Trump Media kauft Bitcoin für 2 Milliarden US-Dollar – strategischer Zug

Trump Media macht weiter ernst mit seiner Krypto-Strategie und hat für 2 Milliarden US-Dollar Bitcoin eingekauft. BTC werde der Firma dabei helfen, „finanzielle Unabhängigkeit zu garantieren, heißt es von Trump Media.

Die Krypto-Geschäfte von US-Präsident Donald Trump und seiner Familie beschäftigen die Medien regelmäßig, das Stichwort „Vetternwirtschaft“ fällt dabei bisweilen nicht zufällig. Da ist der jüngste Zug von Trump Media vergleichsweise eher langweiliger Natur, zeigt aber trotzdem eine Richtung an. Das börsennotierte Unternehmen hat für 2 Milliarden US-Dollar Bitcoin (BTC) erworben, heißt es in einer Pressemitteilung vom Montag. Zudem seien 300 Millionen US-Dollar für Bitcoin Securities bereitgestellt. Donald Trump hält nach offiziellen Angaben knapp 59 Prozent der Anteile von Trump Media, das Tagesgeschäft führt CEO Devin Nunes.

Dieser sagt nun, die Bitcoin Käufe würden dazu beitragen, „finanzielle Unabhängigkeit“ abzusichern und sich vor „Diskriminierung von Finanzinstituten“ zu verteidigen. Das klingt wie aus dem Lehrbuch von Bitcoin und Veteranen und ist zugleich einer der typischen Seitenhiebe von Trump auf gewachsene Strukturen. Bitcoin notiert in diesen Tagen um 120.000 US-Dollar, Trump Media steigt also in einer Hochpreisphase bei BTC ein. Vor seinem Einzug ins Weiße Haus hieß es aus dem Umfeld von Donald Trump, der Präsident wünsche sich BTC Preise von 150.000 US-Dollar möglichst früh in seiner Amtszeit.

Trump Media meldet nun in seinem Nebensatz, man wolle aus möglichen Gewinnen aus dem Bitcoin Investment vielleicht auch weitere Kryptowährungen kaufen. Diese werden aber nicht näher benannt. Trump Media hat Anfang Juli Anträge auf Krypto ETFs gestellt, bei denen neben Bitcoin Ethereum die Hauptrolle spielt und zudem Solana, XRP (Ripple) sowie Cronos berücksichtigt werden sollen. Es ist nicht auszuschließen, dass Anhänger des Präsidenten die Krypto-Strategien von Trump Media kopieren wollen.

Fazit: Trump Media sieht Bitcoin als Gewinnchance

In seiner ersten Amtszeit war Donald Trump noch erklärter Bitcoin-Gegner, in seiner zweiten Periode als Präsident will er die USA zum globalen Krypto-Zentrum machen. Den erstaunlichen Sinneswandel hatten wir schon im Januar für euch analysiert und die Ergebnisse der Kehrtwende lassen sich unschwer an der Bitcoin Preiskurve ablesen. Trump Media bekennt sich nun auch offiziell zu Bitcoin, an der Börse legte die DJT Aktie nach dem BTC Zukauf um gut 3 Prozent zu. Kritik an dem Ausflug in die Sparte Meme-Coins mit TRUMP scheint weiterhin berechtigt, sollte aber den Blick auf Bitcoin aus der Perspektive von Trump Media nicht verdecken. Denn nichts ärgert den Präsidenten bekanntlich mehr als Deals, welche nicht aufgehen – bei Bitcoin scheint er eine solche Gefahr nicht zu erkennen. 

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