Bröckelndes Vertrauen: Wird Bitcoin zur Gefahr für die USA und den US-Dollar? (Infografik)

Bitcoin Infografik

Trotz der aktuellen Belastung durch makroökonomische Faktoren sprechen viele Indikatoren für ein anhaltendes Wachstum im Krypto-Sektor. Eine neue Infografik von Block-Builders.de zeigt: Manche sehen im erstarkenden Bitcoin sogar eine Gefahr für die USA.

In dem aktuellen Aktionärsbrief von BlackRock warnt CEO Larry Fink davor, dass die Vereinigten Staaten von Amerika ihre Rolle als Weltreservewährung an digitale Assets wie Bitcoin verlieren könnten, wenn die USA ihre Schulden nicht in den Griff bekommen. Die Gefahr ist konkret, so Fink. Der ökonomische Vorteil des Landes könnte unterminiert werden, “wenn Investoren beginnen, Bitcoin gegenüber dem US-Dollar als eine sicherere Wette zu betrachten”. 

Wie die Infografik zeigt, ist die Staatsverschuldung der USA zuletzt deutlich gestiegen. Lag sie im Jahr 2001 noch bei 53,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, erreichte sie im Jahr 2024 bereits rund 121 Prozent. Unter der erneuten Präsidentschaft von Donald Trump sehen viele Beobachter zusätzliche Unsicherheiten aufziehen – etwa durch protektionistische Maßnahmen oder eine konfrontativere Handelspolitik.

Während sich die USA immer weiter verschulden, erlebt der Kryptomarkt einen regelrechten Boom. Mittlerweile investieren nicht nur Privatanleger, sondern auch Unternehmen und Staaten in digitale Währungen. Zum Vergleich: 2019 tätigten erst 6 Prozent der Anlageberater Kryptoinvestments für ihre Kunden – heute sind es 22 Prozent. Besonders eindrucksvoll: Allein von 2023 auf 2024 hat sich dieser Anteil innerhalb eines Jahres verdoppelt.

Und das könnte erst der Anfang sein: 68 Prozent der institutionellen Anleger sehen in den kommenden drei Jahren bei Kryptowährungen das attraktivste Verhältnis von Risiko zu potenzieller Rendite – noch vor traditionellen Assets. Auch die starken Zuflüsse in Bitcoin-Spot-ETFs unterstreichen das wachsende Vertrauen. Vor diesem Hintergrund wirkt die These, dass Bitcoin langfristig sogar den US-Dollar als Leitwährung herausfordern könnte, zumindest nicht vollkommen abwegig.

Auch der starke Goldpreis könnte darauf hindeuten, dass Anleger zunehmend das Vertrauen in den US-Dollar verlieren. Allein innerhalb der vergangenen 3 Monate stieg dieser um 19 Prozent. Ob Bitcoin oder Gold – die Begeisterung für beides könnte Ausdruck eines wachsenden Misstrauens gegenüber dem US-Dollar sein und auf einen tiefgreifenden Wandel im Anlegerverhalten hindeuten.

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