Bitcoin Taktik von Strategy: BTC Preisverfall wirft kritische Fragen auf

Strategy (MSTR) ist das größte Bitcoin Unternehmen der Welt. Der Durchschnittspreis für die BTC Käufe von Strategy liegt bei 76.000 US-Dollar – und Bitcoin notierte zuletzt niedriger. Steht das Modell vor dem Scheitern?

Für kritische Anleger ist Strategy (MSTR) schon länger ein rotes Tuch, die durch Kredite finanzierten massiven Bitcoin Käufe des Unternehmens bewertet auch die Rating-Agentur S&P als hochriskant. Aber Strategy (früher MicroStrategy) lässt sich nicht von seinem Weg abbringen, Gründer Michael Saylor gab erst gestern per X den Erwerb von weiteren 855 Bitcoin bekannt. Damit hält Strategy jetzt insgesamt 713.502 BTC, knapp 3,7 Prozent aller Bitcoin, die im Umlauf sind. Aber nun ergibt sich auch ein schwer zu übersehendes Problem: Seitdem Strategy in 2020 damit begann, Bitcoin Reserven zu bilden, hat man durchschnittlich 76.052 US-Dollar pro BTC bezahlt – und die Preiskurve der Krypto-Leitwährung fiel am Wochenende zeitweise sogar auf unter 75.000 US-Dollar. Platzt nun eine Blase, die Strategy sich mit Bitcoin selbst aufgepumpt hat?

An der Börse wird Strategy niedriger bewertet als die Bitcoin Rücklagen

An der Börse wiederholt sich ein bereits bekanntes Muster: Strategy kommt aktuell über die MSTR Aktie auf eine Kapitalisierung von rund 45 Milliarden US-Dollar, doch die Bitcoin Rücklagen sind bei jetzigen Marktpreisen rund 10 Milliarden Dollar mehr wert. Dieses Ungleichgewicht könnte Strategy in Zukunft dazu zwingen, BTC zu verkaufen, um Kreditlinien zu bedienen, rechnen Kritiker schon seit geraumer Zeit vor.

Aber der jüngste Bitcoin Preisverfall rückt ein weiteres Strategy Problem ins Rampenlicht: Etwa die Hälfte der BTC Rücklagen wurden seit Dezember 2024 eingekauft, einer historischen Hochpreisphase. Die geldwerten Vorteile, die sich Strategy zuvor durch relativ preiswert erworbene Bitcoin geschaffen hatte, sind jetzt fast völlig aufgefressen. Saylor reagiert angriffslustig: Strategy erhöht im Februar sein Zinsangebot für STRC Vorzugsaktien um einen Viertelprozentpunkt auf 11,25 Prozent, damit soll frisches Kapital angezogen werden, was dann wiederum in Bitcoin Käufe fließen dürfte.

Cash Reserve von Strategy soll vor Bitcoin Preisschwankungen schützen

Aber was passiert, wenn sich die Bitcoin Preiskurve nicht nachhaltig erholt und Strategy noch tiefer ins Minus rutscht? Im Dezember hat Strategy damit begonnen, eine Cash-Reserve zu bilden, um Dividenden und Kreditzinsen auch dann auszahlen zu können, wenn Bitcoin Durststrecken durchläuft. Laut Angaben des Unternehmens lagern in dem Zopf mittlerweile 2,25 Milliarden US-Dollar, die für etwa 30 Monate ausreichen sollen, um finanzielle Verpflichtungen unabhängig von der BTC Preisentwicklung zu erfüllen. Aber was danach käme, will man sich lieber nicht ausmalen – wenn Strategy Bitcoin verkauft, sind Domino-Effekte vorhersehbar bis hin zu einem Riesen-Crash.

Fazit: Strategy spielt bei seiner Bitcoin Taktik mit dem Feuer

Wer Strategy Aktien kauft, geht damit Bitcoin Risiken ein. Der Durchschnittspreis pro Bitcoin, den Strategy melden muss, ist ein weiterer Anhaltspunkt, der tief in die gewagte Kalkulation blicken lässt. Die klassischen Börsenmärkte strafen MSTR dementsprechend mit ihren Bewertungen ab: Die Strategy Aktie ist in den letzten sechs Monaten um rund 60 Prozent in die Knie gegangen, während Bitcoin im gleichen Zeitraum mit Minus 30 Prozent davonkam. Auch wenn Du als Anleger nicht auf Strategy setzt, sondern lieber selbst Bitcoin hältst – unterschätze nicht, welches BTC Kartenhaus Michael Saylor aufbaut und warum er dafür unbedingt steigende Bitcoin Preise als Fundament benötigt. 

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