann kommen wir zu Microsoft. Die hab ich im Sparplan, muss ich dazu sagen.“
- Azure wachse 48 Prozent, die operative Marge liege bei 50 Prozent.
- Microsoft sei der einzige Hyperscaler mit positivem Free Cashflow.
- Die Erholung sei aber schon weitgehend gelaufen, daher kein Sonder-Kaufanlass.
Deffner nennt BYD als Bullen der Woche: Absatzplus im sechsten Monat in Folge, getragen von Exporten, zeige Stärke im schwachen chinesischen Markt.
Zitat & Begründung
„Der Buller der Woche geht an jetzt mal 2 Deffner Depotwerte, BYD und Xpeng“
- BYD verkaufte im Oktober rund 490.000 Fahrzeuge, ein Plus von 11 Prozent zum Vorjahr.
- Die Auslandsverkäufe verdoppelten sich, auch der Inlandsabsatz stieg.
- Deffner hält BYD als eigenen Depotwert für aussichtsreich.
Deffner hält XPeng für ungerechtfertigt abgestraft und sieht in Robotern, Robotaxis und Exporten Fortschritte, die der Markt nicht honoriere.
Zitat & Begründung
„grade bei Xpeng oder so meiner Meinung nach, die große Fortschritte machen, die ähnlich aufgestellt sind wie Tesla und die wurden einfach nur verprügelt und Tesla wird jeder Scheiß gekauft“
- Die Aktie sei in diesem Jahr massiv gefallen und habe Tiefstände markiert.
- XPeng sei ähnlich aufgestellt wie Tesla, werde aber viel schlechter bewertet.
- Auslandsabsatz und neue Geschäftsfelder sprächen für eine Stabilisierung.
Deffner ist nach dem Ausverkauf wieder in Gold eingestiegen und hält die Kurse für übertrieben gefallen; er bevorzugt Gold langfristig gegenüber US-Staatsanleihen.
Zitat & Begründung
„Und bin jetzt aber wieder Montagfrüh Gold und Silber da bisschen eingestiegen und glaube, das sind jetzt schon eine sehr, sehr Ausverkaufskurse, die wir da gesehen haben.“
- Gold sei unter 4000 Dollar auf Zwölfmonatstiefs gefallen, was er für Ausverkaufskurse hält.
- Er habe Positionen vorher geschlossen und am Montagmorgen wieder gekauft.
- Wegen der US-Verschuldung ziehe er Gold langfristig Staatsanleihen vor.
Deffner sieht Silber nach dem Rutsch unter 50 Dollar als Schnäppchen und setzt auf zusätzliche Industriemetall-Nachfrage bei konjunktureller Belebung.
Zitat & Begründung
„aber ich würde mal sagen, das sind jetzt schon ziemliche Schnäppchenpreise und man kann ja auch wieder gestaffelt einsteigen.“
- Silber sei wie Gold deutlich gefallen und wirke ausverkauft.
- Als Industriemetall profitiere es von Rechenzentren und E-Mobilität.
- Er empfiehlt gestaffelten Einstieg wegen hoher Volatilität.
Deffner hält als Vonovia-Aktionär einen Boden für möglich, weil das Tief getestet hielt und fallende Anleiherenditen helfen.
Zitat & Begründung
„Das heißt, wir haben jetzt vielleicht hier son son Boden erreicht, würd ich jetzt mal annehmen.“
- Die Aktie fiel nach der Prognosesenkung fast auf das Rekordtief von 2013.
- Das Tief habe gehalten und die Aktie sei trotz gesenkter Analystenziele gestiegen.
- Sinkende Anleiherenditen entlasteten den verschuldeten Konzern.
Zschäpitz will die Anthropic-Aktie bei der Börsennotierung zeichnen und prüft dafür bereits die verfügbare Liquidität.
Zitat & Begründung
„Ich kann jetzt ja bei Trade Republic zeichnen. Die haben das ja bekannt gegeben, dass man das kann.“
- Er könne die Aktie inzwischen über Trade Republic zeichnen.
- Er habe sich mit seinem Umfeld die liquiden Mittel angesehen.
- Damit will er sich am IPO beteiligen.
Deffner sieht Nvidia wegen der riesigen Nachfrage weiter mit Preissetzungsmacht, warnt aber, dass der Tag des Endes dieser Dominanz irgendwann kommt.
Zitat & Begründung
„Aber momentan ist der Bedarf einfach so groß, da hat einfach NVIDIA als Marktführer, Technologieführer immer noch die absolute Preissetzungsmacht.“
- Die Nachfrage sei derzeit größer als das Angebot.
- Nvidia sei Technologie- und Marktführer und könne Preise setzen.
- Die Konkurrenz durch eigene Chips von Google und Kunden werde aber stärker.
Abgeraten
Beide Sprecher wollen Apple nicht zusätzlich im Depot: Zschäpitz sieht Margendruck und fehlende KI-Story, Deffner verweist auf die ETFs, in denen die Aktie ohnehin stark gewichtet sei.
Zitat & Begründung
„Fazit, ich würd sie nicht haben wollen.“
- Die Bruttomarge für das Weihnachtsquartal enttäusche, Speicherchipkosten stiegen weiter.
- Das Servicegeschäft wachse erstmals seit zwölf Quartalen nur noch einstellig.
- Ein neues großes Produkt sei nicht in Sicht; die Gewichtung in Welt-ETFs reiche aus.
Deffner lehnt Meta ab: Er hat grundsätzliche Probleme mit dem Geschäftsmodell und will die Aktie nicht besitzen, trotz starken Werbewachstums.
Zitat & Begründung
„Hab noch nie eine Meta Aktie gehabt und die würde auch keine haben wollen.“
- Er habe Vorbehalte gegen das Geschäftsmodell und die hohen KI-Investitionen.
- Zuckerberg wettet aus seiner Sicht zu stark auf AGI.
- Deshalb habe er nie eine Meta-Aktie gehabt und wolle auch keine.
Zschäpitz hält Tesla fundamental für massiv überbewertet und stützt sich auf Zukunftsfantasien statt auf ein sichtbares Geschäftsmodell.
Zitat & Begründung
„Das sind krasse Sachen. Also es ist halt einfach jenseits von Gut und Böse bewertet.“
- Tesla sei mit dem 190-fachen Gewinn und dem 85-fachen EV/EBITDA bewertet.
- Der Umsatz stagniere, das Wachstum komme aus Hoffnungen auf Robotaxi und Optimus.
- Das Kursziel der Analysten liegt kaum über dem aktuellen Kurs.
Wall Street mit Markus Koch: Blue Wave voraus? Heute entscheiden die Midterms über die Wall Street.
Markus Koch stimmt Morgan Stanley zu, ein taktisches Tief im S&P 500 bei 7100 bis 7300 Punkten für einen aggressiven Einstieg zu nutzen, und nennt ein Jahresendziel von 8000 Punkten. Palantirs Quartal hält er für kaum angreifbar und führt die negative Kursreaktion auf Psychologie zurück. Den 15-Prozent-Einbruch bei Shopify nach gemischten Zahlen nennt er übertrieben und verweist auf die Tech-Stimmung.
Empfohlen
Koch stimmt Morgan Stanley ausdrücklich zu: Ein taktisches Tief im S&P 500 bei 7100 bis 7300 Punkten sei ein aggressiver Einstieg, das Jahresendziel liege bei 8000.
Zitat & Begründung
„Also ich kann hier morgen Standing nur zustimmen, die haben gestern ja noch betont, Wir würden gerne noch mal ein taktisches Tief sehen im S und P von siebentausendeinhundert bis 7300.“
- Koch sagt, er könne der jüngsten Morgan-Stanley-Einschätzung nur zustimmen.
- Morgan Stanley wolle im S&P 500 ein taktisches Tief zwischen 7100 und 7300 Punkten abwarten.
- Dann wolle man aggressiv ins Risiko gehen; das Jahresendziel bleibe 8000.
Koch findet Palantirs Quartal kaum angreifbar und das Umsatzwachstum beeindruckend; die negative Kursreaktion erklärt er mit Psychologie, nicht mit Fundamentaldaten.
Zitat & Begründung
„Palanti im letzten Quartal gibt's wenig auszusetzen. 96 Prozent Umsatzwachstum höher als erwartet, 2300000000 sind etwa 100000000 als erwartet.“
- Palantir wächst laut Koch um 96 Prozent und übertrifft die Erwartungen.
- Er nennt das Quartal kaum angreifbar und das Wachstum beeindruckend.
- Die Analystenreaktionen seien gemischt, die Aktie werde aber trotzdem abgestraft.
Koch hält den 15-Prozent-Kurseinbruch nach gemischten, aber nicht katastrophalen Quartalszahlen für übertrieben und führt ihn vor allem auf die schlechte Stimmung im Techsektor zurück.
Zitat & Begründung
„sehr stark negative Reaktionen auf Zahlen, die vielleicht nicht perfekt waren, aber zu guter Letzt einen 15 Prozent Kurseinbruch eigentlich nicht wirklich rechtfertigen sollten.“
- Shopify verfehlte zwar einzelne Erwartungen, die Umsatzziele wurden aber erreicht.
- Koch nennt die Zahlen nicht katastrophal und die Kursreaktion übertrieben.
- Er erklärt den Abschlag vor allem mit der psychologischen Verfassung im Techsektor.
Asset Class: Vermögensschutz-Masterclass: Gerd Kommers Plan für dein Vermögen | Asset Class #88
Gerd Kommer rät deutlich von offenen Immobilienfonds ab: Das Produkt sei fehlkonstruiert, die Liquidität eine Illusion, in der Krise würden die Tore geschlossen. Geschlossene Fonds und Container-Finanzierungen zählt er zu den Investments, die man von vornherein meiden sollte. Bei vermieteten deutschen Immobilien sieht er bei vermögenden Haushalten fast immer zu viel Klumpenrisiko; Christian W. Röhl hält Cash auf Sparbuch oder Festgeld für schutzlos gegenüber der Inflation.
Abgeraten
Kommer hält offene Immobilienfonds für fehlkonstruiert: Die ausgewiesene Volatilität sei fingiert, die Illiquidität nehme in der Krise zu und dann würden die Tore geschlossen.
Zitat & Begründung
„Und und dieser Mist, offene Immobilienfonds, wie… Also also da gibt's 17 rote Flaggen, die die eigentlich jeden vernünftigen Menschen abhalten sollten, in so was zu investieren.“
- Offene Immobilienfonds suggerieren tägliche Liquidität, obwohl das Anlageobjekt immobil ist.
- Die Bewertungen beruhten auf Preisfiktionen der Fondsgesellschaft, in der Krise werde die Rücknahme ausgesetzt.
- Kommer zählt „17 rote Flaggen“ und rät vernünftigen Anlegern von einem Einstieg ab.
Kommer nennt geschlossene Fonds und Container-Beteiligungen als Beispiel für Vermögensvernichtung, die man von vornherein meiden sollte.
Zitat & Begründung
„Also zum Beispiel nicht in einen geschlossenen Fonds zu investieren oder Containerfinanzierung mit PR, P und R, Container Finance in München Grünwald, wo 3000000000 im Orkus verschwinden.“
- Vermögensschutz heißt für Kommer auch, schlechte Entscheidungen zu unterlassen.
- Geschlossene Fonds und Container-Finanzierungen hätten Milliarden vernichtet.
- Er ordnet sie der „Ugly“-Kategorie zu und rät explizit vom Einstieg ab.
Kommer sieht bei vermögenden Haushalten fast immer ein zu großes Klumpenrisiko in deutschen Immobilien und plädiert aus Diversifikationsgründen für dessen Abbau.
Zitat & Begründung
„fast immer in den allermeisten Fällen zu viel Immobilienrisiko.“
- Viele Anleger hielten neben dem Eigenheim zusätzlich vermietete Wohn- oder Gewerbeobjekte.
- Damit hänge ein großer Teil des Vermögens am ökonomischen Motor und am Regulierungsrisiko Deutschlands.
- Ein Verkauf und eine breite globale Anlage würden das Deutschland-Risiko senken.
Röhl hält Cash auf Sparbuch oder Festgeld für das Gegenteil von Vermögensbewahrung, weil es der Inflation schutzlos ausgeliefert sei.
Zitat & Begründung
„Vermögensbewahrung ist jetzt nicht die ganze Kohle aufm Sparbuch bunkern oder im Festgeld, weil das ist das Gegenteil von Vermögensbewahrung.“
- Vermögensschutz bedeute nicht, alles in Cash zu parken.
- Seit 2022 liege die Inflation deutlich über dem EZB-Ziel, die Preise seien danach nicht gesunken.
- Damit verliere Cash real an Kaufkraft.
Handelsblatt Today: Rekordquartal für Apple, aber enttäuschender Ausblick | Evonik stemmt sich mit guten Zahlen gegen Übernahme durch BASF
Isabell Wärmke hält es für vorstellbar, dass Evonik mit den guten Quartalszahlen belegt, dass die Strategie mehr ist als ein Abwehrargument gegen das BASF-Angebot von 24 Euro je Aktie – den dauerhaften Beweis sieht sie aber nicht erbracht. Apple-Experte Thomas Jan nennt Apples Zurückhaltung bei eigenen KI-Rechenzentren und den Fokus auf Partner plus Datenschutz-Vertrauen klug, verweist aber auf die schwächere Services-Marge und gestiegene Speicherchip-Kosten.
Empfohlen
Hält Apples Strategie, selbst kaum in KI-Rechenzentren zu investieren und auf Partner wie Google plus Datenschutz-Vertrauen zu setzen, für klug; Bremsfaktoren seien aber die schwächere Services-Marge und teure Speicherchips.
Zitat & Begründung
„Ja, wobei Apple da eine ganz, wie ich finde, eine kluge Strategie fährt.“
- Apple habe sich zuletzt besser gehalten als Google, Microsoft und Amazon, weil Anleger die KI-Blase fürchten.
- Statt eigener KI-Modelle setzt Apple auf Partnerschaften und lokale KI-Agenten auf dem Gerät.
- Ob das trägt, zeigt sich 2027 – der Services-Umsatz wächst langsamer, Speicherchips werden teurer.
Ihre persönliche Einschätzung: Evonik kann zeigen, dass die Strategie nicht nur ein Abwehrargument gegen BASF ist – den Beweis dauerhaften eigenen Wachstums und Rendite sieht sie aber noch nicht erbracht.
Zitat & Begründung
„Aber der eigentliche Test eben noch. Der Konzern muss jetzt zeigen, dass er aus eigener Kraft dauerhaft genug Wachstum und Rendite schafft“
- Evonik habe mit rund zehn Prozent höheren Preisen, mehr Menge und Sparprogramm starke Zahlen geliefert.
- Das zeige, dass die Strategie nicht nur Abwehrargument gegen BASF sei.
- Dauerhaft genug Wachstum und Rendite aus eigener Kraft müsse der Konzern erst noch beweisen.
Mission Money: Palantir und Apple enttäuschen / Wendepunkt bei Bayer
Peter Blöd sieht bei Bayer nach besser als erwarteten Q3-Zahlen und einer starken Pharmasparte einen vorsichtigen Hoffnungsschimmer, ohne daraus eine klare Kaufempfehlung zu machen. Palantir enttäuschte die Anleger trotz guter Quartalszahlen und rückläufigem Vertragsvolumen, Apple belasteten die schwache Margenprognose sowie das China- und iPad-Geschäft. Die Chemiebranche steht laut ifo weiter unter Druck.
Empfohlen
Bayer hat mit besser als erwarteten Q3-Zahlen und einer starken Pharmasparte ein positives Signal geliefert; der Sprecher sieht darin trotz Agrar-, Schulden- und Glyphosatbelastung einen Hoffnungsschimmer.
Zitat & Begründung
„mal ein Hoffnungsschimmer am Horizont.“
- Bayer übertraf im dritten Quartal die Erwartungen und hob die Prognose an.
- Vor allem die Pharmasparte mit Nubeka und Kerendia entwickelte sich besser als erwartet.
- Der Sprecher wertet das angesichts der bekannten Belastungen als vorsichtigen Hoffnungsschimmer, nicht als klare Kaufempfehlung.
echtgeld.tv: egtv #493 Kurs halbiert, Gewinn steigt: Jetzt ein Kauf?
Christian W. Röhl kauft bei echtgeld.tv eine erste Netflix-Tranche von 40 Aktien zu rund 62 US-Dollar und hält die Aktie bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 18 für günstig, weil er langfristig rund 20 Prozent Gewinnwachstum pro Jahr erwartet. Er räumt sinkendes Umsatzwachstum und Schwächen im Werbegeschäft ein; bei 54 Dollar würde er nach eigener Aussage nachkaufen.
Empfohlen
Röhl hält Netflix trotz gesunkenem Wachstum für eine Great Company mit verteidigbarem Burggraben und bewertet die Aktie bei 18-fachem KGV als günstig; er kauft eine erste Tranche.
Zitat & Begründung
„Es ist 17 Uhr 3 und der Kauf ist sofort ausgeführt. Mit Netflix geht's jetzt also los, die ersten 40 sind gekauft.“
- Röhl hält Netflix für ein Unternehmen mit einem aus seiner Sicht verteidigbaren Burggraben.
- Bei 18-fachem KGV und erwartetem Gewinnwachstum von rund 20 Prozent pro Jahr sei die Aktie günstig bewertet.
- Deshalb kauft er eine erste Tranche von 40 Aktien und behält sich Nachkäufe bei 54 Dollar vor.
Doppelgänger Tech Talk: Tokens teurer als Gehälter bei Anthropic? Putzroboter mit Werbepause #611
Philipp Klöckner umreißt vor dem Anthropic-IPO einen Bewertungskorridor: Unter 1,5 Billionen Dollar würde er eine Position aufbauen, unter 2 Billionen die Aktie fünf Jahre halten, darüber nicht einsteigen. Bei Palantir lobt er Margen und eine Net Expansion Rate von 165 Prozent, sieht den Kurs aber stark vorweggenommen. Von Wetten auf Prediction Markets rät er ausdrücklich ab; OpenAI sieht er durch zähe Kapitalbeschaffung geschwächt – nur 11 der angepeilten 30 Mrd. Dollar seien eingesammelt.
Empfohlen
Klöckner würde Anthropic unter 1,5 Billionen Dollar Bewertung kaufen und unter 2 Billionen fünf Jahre halten; über 2 Billionen sieht er keinen Einstieg und rechnet mit Nachkaufchancen.
Zitat & Begründung
„ich würde meine Entropic Shares die nächsten 5 Jahre halten, wenn ich sie jetzt irgendwie für unter 2 Billionen kaufen würde.“
- Anthropic wächst laut Klöckner extrem schnell und erwirtschaftet operativ positiven Cashflow.
- Die 895 Mrd. Dollar Compute-Commitments hält er für refinanzierbar – das Risiko eines Verzichts sei größer.
- Daher will er unter 1,5 Billionen einsteigen und unter 2 Billionen langfristig halten.
Klöckner lobt Palantirs Zahlen, Margen und Net Expansion Rate, sieht den Kurs aber bereits stark vorweggenommen und nennt keinen klaren Einstiegszeitpunkt.
Zitat & Begründung
„Palenty hat wieder außerordentlich gute Earnings gezeigt. Die Aktie zieht nur noch wenig an, weil einfach superviel antizipiert ist.“
- Umsatz mehr als verdoppelt, starke Operating Leverage, 165 Prozent Net Expansion Rate.
- Der Kurs reagiert kaum, weil viel vorweggenommen ist.
- Positiv aufs Geschäft, aber ohne klare Kaufaussage.
Abgeraten
Klöckner rät ausdrücklich von Wetten auf Prediction Markets ab: Der Durchschnittsanleger verliere wie beim CFD-Handel, weil er gegen besser informierte Parteien spielt.
Zitat & Begründung
„Also falls irgendjemand mit der Idee spielt, ich würd das nicht machen.“
- Wetten wie Daytrading oder CFDs, wo rund 85 Prozent verlieren – nur konzentrierter.
- Man spielt gegen Hedgefonds, Insider oder manipulierte Outcomes.
- Fazit: „ich würd das nicht machen“.
Klöckner sieht OpenAI geschwächt: Nur 11 der angepeilten 30 Mrd. Dollar sind eingesammelt, und die deutlich höhere Burn Rate könnte bedrohlich werden.
Zitat & Begründung
„Da sieht man ja schon ein bisschen, wie die Farbe abblättert langsam“
- Fundraising nur zu 1,25 statt 1,4 Billionen Bewertung und erst zu einem Drittel gefüllt.
- Geld ist knapp, viele Investoren sind bereits im KI-Trade engagiert.
- Höhere Burn Rate als bei Anthropic macht die Lage riskant.
Klöckner hält Krypto nicht für die Zukunft des Geldsystems, weil Hacks wie bei Binance erhebliche Summen an Nordkorea und andere staatliche Akteure fließen lassen.
Zitat & Begründung
„Ist jetzt für mich nicht die Zukunft des Geldsystems, glaube ich.“
- Rund 6 Mrd. Dollar wurden bei Binance entwendet, offenbar mit nordkoreanischer Beteiligung.
- Für Nordkorea seien Hacking-Erlöse eine der größten Einnahmequellen.
- Dadurch lähme das System sich selbst – für ihn kein Zukunftsszenario.
OHNE AKTIEN WIRD SCHWER: Zalando wird KI-Shopper. AMD, Taiwan-Aktien, Midterm-Wahlen, Shopify & traurige Hedgefonds
Timon nennt als einzigen ausdrücklichen Kauftipp einen Taiwan-ETF, mit dem sich der Boom der taiwanesischen Börse mitnehmen lässt, und findet United Micro Electronics sowie ASE Technology spannend. Caro Junker sieht bei Zalando neue Wachstumshebel in Retail Media, B2B-Software und KI-Commerce und lobt bei Shopify die frühe Positionierung als Infrastruktur für KI-Agenten. Noah Leidinger wertet AMD, Super Micro und Arista als versöhnliche KI-Signale, Teamviewer verlor dagegen 27 Prozent.
Empfohlen
Wer vom taiwanesischen Börsenboom profitieren will, kann laut ihm einfach einen Taiwan-ETF kaufen – der Leitindex ist 2026 bereits rund 50 Prozent gestiegen.
Zitat & Begründung
„Ansonsten kann man natürlich von dem Trend profitieren, indem man einfach einen Taiwan ETF kauft.“
- Der taiwanesische Leitindex ist 2026 rund 50 Prozent gestiegen, jede zehnte Indexaktie hat sich mindestens verdoppelt.
- Viele Taiwan-Aktien sind in Deutschland nicht gelistet.
- Ein breiter Taiwan-ETF sei deshalb der einfache Weg, den Trend mitzunehmen.
Sieht Zalando-Wachstum künftig über Retail Media, B2B-Software und KI-Commerce; im klassischen Fashiongeschäft gebe es strukturell nur noch begrenztes Potenzial.
Zitat & Begründung
„Wenn Zalando hier weiter dem Amazon Playbook folgt, dann sehe ich hier noch erhebliches Potenzial.“
- Der europäische Online-Fashion-Markt wächst nur noch rund 3 Prozent, Zalando hat über 63 Mio. aktive Kunden.
- Retail Media macht erst 2 Prozent des B2C-Volumens aus, 6 bis 8 Prozent seien denkbar.
- Zalando Extended und Agentic Commerce könnten Bestellfrequenz und Warenkörbe steigern.
Hält die Enttäuschung für eine Bewertungs- statt Operationsfrage: 32 Prozent Wachstum bei über 20 Prozent Free-Cashflow-Marge und frühe Positionierung für KI-Agenten.
Zitat & Begründung
„Was ich aber finde, was Shopify gerade sehr gut macht, ist, sich sehr frühzeitig als Infrastruktur für Agenticommerce zu positionieren.“
- 32 Prozent Umsatzwachstum seien stark, nur die Erwartungen sehr hoch.
- Free-Cashflow-Marge über 20 Prozent – Wachstum und Profitabilität kombiniert.
- Das KI-Disruptionsrisiko bleibt, doch Shopify baue früh die Infrastruktur für Agentic Commerce.
Findet United Micro Electronics spannend: Spezial- und Strommanagement-Chips profitieren vom Engpass, die Bewertung mit erwartetem KGV 18 liegt aber auf Mehrjahreshoch.
Zitat & Begründung
„Ansonsten fand ich auch Ace Technology und United Micro Electronics ganz spannend.“
- UMC fertigt einfachere Chips sowie Strommanagement-Chips, die in Rechenzentren gebraucht werden.
- Weil TSMC und Samsung auf High-End-Chips fokussieren, entsteht bei älteren Chips ein Engpass.
- Die Aktie hat sich 2026 mehr als verdoppelt, das KGV von 18 markiert ein Mehrjahreshoch.
Sieht in ASE Technology den direkteren KI-Play: Als größter Verpackungs- und Testdienstleister profitiert es davon, dass TSMC beim Advanced Packaging nicht hinterherkommt.
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„Damit ist Ace ein direkterer Playoff KI.“
- ASE ist der weltgrößte Dienstleister für Chipverpackung und -tests.
- Komplexe KI-Chips in einem Paket machen das Verpacken wichtiger.
- Weil TSMC hier nicht hinterherkommt, landen mehr Aufträge bei ASE.
Wertet die AMD-Zahlen als versöhnliche KI-Nachricht: Rechenzentrumsumsatz fast verdoppelt, Marge trotz teurer Speicherchips stabil, auch Super Micro und Arista überzeugten.
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„Dann gab's gestern zum Abschluss noch paar KI Quartalszahlen, die endlich mal positiv überzeugt haben von AMD, vom Serverbauer Super Micro und vom Netzwerkausrüster Arista.“
- Der Umsatz mit Rechenzentrumschips hat sich fast verdoppelt und lag über den Erwartungen.
- Die Marge blieb trotz gestiegener Speicherchippreise stabil, für das nächste Quartal wird viel Wachstum erwartet.
- Insgesamt für ihn positive Signale für KI-Aktien.
Verweist auf die Statistik, dass der S&P 500 im Jahr nach Midterm-Wahlen im Schnitt über 13 Prozent zulegt – die Wahl sei per se positiv für die Börse.
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„Zum Beispiel die Statistik, dass der S und P 500 nach Midterm Wahlen im Schnitt über 13 Prozent zulegt im Jahr nach der Wahl.“
- Nach Midterm-Wahlen stieg der S&P 500 im Schnitt über 13 Prozent im Folgejahr.
- Die Ergebnisse kämen erst am Handelstag an, der Effekt sei noch nicht sichtbar.
- Rein statistisch sei die Wahl also positiv für die Börse.
Leben mit Aktien: Süßes oder Saures? Das KI-Narrativ im Härtetest | Plus: US-Midterms, General Motors und Autoaktien
Horst von Buttlar zeigt sich nach den enttäuschenden Alphabet-Zahlen nicht beunruhigt und hält das Vertrauen in Google für gerechtfertigt; Christian W. Röhl sieht den Gesamtmarkt trotz Tech-Schwäche robust. Röhl bewertet die Deutsche Börse positiv, warnt aber vor dem ETP auf Anthropic-IPO-Perpetuals als hochkomplex, hochspekulativ und teuer. Bei Autos bleiben beide vorsichtig: Porsche gilt als zartes Signal, General Motors profitiert von US-Fokus und Rückkäufen.
Empfohlen
Der Kurssturz nach den Quartalszahlen ändert nichts an Buttlars Vertrauen: Google habe die KI-Transformation zwei Jahre gut gemanagt, die Schwäche sei eher Stimmung als Substanz.
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„Die letzten 2 Jahre haben sie's gut gemanagt, deswegen wär mein Vertrauen in Google jetzt nicht erschüttert dadurch.“
- Alphabet verlor an einem Tag rund 500 Milliarden Dollar Börsenwert nach enttäuschenden Service-Erlösen.
- Buttlar verweist darauf, dass Google die letzten zwei Jahre gut gemanagt habe.
- Sein Vertrauen in die Aktie sei dadurch nicht erschüttert.
Röhl sieht den Wachstumskurs des neuen Vorstands bestätigt: strategischer Zukauf der Fondsplattform ALFANDS, laufendes Abwicklungsgeschäft und Bewertung von 22-fachem Gewinn ohne Bubble-Niveau.
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„Also läuft alles intakt, ist eine schöne, wohlerarme Aktie.“
- Der neue CEO führt laut Röhl den Wachstumskurs des Vorgängers fort, u. a. mit dem ALFANDS-Zukauf.
- Wertpapierabwicklung und Banking-Tochter mit Banklizenz profitieren von gestiegenen Zinsen.
- Bewertung mit 22-fachem Gewinn sei nicht billig, aber weit von Bubble-Niveaus entfernt.
Buttlar hält die Nasdaq-Aktie trotz Verfünffachung in zehn Jahren mit 22-fachem Gewinn nicht für teuer, weil Gewinnwachstum und Entschuldung mitspielen; Röhl verweist auf die Strahlwirkung des Börsenbetreibers.
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„Gleichzeitig sieht die Bewertung mit dem 22 fachen des für das kommende Jahr erwarteten Gewinns nicht teuer aus“
- Die Nasdaq profitiere als gelistetes Unternehmen von ihrer Rolle als Leuchtturm für Listings.
- Gewinn und Marge hätten sich zuletzt deutlich besser entwickelt als der Umsatz.
- Buttlar: Bewertung von 22-fachem Gewinn sei nicht teuer, Nettoverschuldung unter dem Dreifachen des EBITDA.
Röhl erklärt die Verdreifachung mit US-Fokus, reduzierter E-Strategie und massiven Rückkäufen; der Wechsel in den Nasdaq 100 dürfte zusätzliche Indexnachfrage auslösen – Risiko überdrehtes Financial Engineering.
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„vor allem dürfte GM auf den Nasdaq einhundert zielen, damit eben Indexfonds die Aktie kaufen müssen und die Nachfrage weiter anheizen.“
- 80 Prozent des Umsatzes kommen aus den USA, geschützt durch Zölle, China und Europa sind kaum relevant.
- Rückzug aus überambitionierter E-Strategie und Aktienrückkäufe von 40 Prozent der Anteile stützten den Kurs.
- Der Umzug in den Nasdaq 100 dürfte Fonds zum Kauf zwingen, doch Umsatz stagniert und Gewinn liegt unter Vorjahren.
Der geringere Umsatzrückgang gegenüber den Auslieferungen deutet für Röhl darauf hin, dass die neue Hochpreis- und Individualisierungsstrategie funktionieren könnte – ein erstes, zartes Signal.
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„das, wir jetzt sehen, ist ein erster ganz zarter Hinweis darauf, dass das funktionieren könnte“
- Porsche setzt wieder stärker auf 911 und High End statt Volumen.
- Umsatz minus 6 Prozent bei stärkerem Absatzrückgang spricht für höhere Preise je Fahrzeug.
- Die Aktie legte im Oktober 8 Prozent zu, Röhl wertet das als ersten Hinweis, nicht als Beweis.
Röhl hält Nestlé gemessen an der eigenen Historie für relativ günstig bewertet und nennt die Aktie im Zuge der Rotation zurück zu Konsumgütern als Stütze des Schweizer Marktes.
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„Nestlé ist natürlich auch inzwischen, zumindest gemessen an der eigenen Historie, relativ günstig bewertet.“
- Der Schweizer Markt war im Oktober der beste unter den größeren Aktienmärkten.
- Treiber war eine Rotation weg von Tech hin zu Konsumgütern.
- Nestlé sei gemessen an der eigenen Historie relativ günstig bewertet.
Abgeraten
Röhl warnt vor dem ETP auf Anthropic-IPO-Perpetuals: hochkomplex, hochspekulativ und teuer, weil neben der Kostenquote Funding-Kosten anfallen – und man handelt etwas, das es noch nicht gibt.
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„Ist natürlich hochkomplex, hochspekulativ, auch teuer.“
- Das Produkt bildet Wetten auf die Marktkapitalisierung eines noch nicht börsennotierten Unternehmens ab.
- Neben der Total Expense Ratio fallen Funding-Kosten an.
- Röhls Frage: Möchte ich mit etwas handeln, was es noch gar nicht gibt?
Alles auf Aktien: Der perfekte ETF-Entsparplan und Schaefflers bittere Abrechnung
Die Redaktion von Alles auf Aktien rät für die Entsparphase, von 50.000 Euro Depotvermögen nur rund ein Viertel im MSCI World ETF zu belassen und den Rest über Tagesgeld, Geldmarkt-ETF sowie kurz laufende Anleihen und Laufzeit-ETFs zu sichern. Bei Schaeffler bewerten die Moderatoren die Robotik-Story skeptisch: Die 400 Millionen Euro Robotik-Aufträge liegen unter zwei Prozent des Konzernumsatzes, der neuerliche Stellenabbau kostet 480 Millionen Euro. Die Kaufempfehlung von Jefferies mit Kursziel 8,70 Euro wird nur als Fremdeinschätzung referiert.
Empfohlen
Nur etwa ein Viertel der 50.000 Euro im Welt-ETF belassen und den Rest aus dem Aktienrisiko nehmen, weil in den Studienjahren zwingend benötigtes Geld nicht vom Börsenverlauf abhängen sollte.
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„Also ich würd die 50000 Euro gedanklich in mehrere Töpfe aufteilen und ungefähr ein Viertel davon, also so 12 bis 13000 Euro in dem Welt ETF lassen.“
- Beim Entsparen dreht sich der Mechanismus: In einem Crash müssen Anteile verkauft werden, egal zu welchem Kurs.
- Das Renditereihenfolgerisiko kostet in der DAX-Modellrechnung je nach Startjahr bis zu 14 Monatsraten.
- Geld, das erst am fernen Horizont gebraucht wird, kann dagegen investiert bleiben.
Der sichere Teil des Geldes muss nicht unverzinst liegen, sondern kann für das erste Studienjahr auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto oder einem Geldmarkt-ETF geparkt werden.
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„Das Geld fürs 1. Studienjahr kann beispielsweise auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto oder an' Geldmarkt ETF liegen.“
- Die aus dem Aktienrisiko genommenen 37.000 bis 38.000 Euro sollen verfügbar und verzinst sein.
- Für das erste Studienjahr reichen Tagesgeldkonto oder Geldmarkt-ETF als liquider Puffer.
- So muss im Börsencrash nicht aus Not verkauft werden.
Für die späteren Studienjahre kommen Festgeld, kurz laufende Anleihen oder Laufzeit-ETFs infrage, um eine Fälligkeitstreppe bis zum jeweiligen Kapitalbedarf zu bauen.
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„Für spätere Jahre kommen dann auch Festgeld, kurz laufende Anleihen oder Laufzeit ETFs infrage.“
- Der Bedarf fällt über mehrere Studienjahre gestaffelt an.
- Eine Art Treppe macht das nötige Kapital zum jeweiligen Zeitpunkt verfügbar.
- Der verbleibende Aktienanteil bekommt dadurch Zeit und muss nicht im Crash verkauft werden.
Was Apple an Marge durch teurere Arbeitsspeicher verliert, landet zum Teil bei den Speicherherstellern wie Micron in der Kasse.
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„was Apple an Marge verliert, landet zum Teil bei den Speicherherstellern wie Micron in der Kasse“
- KI-Rechenzentren kaufen den Speichermarkt leer und treiben die Preise.
- Apple rechnet mit steigenden Kosten bis in den Dezember und danach.
- Die Margenverschiebung kommt den Speicherherstellern zugute.
Abgeraten
Die Robotik-Aufträge seien gemessen am Konzernumsatz winzig und der Umbau teurer als das neue Geschäft – Schaeffler bleibe ein Autozulieferer mit Roboter-Option, nicht ein Robotikkonzern.
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„diese 400000000 Euro aus der Robotik, die muss man schon ins Verhältnis setzen“
- Rund 400 Mio. Euro Robotik-Aufträge stehen 23 Mrd. Euro Umsatz gegenüber, also nicht einmal 2 Prozent.
- Der Stellenabbau kostet 480 Mio. Euro und damit mehr, als die Robotik an Aufträgen eingebracht hat.
- Die Rechnung geht nur auf, wenn das schrumpfende Autogeschäft die Margen hält, bis die Roboter in Serie gehen.
Fazit
Der Podcast-Radar zeigt vor allem eines: Die Sprecher deuten dieselben Zahlen sehr unterschiedlich, und keiner von ihnen liefert einen belastbaren Beleg für die eigene Prognose. Besonders auffällig ist die Spanne beim Anthropic-Börsengang – von Zeichnungsabsicht bis zur klaren Bewertungsobergrenze. Wer die Empfehlungen als Orientierung nutzt, sollte die genannten Risiken mitlesen: hohe Bewertungen, Klumpenrisiken und Produkte, deren Funktionsweise selbst die Sprecher als komplex beschreiben. Alle Aussagen sind die Meinungen der jeweiligen Podcast-Sprecher, keine Tatsachen und keine Anlageempfehlung.
Selbst investieren
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Hinweis: Dieser Artikel fasst automatisiert ausgewertete Aussagen aus Podcast-Folgen zusammen und kann Fehler enthalten. Er gibt die Meinungen der Podcast-Sprecher wieder, nicht die von Block-Builders.de, und ist keine Anlageberatung. Alle Zitate mit Zeitmarke findest du im Podcast-Radar.