Infolge des Irak-Kriegs steigen die Ölpreise wieder und Bitcoin rutscht unter 70.000 Dollar, IOTA stürzt auf ein Allzeittief. Tagesaktuell hält Dich das Block-Builders Building auf dem Laufenden zum Stand der Kryptomärkte.
BITCOIN
Bitcoin ist parallel zu steigenden Ölprisen am Donnerstagmorgen wieder knapp unter die Marke von 70.000 US-Dollar gerutscht. Die Bitcoin ETF setzten ihre gute Woche mit 115 Millionen Dollar Kapitalzufluss am Börsenmittwoch fort.
Bei aktuellen Bitcoin Preisprognosen sind zwei Extreme auffällig. Der Bloomberg Analyst Mike McGlone wiederholt seine These von Mitte Februar, der zufolge BTC auf 10.000 Dollar abstürzen könne, falls die Weltwirtschaft ins Straucheln gerät und Deflation einsetzt. Ein ganz anderes Preisziel setzt Matt Hougan von BitWise. Er hält 1 Million Dollar pro Bitcoin im kommenden Jahrzehnt für gut möglich. In einem Investorenbrief betont Hougan, dass der Gesamtmarkt für Anlageklassen zur Wertspeicherung stark wächst, von Gold angeführt. Der Trend dürfte sich fortsetzen und Bitcoin müsse dann in 2036 „nur“ knapp 20 Prozent des Volumens von Gold besetzen, damit BTC die Millionenmarke knackt, so der üblicherweise optimistische Hougan.
ETHEREUM
Ethereum kann sich noch knapp über 2.000 Dollar halten, einer wie 70.000 bei Bitcoin psychologisch wichtigen Marke. Die Ethereum ETFs meldeten 57 Millionen US-Dollar täglichen Kapitalzufluss.
Im Ethereum Ökosystem hallt die Absage an Layer-2 Lösungen nach, welche ETH Erfinder Vitalik Buterin vor gut einem Monat raushaute. Optimism (OP) entlässt 20 Mitarbeiter, wie CEO Jing Jang auf X zerknirscht bestätigt. Man werde künftig „weniger Dinge tun, die aber dafür außergewöhnlich gut“, schreibt Jang. Optimism dient auch anderen Layer-2 bei Ethereum als technologische Basis, doch der Vorzeigekunde Base von Coinbase springt ab.
ALTCOINS
Gewinner des Tages ist einmal mehr Hyperliquid (HYPE) mit 6,5 Prozent Tagesplus und dem Vorstoßen in die Top Ten der kapitalstärksten Kryptowährungen. Die Ölkrise verschafft Hyperliquid neue Nutzer, welche mit Hebel auf die Preisentwicklung wetten und so Umsätze in die Höhe treiben.
Verlierer des Tages ist IOTA, der traditionsreiche Altcoin hat laut Daten von CoinGecko am Donnerstagmorgen ein neues Allzeittief einstecken müssen und hält sich noch knapp über 6 Cent. In Glanzzeiten zum Jahreswechsel 2017/18 hatte IOTA um 5 US-Dollar notiert, eine lange Liste von Managementfehlern und gebrochenen Versprechen haben IOTA ins Abseits manövriert. Unser IOTA Jahresrückblick 2025 erklärt, warum das Projekt wohl nicht mehr auf die Beine kommen wird.
Das Stimmungsbarometer für die Kryptomärkte hält sich bei 25 von 100 möglichen Punkten, was „Angst“ ausdrückt. Bei Ölpreisen wie jetzt über 100 Dollar wird es sehr schwierig für Bitcoin und Co., aus der Angststarre auszubrechen.
AUS DER KRYPTOINDUSTRIE
Die Krisenherde der Welt lenken den Blick auch einmal mehr auf den Einsatz von Bitcoin und Co. zur Umgehung von Sanktionen. In 2025 hat Chainalysis 154 Milliarden Dollar in Krypto identifiziert, welche in illegalen Aktivitäten transferiert wurden, rund 160 Prozent mehr als in 2024. 104 Milliarden davon sollen auf staatliche Einrichtungen entfallen, welche mit Sanktionen belegt sind. Hier kommen dann Iran, Russland und Südkorea ins Spiel, deren Regimes mit Krypto international liquide bleiben wollen und von Geldwäsche bis eigene Netzwerke so ziemlich alle Tricks auf Lager haben, wie die aktuelle Analyse deutlich macht.
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