Bitcoin stagniert, DRIFT Hack mit Nachspiel — Block-Builders Briefing

In der Iran-Krise schweigen die Waffen, Bitcoin notiert seitwärts. Tether schaltet sich in den DRIFT Hack ein und der Vermögensverwalter Schwab entdeckt Krypto. Das Block-Builders Briefing mit den News aus der Nacht.

BITCOIN

Bitcoin ist am Freitagmorgen knapp unter 75.000 Dollar zurückgefallen, Minus 0,5 Prozent zum Vortag. Die Bitcoin ETFs hielten sich am Börsendonnerstag mit 26 Millionen US-Dollar Kapitalzufluss in der grünen Zone.

In die Diskussion um Risiken von Quantencomputer für die Sicherheitsstruktur von Bitcoin sorgt Abwehrvorschlag BIP 361 für Aufregung. Mit diesem sollen Bitcoin aus den frühen Jahren abgeschirmt werden. Falls diese nicht auf neue „quanten-resistente“ Adressen transferiert werden, sollen sie sogar permanent „eingefroren“ werden, was auch die Bitcoin von Erfinder Satoshi Nakamoto betreffen würde. Cardano Gründer Charles Hoskinson hält den Vorschlag für irreführend, wie er in einem Video-Monolog  ausführt. Die Satoshi Bitcoin und andere frühe Bestände wären bei BIP 361 nie wieder zu aktivieren und der Eingriff in den BTC Code so tief, dass ein Hard Fork zur Durchsetzung notwendig würde, sagt Hoskinson.

ETHEREUM

Ethereum hält sich nach rund 1,5 Prozent Tagesminus über 2.300 US-Dollar. Die Ethereum ETFs haben mit 18 Millionen Dollar Kapitalzufluss einen guten Börsendonnerstag erwischt.

Der DRIFT Hack von vor zwei Wochen schlägt weiter Wellen. Gut 280 Millionen Dollar in Krypto gingen bei der Attacke verloren. Nun erhält DRIFT Hilfe von Tether. Der Herausgeber des Stablecoins USDT trägt mit 127,5 Millionen Dollar den Löwenanteil eines DRIFT Rettungspakets von knapp 150 Millionen Dollar, wie das Unternehmen per Pressemitteilung bekannt gab. Im Gegenzug soll DRIFT Tether USDT als bevorzugten Stablecoin festlegen und USDC von Circle möglichst ersetzen. Circle hatte in den Stunden des Hacks keine fraglichen USDC „eingefroren“ und wird deswegen nun mit einer Sammelklage konfrontiert.

ALTCOINS

SIREN heißt der Gewinner des Tages mit 136 Prozent Plus. Das Projekt entwickelt KI-Agenten für Krypto-Handel, SIREN hat sich damit auf einen 50. Platz unter den wichtigsten globalen Kryptowährungen vorgeschoben.

MONAD (MON) ist mit 9 Prozent Minus Verlierer des Tages. MONAD ist in  der Sparte DeFi angesiedelt, vor und zum Börsendebüt gab es insbesondere Kritik an der MON Tokenverteilung.

Beim Krypto-Stimmungsbarometer ist in dieser Woche „Neutral“ der Wegweiser, Entwicklungen in der Iran-Krise sorgten nur für kleinere Ausschläge.

AUS DER KRYPTOINDUSTRIE

Der Vermögensverwalter Schwab will seinen Kunden „in Kürze“ den Handel mit Bitcoin  und Ethereum ermöglichen. Per Pressemitteilung wirbt man mit besonders niedrigen Gebühren von 0,75 Prozent. Bloomberg Experte Eric Balchunas sieht das Schwab Angebot als günstiger im Vergleich zu Kryptobörsen, doch teuerer als Bitcoin ETFs. Schwab verwaltet gut 12 Milliarden Dollar Vermögen und hat sich lange Zeit damit gelassen, eine Krypto-Sparte aufzubauen. 

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