Ethereum Stiftung: Glamsterdam Upgrade in Sichtweite, Personalwechsel

Die ETH Kursentwicklung hinkt Hoffnungen hinterher, doch in der Ethereum Stiftung tut sich einiges. Das Upgrade Glamsterdam steht kurz vor dem Ende der Testphase und gleich drei Ethereum Chefentwickler finden Nachfolger.

Das Kryptojahr 2026 verläuft für Ethereum bisher enttäuschend, ein Minus von 23 Prozent seit Silvester spricht Bände. Doch nun machen mehrere Nachrichten aus der Ethereum Stiftung Hoffnung auf eine Trendwende. Block-Builders fasst zusammen, was Du für die kommenden Wochen und Monate wissen solltest:

– Das ETH Glamsterdam Upgrade nähert sich der Praxisreife. Die eigentlichen Arbeiten sind abgeschlossen, jetzt wird Glamsterdam in den Entwicklerwebs für Ethereum getestet. Darauf folgt eine Runde in öffentlichen Testnets, bevor Glamsterdam dann als erstes Upgrade für dieses Jahr bei Ethereum live geschaltet wird. Als Zieldatum wird bisher am 1. Halbjahr 2026 festgehalten, die zweite Junihälfte könnte also Glamsterdam zu Ethereum bringen.

– Aus der praktischen Perspektive ist die Verdreifachung des Ethereum Gas Limits die wohl wichtigste Neuerung, die mit Glamsterdam kommt. Bis zu 71 Prozent niedrigere ETH Transaktionskosten erwartet die Ethereum Stiftung von diesem Schritt, was sich insbesondere in Perioden auszahlen soll, wenn die ETH Blockchain stark belastet wird. Das passt zum erklärten Ziel von Ethereum Gründer Vitalik Buterin, die Bedeutung der eigentlichen Blockchain gegenüber den Layer-2 Lösungen als untergeordneten Instanzen zu stärken.

– In der Ethereum Stifung gibt es unterdessen drei wichtige Personalwechsel auf der Ebene von Chefentwicklern, wie per Blogpost bekannt gemacht wurde. Barnabe Monnot, Tim Beiko und Alex Stokes scheiden aus, wobei Stokes ein Sabbatical nimmt. Beiko und Monnot wollen sich neuen Aufgaben außerhalb der Stiftung zuwenden, ohne Ethereum dabei ganz den Rücken zuzudrehen. Insbesondere Tim Beiko war in der Community sehr beliebt, weil er auch komplizierte technologische Sachverhalte allgemein verständlich erklären konnte. Einen solchen Stand werden sich Will Corcoran, Kev Wedderburn und der halb-anonyme Fredrik erst erarbeiten müssen, aber die Personalwechsel scheinen immerhin reibungslos über die Bühne zu gehen.

– Die erste Feuerprobe erwartet die neuen ETH Chefentwickler dann mit dem zweiten großen Upgrade, welches für Ende 2026 angepeilt ist und den Namen Hegota tragen soll. Dann will Ethereum in Sachen Zensurresistenz Fortschritte machen und mit den Vorbereitungen auf Risiken durch Quantencomputer beginnen. Aus Nutzersicht wäre es auch wünschenswert, wenn die neueste ETH Initiative „Clear Signing“ schon beim Ethereum Hegota Upgrade berücksichtigt werden kann. Denn damit will die Stiftung in Kooperation mit Ledger, MetaMask, Trezor und anderen darauf reagieren, dass man bei Ethereum Transaktionen als Normalnutzer kaum entschlüsseln kann, was gerade freigegeben wird. Anstelle von kryptischen Zahlen- und Buchstabenkombinationen sollen strukturierte Erkläungen und an Menschen gerichetete Adressen treten, erklärt die Stiftung die Idee hinter dem Konzept „Was Du siehst, ist was Du unterschreibst“.

Fazit: Technologische Aspekte von Ethereum oft unterbewertet

Krypto Anleger haben sich daran gewöhnt, dass die Ethereum Blockchain seit vielen Jahren störungslos funktioniert. Dabei bedeutet jedes große Upgrade wie das nun bevorstehende Glamsterdam tiefere Eingriffe in ETH Code und Technologie, ein unentdeckter Fehler könnte Milliarden Dollar bei Ethereum und Dezentralisierten Finanzen (DeFi) betreffen. Die vermeintliche Langeweile bei der Ethereum Weiterentwicklung ist insofern ein Wunschergebnis, Auswirkungen von Glamsterdam und den prominenten Personalien sollen in der Praxis für sich wirken. Bis solche Erkenntnisse durchsickern und den Ethereum Preisen helfen können, dauert es bisweilen. 

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