Bitcoin knackt 73.000 Dollar, Stimmung verbessert – Block-Builders Briefing

Bitcoin und die Kryptomärkte gehen mit Plus und verbesserter Stimmung in die neue Woche, die Straße von Hormus bleibt die „größte Sackgasse der Welt“. Das tagesaktuelle Block-Builders Briefing hilft Dir bei der Einordnung.

BITCOIN

Bitcoin notiert am Montagmorgen bei rund 74.000 US-Dollar und hat mit 3,5 Prozent Tagesplus einen guten Start in die neue Woche erwischt. Bei den Bitcoin ETFs hat die vergangene Börsenwoche 767 Millionen US-Dollar Kapitalzufluss ergeben, ein ordentliches Ergebnis.

Seit gut zwei Wochen tobt der Krieg um Iran und auf den Finanzmärkten führt dies zu auffälligen Entwicklungen. Bitcoin hat in dem Zeitraum knapp 20 Prozent im Preis zugelegt, Öl rund 45 Prozent. Gold hingegen verlor rund 6 Prozent in seiner Preiskurve, auch wichtige Aktienindexe sind durch die Iran-Krise ins Minus gerutscht. Einen Grund dafür, dass Bitcoin in der weltpolitisch angespannten Situation punktet, sehen Beobachter in der 24/7-Verfügbarkeit von hochliquiden Handelsplätzen für BTC. So können Händler mit dem „digitalen Gold“ Bitcoin auch dann auf News aus Iran reagieren, wenn klassische Börsen geschlossen sind, etwas wie jetzt am Wochenende.  

ETHEREUM

Ethereum darf mit 7,5 Prozent Tagesplus und Notierungen von gut 2.600 Dollar die Woche beginnen. Die Ethereum ETFs kamen letzte Woche auf 161 Millionen US-Dollar Kapitalzufluss, was den Trend stützt.

Die Ethereum Stiftung hat ein „Mandat“ veröffentlicht, welches sich um die Selbstausrichtung der Einrichtung definieren will. Die Stiftung betont, „nicht Elternteil, Besitzer oder Entscheider von Ethereum“ zu sein. Ziel sei es, den Einfluss der Stiftung im Laufe der Zeit zu reduzieren und sich selbst für Ethereum entbehrlich zu machen. Doch bis dahin legt die wichtigste Basisorganisation für ETH ihr Augenmerk offenbar auf Zensurresistenz und Selbst-Souveränität für Nutzer. Das Lager in der Ethereum Community, welches mehr Wirtschaftsnähe fordert, wird von dem neuen „ETH Mandat“ eher enttäuscht sein.

ALTCOINS

Der Meme-Coin PEPE ist mit rund 13 Prozent Plus Gewinner des Tages. PEPE startete 2023, überstand anschließend eine selbstgemachte Krise und hat nach seinem Höhepunkt Ende 2024 scharf korrigiert. Der jüngste PEPE Preissprung wirkt auf den ersten Blick wie durch Spekulationen hervorgerufen.

Verlierer des Tages ist SKY mit rund 5 Prozent Tagesminus. Bis Spätsommer 2024 lief das Projekt unter dem Namen Maker (MKR) und hat zuletzt sein Rückkauf-Programm drastisch reduziert, was die SKY Preiskurve ins Minus treibt.

Das Stimmungsbarometer für die Kryptomärkte zeigt erstmals seit Mitte Januar „Neutral“ an und hat so Angst-Level vorläufig verlassen. Ob sich der Stimmungsumschwung bestätigt, zeigen die kommenden Tage.

AUS DER KRYPTOINDUSTRIE

Der ehemalige britische Premier Boris Johnson hat sich weit aus dem Fenster gelehnt und Bitcoin als „Ponzi Schema“ bezeichnet, also eine Art „Schneeballsystem“. Sofort sprangen Krypto-Prominente auf X für Bitcoin in die Bresche, von Strategy Chef Michael Saylor bis Tether CEO Paolo Ardoino. Auch Community Notes handelte sich Johnson für seine Anti-Bitcoin Polemik ein, der 61-Jährige hat das dezentralisierte BTC Konzept anscheinend intellektuell nicht durchdrungen.

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