Börse New York (NYSE) entwickelt Blockchain und will RWAs ermöglichen

Die Börse New York ist die weltweit größte ihrer Art. Nun arbeitet die NYSE an einer eigenen Blockchain-Lösung, um tokenisierte Anlageklassen und  24/7-Handel zu ermöglichen. Das bringt RWA Altcoins in Bedrängnis.

Die Geschichte der Börse New York reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück, seit mehr als 200 Jahren ist der Handelsplatz aktiv. Die Entwicklung zur weltweit wichtigsten Aktienbörse hat die NYSE auch dadurch erreicht, Bedürfnisse von Tradern ernst zu nehmen und technologisch an vorderster Front mitzuspielen. So ist es folgerichtig, dass die New York Stock Exchange ihre Fühler Richtung Blockchain und tokenisierte RWAs (Real World Assets) ausstreckt. Eine entsprechende Pressemitteilung liefert Einblicke in die Taktik der Börse und kann die Kryptoszene nicht kalt lassen.

Erste Erkenntnis: Die Börse New York entwickelt eine eigene Blockchain und will nicht auf bestehende Lösungen zurückgreifen. Während etwa der Fußball-Weltverband FIFA mit Avalanche in die Zukunft gehen will, entscheidet sich die NYSE wie beispielsweise auch das SWIFT Zahlungssystem für einen eigenen Weg. Damit setzt sich der Trend fort, dass Großunternehmen nicht nur aus der Finanzindustrie zwar Blockchain-Lösungen anerkennen, aber eigene Modelle bevorzugen.

Pluspunkte der Blockchain für die NYSE: 24/7-Handel und Tokenisierung

Ein Grund dafür liegt bei der Börse New York darin, dass man seine bewährte Technologie mit der Blockchain zusammenführen will und sich bei Schnittstellen nach außen möglichst viele Optionen freihält. On-Chain Angebote der NYSE sollen insbesondere den Handel zu jeder Tages- und Nachtzeit ermöglichen. Die 24/7-Verfügbarkeit liegt Tradern am Herzen, stark eingeschränkte Börsenstunden wirken längst nicht mehr zeitgemäß. Zweiter logischer Schritt: Aktien, Staatsanleihen und verwandte Anlageklassen will die New Yorker Börse auch in tokenisierter Form ins Portfolio aufnehmen. Damit kann man beispielsweise eine Aktie auch in Bruchteilen traden. Die BNY Bank sowie Citibank sind bereits an den Plänen beteiligt und arbeiten zudem daran, Vermögenswerte tokenisiert ebenso wie Stablecoins als Sicherheiten anzuerkennen.

RWA-Projekte in der Kryptoindustrie bekommen durch NYSE Konkurrenz

Im Grunde fährt die NYSE so alle Argumente für tokenisierte RWAs auf, die auch Ripple oder Solana nutzen, um die Wachstumssparte zu besetzen. Wenn diese Konkurrenz von der Börse New York selbst bekommen, schadet das ihren Aussichten. Denn professionelle Händler werden bei Wahlmöglichkeit ihren gewohnten Marktplatz mit schier unerschöpflicher Liquidität kaum gegen Angebote der Kryptoindustrie tauschen.

Fazit: New Yorker Börse NYSE steht 2026 vor Schritt in die Zukunft

Für seine Blockchain-Plattform mit 24/7-Öffnungszeiten erwartet die NYSE eine Zulassung und darauf folgend das Debüt noch in diesem Jahr. Tokenisierte RWAs, Stablecoins und weitere Features folgen möglicherweise erst zeitversetzt. Aber klar ist: Die Börse New York denkt nicht daran, Geschäftsfelder an die Kryptoindustrie abzutreten, sondern will in Kooperation mit Großbanken eigene Blockchain-Angebote schnüren. Für die Adoption des Kryptosektors ist das eine gute Nachricht, für RWA Token ein heftiger Rückschlag oder gar der Anfang vom Ende.


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