Leichter Aufwind ist am Kryptomarkt zu spüren, aber eine Trendwende wartet auf Bestätigung. Wie es um Bitcoin, Ethereum und Altcoins steht, erfährst Du neben anderen relevanten News tagesaktuell von Block-Builders.
BITCOIN
Bitcoin hat die Verluste vom Vortag ausgleichen können und notiert mit 1 Prozent Tagesplus im Rücken bei knapp 68.000 US-Dollar. Die Bitcoin ETFs haben ihre Minus-Woche mit gestern 166 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss fortgesetzt.
Die Krypto-Leitwährung hat den historisch schlechtesten Start in ein neues Jahr erlebt, wie ein Schaubild von CheckOnChain aufzeigt. In den ersten 50 Tagen 2026 machte Bitcoin rund 23 Prozent Minus – aber noch bietet das Jahr 2026 auch viel Zeit für eine Trendwende.
ETHEREUM
Ethereum geht erneut mit einem Tagesminus von 1 Prozent ins Rennen, bei rund 1.960 US-Dollar steht ETH am Freitagmorgen. Die Ethereum ETFs haben am Börsendonnerstag 130 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss verzeichnet.
Von der Ethereum Konferenz in Denver ist zu hören, dass für ETH zwei große Updates in diesem Jahr geplant sind. Im ersten Halbjahr soll das Update Glamsterdam kommen, in der zweiten Jahreshälfte will man Hegota freischalten. Ethereum Gründer Vitalik Buterin sieht technologische Schwerpunkte bei der Integrierung von Künstlicher Intelligenz in das Ökosystem und einer Neuordnung im Verhältnis zu Layer-2 Lösungen. Auch erste Schritte, um Ethereum vor Quantencomputern zu schützen, stehen auf der Tagesordnung.
ALTCOINS
Gewinner des Tages ist Midnight (NIGHT), das neue Projekt von Cardano Gründer Charles Hoskinson. 10 Prozent Tagesplus klingen beeindruckend – doch mit Notierungen um 0,06 US-Dollar ist NIGHT schon rund 50 Prozent hinter die Niveaus zurückgefallen, welche Midnight im Dezember zum Börsendebüt erreichen konnte.
Verlierer des Tages ist zweiten Mal in Folge Optimism (OP) mit 10 Prozent Tagesminus. Der bevorstehende Rückzug des Coinbase Projekts Base von Optimism hallt nach, im Januar etwa generierte Base 90 Prozent der Einkünfte bei Optimism.
Auch Arbitrum (ARB) findet sich mit knapp 10 Prozent Tagesminus unter den aktuellen Verlieren wieder, Layer-2 bei Ethereum haben ihre besten Zeiten wohl hinter sich.
Nichts neues vom Krypto Stimmungsbarometer, welches bei „extremer Angst“ verharrt und ein nervöses Wochenende erwarten lässt.
AUS DER KRYPTOINDUSTRIE
Bundesbankchef Joachim Nagel hat sich bei einer Grundsatzrede für Stablecoins auf Euro-Basis und einen digitalen Euro für die Finanzindustrie ausgesprochen. Zwischen den Zeilen klingt mit, dass die EU sich vom Dollar und US-Finanzriesen unabhängiger aufstellen soll. Doch das europäische Vorzeigeprojekt Wero erwähnte Nagel nicht einmal.
In Washington ging ein Krypto-Treffen ergebnislos zu Ende, bei dem die regulatorische Zukunft von Stablecoins im Mittelpunkt stand. US-Banken wehren sich vehement dagegen, dass Kryptobörsen und verwandte Marktteilnehmer Zinsen auf Dollar-Stablecoins anbieten – die Geldhäuser sehen hier eines ihrer Kerngeschäfte bedroht.
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ
Amazon Gründer Jeff Bezos hat mit seinem Projekt Prometheus viel vor und steigt in die Sparte Künstliche Intelligenz ein. Gut 6 Milliarden US-Dollar Startkapital hat Bezos für Prometheus Ende letzten Jahrs eingesammelt, eine Webpräsenz gibt es trotzdem noch nicht. Aber der Schweizer Tagesanzeiger hat herausgefunden, dass Prometheus ein Büro in Zürich aufbaut, erste Mitarbeiter haben demnach bereits Vertrag und Arbeitsplatz.
LACHER DES TAGES
In den Duden hat es die Neuschöpfung „Scheidungsledger“ noch nicht geschafft. Aber klar ist: Eheverträge oder Trennungsvereinbarungen drehen in sich modernen Zeiten auch um Guthaben in Bitcoin und Co., wie ein britischer Bericht herausarbeitet. „On-Chain“ gilt nun also auch für Partnerschaften, Ehekriege um Bitcoin Passwörter könnten die Folge sein.
WAS HEUTE WICHTIG WIRD
Bei LayerZero werden heute knapp 3,3 Prozent aller ZRO zum Verkauf freigeschaltet. Beim Datendienst Tokenomist gibt es mehr Infos dazu.
US-Präsident Donald Trump droht Iran mit Militär, falls die Verhandlungen über das iranische Atom-Programm nicht schnell Ergebnisse liefern. Kriegsgefahr mögen die Börsen nicht und Anleger müssen Trump ohnehin im Auge behalten.
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