Der Iran-Krieg flammt wieder auf, was auf Bitcoin und Co. ebenso durchschlägt wie auf Aktien und Ölpreise. Cardano Gründer Charles Hoskinson legt sich mit Ethereum an. Dies und mehr im Block-Builders Briefing.
BITCOIN
Bitcoin ist durch ein Tagesminus von rund 1,5 Prozent am Donnerstagmorgen auf 62.000 Sollar gefallen. Die Bitcoin ETFs verzeichneten am Börsenmittwoch 85 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss.
Die offensichtlichen Börsenprobleme des weltgrößten BTC Unternehmens Strategy haben Folgen. Die Bitcoin Standard Treasury Company (BSTR) wird zumindest vorerst nicht an die Börse gehen. Per Pressemitteilung wurde bekannt, dass das Unternehmen die Verschmelzung mit Cantor Equity Partners neu verhandelt. Cantor ist an der Börse und sollte für Bitcoin Standard Treasury als sogenanntes SPAC dienen, um einen sonst langwierigen Prozess zu verkürzen. Mehr als 30.000 Bitcoin und 1,5 Milliarden Kapital wollte BSTR einbringen, um den Wettbewerb mit Strategy aufzunehmen. Doch Strategy steht vor Problemen, die Vorzugsaktie STRC kommt selbst nach dem Bitcoin Verkaufsmanöver von Anfang der Woche nicht zurück zu ihrem Zielpreis von 100 Dollar und steht aktuell bei lediglich 86 Dollar. Bei BSTR und Cantor heißt das das in der Mitteilung, man suche nach einer Lösung, welche „Marktbedingungen besser widerspiegele“. Kapitulation scheint hier nicht ausgeschlossen.
ETHEREUM
Ethereum notiert am Donnerstagmorgen bei rund 1.730 Dollar, 1 Prozent Tagesminus. Die Ethereum ETFs meldeten vom Börsenmittwoch 70 Millionen US-Dollar Kapitalzufluss.
Cardano Gründer Charles Hoskinson macht Ethereum schwere Vorwürfe. Per X beschwert er sich lautstark darüber, dass Ethereum im Rahmen seiner mittelfristigen Planung UXTO als Feature integrieren will und nicht erwähnt, diese Funktion von Cardano zu kopieren. UXTO ist die Abkürzung für „Unspent Transaction Output“ und kann helfen, bei Smart Contracts Gebühren zu sparen. Hoskinson behauptet, „im inneren Zirkel von Ethereum ist es sprichwörtlich ein Verbrechen, Cardano zu erwähnen“. Besonders pikant wird der Disput, weil Hoskinson selbst einst zu den Ethereum Mitgründern gehörte, bevor er Cardano aus der Traufe hob. Anderseits ist der 38-Jährige als Lautsprecher bekannt und hatte schon 2023 einen Kleinkrieg mit Ethereum angezettelt, auch damals ging es um Plagiatsvorwürfe.
ALTCOINS
Gewinner des Tages ist Arbitrum (ARB) mit 7 Prozent Plus. Hintergrund ist wohl eine technologische und finanzielle Kooperation zwischen Arbitrum und dem Neobroker Robinhood.
Verlierer des Tages ist Jupiter (JUP) mit 8 Prozent Minus. Die Krypto-Plattform im Solana Ökosystem hat damit zu kämpfen, dass Solana im DeFi-Wettbewerb hinter Ethereum zurückfällt.
Das Krypto-Stimmungsbarometer hält sich in der Zone „Angst“, was angesichts der aufgehobenen Waffenruhe im Iran-Krieg positiv zu bewerten ist.
AUS DER KRYPTOINDUSTRIE
Binance hört die Zeichen der Zeit und bereitet eine Hochgeschwindigkeits-Blockckain vor. Ein Zeitplan dafür sieht Tests Ende 2026 und einen Launch Anfang nächsten Jahres vor. Im Binance Ökosystem ist bislang die BSC Blockchain Dreh-und-Angelpunkt und liefert sich in der Sparte Dezentralisierte Finanzen einen Wettbewerb mit Solana um Platz Zwei hinter Ethereum. Die neue Blockchain soll künftig mehr als 100.000 Transaktionen pro Sekunde bewältigen und innerhalb von 50 Mikrosekunden betätigen. Die Binance Entwickler reagieren damit auf die zunehmende Zahl von KI-Agenten als Krypto-Händlern und den Trend zum Aktienhandel bei Kryptobörsen. Anfangs sollen die BSC und die neue Blockchain parallel laufen, an Sicherheit vor Quantencomputern und Privacy Features wird ebenfalls gefeilt.
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