Kupfer erreicht Rekordpreis – Experten erwarten Knappheit für das Metall

Nach den Rallyes bei Gold und Silber drängt sich nun Kupfer in den Vordergrund. Das Metall hat in dieser Woche erstmals über 13.000 US-Dollar pro Tonne gekostet. Kupfer wird knapp und beschert Anleger Chancen.

Bei der Suche nach aussichtsreichen Investmentmöglichkeiten drängt sich momentan Kupfer auf. Das sogenannte „Übergangsmetall“ ist über die letzten zwölf Monate rund 44 Prozent teurer geworden und hat mit Preisen über 13.000 US-Dollar pro Tonne Kupfer in dieser Woche historische Rekordniveaus   erreicht. Damit schließt Kupfer zu Gold und Silber auf, die beiden Edelmetalle erzielten schon in 2025 neue Allzeithochs. Grund genug, sich einmal etwas näher mit Kupfer zu beschäftigen:

– Was viele nicht wissen: Beim Autobau geht nichts ohne Kupfer, für einen herkömmlichen Benziner werden rund 20 Kilogramm etwa in Form von Stromleitungen benötigt. Bei Elektroautos steigt der Kupferbedarf auf 80 bis 100 Kilogramm pro Fahrzeug, hier nimmt die Nachfrage also zu.

– Bei einem Windrad werden durchschnittlich 4 bis Tonnen 5 Kupfer verbaut, Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) verschlingen bei ihrer Errichtung hunderte Tonnen Kupfer für Verkabelung und Hardware.

– Aktuell werden weltweit gut 23 Millionen Tonnen Kupfer produziert. Aber das wird nicht ausreichen, steigender Bedarf für Elektroautos, Rüstungsindustrie und KI-Rechnerzentren ist absehbar.

– In 2040 werden jährlich 42 Millionen Tonnen Kupfer nachgefragt, prognostiziert S&P und erwartet bis dahin den Ausbau von Förderkapazitäten auf lediglich 32 Millionen Tonnen. Andere Analysten erwarten schon für 2030 oder 2035 die Zuspitzung der Situation und spürbare Kupferknappheit.

– In wichtigen Kupfer-Ländern  wie Chile, Peru, Kongo und Australien sind viele Minen in die Jahre gekommen. Um eine neue Großmine zu entwickeln, werden mindestens zehn Jahre von der Entdeckung von Kupfervorhaben bis zur Produktion veranschlagt.

– Die jüngsten Rekordpreise für Kupfer deuten bereits auf Engpässe hin, erlauben Herstellern aber auch Pläne, welches bisher nicht rentabel waren. Tiefer graben, niedrigeren Kupfergehalt im Gestein Kauf nehmen – jetzt rechnen sich solche Aktionen.

– Schon 2028 könnten Angebot und Nachfrage bei Kupfer „strukturell“ auseinanderklaffen, meinen Beobachter. Auch steigendes Recycling von Kupfer werde diese Situation nicht beruhigen.

Fazit: Kupfer von Anlegern unterschätzt?

Kupfer als wertvoller Grundstoff in Wachstumsindustrien entpuppt sich als interessante Wette auf die Zukunft. Experten sind sich weitgehend einig, dass Kupferknappheit in den kommenden Jahren bevorsteht. Um Produktionskapazitäten zu steigern, werden hohe Kupferpreise notwendig sein, um die Investments zu finanzieren. 13.000 US-Dollar pro Tonne sind womöglich nur ein Vorbote des Trends. Du kannst Kupfer etwa in Form von ETFs und verwandten Finanzprodukten in Dein Portfolio einfügen oder auf die Aktien von Kupfer-Unternehmen wie Southern Copper oder Freeport-McMoRan setzen. Risiken liegen im bereits hohen Preisniveau und Alternativen wie Aluminium – aber momentan wächst Kupfer aus seiner Rolle „Geheimtipp“ heraus.


Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*