Bitcoin fällt auf 70.000 Dollar zurück, OKB pumpt – Block-Builders Briefing

Bitcoin kann Zugewinne vom Vortag nicht verteidigen, auch Ethereum tut sich schwer. Der OKB Altcoin hingegen pumpt – was an den Kryptomärkten passiert, fasst das Block-Builders Briefing täglich zusammen.

BITCOIN

Der jüngste Bitcoin Aufschwung hat sich nicht bestätigt, mit 2,5 Prozent Tagesminus ist BTC auf Notierungen knapp über 70.000 US-Dollar zurückgefallen. Die Bitcoin ETFs lieferten erstmals in dieser Woche ein negatives Tagesergebnis mit 228 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss.

Der militärische Konflikt um Iran beherrscht weiterhin die Märkte. Diskutiert wird, wie lange die Situation anhält, welche Ölpreise spürbar steigen lässt. Eine These zu Iran und Bitcoin findet viel Aufmerksamkeit in der Kryptoszene. Demnach fällt die BTC Preiskurve jetzt nicht mehr, weil Iran sein Bitcoin Mining einstellen musste, was zuvor hochprofitabel gewesen sein soll. Doch bei genauerem Hinsehen ist dies Unsinn: Selbst wenn Iran wie angenommen bis 22 Bitcoin täglich produzieren konnte, hätte deren Abverkauf den Preis kaum beeinflussen können, die Menge ist schlichtweg zu klein dafür. 

ETHEREUM

Mit 2,5 Prozent Tagesminus ergeht es Ethereum ähnlich wie Bitcoin, ETH notiert am Freitagmorgen knapp über 2.000 US-Dollar. Die Ethereum ETFs erlebten am Börsendonnerstag mit 91 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss einen Rückschlag, die Monatsbilanz März bleibt aber bislang positiv.

Auf X schaltet sich Ethereum Gründer Vitalik Buterin erneut in die Zukunftsplanungen ein. Er fordert, die Dezentralisierung der Ethereum Blockchain als größten Pluspunkt zu betonen und das Ökosystem nicht nur von der Perspektive wirtschaftlicher Anwendungsfälle zu betrachten. Inhaltlich liefet das kaum etwas Neues, seine Abneigung gegen beliebige Layer-2 bei ETH bekräftigt Buterin. Für Anleger aus der Finanzwirtschaft sind die Buterin Ideen bisweilen verstörend, für sie soll sich Ethereum ganz auf geldwerte Aspekte bei der technologischen Weiterentwicklung konzentrieren.

ALTCOINS

Gewinner des Tages unter den größeren Altcoins ist OKB mit gut 25 Prozent Tagesplus. OKB ist änhlich wie Binance Coin (BNB) als native Kryptowährung für eine Kryptobörse konzipiert, in diesem Fall eben OKX. Der Preissprung ist auf die Mitteilung des Börsenbetreibers ICE (u. a. Börse New York) zurückzuführen, der OKX bei einem strategischen Investment mit 25 Milliarden US-Dollar bewertet – OKB profitierte davon unmittelbar.

Verlierer des Tages ist für uns der Euro Stablecoin EURA. Der Herausgeber Angle Protocol gibt bekannt, dass die Unterstützung für EURA zum 1. März 2027 eingestellt wird. Als der an den Euro gekoppelte Stablecoin Ende 2021 startete, erreichte EURA nach Daten von CoinGecko mit über 70 Millionen Dollar Marktkapitalisierung seinen Höhepunkt. Davon sind weniger als 4 Millionen übergeblieben, EURA ist unter den Euro Stablecoins längst von EURC (Circle) mit rund 45 Millionen Marktkapitalisierung als Marktführer abgelöst worden. Grundsätzlich bleiben Euro Stablecoins auch nach den MiCA Regeln der EU wenig nachgefragt.

Das Stimmungsbarometer für die Kryptomärkte bleibt bei 25 von 100 möglichen Punkten im Bereich „Angst“ stehen. Bitcoin und Co. könnte ein unruhiges Wochenende bevorstehen. 

AUS DER KRYPTOINDUSTRIE

Krypto-Skandalnudel Justin Sun (Tron) darf voraussichtlich ein juristisches Problem in den USA abhaken. Seit 2023 war die US-Börsenaufsicht SEC mit Klagen gegen Justin Sun und seine Krypto-Aktvitäten für Tron und Bittorrent vorgegangen, Marktmanipulationen waren einer der Vorwürfe. Doch jetzt legen SEC und Sun ihren Konflikt bei, eine Strafzahlung von 10 Millionen US-Dollar dürfte Krypto-Milliardär Sun verkraften. Das zuständige Gericht in New York soll den Deal nun abnicken, Justin Sun feiert auf X bereits seine „Unschuld“. Wer der Karriere von Sun folgt, weiß aber auch, dass der 35-Jährige für seine Anwälte immer viel Arbeit liefert. 

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