Die von US-Präsident Donald Trump erhobenen Ansprüche auf Grönland könnten in einem Handelskrieg mit der EU enden. Trump kündigt Strafzölle an und schickt Bitcoin damit auf Talfahrt. Auch Altcoins rutschen ins Minus.
US-Präsident Donald Trump hat einmal mehr über das Wochenende Weltpolitik betrieben und damit an den Kryptomärkten Unsicherheit ausgelöst. Bitcoin ist nach einer optimistischen Vorwoche auf Notierungen um 93.000 US-Dollar zurückgefallen und Beobachter führen dies direkt auf Trump zurück. Denn der Präsident hat Strafzölle für acht europäische Ländern (darunter Deutschland) verhängt, die Grönland solidarisch beistehen wollen, um einen Anschluss an die USA zu verhindern. Bitcoin und führende Altcoins von Ethereum bis Solana reagieren mit Kursverlusten allergisch auf die Situation.
Trump hantiert mit Strafzöllen – Bitcoin und Co. erleben Déjà-vu
Damit wiederholen sich Trends aus dem Vorjahr, als Trump durch aggressiven Gebrauch von Handelszöllen Finanz- und Kryptomärkte tief verunsicherte. 10 Prozent Extrazoll sollen jetzt vom 1. Februar an für die EU-Mitglieder Deutschland, Frankreich, Schweden, Dänemark, Finnland und die Niederlande gelten, dazu kommen die NATO-Mitglieder Großbritannien und Norwegen. Die EU bereitet Gegenmaßnahmen vor und plant für Donnerstag einen Sondergipfel. Als sich der Konflikt um Grönland am Wochenende verschärfte, knickte die Bitcoin Preiskurve ein.
Ethereum, XRP, Solana Cardano: Altcoins wegen Trump mit Verlusten
Auch Ethereum fiel auf Preise um 3.200 US-Dollar zurück, XRP (Ripple) unter die markante Marke von 2 US-Dollar. Bei Solana (SOL) stehen nun fast 6 Prozent Wochenminus und Notierungen deutlich unter 140 US-Dollar in den Büchern, bei Cardano führen knapp 7 Prozent Wochenminus die Preiskurve unter 0,40 US-Dollar. Im Vergleich damit kommen Bitcoin und Ethereum bisher glimpflich davon, ihre Zugewinne aus der letzten Woche sind noch nicht ganz aufgefressen. Da der heutige Montag in den USA arbeitsfreier Feiertag (Martin Luther King Day) ist, wird es von den US-Börsen keinen Fingerzeig geben, wohin die Reise geht. Die Bitcoin ETFs und die für Ethereum hatten am Jahresende 2025 eine lange Durststrecke durchgestanden und erst in der zurückliegenden Woche wieder deutlich Kapital angezogen.
Fazit: „Krypto-Präsident“ Trump schadet Bitcoin mit Grönland-Politik
Es steht eine ereignisreiche Woche bevor, beim Weltwirtschaftsforum in Davos ist heute Anreisetag, Donald Trump hat sich für Mittwoch angekündigt. Nach dem Stand der Dinge wird Grönland, welches unter Selbstverwaltung zu Dänemark gehört, die Diskussionen beherrschen. Ein Einknicken der europäischen Bündnispartner ist schwer vorstellbar. So drohen erhebliche Belastungen der Beziehungen zwischen den USA und Europa, die bei Sonderzöllen auch negative wirtschaftliche Konsequenzen auslösen würden. Beobachter nennen die Marke von 90.000 US-Dollar, die Bitcoin als erste Absicherung nach unten testen würde. Von den wichtigsten Altcoins, die Ethereum anführt, ist kein eigenes positives Momentum in Sicht. XRP, Solana, Cardano und Co. folgen Bitcoin Kursverlusten in solchen Situation üblicherweise sogar verstärkt. Die Nervosität unter Anlegern ist mit den Händen zu greifen, Bitcoin und der selbst ernannte „Krypto-Präsident“ Donald Trump sind beileibe nicht immer ein Traumpaar.
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