Die Krypto-Leitwährung Bitcoin hat in ihrem Code eine Höchstmenge von 21 Millionen BTC festgelegt. 20 Millionen davon sind seit heute im Umlauf und aus dem Bitcoin Mechanismus ergeben sich langfristige Konsequenzen.
Für Bitcoin ist es ein Meilenstein: 20 der höchstens 21 Millionen BTC sind nach 17 Jahren am heutigen Montag von Minern „geschürft“ worden, eindrucksvoll dargestellt etwa durch die extra dafür aufgesetzte Webseite 20millionbitcoin. Nur noch 1 Millionen Bitcoin werden in der Zukunft auf den Markt kommen und dieser Prozess wird mehr als 100 Jahre brauchen. Die Krypto-Leitwährung baut auf ein Konzept zur Inflationsvermeidung, was sich in der Entwicklung der Bitcoin Umlaufmenge widerspiegelt. Was dahinter steckt und wie die Entwicklung den Bitcoin Preis beeinflussen könnte, erklären wir Euch hier:
– Bitcoin Miner erhalten einen festgesetzten Bonus, wenn sie einen neuen Block für die BTC Blockhain organisieren und damit Transaktionen gültig schreiben. BTC Erfinder Satoshi Nakamoto hatte zudem schon im Code festgelegt, dass sich diese Belohnungen für Miner alle vier Jahre halbieren, Bitcoin Halving heißt der entsprechende Mechanismus.
– Rund alle zehn Minuten entsteht ein neuer BTC Block. Von 2009 bis 2012 gab es in der Anfangszeit 50 Bitcoin pro Block für die erfolgreichen Miner, nach dem 4. Halving im April 2024 sind es heutzutage nur noch 3,125 BTC. Die Zahl der Bitcoin, die theoretisch bereits verfügbar sind, wächst also nur noch sehr langsam. Das ist so gewollt, um die Mutter aller Kryptowährungen zu einem raren Gut zu machen, Bitcoin trägt nicht zufällig den Beinamen „digitales Gold“. So haben sich auch die Begriffe “Miner” und “schürfen” etabliert.
– Was Anleger freut, könnte Bitcoin Minern Sorgen machen. Denn die Konkurrenz bei der Suche nach neuen BTC Blöcken ist auf Rekordniveau und für ein profitables Geschäft werden Bitcoin Preise über 70.000 US-Dollar als Untergrenze angenommen. Falls sich Miner deshalb aus ihrem Geschäft zurückziehen, leidet die Netzwerksicherheit, weil Dezentralisierung schwindet.
– Von Anfang 2028 wird es pro neuem Block nur noch 1,5625 BTC als Belohnung geben, nach dem 6. Halving in 2032 sind es dann nur noch 0,78125 Bitcoin. Die Miner nehmen neben dem Block Bonus auch die zugehörigen Transaktionsgebühren ein. Wenn diese anziehen, ist es wie ein „gefundenes Brot“ für Bitcoin Miner.
– Es ist absehbar, dass Bitcoin zur Abwendung von Gefahren durch Quantencomputer ein technologisches Update brauchen wird. Hier könnte sich die Chance ergeben, auch am BTC Gebührensystem zu drehen und so Bitcoin Miner für die Zukunft abzusichern.
– Anleger hingegen bekommen bei jedem Bitcoin Halving oder symbolträchtigen Ereignis wie jetzt 20 Millionen BTC vor Augen geführt, wie „neue“ Coins zur Mangelware werden. Dies ist auch ein Grund für die weitverbreitete Taktik HODL, die besagt: Bitcoin verkauft man nicht, sondern spart sie lieber an – denn über längere Zeiträume betrachtet kennt die BTC Preiskurve bislang nur den Weg nach oben.
– Anders als bei anderen raren Gütern wie Gold, Silber oder auch Öl lässt sich bei Bitcoin die Produktionskapazität nicht hochfahren, wenn sich Nachfragespitzen abzeichnen. BTC ist so ein Paradebeispiel für eine „harte Währung“, die Inflation beträgt mittlerweile weniger als 1 Prozent jährlich und wird einmal auf Null enden.
Fazit: Mit 20 Millionen Bitcoin nähert sich der BTC Bestand seiner Grenze
Wer bereits Bitcoin in seinem Portfolio hält, darf sich darüber freuen, dass der Zugang zu neuen BTC immer seltener wird. Rund 450 neue Bitcoin kommen täglich zu den jetzt schon geschürften 20 Millionen hinzu, an vielen Tagen absorbieren allein die Bitcoin ETFs das Angebot. Die künstliche Verknappung sollte sich positiv auf die BTC Preisentwicklung auswirken – wenn eine Lösung gefunden wird, um Bitcoin Miner an der Stange zu halten. Angesichts der Bitcoin Wertentwicklung dürften Anleger, Miner und andere Marktteilnehmer ausreichend Motivation entwickeln, um ein attraktives BTC System in den kommenden Jahrzehnten zu gewährleisten. Eine Aufweichung der Obergrenze 21 Millionen Bitcoin ist nicht im Gespräch, sie ist ein Grundpfeiler für des Erfolges.
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