
Die Geschichte der Kryptobörse FTX bleibt ein Lehrstück für die Risiken und Dynamiken der Kryptoindustrie. Nach dem dramatischen Kollaps im Jahr 2022 und der Verurteilung von Gründer Sam Bankman-Fried kommt die Aufarbeitung langsam voran – zumindest finanziell.
Milliarden an Gläubiger werden ausgezahlt
FTX hat angekündigt, die nächste Runde der Auszahlungen an Gläubiger ab dem 30. September 2025 zu starten. Bereits zuvor hatte das insolvente Unternehmen rund 6,2 Milliarden US-Dollar an geschädigte Kunden und Gläubiger zurückgezahlt. Möglich wurde dies durch einen vom US-Konkursgericht genehmigten Restrukturierungsplan, der die Verteilung der noch vorhandenen Vermögenswerte regelt.
Im Zuge der aktuellen Entwicklungen wurde auch die sogenannte „disputed claim reserve“ – also die Rücklage für noch strittige Forderungen – von 6,5 Milliarden auf 4,3 Milliarden US-Dollar reduziert. Das schafft weitere Klarheit, wie viel Kapital tatsächlich für die Verteilung bereitsteht.
Verurteilung von Sam Bankman-Fried
Der einstige FTX-CEO Sam Bankman-Fried wurde 2023 nach dem Zusammenbruch der Börse in sieben Anklagepunkten, darunter Betrug und Verschwörung, schuldig gesprochen. Das Strafmaß: 25 Jahre Haft – wobei Berichte nahelegen, dass eine Verkürzung um bis zu vier Jahre bei guter Führung möglich wäre.
Der Fall FTX bleibt damit nicht nur finanziell, sondern auch rechtlich und ethisch ein mahnendes Beispiel in der Krypto-Community. Er hat das Vertrauen vieler Nutzer in zentralisierte Kryptobörsen nachhaltig erschüttert.
Auszahlungen über BitGo, Kraken und Payoneer
Für die technische Abwicklung der Rückzahlungen setzt FTX auf bekannte Partner: Die Auszahlungen erfolgen unter anderem über BitGo, Kraken und Payoneer. Dies soll Transparenz und Sicherheit für die Gläubiger gewährleisten.
Trotz der beachtlichen Rückzahlungen ist klar: Viele Anleger werden dennoch nur einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Einlagen zurückerhalten. Der Fall FTX zeigt, wie wichtig Risikomanagement und sorgfältige Due Diligence im Krypto-Sektor sind. Die Ereignisse rund um FTX werden die Diskussion um Regulierung und Verbraucherschutz im Kryptomarkt noch lange prägen.
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