Bitcoin stabilisiert sich – US-Präsident Trump redet in Davos über Krypto

Bitcoin scheint sich nach einem temporären Preissturz bei Notierungen um 90.000 US-Dollar einzupendeln. Topthema war der Auftritt von US-Präsident Donald Trump in Davos, wo es neben Grönland auch um Krypto ging.

Die Bitcoin Preiskurve hat gestern unter dem Eindruck einer Rede von US-Präsident Donald Trump zeitweise einen Einbruch unter 88.000 US-Dollar erlebt, fand dann aber zu einem Niveau um 90.000 US-Dollar zurück. Trump sprach beim Weltwirtschaftsforum in Davos ausgiebig über Grönland und Europa, widmete aber auch seiner Krypto-Politik Redezeit. Die Finanzmärkte reagierten ebenso wie Bitcoin erleichtert darauf, dass Trump am Abend ein Rahmenabkommen zwischen den USA und der NATO bezüglich Grönland verkündete. US-Strafzölle auf Europa sind damit vom Tisch, versicherte Trump. Bildet sich nun die Basis für eine Bitcoin Rallye?

Donald Trump preist Krypto als Tür zur „finanziellen Freiheit“

Der Auftritt von Trump vor zahlreichen Regierungschefs und Wirtschaftslenkern hatte bizarre Momente, wenn der 79-Jährige aus dem Nähkästchen plauderte, Island und Grönland verwechselte oder sich in Selbstlob verlor. Doch bei seinen Ausführungen (hier im Video) zu Krypto hielt sich Trump offenbar ans Manuskript und machte klar: Bitcoin und Co. bleiben bei ihm  Chefsache, das Gesetzespaket Clarity als Rahmen für die Kryptoindustrie wolle er möglichst bald unterzeichnen. Noch hängt Clarity zwar im US-Senat fest, wird aber von der Opposition nicht grundsätzlich blockiert.

Trump erklärte, Krypto könne den US-Bürgern die Tür zu „finanzieller Freiheit“ öffnen, was wie Werbung für das von ihm unterstützte Projekt „World Liberty Financial“ klang. Die USA müssen aus seiner Sicht schon deshalb die „Krypto-Haupstadt der Welt“ bleiben, weil auch China den Sektor besetzen wolle. Inhaltlich blieb der US-Präsident ansonsten vage in Bezug auf Bitcoin und andere Kryptowährungen. Doch allein die Tatsache, dass Trump seine Krypto-Politik in Davos vorstellte, wurde in sozialen Netzwerken gefeiert.

Bitcoin ETFs erleben schlechtesten Tag seit November

Auf dem Börsenparkett aber musste Bitcoin gestern trotzdem eine Enttäuschung hinnehmen. Die Bitcoin ETFs in den USA verzeichneten Kapitalabfluss in Höhe von 703 Millionen US-Dollar, ein solche schlechtes Tagesergebnis gab es laut den Daten von SoSo zuletzt im November. Damals war Bitcoin auf Preise unter 87.000 US-Dollar eingekickt und auch jetzt grübeln Marktteilnehmer, ob momentan die Chance besteht, BTC bei Niedrigpreisen einzukaufen oder Geduld die beste Strategie ist.

Fazit: US-Präsident Trump bekennt sich zu Krypto, doch Fragen bleiben

An den Finanzmärkten wurde auch aufmerksam wahrgenommen, dass Trump in Davos erneut Zinssenkungen ankündigte und damit die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed ankratzt. Heute vormittag wird Trump seinen neuen und umstrittenen „Friedensrat“ am Rande des Weltwirtschaftsforums gründen – bei seiner Redefreudigkeit könnte dies zudem andere Themen berühren. So ist die Psychologie der Märkte auch bei Bitcoin nachvollziehbar: Die Erleichterung über Grönland-Kompromisse erlaubt BTC Konsolidierung, doch die nächste kursrelevante Überraschung durch Präsident Trump ist wohl nur eine Frage der Zeit.


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