Bitcoin rutscht unter 90.000, Ethereum unter 3.000 US-Dollar – droht Crash?

Die Kryptomärkte liegen im Minus, Bitcoin ist unter 90.000 US-Dollar zurückgefallen, Ethereum notiert bei knapp 3.000 US-Dollar. Auch andere Coins zittern an wichtigen Marken. Präsident Donald Trump ist Hauptfaktor.

Rote Zahlen soweit das Auge reicht – die Kryptomärkte sind in dieser Woche deutlich ins Minus gekippt. Bitcoin kämpft darum, von knapp 90.000 US-Dollar nicht nach unten weitergereicht zu werden. Bei Ethereum wiederholt sich eine vergleichbare Situation an der psychologisch Marke von 3.000 US-Dollar. Angestoßen wurden die Abwärtsbewegungen schon am Wochenende, als US-Präsident Donald Trump Strafzölle verkündete, um seinen Forderungen nach der Übernahme von Grönland Nachruck zu verleihen. Das Thema Grönland demonstriert gegensätzliche Positionen zwischen Trumps USA und führenden europäischen Staaten wie Deutschland. Der politische Konflikt treibt auch die Aktienmärkte ins Minus, Bitcoin und Co. können sich davon nicht abkoppeln.

Bitcoin ETFs erleben deutlichen Kapitalabfluss – Trump als Topthema

Auch die Hoffnung, von den Bitcoin ETFs komme ein Stützpfeiler für die die BTC Preiskurve, hat sich am Mittwochmorgen zerschlagen. Am Montag waren die US-Börsen wegen eines Feiertags geschlossen. Am Dienstag dann mussten die Bitcoin ETFs Kapitalabfluss in Höhe von 483 Millionen US-Dollar hinnehmen, wie Daten von SoSo festhalten. Bei den Ethereum ETFs wurden parallel 230 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss gemessen, was im Vergleich zu ihrem Gesamtkapital noch deutlicher als bei Bitcoin ausfällt. Wenn Präsident Trump seine Außenpolitik mit Strafzöllen durchsetzen will, reagieren die Finanzmärkte sensibel und mit pessimistischer Vorschau – das war auch in 2025 mehrfach zu beobachten.

XRP, Solana, Binance Coin, Tron: Altcoins durchweg spürbar im Minus

Im Schlepptau von Bitcoin und Ethereum trifft es populäre Altcoins reihenweise hart. XRP (Ripple) bangt an der Marke von 1,90 US-Dollar, Binance Coin (BNB) ist unter 900 US-Dollar gefallen, bei Solana hielt die Unterstützung an der Marke von 130 US-Dollar nicht mehr, Tron (TRX) muss Notierungen unter 0,30 US-Dollar verdauen. Die Liste läßt sich mit Cardano, Dogecoin und anderen fortsetzen – überall werden mühsam erzielte Zugewinne aus der ersten Januarhälfte wieder pulverisiert. An den Märkten für Krypto Futures sind über Nacht Positionen von rund 1 Milliarde US-Dollar liquidiert worden, dokumentiert CoinGlass, etwa 90 Prozent davon hatten auf steigende Priese bei Bitcoin, Ethereum und anderen Kryptowährungen gesetzt. Und was macht Donald Trump unterdessen?

US-Präsident Donald Trump in Davos erwartet – eskaliert Konflikt?

Der US-Präsident will am Nachmittag beim Weltwirtschaftsforum in Davos eine Rede halten, weltweites Publikum scheint garantiert. Ein technischer Defekt an der „Air Force One“ zwang Trump allerdings am frühen Mittwochmorgen europäischer Zeit zur Umkehr, nun soll er mit einem Ersatzflugzeug verspätet in der Schweiz eintreffen. Dort will er auch ein Gremium namens „Bord of Peace“ gründen um den Friedensprozess in Nahost abzusichern. Aber einmal mehr ist bereits die Einladungsliste zu Trumps Friedensrat mit Namen wie Vladimir Putin für Russland nicht konsensfähig, in Davos droht Zoff auf offener Bühne. Anleger in Bitcoin, Ethereum und Co. werden mit Sorgenfalten beobachten, ob Trump sich weiter von demokratischen Partnern in Europa entfernt und damit die Weltwirtschaft in ihrer jetzigen Form gefährdet.

Fazit: Bitcoin und Ethereum als „sicher Hafen“? Trump bringt Chaos

Im vergangenen Jahr hatte Donald Trump letztendlich Strafzölle auf Niveaus reduziert, mit denen Unternehmen und Finanzmärkte zurechtkamen. Beim Streitthema Grönland allerdings scheint er zu keinen Zugeständnissen bereit, auch wenn er damit die Zukunft der NATO aufs Spiel setzt. In solchen Situationen wurden Bitcoin als „digitales Gold“ und der entsprechende Silber-Standard Ethereum als oft als „sicherer Hafen“ eingestuft. Doch während die Edelmetalle erneut Rekordpreise erreichen, bluten Bitcoin und Ethereum. Prognosen verbieten sich im Grunde von selbst, solange der US-Präsident tagtäglich mit Überraschungen aufwartet, welche wirtschaftlich hohe Relevanz entfalten können. Noch bleiben Warnungen vor einem Bitcoin Crash selten – aber auch für Entwarnung ist es zu früh.


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