BaFin lässt 17 Bitcoin Geldautomaten beschlagnahmen

An- und Verkauf von Bitcoin (BTC) an speziellen Geldautomaten klingt an sich verlockend. Doch die deutsche Finanzaufsicht BaFin sieht solche Angebote als genehmigungspflichtig. Deshalb ist sie nun gegen einen Betreiber vorgegangen und hat 17 solcher Bitcoin ATMs beschlagnahmen lassen.

An Flughäfen, in Einkaufszentren und anderen Orten mit viel Publikumsverkehr kann man sie bisweilen sehen: Geldautomaten, die zu keiner Bank gehören, sondern mit dem Symbol von Bitcoin (BTC) werben. Weil Bitcoin mehr und mehr breiten Bevölkerungsschichten ein Begriff wird, wollen findige Automatenhersteller daraus ein Geschäft machen. Die speziell für Kryptowährungen entwickelten Maschinen nehmen von Kunden Bargeld an, um BTC und andere Kryptowährungen anzukaufen. Wer seine BTC oder populäre Altcoins verkaufen möchte, bekommt wiederum Bargeld ausbezahlt. Die Betreiber verdienen an Gebühren und bieten auch nicht immer die besten Kurse. Zumindest für eine Kette ist damit in Deutschland Schluss. Schon im März hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) festgestellt, dass für die unter dem Markennamen „Shitcoin.Club“ bundesweit aufgestellten Bitcoin Automaten keine Genehmigung eingeholt wurde. Das Geschäft sei daher sofort einzustellen. Da sich die Betreiber um den Polen Adam Gramowski nicht daran hielten, ließ die BaFin jetzt die 17 BTC Maschinen von „Shitcoin.Club“ in Deutschland beschlagnahmen.

Auf der Webseite des Betreibers sind die Automaten bereits nicht mehr aufgeführt. Nach Angaben von Coin ATM Radar sind damit nur noch 51 Bitcoin Geldautomaten in Deutschland aktiv. Das Handelsblatt hatte zuletzt über „Shitcoin.Club“ berichtet und auch über die juristischen Schwierigkeiten, die andere Anbieter haben. Demnach stellt die BaFin solch hohe Anforderungen an die Genehmigung für das Bereitstellen von Bitcoin Automaten, dass sich Entrepreneure und Start-ups in dieser Branche fast zwangsläufig in rechtlich schwierige Gewässer begeben.

Fazit: Bitcoin Automaten – eine gute Idee mit Fallstricken in Deutschland

Die nun beschlagnahmten Maschinen dürften noch Bargeld enthalten haben und unter Umständen auch Zugangsdaten zur Bitcoin Wallets. Was mit diesem Geld geschieht, blieb vorerst offen. Kunden dürfte allerdings kein Schaden entstanden sein, da sie ja entweder Bargeld beim Gebrauch der Automaten von „Shitoin.Club“ erhalten haben oder Private Keys für eingekaufte BTC. Der Blick auf die Europa-Karte von Coin ATM Radar zeigt: in Österreich etwa sind 151 Bitcoin Automaten aktiv, in der Schweiz 83 und auch in anderen EU-Staaten sind es zweistellige Zahlen für solche Geldautomaten. Ein Bedarf besteht also augenscheinlich. Für hierzulande bleibt demnach vorerst die Frage entscheidend, wie solche Bitcoin Automaten regelkonform aufgestellt werden können. Lösungen könnten sich dann ergeben, wenn auch klassische Banken stärker als bislang den Handel mit Kryptowährungen unterstützen.


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