Ripple erhält Zulassungen in Großbritannien – XRP und RLUSD im Fokus

Ripple hat sich in Großbritannien Lizenzen gesichert als Herausgeber von „E-Geld“ und als Unternehmen für Krypto-Services. Davon profitieren sollen der Ripple Altcoin XRP sowie der eigene Stablecoin RUSD. Kann das aufgehen?

Ripple (XRP) spricht von einem „Meilenstein“: In Großbritannien hat das Krypto-Unternehmen von der Finanzaufsicht gleich zwei Lizenzen entgegennehmen dürfen, welche sich auf die Geschäfte von der Niederlassung London positiv auswirken sollen. Zum einen ist Ripple im Vereinigten Königreich jetzt als „Electronic Money Institution“ (EMI) zugelassen, heißt es in einer Pressemitteilung. Zudem ist Ripple demnach nun offiziell als Unternehmen registriert, welches Services in der Kryptosparte anbieten darf. Beide Lizenzen sollen Ripple auch beim Umgang mit den eigenen Kryptowährungen XRP und RLUSD in Großbritannien helfen.

Finanzindustrie im Wandel – Ripple sieht dabei seine Chancen

„Die Finanzindustrie wandelt sich grundlegend“, sagte Ripple Vorstand Monica Long, „Blockchain und Kryptowerte dienen als kritische Infrastruktur für die Weltwirtschaft“. Sie betonte, dass die Lizenzen für Großbritannien das breite Ripple Portfolio von Zulassungen in den USA und anderen Staaten erweitere.   Tatsächlich hat das Unternehmen aus der langjährigen Auseinandersetzung mit der US-Börsenaufsicht SEC gelernt und kann mittlerweile schon mehr als 60 Zulassungen auch für XRP und RLUSD weltweit aufweisen. Der Ripple Stablecoin RLUSD ist seit Dezember 2024 auf dem Markt, XRP wird schon seit 2013 an Kryptobörsen gehandelt.

London hat den Angaben zufolge in der Ripple Strategie schon seit 2016 eine hervorgehobene Rolle gespielt, als man in der Hauptstadt ein Büro eröffnete. Die Zahl der Angestellten dort wachse seitdem stetig und mache London zur größten Ripple Niederlassung außerhalb der USA. Regionaldirektorin Cassie Craddock hebt hervor, dass regulatorische Klarheit in anderen Ländern Adoption von Blockchain-Lösungen und Krypto beschleunigt habe. Jetzt sei auch Großbritannien bereit, diese Vorteile mitzunehmen. Ripple werde der einheimischen Geschäftswelt helfen, die Möglichkeit zu nutzen.

Stablecoin RLUSD im Zentrum der Ripple Strategie, XRP mit Nebenrolle

Ripple hat seinen Wandel zu einem breit aufgestellten Finanzdienstleister im Kryptojahr 2025 durch milliardenschwere Übernahmen unterstrichen. Der Prime Broker Hidden Road gehört nun zu Ripple Prime und soll auch in Großbritannien den Stablecoin RLUSD vorwärts bringen. XRP wird weiterhin hauptsächlich eine Rolle als Zahlungsmittel für Gebühren im XRPL Netzwerk zugewiesen, in welchem Ripple seine Geschäfte und Services bevorzugt abwickelt.

Fazit: Ripple arbeitet in London jetzt mit weitreichenden Zulassungen

London ist als europäische Finanzmetropole fast automatisch für Ripple von Interesse, hier kann man vor Ort mit Banken und Finanzunternehmen ins Gespräch kommen. In der Vergangenheit war dem Ripple Konzept, XRP als Brückenwährung bei internationalen Geldtransfers zu etablieren, wenig Erfolg beschieden. Mit RLUSD als Stablecoin ohne Wertschwankung soll dieses Probleme gelöst werden. Doch auffällig bleibt: Ripple fehlt es an Referenzkunden, Großbanken wie JP Morgan arbeiten vermehrt an eigenen Stablecoins und Blockchains. XRP kann sich unterdessen knapp über der kritischen Kursmarke von 2 US-Dollar halten, die XRP ETFs in den USA verzeichnen wieder Kapitalzuflüsse.


Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*