Bitcoin schwächelt – darunter leiden auch Altcoins von XRP bis Ethereum

Bitcoin ist durch ein Wochenminus von 1 Prozent unter die Marke von 118.000 US-Dollar gerutscht. Altcoins wie XRP (Ripple) oder Ethereum reagieren sensibel, in der 2. Reihe wird es für IOTA und PUMP bitter.

Wer momentan als Krypto-Anleger Tagesgewinne erzielen will, muss ein sehr glücklicher Händchen beweisen. Bitcoin als Mutmacher fällt derzeit aus, Preiskorrekturen haben BTC unter 118.000 US-Dollar fallen lassen. Die erhoffte Altcoin Saison  scheint in Gefahr. XRP (Ripple) etwa muss mit einem Wochenminus von 3 Prozent bereits wieder um die Marke von 3 US-Dollar bangen – vor wenigen Tagen noch hatte die drittwichtigste globale Kryptowährung ein Allzeithoch von 3,65 US-Dollar aufgestellt, welches sich für XRP als sehr flüchtig erwies. Die Situation an den Kryptomärkten wirkt kompliziert, hier einige prägnante Eindrücke:

– Die Bitcoin ETFs erleben laut Daten von SoSo eine Woche zum Abgewöhnen. An allen drei bisherigen Handelstagen wurden Kapitalabflüsse verzeichnet. Diese summieren sich zwar zusammengerechnet erst auf knapp 300 Millionen US-Dollar, was im Vergleich zu den Milliardenzuflüssen zu Bitcoin ETFs in den Vorwochen wenig ins Gewicht fällt. Doch als Stimmungsbarometer sind die Bitcoin ETFs im Moment nicht auf positiv gestellt.

– Ganz anders hingegen bei den Ethereum ETFs, die auch in dieser Woche bereits wieder gut 1 Milliarde US-Dollar Kapitalzuflüsse aufweisen. Doch die ETH Preiskurve dreht sich trotzdem nach dem Jahreshoch von gut 3.800 US-Dollar am Wochenende wieder ins Minus und ist unter 3.600 US-Dollar gekippt. Als Anführer für eine Altcoin Saison ist Ethereum so kaum zu gebrauchen.

– Führende Altcoins warten seit Wochen auf „Grünes Licht“ der SEC-Börsenaufsicht, um ebenfalls als ETF an klassische Börsen zu gelangen. XRP (Ripple), Litecoin, Cardano und Dogecoin gehören zu diesem Reigen, bei denen ETFs in der Luft liegen. Doch die SEC lässt sich mit ihren Entscheidungen mehr Zeit als von Optimisten erwartet.

  Wer hofft, unter den bekannten Kryptowährungen aus der 2. Reihe Vertreter mit einem eigenen Momentum zu finden, muss bei den üblichen Verdächtigen passen. IOTA ist durch ein Wochenminus von 14 Prozent wieder in die Todeszone von unter 0,20 US-Dollar abgestürzt. Bei PUMP beträgt das Wochenminus jetzt sogar schon 45 Prozent, bei Notierungen von unter 0,003 ist der Ausgabepreis vom 12. Juli mit 0,004 US-Dollar ein Mahnmal für überzogene Erwartungen.

– Kalt erwischt werden auch all die Daytrader, welche mit Derivaten auf Preisentwicklungen wetten. Daten von Coinglass verdeutlichen, wie quer durch den Markt Long Positionen für viele Hundert Millionen US-Dollar liquidiert werden, all diese Händler hatten auf steigende Preiskurven spekuliert.

Fazit: Bitcoin und Co. warten dringend auf positive Impulse

Nicht wenige Experten hatten nach der letzten Woche, in denen die US-Politik letztendlich drei wichtige Krypto-Gesetze auf den Weg brachte, prognostiziert: Jetzt kommt eine lange Rallye, für Ethereum etwa wurden schon Preisziele von 10.000 US-Dollar gesetzt. Aber Pustekuchen – Bitcoin trippelt mit leichtem Rückwärtsdrall auf der Stelle. Die Psychologie der Märkte lässt dann gnadenlos Nerven zucken, was beispielsweise XRP, IOTA und PUMP ohne echte Gegenwehr hinnehmen müssen. Optimisten konzentrieren sich derweil auf Ethereum als Kandidat Nummer Eins für eine Trendwende und mit potentiellem Nachholbedarf unter Investoren. Doch Garantien dafür gibt es keine – ein Impuls scheint nötig. US-Präsident Donald Trump könnte den durch eine Einigung im Zollstreit mit der EU setzen – die Finanzmärkte und auch Bitcoin würden das dankbar aufnehmen.

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